Pflege und Beruf Oma als Karrierehindernis
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Vereinbarkeit wird immer wichtiger

Schröder hatte zuletzt gesagt, dafür sehe sie derzeit finanziell keinen Spielraum. Das Modell der Ministerin sieht vor, dass Arbeitnehmer ihre Angehörigen bei halber Arbeitszeit pflegen können und dabei drei Viertel ihres Gehalts beziehen. Später sollen die Arbeitnehmer dann wieder voll arbeiten, bekämen aber für einen ebenso langen Zeitraum weiterhin nur drei Viertel des Gehalts. Aus der Opposition, der Wirtschaft und von Sozialverbänden gab es Kritik.

Schröder will ihr Modell noch in diesem Jahr umsetzen. Zwar bieten nach Angaben ihres Ministeriums neben Bosch auch andere Unternehmen in Deutschland bereits eigene Regelungen für pflegende Angehörige an. "Es ist aber ein ganz großer Bedarf da", sagte eine Sprecherin.

Derzeit sind in Deutschland rund 2,25 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen. Mehr als zwei Drittel von ihnen werden zu Hause versorgt. Dass sich künftig die Pflege besser mit dem Beruf vereinbaren lassen muss, zeigt ein Blick in die Zukunft. Statistiker und Experten rechnen damit, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahrzehnten deutlich nach oben schnellen wird.

Eine vom Ministerium in Auftrag gegebene und vor wenigen Tagen veröffentlichte Allensbach-Studie ergab, dass etwa neun von zehn Menschen in Deutschland die Vereinbarkeit von Pflege und Familie als wichtige beziehungsweise sehr wichtige Aufgabe für die Zukunft sehen. Drei von vier Befragten bewerteten die derzeitigen Möglichkeiten als schlecht.

Dabei ist für Menschen wie Rudolf Mehringer Unterstützung besonders wichtig. Viele Freunde schauen heutzutage seltener bei der Familie vorbei. "In einer solch schwierigen Phase trennt sich die Spreu vom Weizen", sagt er. Immer wieder stößt der 44-Jährige auch an die Grenzen seiner Belastbarkeit. "Aber immer nur kurz. Letztlich gewinnt mein Wille und meine Lebensfreude."

 
Leser-Kommentare
  1. In diesem Zusammenhang sollte man der Fairnis halber aber auch erwähnen, wie oft es die Oma ist, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei einem Mangel an Kita-Plätzen erst ermöglicht.

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    Sie geben freiwillig Ihre Kinder in der Kita ab, um für Ihren Arbeitgeber den Lohnsklaven zu spielen?
    Wegen eines Karriereversprechens, das sich nur für die wenigstens erfüllt?
    Ich hoffe, dass SIe das in ein paar Jahren nicht bereuen....

    Sie geben freiwillig Ihre Kinder in der Kita ab, um für Ihren Arbeitgeber den Lohnsklaven zu spielen?
    Wegen eines Karriereversprechens, das sich nur für die wenigstens erfüllt?
    Ich hoffe, dass SIe das in ein paar Jahren nicht bereuen....

  2. Sie geben freiwillig Ihre Kinder in der Kita ab, um für Ihren Arbeitgeber den Lohnsklaven zu spielen?
    Wegen eines Karriereversprechens, das sich nur für die wenigstens erfüllt?
    Ich hoffe, dass SIe das in ein paar Jahren nicht bereuen....

    Antwort auf ""Karrierehindernis"?"
  3. ...die nun wirklich nicht die bewundernswerte Leistung von Herrn Mehringer schmälern soll, sondern ein anderes Thema betrifft:

    Immer weniger Arbeitnehmer haben ein Arbeitsverhältnis vom Schlage einer Festanstellung bei Bosch Konsorten mit Sozialleistungen & PiPaPo.
    Dafür werden immer mehr in Scheinselbständigkeit gedrängt oder aber in Hochdruckarbeitsplätze (u.U. bei kleinen Firmen), bei denen Pflegepausen & Co komplett illusorisch sind.

    Aber letztlich wird - nicht zuletzt von der Politik aus Bequemlichkeitsgründen - immer wieder die realitätsferne Sichtweise angewendet, die ich beschrieb unter
    http://www.zeit.de/wirtsc...

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