Durch den Klimawandel kommen neue Schädlinge
Viele Schädlingsbekämpfer arbeiten übrigens selbstständig, die meisten Betriebe sind sehr klein und haben nur einige wenige Angestellte.
Die Bezeichnung Kammerjäger wird in der Branche übrigens nicht gern gehört. "Im Mittelalter lebten die Bediensteten in sehr kleinen Kammern, die oft von Bettwanzen befallen waren. Zur Beseitigung der Plagegeister wurde dann der Kammerjäger gerufen. Der Begriff hat sich in den Köpfen der Menschen bis heute festgesetzt. Die moderne Schädlingsbekämpfung hat mit den Aufgaben eines Kammerjägers im Mittelalter aber nichts mehr zu tun", erklärt der Profi.
Seit einigen Jahren sieht sich die Branche mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. "Durch den Klimawandel kommen auch in unseren Regionen mittlerweile Schädlinge vor, die eigentlich in wärmeren Gefilden beheimatet sind, beispielsweise Termiten oder Tigermücken", sagt Gsell.
Nicht verwunderlich also, dass die Berufsaussichten sehr gut sind. "Das Aufgabenfeld wächst stetig. Zukünftig werden Schädlingsbekämpfer auch in der Landwirtschaft eingesetzt", sagt Gsell.
Und was reizt die Fachleute an dem Job mit dem Ungeziefer? Schön sei der Dank der Kunden. So wie im Fall von Brigitte Schram, die mittlerweile keine Ratten mehr im Haus hat. Sie ist froh, dass der Schädlingsbekämpfer gute Arbeit geleistet hat. "Ich kann wieder ohne Angst in den Keller gehen."
- Gehalt: 1600 bis 2300 Euro brutto
- Arbeitszeit: 38 bis 40 Std.
- Ausbildung: staatlich anerkannt, dual, 3 Jahre
- Datum 27.09.2010 - 11:53 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie Beruf der Woche
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:










Wo Armut wächst, wächst mit ihr das Ungeziefer. Punktum.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren