Arbeiten in der Silvesternacht Ruhig wird es erst ab 7 Uhr

Nicht jeder konnte gestern feiern und heute ausschlafen. Ein Arzt, ein Taxifahrer, ein Feuerwehrmann und eine Bäckereifachverkäuferin erzählen von ihrem Arbeitstag.

Dr. Aiko Hamer, 35 Jahre, arbeitet als Internist in der Notaufnahme am katholischen Marienkrankenhaus in Hamburg. Er stellt sich auf eine beschäftigungsreiche Silvesternacht ein.

"In der Silvesternacht wird erfahrungsgemäß sehr viel los sein. Besonders meine Kollegen in der Chirurgie werden einiges zu tun bekommen. Wir Internisten werden uns wohl überwiegend um alkoholisierte Patienten kümmern müssen. In den vergangenen Jahren hatte ich an Silvester frei, aber diesmal bin ich ausgelost worden, in der Silvesternacht und an Neujahr zu arbeiten. Ich kann mir auch etwas Schöneres vorstellen, aber es gehört halt zum Beruf dazu. Der Dienst in der Silvesternacht erwischt einen ja auch nicht jedes Jahr. 

Im Krankenhaus versuchen wir es uns trotz der vielen Arbeit nett zu machen. Jeder Kollege bringt etwas zum Essen mit. Und wenn nicht gerade Patienten betreut werden müssen, feiern wir im Kollegenkreis ins neue Jahr und stoßen um Mitternacht wenigstens kurz an. Sollte es wirklich ruhig sein, würden wir auch kurz aufs Dach gehen und das Feuerwerk anschauen. Und dann steht ja noch eine lange Nachtschicht an.

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Ich selbst habe mir für das neue Jahr vorgenommen, weiterhin auf die Gesundheit achten und ich hoffe, dass ich im neuen Jahr weniger Nachtdienste machen muss."

Beate Schüssler, 22 Jahre, ist Bäckereifachverkäuferin und Servicekraft in einem Café in Bremen. Am Neujahrsmorgen wird sie frische Brötchen verkaufen. 

"Ich arbeite in einer Bäckerei mit angeschlossenem Café und muss ab 8.30 Uhr auch an Neujahr arbeiten. Im letzten Jahr hatte ich frei, weil ich noch Auszubildende war. In diesem Jahr muss ich auch mal ran. Ganz so schlimm ist das aber nicht, denn wir bekommen auf den normalen Lohn einen Feiertagszuschlag von 75 Prozent.

Silvester selbst werde ich wohl ruhig mit meinem Freund feiern und dann nicht so spät ins Bett gehen, weil ich ja an Neujahr arbeiten muss. Am Wochenende zu arbeiten, ist aber nichts Ungewöhnliches für mich. Wir haben auch sonntags und an anderen Feiertagen geöffnet. Da ist meist sehr viel los, weil die Leute zum Frühstücken und Kaffeetrinken kommen. Ich hoffe, am Neujahrstag wird es nicht ganz so stressig. Dafür soll es zwischendurch aber auch mal lustig zugehen, wenn die letzten Feiernden mehr oder weniger nüchtern zum Brötchenkaufen vorbeikommen. Das haben mir zumindest die Kolleginnen gesagt. Ich fürchte dennoch, dass ich nach der Arbeit ziemlich müde sein werde.

Für das neue Jahr wünsche ich mir, dass es für mich privat und im Beruf so weiterläuft wie bisher. Das Arbeiten mit den Kolleginnen macht mir Spaß und ich möchte gerne auch weiterhin in der Filiale bleiben, in der ich jetzt arbeite."

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