Arbeiten in Fukushima "Jetzt geht es um Pflichterfüllung"

Die Arbeiter in den gefährdeten AKW in Japan setzen ihr Leben aufs Spiel. Warum laufen sie nicht weg? Der Arbeitspsychologe Michael Kastner erklärt ihre Motivation.

Polizisten in Schutzanzügen auf dem Weg zum AKW Fukushima am vergangenen Freitag

Polizisten in Schutzanzügen auf dem Weg zum AKW Fukushima am vergangenen Freitag

ZEIT ONLINE: Herr Kastner, die Situation in dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist anscheinend kaum noch zu kontrollieren. Dennoch arbeiten dort Ingenieure, Techniker und Arbeiter. Warum setzen Menschen für ihren Job ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel?

Michael Kastner: Psychologisch wirken hier mehrere Faktoren. Zum einen werden die Gefahr und das Risiko von Menschen, die in Gefahrensituationen arbeiten müssen, meist anders eingeschätzt als von außen, weil ein Verdrängungsmechanismus einsetzt. Wir bezeichnen dies als den umgekehrten Tunnelblick. Zum anderen überschlagen sich die Ereignisse so rasant, dass kaum Zeit zum Nachdenken und Reflektieren bleibt. Hinzu kommt eine kulturelle Tradition: der starke Glauben, Technik beherrschen zu können, und die japanische Disziplin. Es gilt in Japan als Schande, seine Pflicht nicht zu erfüllen. Es ist anzunehmen, dass die Mitarbeiter der Atomkraftwerke es als großen Gesichtsverlust ansähen, wenn sie ihren Familien diese Schande bereiteten. Für sie geht es jetzt um Pflichterfüllung.

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Kernschmelze

Eine Kernschmelze kommt in Gang, wenn das Kühlsystem eines Atomreaktors ausfällt. Dadurch überhitzen die Brennstäbe so sehr, dass sie flüssig werden. Die radioaktive Schmelze, die dadurch entsteht, ist unkontrollierbar. Das zur Kühlung eingesetzte Wasser verdampft oder wird durch die Hitze in Wasserstoff und Sauerstoff getrennt. Beide Stoffe bilden zündfähige Knallgasgemische, was zu Explosionen mit immenser Wucht führen kann.

Folgen

Die Folgen für Menschen und Umwelt wären verheerend. Der geschmolzene Reaktorinhalt besteht unter anderem aus hochradioaktivem Uran sowie dem extrem strahlendem, hochgiftigem Plutonium. Hinzu kommen diverse weitere radioaktive Isotope wie Cäsium 137, das sich während sich des Reaktorbetriebs in Innern der Meiler bildet. Diese Stoffe könnten sich durch die Schutzhülle des Reaktors fressen oder durch Explosionen in die Umwelt gelangen.

Schutzmaßnahmen

Atomkraftwerke besitzen um den Reaktorbehälter einen weiteren Schutzmantel aus Stahl oder Stahlbeton, das sogenannte Containment. Dieser kann jedoch durch Explosionen zerstört oder von der extrem heißen atomaren Suppe durchbrochen werden. Experten wie die der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW halten es für kaum denkbar, dass gängige AKW-Containments die gewaltigen Belastungen bei einem Kernschmelz-Unfall auch tatsächlich aushalten können.

ZEIT ONLINE: Sind diese Menschen also besonders mutig?

Kastner: Der Mutige unterscheidet sich vom Tollkühnen nur darin, dass jener Angst hat und sie überwindet. Es ist davon auszugehen, dass die Mitarbeiter Angst haben, sofern sie über das Risiko richtig informiert sind. Von der Katastrophe in Tschernobyl wissen wir ja, dass dort Tausende Arbeiter im Einsatz waren, die über die Gefahr nicht unterrichtet waren. Zudem gibt es in Japan eine andere Führungskultur als in Deutschland. Entscheidungen von Autoritäten werden nicht in Frage gestellt, sondern befolgt.

Michael Kastner
Michael Kastner

Michael Kastner ist Arzt und Psychologe. Er leitet das Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin (IAPAM) in Herdecke und hat den Lehrstuhl für Organisationspsychologie an der Universität Dortmund inne.

ZEIT ONLINE: Was treibt Führungskräfte dazu an, ihre Mitarbeiter in extreme Gefahrensituationen zu schicken? Unter welchem Druck stehen die Entscheider?

Kastner: Der Druck muss unvorstellbar sein. Aus Untersuchungen wissen wir, dass Menschen, die in sehr großen Gefahrensituationen arbeiten und Entscheidungen treffen müssen, häufig in evolutionäre Verhaltensweisen zurückfallen. Sie zeigen die typischen Stress- und Überforderungsanzeichen. Der Mensch ist ein emotionales Wesen. Angst blockiert ihn. Er wird fahrig, handelt unüberlegt und chaotisch, ist nicht mehr dazu fähig, klar nachzudenken. Er handelt schließlich reflexhaft – Flucht oder Angriff.

ZEIT ONLINE: Wie wirken die Bilder und Informationen auf Menschen, die in Deutschland in Atomkraftwerken arbeiten?

Kastner: Es ist anzunehmen, dass diese Menschen jetzt ein mulmiges Gefühl haben. Allerdings dürfte es nicht lange anhalten. Ein normales Verhalten wäre, die Nachrichtenlage aus Japan zu rationalisieren und sich zu sagen, dass Deutschland kein Erdbebengebiet ist und eine vergleichbare Situation nicht entstehen kann. Das ist auch gesund so. Wir Psychologen sagen oft, dass sich der Depressive vom Gesunden nur durch den Blickwinkel unterscheidet. Der Gesunde sieht die Welt optimistischer, der Depressive aber realistischer. Im Übrigen nehme ich an, dass eine vergleichbare Situation in Deutschland ganz andere Reaktionen und auch ein anderes Krisenmanagement hervorrufen würde, möglicherweise würden hierzulande viel chaotischere Zustände herrschen. Es bleibt zu hoffen, dass wir eine ähnliche Situation niemals erleben werden.

 
Leser-Kommentare
    • tabora
    • 14.03.2011 um 19:55 Uhr

    Ich habe mich auch schon gefragt, wie würde ich mit solchen Situationen umgehen?
    Ich kann mir die Frage nicht beantworten, da ich nie in so einer Extrmsituation war und wenn ich ehrlich bin auch nie kommen möchte.
    Es sind ja in Japan nicht nur die Einsatzkräfte, die dieser Katastrophe ausgesetzt sind, sondern auch die übrige Bevölkerung. Es ist für mich unglaublich, wie diszipliniert und umsichtig die Menschen dort, einschließlich der Verantwortlichen, handeln.
    Ich wünsche ihnen alles erdenklich Gute und weiterhin viel Mut, diese Lage zu ertragen und dass sich die Lage so schnell wie möglich verbessert.
    Ich habe heute 50 € gespendet, die zwar nicht viel helfen aber viele Euros von Vielen schon.

    • cljk
    • 14.03.2011 um 21:48 Uhr

    Für mich sind die Arbeiter dort in den KKWs auch gerade die Helden - sie versuchen, zu retten, was zu retten ist - vermutlich retten sie damit Menschenleben und nehmen selbst große Risiken für sich in Kauf.

  1. Ich arbeite in einer kerntechnischen Anlage, und ich glaube für fast alle Kollegen zu sprechen, wenn ich Ihnen erwidere:

    Uns ist nicht mulmig wegen unserer eigenen Anlagen, uns ist kaum mulmig wegen Fukushima, aber uns ist mulmig wegen der Talfahrt unseres von feigen Opportunisten regierten Landes, und wir sind stinksauer auf die inkompetente und hysterische "Berichterstattung" in den deutschen Medien.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dann schreiben Sie bitte Ihre Sicht der Ereignisse.

    • Spez
    • 15.03.2011 um 16:41 Uhr

    Naja, dass mit den feigen Opportunisten ist geschenkt, denn die haben Sie wahrscheinlich selbst gewählt, wenn Sie für eine Verlängerung waren. Dass Ihnen nicht mulmig ist wegen Fukushima, einem Reaktor in dem eine Kernschmelze vorgeht, Radioaktivität nach außen dringt und der nachweislich außer Kontrolle ist, macht mir jedoch Sorgen bezüglich Risikoeinschätzung unser hiesigen Kraftwerksmitarbeiter.

    • noamik
    • 16.03.2011 um 9:34 Uhr

    [...] Lustig auch, wie sie den Neusprech schon beherrschen. Die Dinge hießen immernoch AKW, bis der Begriff verbrannt war. Wer heute KKW sagt, hat zwar für sich sprechen, dass der Begriff eigentlich besser passt, historisch ist er aber nun mal falsch. Die Dinger wurden gebaut, als alles mit "Atom" modern und cool war.
    Wie einem nicht mulmig sein kann, bei einem Betreiber der nachweislich Wartungs-, Reparatur- und Nachrüstberichte gefälscht hat, der schon grundlegende Dinge wie die Verkabelung der Notstromversorgung nicht auf die Reihe bekommt und bei dem auch sonst so ziemlich alles schief geht, was im Betrieb eines AKW schiefgehen kann, ist mir wirklich schleierhaft. [...]
    Interessant auch, dass sie uns ihre Position "in einer kerntechnischen Anlage" nicht verraten wollen. Wäre für die Einschätzung der Qualität ihrer Aussage durchaus interessant. Immerhin arbeiten die Putzfrau und der Pförtner auch da, die haben aber sicher keine besondere Qualifikation ...
    Teile entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg

    Es ist nicht verständlich, dass Mitarbeiter deutscher Atomkraftwerke jetzt offenabr um ihre Arbeitsplätze fürchten und "stinksauer" sind.
    Jeder aktuell dort Beschäftigte wird bis zum vollständigen Rückbau beschäftigt sein oder in eine gut bezahlte Frührente gehen können.
    Die Berichterstattung mag etwas überzogen sein, aber es scheint klar, dass in Japan gerade mindestens 4 Blöcke inklusive eines "stillgelegten" hochgehen. Das lässt sich zum Glück nicht herunterspielen. Es wird Zeit, dass die deutsche Energieversorgung nicht mehr in der Hand "systemrelevanter" privater Konzerne ist.
    Bis vor Japan war ich auch ein Befürworter der Kernenergie. Jetzt bin ich entsetzt, wie leichtfertig dort mit der Sicherheit umgegangen wurde. In Erdbebenzonen Tsunamis nicht zu berücksichtigen, ist unglaublich leichtsinnig.
    Die japanischen Arbeiter erfüllen ihre Pflicht, wenn auch besser die Vorstände und Planer jetzt in den Kraftwerken zum Schäden beseitigen antreten sollten. In Deutschland wäre auch das ein Problem. Auch daher ist mir die baldige Abschaltung der Anlagen lieber.

    Dann schreiben Sie bitte Ihre Sicht der Ereignisse.

    • Spez
    • 15.03.2011 um 16:41 Uhr

    Naja, dass mit den feigen Opportunisten ist geschenkt, denn die haben Sie wahrscheinlich selbst gewählt, wenn Sie für eine Verlängerung waren. Dass Ihnen nicht mulmig ist wegen Fukushima, einem Reaktor in dem eine Kernschmelze vorgeht, Radioaktivität nach außen dringt und der nachweislich außer Kontrolle ist, macht mir jedoch Sorgen bezüglich Risikoeinschätzung unser hiesigen Kraftwerksmitarbeiter.

    • noamik
    • 16.03.2011 um 9:34 Uhr

    [...] Lustig auch, wie sie den Neusprech schon beherrschen. Die Dinge hießen immernoch AKW, bis der Begriff verbrannt war. Wer heute KKW sagt, hat zwar für sich sprechen, dass der Begriff eigentlich besser passt, historisch ist er aber nun mal falsch. Die Dinger wurden gebaut, als alles mit "Atom" modern und cool war.
    Wie einem nicht mulmig sein kann, bei einem Betreiber der nachweislich Wartungs-, Reparatur- und Nachrüstberichte gefälscht hat, der schon grundlegende Dinge wie die Verkabelung der Notstromversorgung nicht auf die Reihe bekommt und bei dem auch sonst so ziemlich alles schief geht, was im Betrieb eines AKW schiefgehen kann, ist mir wirklich schleierhaft. [...]
    Interessant auch, dass sie uns ihre Position "in einer kerntechnischen Anlage" nicht verraten wollen. Wäre für die Einschätzung der Qualität ihrer Aussage durchaus interessant. Immerhin arbeiten die Putzfrau und der Pförtner auch da, die haben aber sicher keine besondere Qualifikation ...
    Teile entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg

    Es ist nicht verständlich, dass Mitarbeiter deutscher Atomkraftwerke jetzt offenabr um ihre Arbeitsplätze fürchten und "stinksauer" sind.
    Jeder aktuell dort Beschäftigte wird bis zum vollständigen Rückbau beschäftigt sein oder in eine gut bezahlte Frührente gehen können.
    Die Berichterstattung mag etwas überzogen sein, aber es scheint klar, dass in Japan gerade mindestens 4 Blöcke inklusive eines "stillgelegten" hochgehen. Das lässt sich zum Glück nicht herunterspielen. Es wird Zeit, dass die deutsche Energieversorgung nicht mehr in der Hand "systemrelevanter" privater Konzerne ist.
    Bis vor Japan war ich auch ein Befürworter der Kernenergie. Jetzt bin ich entsetzt, wie leichtfertig dort mit der Sicherheit umgegangen wurde. In Erdbebenzonen Tsunamis nicht zu berücksichtigen, ist unglaublich leichtsinnig.
    Die japanischen Arbeiter erfüllen ihre Pflicht, wenn auch besser die Vorstände und Planer jetzt in den Kraftwerken zum Schäden beseitigen antreten sollten. In Deutschland wäre auch das ein Problem. Auch daher ist mir die baldige Abschaltung der Anlagen lieber.

  2. Dann schreiben Sie bitte Ihre Sicht der Ereignisse.

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  3. Entfernt. Bitte diskutieren Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/wg

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    • Zadie
    • 15.03.2011 um 11:51 Uhr

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    • Zadie
    • 15.03.2011 um 11:51 Uhr

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  4. "Der Gesunde sieht die Welt optimistischer, der Depressive aber realistischer."

    Ist also der Depressive, der vom Illusionären geheilte, der der die Welt sieht wie sie ist? Werden deswegen die Antidepressiva als Realitätsminderer verteilt?

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    Sie haben Recht, das was der Psychologe sagt, klingt sehr naiv. Wenn man mit solchen Definitionen wie: Der Depressive sieht die Welt realistischer und so weiter, um sich wirft, muss man zuerst einmal klären was überhaupt Realität ist. Dies ist Aufgabe des Philosophen. Deshalb lehnt sich ein Psychologe gefährlich weit aus dem Fenster seines Zuständigkeitsbereichs wenn er mit dem Begriff "Realität" so unbedacht umgeht.

    Sie haben Recht, das was der Psychologe sagt, klingt sehr naiv. Wenn man mit solchen Definitionen wie: Der Depressive sieht die Welt realistischer und so weiter, um sich wirft, muss man zuerst einmal klären was überhaupt Realität ist. Dies ist Aufgabe des Philosophen. Deshalb lehnt sich ein Psychologe gefährlich weit aus dem Fenster seines Zuständigkeitsbereichs wenn er mit dem Begriff "Realität" so unbedacht umgeht.

    • Zadie
    • 15.03.2011 um 11:51 Uhr

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    Antwort auf "Soldatische Motivation"
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    • jop
    • 15.03.2011 um 12:40 Uhr

    Um mal zwei der aktuellsten Themen miteinander zu verknüpfen: einerseits die Naturkatastrophe in Japan, andererseits die rund um den Frauentag vorgetragenen Forderungen nach einer Frauenquote. Wie hoch ist eigentlich die Frauenquote unter den Arbeitern, die jetzt ihr Leben riskieren, um zu retten, was noch zu retten ist? 0%? 1%? 10%? Sicher kann man wohl nur sein, daß es nicht die für Vorstände geforderten 40% sind. Wäre hier nicht Gleichstellungsarbeit vonnöten? Warum sind Frauen nicht fähig, auch in solchen Situationen ihren Beitrag zu leisten (immerhin können sie ja fast alles besser)? Frau Gaschke, Frau Groll, Frau Karen, ich erwarte Ihre erklärenden Artikel.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Eigentlich ist ihr unreflektierter Kommentar keiner Reaktion würdig. Dennoch hier die Gesichter der Männer und Frauen, die momentan für uns ihr Leben riskieren:

    http://streaming.tepco.co...

    Was für eine unsinnige Verknüpfung. Vielleicht bringen Sie dann als nächstes an, dass man ja HartzIV-Empfänger als 1-Euro-Jobber zu Reinigungsarbeiten für Japan verpflichten könnte?

    wie wäre wohl die berichterstattung, wenn nicht in der vergangenheit wie üblich männer, sondern frauen in solche gebiete geschickt worden wären und mit den aufräumarbeiten und sicherungsmaßnahmen beauftragt worden wären? in tschernobyl nannte man die männer liquidatoren

    es gilt doch jetzt schon wieder sowohl in japan, als auch in libyen frauen und kinder zuerst, männer haben demnach ein geringes lebensrecht als frauen in unsrer gesellschaft und das wird auch so einfach hingenommen

    Ist schon merkwürdig:
    Geht es um bestbezahlte Vorstandspöstchen, sind FeministInnen sofort mit einer Quotenforderung dabei. Geht es dagegen um lebensgefährliche Jobs, sind es nahezu ausschließlich Männer die diese ausüben. Niemand käme auf die Forderung hier eine Frauenquote zu fordern. Das sollen gefälligst die Männer erledigen.
    Machen wir uns nichts vor: Bei der nächsten Naturkatastrophe, egal ob Überflutung, Erdbeben oder Orkan sind es weit überwiegend Männer welche die Schäden beseitigen und die Opfer retten. Es wäre nur legitim hier eine Frauenquote zu fordern, auch wenn es Frau Groll nicht paßt. Frauen per Quote in die Top-Jobs, Männer weiterhin allein in die lebensgefährlichen Jobs, so stelle ich mir Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung eigentlich nicht vor.

    Eigentlich ist ihr unreflektierter Kommentar keiner Reaktion würdig. Dennoch hier die Gesichter der Männer und Frauen, die momentan für uns ihr Leben riskieren:

    http://streaming.tepco.co...

    Was für eine unsinnige Verknüpfung. Vielleicht bringen Sie dann als nächstes an, dass man ja HartzIV-Empfänger als 1-Euro-Jobber zu Reinigungsarbeiten für Japan verpflichten könnte?

    wie wäre wohl die berichterstattung, wenn nicht in der vergangenheit wie üblich männer, sondern frauen in solche gebiete geschickt worden wären und mit den aufräumarbeiten und sicherungsmaßnahmen beauftragt worden wären? in tschernobyl nannte man die männer liquidatoren

    es gilt doch jetzt schon wieder sowohl in japan, als auch in libyen frauen und kinder zuerst, männer haben demnach ein geringes lebensrecht als frauen in unsrer gesellschaft und das wird auch so einfach hingenommen

    Ist schon merkwürdig:
    Geht es um bestbezahlte Vorstandspöstchen, sind FeministInnen sofort mit einer Quotenforderung dabei. Geht es dagegen um lebensgefährliche Jobs, sind es nahezu ausschließlich Männer die diese ausüben. Niemand käme auf die Forderung hier eine Frauenquote zu fordern. Das sollen gefälligst die Männer erledigen.
    Machen wir uns nichts vor: Bei der nächsten Naturkatastrophe, egal ob Überflutung, Erdbeben oder Orkan sind es weit überwiegend Männer welche die Schäden beseitigen und die Opfer retten. Es wäre nur legitim hier eine Frauenquote zu fordern, auch wenn es Frau Groll nicht paßt. Frauen per Quote in die Top-Jobs, Männer weiterhin allein in die lebensgefährlichen Jobs, so stelle ich mir Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung eigentlich nicht vor.

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