"Es gibt keine Qualitätskontrollen in der Branche"
ZEIT ONLINE: Das Internet bietet zudem eine Vielzahl an Selbsttest. Sind solche Tests gut und wie aussagekräftig ist so ein Ergebnis?
Bergner: Solche Tests sind ohne wirklichen Nutzwert. Sie liefern den Betroffenen allenfalls Indizien in Richtung einer Diagnose, doch lässt sich diese nicht mit 20 Testfragen stellen. Der weltweit meist verwendete Test ist die Maslach Burnout Inventory. Und auch dieser Test ist problematisch, denn er beinhaltet nicht die Diagnose "kein Burn-out".

Der Facharzt für Dermatologie und Allergologie Thomas M.H. Bergner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Burn-Out-Syndrom und ist Autor des Buches Burnout-Prävention: Das 9-Stufen-Programm zur Selbsthilfe. Seit 1994 arbeitet er als Coach und Trainer.
ZEIT ONLINE: Was ist aus medizinischer Sicht von Selbsthilfegruppen oder Foren im Internet zu halten?
Bergner: Grundsätzlich ist ein Austausch unter Betroffenen gut, um die Angst oder Scheu vor der Krankheit abzubauen. Doch ist gemeinsames Leiden leichter als Lösen. Eine psychische Erkrankung wie Burn-out lässt sich nicht ohne professionelle Hilfe lösen, die Selbsthilfegruppen oder Foren nicht bieten können. Das Angebot kann ergänzend genutzt werden, aber es ersetzt keine Therapie.
ZEIT ONLINE: Was sollte man bei der Wahl des Therapeuten beachten?
Bergner: Oft finden Betroffenen den Weg zum Therapeuten durch die Fachliteratur oder Mundpropaganda. Jeder gute Psychotherapeut müsste Burn-out behandeln können. Jedoch gibt es keine Qualitätskontrollen in der Branche. Letztlich sollte sich der Betroffene über die Qualifikationen und Referenzen informieren. Ich empfehle die Behandlungen bei einem Psychiater oder therapeutisch tätigem Diplom-Psychologen.
ZEIT ONLINE: Was raten Sie Menschen, die an Burn-out leiden?
Bergner: Grundsätzlich gilt, sich professionelle Hilfe zu suchen, denn Burn-out ist alles andere als harmlos.
Die Fragen stellte Sindy Heyn.
- Datum 22.12.2010 - 14:39 Uhr
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"Grundsätzlich gilt, sich professionelle Hilfe zu suchen"
Dumm nur wenn die sogenannte professionelle Hilfe meint, man wäre für Burn-out zu jung und nimmt einen schlicht weg nicht ab daran zu leiden.
Vom psychiatrischen Alltag in der Kassenpraxis hat der Autor reduzierte Ahnung.
Wartezeiten von 1,5 Jahren bei Kassen-Psychotherapeuten sind auch nicht hilfreich.
Daher blühen die alternativen Angebote.
...wenn die Selbstdiagnose bereits alles geklärt hat?
Die Modekrankheit Burnout wird von Zeitungen und Zeitschriften aller Art besprochen und mit Tests versehen, die zeigen sollen, dass jede Belastungssituation dazu geeignet scheint, Burnout und damit jahrelange Therapien zu verursachen.
Das ist krank und nicht die Leute, die angeblich ihr Leid rumtragen.
Vom psychiatrischen Alltag in der Kassenpraxis hat der Autor reduzierte Ahnung.
Wartezeiten von 1,5 Jahren bei Kassen-Psychotherapeuten sind auch nicht hilfreich.
Daher blühen die alternativen Angebote.
...wenn die Selbstdiagnose bereits alles geklärt hat?
Die Modekrankheit Burnout wird von Zeitungen und Zeitschriften aller Art besprochen und mit Tests versehen, die zeigen sollen, dass jede Belastungssituation dazu geeignet scheint, Burnout und damit jahrelange Therapien zu verursachen.
Das ist krank und nicht die Leute, die angeblich ihr Leid rumtragen.
eine 19 Jaehrige sagt, das Abitur sei zu viel und sie schon 2 Monate vor den Pruefungen einen "Burn Out" hat und zu Hause bleibt, dann fragen sich Aerzte in der Tat zu Recht, ob sie nicht zu jung fuer einen Burn Out ist. Letztlich ist es doch wieder eine Modekrankheit bei der 80% der Leute es sich selbst einreden und es somit den wirklich betroffenen 20% auch noch schwer machen, ernst genommen zu werden und es noch erschweren, nicht abgezockt zu werden.
Vom psychiatrischen Alltag in der Kassenpraxis hat der Autor reduzierte Ahnung.
Wartezeiten von 1,5 Jahren bei Kassen-Psychotherapeuten sind auch nicht hilfreich.
Daher blühen die alternativen Angebote.
...wenn die Selbstdiagnose bereits alles geklärt hat?
Die Modekrankheit Burnout wird von Zeitungen und Zeitschriften aller Art besprochen und mit Tests versehen, die zeigen sollen, dass jede Belastungssituation dazu geeignet scheint, Burnout und damit jahrelange Therapien zu verursachen.
Das ist krank und nicht die Leute, die angeblich ihr Leid rumtragen.
sind Sie schlichtweg nicht in der Lage bei diesem Thema zu differenzieren.Oder Sie wollen es gar nicht. Wenn Sie ALLE Zeitungen u Zeitschriften u deren Berichte zum Thema zusammen vermischen, sollten Sie sich lieber selbst hinterfragen anstatt erkrankte Menschen als pauschal als simulanten zu diffamieren. Ganz sicher gibt es viel Blödsinn zum Thema, aber wer Artikel zum Burn-Out in der Super Illu, Gabi, ROsie u sonstwo liest, hat keine Lust sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen sondern nur seine Vorurteile pflegen! Kommentator 2 hat es gut beschrieben.
Vielleicht geht in ein Licht auf, wenn Sie emal auf einen an Burn-Out erkrankten treffen.
sind Sie schlichtweg nicht in der Lage bei diesem Thema zu differenzieren.Oder Sie wollen es gar nicht. Wenn Sie ALLE Zeitungen u Zeitschriften u deren Berichte zum Thema zusammen vermischen, sollten Sie sich lieber selbst hinterfragen anstatt erkrankte Menschen als pauschal als simulanten zu diffamieren. Ganz sicher gibt es viel Blödsinn zum Thema, aber wer Artikel zum Burn-Out in der Super Illu, Gabi, ROsie u sonstwo liest, hat keine Lust sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen sondern nur seine Vorurteile pflegen! Kommentator 2 hat es gut beschrieben.
Vielleicht geht in ein Licht auf, wenn Sie emal auf einen an Burn-Out erkrankten treffen.
sind Sie schlichtweg nicht in der Lage bei diesem Thema zu differenzieren.Oder Sie wollen es gar nicht. Wenn Sie ALLE Zeitungen u Zeitschriften u deren Berichte zum Thema zusammen vermischen, sollten Sie sich lieber selbst hinterfragen anstatt erkrankte Menschen als pauschal als simulanten zu diffamieren. Ganz sicher gibt es viel Blödsinn zum Thema, aber wer Artikel zum Burn-Out in der Super Illu, Gabi, ROsie u sonstwo liest, hat keine Lust sich wirklich mit dem Thema zu beschäftigen sondern nur seine Vorurteile pflegen! Kommentator 2 hat es gut beschrieben.
Vielleicht geht in ein Licht auf, wenn Sie emal auf einen an Burn-Out erkrankten treffen.
Psychische Erkrankungen werden immer noch gerne mit "irre sein" gleich gesetzt. Wer psychisch krank ist, gilt als potenziell gefährlich - wozu auch die Boulevardmedien einen erheblichen Beitrag leisten: Robert Steinhäuser und andere Amokläufer stehen in der Öffentlichkeit für schwerste Verbrechen und als Inbegriff des "gefährlichen Irren" - und sind doch nur bedauerliche Einzelfälle.
Nichtsdestotrotz ist es auf Grund der vielen Vorurteile und Ängste vor "Psychopathen" und "Irren" praktisch unmöglich, jemanden, bei dem erst einmal eine psychische Erkrankung oder Behinderung diagnostiziert wurde, vor der Langzeitarbeitslosigkeit zu bewahren. Und dort bleibt - wenn überhaupt - maximal der 1-Euro-Job als Beschäftigungsmöglichkeit oder eben die Frühverrentung und damit: Altersarmut.
Psychische Erkrankungen werden immer noch gerne mit "irre sein" gleich gesetzt. Wer psychisch krank ist, gilt als potenziell gefährlich - wozu auch die Boulevardmedien einen erheblichen Beitrag leisten: Robert Steinhäuser und andere Amokläufer stehen in der Öffentlichkeit für schwerste Verbrechen und als Inbegriff des "gefährlichen Irren" - und sind doch nur bedauerliche Einzelfälle.
Nichtsdestotrotz ist es auf Grund der vielen Vorurteile und Ängste vor "Psychopathen" und "Irren" praktisch unmöglich, jemanden, bei dem erst einmal eine psychische Erkrankung oder Behinderung diagnostiziert wurde, vor der Langzeitarbeitslosigkeit zu bewahren. Und dort bleibt - wenn überhaupt - maximal der 1-Euro-Job als Beschäftigungsmöglichkeit oder eben die Frühverrentung und damit: Altersarmut.
Psychische Erkrankungen werden immer noch gerne mit "irre sein" gleich gesetzt. Wer psychisch krank ist, gilt als potenziell gefährlich - wozu auch die Boulevardmedien einen erheblichen Beitrag leisten: Robert Steinhäuser und andere Amokläufer stehen in der Öffentlichkeit für schwerste Verbrechen und als Inbegriff des "gefährlichen Irren" - und sind doch nur bedauerliche Einzelfälle.
Nichtsdestotrotz ist es auf Grund der vielen Vorurteile und Ängste vor "Psychopathen" und "Irren" praktisch unmöglich, jemanden, bei dem erst einmal eine psychische Erkrankung oder Behinderung diagnostiziert wurde, vor der Langzeitarbeitslosigkeit zu bewahren. Und dort bleibt - wenn überhaupt - maximal der 1-Euro-Job als Beschäftigungsmöglichkeit oder eben die Frühverrentung und damit: Altersarmut.
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