Diakonie-Vorstand "Ein freiwilliger Zivildienst würde eine Lücke reißen"
Der Vorschlag der Familienministerin, einen freiwilligen Zivildienst einzuführen, würde das soziale Jahr schwächen, sagt Kerstin Griese aus dem Diakonie-Bundesvorstand.
ZEIT ONLINE: Frau Griese, Familienministerin Kristina Schröder schlägt vor, einen bundesweiten freiwilligen Zivildienst einzuführen , wenn die Wehrpflicht ausgesetzt wird. Was halten Sie davon?
- Vorschlag zum freiwilligen Zivildienst
-
Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat vorgeschlagen, dass mit der Abschaffung des verpflichtenden Wehrdienst auch der Zivildienst freiwillig werden sollte.
Rund 35.000 Frauen und Männer könnten dafür pro Jahr voraussichtlich gewonnen werden. Der Dienst in sozialen Einrichtungen könnte zwischen 6 und in Ausnahmefällen bis zu 24 Monate dauern und mit rund 500 Euro im Monat entlohnt werden. Die Regeldauer könnte ein Jahr betragen.
Der Dienst könnte auch für ältere Erwachsene möglich sein und sich auf die Bereiche Bildung, Kultur und Sport erstrecken.
Kerstin Griese: Wir begrüßen natürlich, dass sich das Ministerium mit dieser Frage auseinandersetzt. Allerdings lässt der Vorschlag noch viele Fragen offen. In seiner jetzigen Form würde er eine große Lücke reißen, da etwa die Hälfte aller Zivistellen verloren ginge. Das kann nicht im Interesse der Gesellschaft sein.
ZEIT ONLINE: Was wäre die Folge?
Griese: Derzeit haben wir in Deutschland 90.000 Zivildienstleistende, die bislang neun Monate lang im Einsatz waren und jetzt nur noch sechs Monate tätig sind. Allein durch die Verkürzung des Dienstes kommen viele Einrichtungen schon in Bedrängnis .
Gäbe es nur 35.000 freiwillige Stellen, wie die Ministerin vorschlägt, würde wichtige soziale Infrastruktur wegfallen. Für viele Behinderte, alte Menschen und Kinder sind die Zivis wichtige Bezugspersonen. Etwa zwei Drittel aller Zivildienstleistenden arbeitet direkt mit Menschen. In vielen Einrichtungen hat das Personal keine Zeit zum Spielen, Reden, Basteln, Einkaufen und ähnlichem. Diese Arbeit wird jetzt noch von den Zivis übernommen und könnte künftig nicht mehr geleistet werden. Im Übrigen schwächt der Vorschlag des Familienministeriums auch andere Freiwilligendienste, wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das es ja auch in den Bereichen Kultur, Sport und Umwelt gibt.
- Freiwilligendienste
Junge Menschen haben zwischen Schule und Beruf verschiedene Möglichkeiten, einen Dienst abzuleisten. Generell unterscheidet man den Wehrdienst und den Zivildienst, der als Ersatz für den Wehrdienst abzuleisten ist, von freiwilligen Diensten wie etwa dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), das in sozialen Einrichtungen, aber auch als Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) zum Beispiel bei Umwelteinrichtungen, Freiwilliges Kulturelles Jahr (FKJ) in kulturellen Einrichtungen oder als FSJ im Bereich Sport abgeleistet werden kann.
- Pflichtdienste
Wehr- und Zividienst sind staatliche Pflichtdienste für Männer, die 6 Monate lang dauern. Etwa 80.000 werden pro Jahr einberufen.
- Freiwilligendienst
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Ein Freiwilligendienst kann von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren absolviert werden und zwischen 6 bis 18 Monaten dauern. Die FSJler arbeiten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten und Kinderheimen, in der Jugendarbeit oder im Sozialdienst oder eben in einer kulturellen Einrichtung. Sie werden dort als zusätzliche Hilfskräfte eingesetzt. Es gibt freie und öffentliche Träger für ein FSJ, bei denen sich die jungen Menschen für den Dienst bewerben. Während des Jahres werden die Freiwilligen durch Seminare zusätzlich pädagogisch begleitet.
Sie erhalten außerdem ein Taschengeld und sind sozialversichert, teilweise bekommen sie Unterkunft und Verpflegung. Während des Dienstes besteht Anspruch auf Kindergeldzahlung nach dem Bundeskindergeldgesetz.
ZEIT ONLINE: Was schlagen Sie vor?
Griese:
Freiwillige Dienste sollten allgemein gestärkt und gleichgestellt werden, ohne dass es eine Konkurrenz zwischen Zivildienst und FSJ gibt. Jedem Schüler müsste ein Angebot gemacht werden. Der Wert eines solches Engagements ist hoch für die Gesellschaft, für die Menschen in den Einrichtungen und für die jungen Leute, die von den Erfahrungen in dieser Zeit lange persönlich und meistens auch beruflich profitieren.

Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese (SPD) ist im Bundesvorstandsmitglied des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche Deutschlands. Die Politikerin war sieben Jahre lang Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
ZEIT ONLINE: Worin besteht das Ungleichgewicht zwischen Zivildienst und FSJ?
Griese: Es gibt etwa 35.000 FSJler in Deutschland, die in sozialen, kulturellen oder ökologischen Einrichtungen oder im Sport arbeiten. Sie bekommen zwischen 150 bis 200 Euro Taschengeld, kosten die Einrichtungen aber das Dreifache, da es für den Freiwilligendienst kaum öffentlichen Zuschüsse gibt.
Die Zivildienstleistenden sind, da es sich um einen Pflichtdienst handelt, für die Einrichtungen sehr viel günstiger. Sie bekommen mit etwa 500 Euro im Monat auch deutlich mehr Geld als FSJler. Die Zivis sind natürlich alle Männer – das Freiwillige Soziale Jahr wird dagegen zu 80 Prozent von Frauen absolviert.
Der Zivildienst dauert nur sechs Monate, ein FSJ in der Regel ein ganzes Jahr. Trotzdem gibt es für ein soziales Jahr doppelt so viele Bewerber wie Plätze. Die jungen Leute, die diesen Dienst machen möchten, bringen also eine erhebliche Motivation mit. Das FSJ hat damit seine ganz eigene Qualität.
ZEIT ONLINE: Was sind die Motive von jungen Menschen, ein FSJ zu machen?
Griese: Das Hauptmotiv ist, sich freiwillig zu engagieren für Menschen, die Hilfe brauchen. Der Zivildienst ist dagegen verpflichtend, wenn kein Wehrdienst geleistet wird. Das ist ein grundlegender Unterschied zum Zivildienst, der verpflichtend ist, wenn kein Wehrdienst geleistet wird. Für ein FSJ interessieren sich Schulabgängerinnen, die vor Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums im sozialen Bereich arbeiten möchten. Einige nutzen das Jahr zur Berufsvorbereitung. Für andere ist es eine Auszeit vom Lernen. Sehr beliebt ist das Freiwillige Soziale Jahr im Ausland.
In den vergangenen Jahren wurden zudem neue Formen des FSJ auf den Weg gebracht. Es gibt spezielle Angebote für Jugendliche aus bildungsfernen Schichten und aus Migrantenfamilien.
ZEIT ONLINE: Besteht nicht die Gefahr, dass mit einer Ausweitung des Freiwilligen Sozialen Jahrs reguläre Arbeitsplätze in der Pflege ersetzt werden?
Griese: Nein. Zivis und FSJler dürfen keine Pflegefachkräfte ersetzen. Sie dürfen auch nicht als Pflegehilfskräfte, für die seit August der Mindestlohn gilt, eingesetzt werden. Sie ersetzen keine regulären Arbeitskräfte. Sie leisten zusätzliche Arbeit, für die sonst keine Zeit ist.
Die Fragen stellte Tina Groll .
- Datum 24.08.2010 - 17:13 Uhr
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"In seiner jetzigen Form würde er eine große Lücke reißen, da etwa die Hälfte aller Zivistellen verloren ginge. Das kann nicht im Interesse der Gesellschaft sein."
Die Gegenfrage hierfür wäre nicht die gestellte, sondern:
"Aber ein alternativloser Zwangsdienst, der auch von regulär bezahlten, freiwilligen Arbeitskräften geleistet werden könnte, ist im Sinne der Gesellschaft?"
Kurz: Der Staat (bzw. die Sozialeinrichtungen) haben kein Geld, ihre Arbeit zu erfüllen und die Lösung hierfür ist Zwangsarbeit. Ein weniger wohlwollender Leser könnte hier anmerken, dass diese Ansichten zeigen, wes Geistes Kind kirchliche Sozialeinrichtungen zu sein scheinen.
Die Diakonie behandelt viele Mitarbeiter schlecht und sie hat sich an die Ausbeutung junger Menschen gewöhnt.
Die Diakonie behandelt viele Mitarbeiter schlecht und sie hat sich an die Ausbeutung junger Menschen gewöhnt.
Mal wieder ganz am Rande.... [...] warum diskutiert keiner mal darüber,dass Frauen auch Wehrdienst ersatzweise Zivildienst leisten müssen?Die Mehrkosten werden eben von den 130milliarden Jährliche W'irtschaftssubventionen abgezwackt oder bei der Entwicklungshilfe für korrupte Länder, landet eh in den falschen Taschen!
Gekürzt. Bitte bemühen Sie sich um einen sachlichen Diskussionston. Vielen Dank. /Die Redaktion pt.
Wenn "durch die Verkürzung des Dienstes viele Einrichtungen schon in Bedrängnis kommen", dann frage ich mich, wie das sein kann, wenn andererseits Zivildienstleistende "keine regulären Arbeitskräfte ersetzen".
Es müssen schlicht genug reguläre Stellen bezahlt werden und dann ist ein freiwilliges soziales Jahr doch für alle Altersgruppen eine schöne Sache.
der diesen Scheiß noch machen "durfte" kann ich nur sagen, so ein Quatsch.
ZDLer (Herzlichen Dank, den "Zivi" können sich die ... zensiert sparen, Zivildienstleistender heißt das) erfüllen absolut reguläre Aufgaben ... oder Arbeitsplätze.
Da ist nichts von wegen "Zivis und FSJler ... ersetzen keine regulären Arbeitskräfte. Sie leisten zusätzliche Arbeit, für die sonst keine Zeit ist.".
Es sei denn Essen ausfahren ist eine Aufgabe die liegen bleiben würde.
Oder in der Sterilisation arbeiten ist "zusätzliche Arbeit, für die sonst keine Zeit ist".
Selbst Schmutzwäsche und Abfall im Krankenhaus in die Reinigungsbereiche bringen ist Arbeit. Arbeit die getan werden muss.
Alles in allem: Am liebsten hätte man weiterhin die zwangsverpflichteten (und dem Soldatendienstgesetz fast 1 zu 1 unterworfenen) jungen Männer für unter 328,50 Euro im Monat.
Wer macht heute schon etwas freiwillig...klar Jugendliche um mal ein Jahr Pause von dem normalen Streß zu bekommen.
Sonst fallen mir kaum noch Menschen, ja es ist traurig, zeigt aber wie die Gesellschaft drauf ist.
der diesen Scheiß noch machen "durfte" kann ich nur sagen, so ein Quatsch.
ZDLer (Herzlichen Dank, den "Zivi" können sich die ... zensiert sparen, Zivildienstleistender heißt das) erfüllen absolut reguläre Aufgaben ... oder Arbeitsplätze.
Da ist nichts von wegen "Zivis und FSJler ... ersetzen keine regulären Arbeitskräfte. Sie leisten zusätzliche Arbeit, für die sonst keine Zeit ist.".
Es sei denn Essen ausfahren ist eine Aufgabe die liegen bleiben würde.
Oder in der Sterilisation arbeiten ist "zusätzliche Arbeit, für die sonst keine Zeit ist".
Selbst Schmutzwäsche und Abfall im Krankenhaus in die Reinigungsbereiche bringen ist Arbeit. Arbeit die getan werden muss.
Alles in allem: Am liebsten hätte man weiterhin die zwangsverpflichteten (und dem Soldatendienstgesetz fast 1 zu 1 unterworfenen) jungen Männer für unter 328,50 Euro im Monat.
Wer macht heute schon etwas freiwillig...klar Jugendliche um mal ein Jahr Pause von dem normalen Streß zu bekommen.
Sonst fallen mir kaum noch Menschen, ja es ist traurig, zeigt aber wie die Gesellschaft drauf ist.
Es ist eine Maerr, dass Zivis keine regulaeren Arbeitskraefte ersetzen. Ich habe meinen Zivi im Rettungsdienst als Rettunssanitaeter geleistet und war ganz normaler Bestandteil der Notfallversorgung. Gemaess den obigen Angaben muesste ich als "Nice-To-Have" oder als zusaetzliche Persn zum Reden neben der normalen Besatzung mitgefahren sein, was natuerlich quatsch ist.
Ich habe mir viele Wochen Nachtschicht von Montagabend bis Sonntagmorgen mit sechs Arbeitstagen und min. 60 Regelwochenarbeitszeit (Stopp - offiziell natuerlich nur 48, denn Bereitschaftsdienst ist ja keine Arbeitszeit) um die Ohren gehauen, um dann ab Montag wieder zu arbeiten, denn als Zivi brauchte man ja keinen geregelten Schichtplan.
Und wenn dann so ein mit Zivi besetzter Rettungswagen von Einsatz zi Einsatz gefahren ist in der Nacht, dann haben sich auch die Chefs gefreut, denn mein Gehalt zahlt der Staat waerend der Ertrag bei der wohltaetigen Organisation verbleibt.
Ist ja logisch das einer ungern auf nahezu kostenlose Arbeitskräfte verzichtet.Zivis machen genau das gleiche (auch meine Erfahrung) wie reguläre Arbeitskräfte, ob sie das dürften oder nicht. Man kann sich so aber jede Menge kosten für Fachpersonal sparen, kein Wunder, dass Sozialeinrichtungen das nicht gut finden.
Ist ja logisch das einer ungern auf nahezu kostenlose Arbeitskräfte verzichtet.Zivis machen genau das gleiche (auch meine Erfahrung) wie reguläre Arbeitskräfte, ob sie das dürften oder nicht. Man kann sich so aber jede Menge kosten für Fachpersonal sparen, kein Wunder, dass Sozialeinrichtungen das nicht gut finden.
Man sollte sich natürlich erstmal fragen, wie es überhaupt zu einer Situation kommen konnte, wo Zivildienstleistende für die Gesellschaft unabdingbar geworden sind. Denn Fakt ist, dass ohne Zivildienstleistende gerade die Pflegeeinrichtungen nahezu kollabieren würden, wegen einer notorischen zusätzlichen Unterbesetzung. Fakt ist aber auch, dass Zivildienstleistende unter Zwang zu ihrem Dienst getrieben werden, denn man hat schließlich nur die Entscheidung zwischen Kriegs- und Zivildienst. Wer an der Waffe nicht dienen will, muss Wehrdienst ohne Waffe (Zivildienst) leisten. Man sollte nun auf den Schluß kommen: kann unsere Gesellschaft im Pflege- und Gesundheitsbereich also nicht mehr ohne Zwangsarbeiter effektiv arbeiten? Unsere privaten Pflege- und Gesundheitseinrichtungen müssen einfach in die Pflicht genommen werden, genügend Personal zu stellen, welches auch vernünftig bezahlt wird. Denn in welcher Gesellschaft wird mit Alten, Kranken und Pflegebedürftigen so skrupellos umgegangen wie in unserer? Diese Bedürftigen stellen nur noch ein beträchtliches Menschenkapital dar, welches in Alten- und Pflegeheimen dahinvegetiert. Die Devise in vielen Pflegeheimen lautet doch: viel Wohngeld, viel Versicherungsgeld und andere Mittel für wenig Qualität und Annehmlichkeiten einstreichen. Die Ehrfurcht vor dem Geld ist an die Stelle der Ehrfurcht vor dem Alter getreten.
@alexander89: Weil Frauen durch ihre Gebärfähigkeit gewissermaßen vorauseilend eine wichtige soziale Rolle in der Gesellschaft übernehmen (müssen) wenn es denn zu einer Mutterschaft kommt...
Wenn überhaupt bin ich für eine Freiwilligkeit und grundsätzlich für eine anständige Bezahlung, alles andere ist Ausbeuterei.
@tafelbernie: Ihre Argumentation greift nicht. Ob es zur Mutterschaft kommt oder nicht ist meines Wissens bisher eine freiwillige Entscheidung gewesen (und immer häufiger wird freiwillig dagegen entschieden), im Ggs. zum Wehr-/Zivildienst.
Gerechtigkeitshalber kann ja in Zukunft bei stattfindender Mutterschaft der Frau, der zur Mutterschaft beitragende Mann entsprechend Sozialdienst leisten. Dieser Dienst sollte mindestens genauso lang oder länger sein als die Mutterschaft, sozusagen als Gewissensbeweis des Mannes, dass er auch wirklich bereit ist, mit der Frau die Sorgen, Rechte und Pflichten für die Leibesfrucht zu übernehmen. Bei einer Trennung könnte die Frau auch nicht mehr die beruflich verlorene Zeit der Mutterschaft beklagen, zumindest nicht gegenüber ihrem Ex-Partner, der dann ja ähnlich Zeit verloren hat. Das wär doch ein Gleichberechtigungsbonbon, wenn nicht sogar -knaller.
Oder Frauen, die nicht schwanger werden wollen, müssen den entsprechenden Dienst nachleisten. Oder so ähnlich. Gibt es noch weitere ERNSTGEMEINTE, innovative und durchführbare Modelle?
@tafelbernie: Ihre Argumentation greift nicht. Ob es zur Mutterschaft kommt oder nicht ist meines Wissens bisher eine freiwillige Entscheidung gewesen (und immer häufiger wird freiwillig dagegen entschieden), im Ggs. zum Wehr-/Zivildienst.
Gerechtigkeitshalber kann ja in Zukunft bei stattfindender Mutterschaft der Frau, der zur Mutterschaft beitragende Mann entsprechend Sozialdienst leisten. Dieser Dienst sollte mindestens genauso lang oder länger sein als die Mutterschaft, sozusagen als Gewissensbeweis des Mannes, dass er auch wirklich bereit ist, mit der Frau die Sorgen, Rechte und Pflichten für die Leibesfrucht zu übernehmen. Bei einer Trennung könnte die Frau auch nicht mehr die beruflich verlorene Zeit der Mutterschaft beklagen, zumindest nicht gegenüber ihrem Ex-Partner, der dann ja ähnlich Zeit verloren hat. Das wär doch ein Gleichberechtigungsbonbon, wenn nicht sogar -knaller.
Oder Frauen, die nicht schwanger werden wollen, müssen den entsprechenden Dienst nachleisten. Oder so ähnlich. Gibt es noch weitere ERNSTGEMEINTE, innovative und durchführbare Modelle?
Die Diakonie behandelt viele Mitarbeiter schlecht und sie hat sich an die Ausbeutung junger Menschen gewöhnt.
...ich habe von 1987 bis 1989 Zivildienst ableisten müssen, damals 20 Monate! In Kombination mit geburtenstarken Jahrgängen führte das zu einer relativen Knappheit an Zivildienststellen, sodass ich sogar teilweise Bewerbungen schreiben musste, um diesen Zwangsdienst zu verrichten. Ich bin schließlich in einem evangelischen Altenheim gelandet, wo die Zustände jeder Beschreibung spotteten: die Alten wurden mit alten Bettlaken und Sicherheitsnadel gewindelt, Handschuhe zum Pflegen waren zu teuer etc. Aus dieser "Sparsamkeit" heraus wurden die Zivis nicht nur wie normale Kräfte eingesetzt, sondern darüber hinaus ganz besonders gerne für Wochenenddienste und Doppeldienste, da man dann ja keine Zuschläge bezahlen musste. Hepatitis-A-Impfung für Zivis gab es im Gegensatz zum angestellten Pflegepersonal auch nicht, Kommentar des Heimleiters: wenn Ihr krank werdet zahlt das ja das Bundesamt für Zivildienst....
...ich habe von 1987 bis 1989 Zivildienst ableisten müssen, damals 20 Monate! In Kombination mit geburtenstarken Jahrgängen führte das zu einer relativen Knappheit an Zivildienststellen, sodass ich sogar teilweise Bewerbungen schreiben musste, um diesen Zwangsdienst zu verrichten. Ich bin schließlich in einem evangelischen Altenheim gelandet, wo die Zustände jeder Beschreibung spotteten: die Alten wurden mit alten Bettlaken und Sicherheitsnadel gewindelt, Handschuhe zum Pflegen waren zu teuer etc. Aus dieser "Sparsamkeit" heraus wurden die Zivis nicht nur wie normale Kräfte eingesetzt, sondern darüber hinaus ganz besonders gerne für Wochenenddienste und Doppeldienste, da man dann ja keine Zuschläge bezahlen musste. Hepatitis-A-Impfung für Zivis gab es im Gegensatz zum angestellten Pflegepersonal auch nicht, Kommentar des Heimleiters: wenn Ihr krank werdet zahlt das ja das Bundesamt für Zivildienst....
Bei einer echten Bundeswehrreform würde man die Verteidigung der Bedrohungslage anpassen und die Bundeswehr vollständig auflösen udn nur nur Einsatztruppen bei der UN beschäftigen für Afghanistan, Kosovo und andere Drogenhandelsschauplätze.
Dann würde durch das Abschaffen tausender sinnlos in der Lüneburger heide herumfahrender Leopar-2 Panzer, die ausser Wolfgang Schäuble für den Einsatz im Inneren niemand braucht, so viele Milliarden Euro frei, dass man die Arbeitsplätze der jetzigen Zivis als reguläre Arbeitsplätze finanzieren könnte.
Die Frau Schröder weiss es, traut sich es aber nicht zu sagen, weil sie dann ÄRger mit Kissinger kriegt, der die willkürlichen militärischen US-Einsätze (Gret Game) nicht unter UN-Kommando stellen möchte, sondern trotz Globasilierung am Anachronismus nationaler Streitkräfte wie im 19.ten Jahrhundert festhält.
Wenn jetzt Frau Schröder betteln geht, dass junge Männer kostenlos arbeiten gehen soll, während gleichzeitig ihre Kabinettskollegen Milliarden jedes jahr sinnlos vor Panzer wegschmeissen, dann ist das ein Verhöhnung der Bürger und ein weiterer Baustein auf der ökonomischen Abwärtsspirale der Republik. Generation Praktikum als Vorbild für Regierungen, die um kostenlose Arbeitsleistung betteln, um Rüstungswahnsinn zu finanzieren. Unsinnig.
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