Frauenförderung : Technische Berufe sollen keine Männersache sein

Ein Projekt bringt Frauen in technischen Berufen mit Schülerinnern zusammen. Gemeinsam sollen sie Wege finden, klassische Männer-Jobs für Frauen attraktiver zu machen.
Die IT-Systemkauffrau Annabell Wosnitza © PR: Phoenix

Annabell Wosnitza ist eine Frau in einer Männerdomäne. Die 30-Jährige arbeitet als IT-Systemkauffrau bei der Firma Phoenix in Blomberg. Das Unternehmen stellt elektronische Bauteile her. Wenn Annabell Wosnitza Schülerinnen erklärt, was ihr Arbeitgeber macht, schaltet ein Großteil der Mädchen ab. Noch desinteressierter sind sie, wenn die 30-Jährige über ihren Job als IT-Systemkauffrau spricht. Elektronik, Ingenieurswissenschaften und IT finden viele Mädchen langweilig. Kein Wunder, dass es nur wenige Frauen gibt, die später in diesen Bereichen arbeiten.

Trotz Mädchenförderung sind gerade einmal zehn Prozent aller Studenten in ingenieurswissenschaftlichen Fächern weiblich, der Frauenanteil unter Mathematikern und Physikern beträgt 15 Prozent. Auch für eine Ausbildung für einen MINT-Beruf, also Jobs, die mit Mathematik, Ingenieurswissenschaften, Naturwissenschaften und Technik zu tun haben, interessieren sich Mädchen kaum.

Doch es wäre zu einfach, schlicht auf ein natürliches Desinteresse der Mädchen zu schließen. Studien legen nahe, dass die Crux in der Darstellung dieser Berufe liegt. Sie spricht Mädchen oft nicht an. Meist werden die Jobs sehr technisch dargestellt, die Vielfältigkeit wird kaum transportiert. In Werbebroschüren und in den Berufsinformationsblättern sind zumeist Männer zu sehen.

Annabell Wosnitza möchte das ändern und nimmt als Botschafterin an einem Modellprojekt im Rahmen der Bundesinitiative zur Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft teil. Ziel des Projekts "MINTrelation" ist es, Mädchen für MINT-Berufe zu begeistern und gleichzeitig Frauen zu fördern, die bereits in solchen Berufen arbeiten. Finanziert wird das Projekt von der EU und dem Bundesarbeitsministerium.

In Nordrhein-Westfalen ist es gerade angelaufen. Zwei Jahre lang, so der Plan, tauschen sich Frauen mit Schülerinnen aus. Einbezogen werden auch die Personalverantwortlichen in den beteiligten Unternehmen, Berufs- und Arbeitgeberverbände sowie ein Expertinnenrat mit Vertreterinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. 21 Firmen machen mit, darunter Konzerne wie Siemens oder Miele sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die durch das Projekt Impulse für ihr Talentmanagement erhalten und weibliche Auszubildende finden wollen. Jedes Unternehmen entsendet mindestens eine Frau als Botschafterin und muss einer wissenschaftlichen Auswertung des Projekts zustimmen.

Die Vernetzung koordiniert das Mädchennetzwerk Lizzynet. Das Online-Portal stellt auch die Plattform für den Austausch zwischen den Frauen, den Unternehmen und den Schülerinnen dar. Noch fehlen allerdings die Mädchen: Für 80 von ihnen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ist Platz. Sie können sich derzeit bewerben. Dabei ist es egal, ob sie die Hauptschule oder das Gymnasium besuchen, das Projekt steht allen Schulformen offen, schließlich geht es um die unterschiedlichsten Berufe. Die Bandbreite reicht von der Ingenieurin über die Produktdesignerin bis zur Technischen Zeichnerin, Mechatronikerin oder Werkzeugmechanikerin. Einzige Voraussetzung: Die Mädchen müssen aus Nordrhein-Westfalen kommen und ihre Schulen und Eltern der Teilnahme an dem zweijährigen Projekt zustimmen. Im Idealfall ergattern die Schülerinnen im Anschluss einen Ausbildungsplatz oder finden frühzeitig das Wahl-Studienfach samt Mentorin.

Denn die Botschafterinnen sollen Mentorinnen für die Schülerinnern werden und ihnen Einblick in ihren Joballtag geben. Gemeinsam nehmen sie an Workshops und Betriebserkundungen teil. Aber nicht nur um die Mädchen, auch um die Frauen in den MINT-Berufen geht es. Sie sollen sich über das Projekt vernetzen und erhalten ein berufliches Einzelcoaching. Gleichzeitig werden sie zum Forschungsgegenstand. Das Projekt soll analysieren, ob und warum den wenigen Frauen der berufliche Aufstieg schwer fällt. Wie verliefen ihre Karrieren? Warum haben sie sich für diese Jobs entschieden, wie sind ihre Arbeitsbedingungen, an welchen Stellen benötigen sie Förderung? All diese Fragen sollen auch wissenschaftlich evaluiert werden. "Es geht auch darum, neue Sichtweisen auf bislang männlich dominierte Berufe zu erhalten", sagt Ulrike Schmidt, Geschäftsführerin von Lizzynet.

Gerade haben sich die Botschafterinnen aus den Unternehmen das erste Mal getroffen. Wie kam es eigentlich, dass sie in den Bereichen gelandet sind, in denen sie heute arbeiten? Die IT-Systemkauffrau Annabell Wosnitza hat sich halt immer für Computer interessiert. An ihrem Job mag sie die Vielseitigkeit und den Umgang mit den Kunden. Die Technik hat sie nie abgeschreckt, obwohl auch sie findet, dass ihr Beruf für Mädchen vielleicht anders dargestellt werden müsste. Wie alle anderen Botschafterinnen hat sie für den Projektauftritt ein Porträt über sich und ihre Arbeit verfasst. Der Text zeigt ihren Arbeitsalltag, aufgeschrieben für Schülerinnen. Die 30-Jährige hofft, dass sie mit ihrer Teilnahme an dem Projekt mehr junge Frauen für IT-Berufe interessieren kann. Denn für sie ist ihr Beruf der interessanteste, den sie sich vorstellen kann.

Schulen, die sich für das Projekt interessieren, können sich bei Lizzynet unter Kontakt info@mintrelation.de sowie telefonisch unter 0221/224-2563 melden.

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Kommentare

191 Kommentare Seite 1 von 13 Kommentieren

Wieso denn nicht?

Es gibt nicht nur die zarten Püppchen, die sie nicht auf den Bau schicken können.
Es gibt auch genug hagere Männer, die nicht auf Baustellen arbeiten könnten.

Jeder, wie ers mag (und kann).

Ich bin Mathematikerin geworden und habe es nie bereut. Aber tatsächlich sind die Menschen, denen man das erzählt, sehr überrascht, dass eine FRAU sowas macht. Besonders die anderen Frauen winken gleich ab und sagen, dass das eh nichts für sie wäre.
Ich finde das schade.

"...sind die Menschen, denen man das erzählt, sehr überrascht,"

Beim Erzählen geht es um's Erzählen. Die spielen überrascht, weil Überraschtsein mehr Erzählen bringt und weil man glaubt, das wird so erwartet. Wenn Sie von ihren Urlaub erzählen, dann werden ihnen die Leute auch erzählen, wie toll sich ihr Urlaubsort doch anhöre.

Und in dem Moment, wo die Leute nicht mehr überrascht tun, werden sie beleidigt sein. Die Wahrheit ist doch, daß die Frauen ihre Trumpfkarte ("nur weil ich eine Frau bin") gar nicht hergeben wollen...

Wegen unsachlicher/beleidigender Argumentation gekürzt. Die Redaktion/sh

Trumpfkarte

Dass Sie sowas glauben, spricht sehr gegen Sie.

Es nervt gewaltig, wenn man jedem erklären muss, wieso man gerade diesen Beruf gewählt hat. Einen Mann fragt man sowas nicht. Weil Männer das halt können. Aber wie kann eine Frau denn gut in Mathe sein? Oder wissen, wie man einen Lötkolben hält?
Mir macht es Spaß, ich kann es (ja, tatsächlich) und deswegen Arbeite ich in meinem Beruf.

Männer müssen sich erst dann rechtfertigen, wenn sie einen "unmännlichen" Beruf wählen, wie Krankenpfleger oder Kindergärtner. Auch das ist richt richtig.

Das sind Rollenklischees!
Dagegen will man mit diesen Aktionen ankämpfen.

Eine Frau gilt auch als unweiblich, wenn sie einen MINT-Beruf wählt.
Und kommen sie dann mal im Rock auf Arbeit, werden sie sofort nicht mehr erst genommen. Das wirkt wohl zu weiblich und dann kann man nicht mehr erstgenommen werden.

Und das in einem angeblich so aufgeklärten Land wie Deutschland.

Sie haben keine Ahnung von Biologie

Das sind rein anerzogene, gesellschaftliche Bilder. Die Bilder, die wir alle von dem eingepflanzt bekommen, was denn ein "richtiger" Mann und eine "richtige" Frau ist.

Dabei gibt es so etwas gar nicht, wie die vollkommen unterschiedlichen Bilder von Männern und Frauen zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten der Menschheitsgeschichte beweisen. Das hat auch entsprechend nix mit Biologie zu tun.

Jemanden nicht für voll zu nehmen, weil er nicht dem gesellschaftlichen Klischee entspricht, ist unglaublich intolerant. Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr andere Leser hier noch im letzten Jahrhundert festhängen.

Immer wieder schön zu lesen...

"Ich kann grundsätzlich jedem Empfehlen ja nicht mehr als eine Frau pro Aufgabenbereich für anspruchsvolle Berufe anzustellen."

Großer Gott, was es doch noch für Machos gibt... Bloß gut, dass Sie keiner meiner Kollegen sind, von denen ist zum Glück keiner so drauf.

Im übrigen: mein Team (ca 20 Leute) hat zwei Frauen: mich und ... die Chefin *g* Offensichtlich kommt die Chefin mit ihrer "anspruchsvollen Tätigkeit" ganz gut zurecht, mir ist von Klagen jedenfalls nichts bekannt.

Oh danke!

[...]

"Genau, bloß keine Meinung haben oder die unter Umständen noch äußern."

Genau, in technischen Berufen geht es nicht um Meinungen haben, sondern funktionelle Aspekt rational und effizient zu beurteilen. Und eben der optimalen Lösung gilt es sich zu fügen.

[...]
Keine Panik, es gibt durchaus Frauen die sinnvoll arbeiten könnten. Die benehmen sich in der Regel jedoch wie Männer.

Gekürzt. Verzichten Sie auf beleidgende Bemerkungen und achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Die Redaktion/cs

Ausnahme

Es ist halt nunmal Fakt, dass es eher die Ausnahme ist, das ein Mann Kindergärtner oder eine Frau Mathematikern ist. Deshalb sind die Leute überrascht. Ich würde diese Verwunderung weder als Problem noch als Überraschung sehen. Diese Berufe weichen nunmal vom typischen Rollenbild ab. Ich glaube nicht dass dieses Rollenbild ein Problem ist, denn es gibt Sicherheit. Ich finde es gut wenn die Rollen klar verteilt sind, wobei ich auch kein Problem damit haben wenn es Ausnahmen gibt. Jeder sollte seiner Berufung folgen, sich aber nicht wundern falls es dann Verwunderung über eine unnormale Berufswahl gibt.

Trumpfkarte?

wegen typen wie dir oder auch den weiter oben beschriebenen überraschten frauen, erwähne ich bei flüchtigen bekanntschaft gar nicht mehr, was ich beruflich tue (technischer beruf). ja da kommen sie immer, die überaschten, die das ja so toll finden, dass man einen solchen beruf als frau gewählt hat - als ob frau-sein eine behinderung wäre, ehrlich...

(ganz zu schweigen von den typen, die einem die kompetenz absprechen, nur weil man eine frau ist)

Richtig

Und Gleichberechtigung bedeutet, dass wir hoffentlich bald nicht mehr darüber diskutieren, warum denn wenige Frauen, Männer, Farbige oder Junge Menschen Probleme mit ihrem beruflichen Aufstieg haben sondern dass wir allgemein Karrieren betrachten und schauen, ob in jeder Situation gleiche Chancen für alle gegeben waren. Falls dies nicht der Fall ist muss man diese Schranken abbauen ohne neue Schranken aufzubauen.
Bei einer zu einseitigen Betrachtung kann es sonst zu scheinkorrelationen kommen
Bsp: Frauen bekommen weniger 20% Gehalt (stimmt) - aber Frauen arbeiten auch häufiger Teilzeit (auch wenn dies nur ein Teil der 20% erklärt).

Das ist der Punkt

Durch das ganze Gerede, was normal ist, was nicht normal, was gefördert werden muss und was geregelt werden muss und das alles wegen etwas, das nunmal überhaupt keine Relevant besitzt, weil es nichts mit Kind zeugen oder austragen zu tun hat, entsteht doch überhaupt erst das Erstaunen.

Ich gab mal Nachhilfe in Mathematik und Physik für eine berufliche Ausbildung. Einfache Sache, keine Hochschulmathematik, eher so das Niveau 10.-12. Klasse.

Es war eine junge Frau (war in dem Kurs der Ausbildug - nebenbei Kreativbereich die einzige) anwesend und auch, wenn das im Scherz gemeint war, regt es mich einfach auf:
"Bin halt eine Frau, ich kann das nicht so gut."

Gnaaaa! Und was war mit den acht jungen Männern, die allesamt Nachhilfe brauchten? Nur vll 10% des Kurses waren fit in Mathematik.

Sowas hat weit mehr mit Lust und Laune als Talent und Intellekt zu tun. Hochschulmathematik ist natürlich nochmal etwas anderes, die ist wirklich vergleichsweise schwer zu verstehen.

Oft genug sind aber auch die Dozenten das Problem...

Dabei sei aber erwähnt

Männer sind weitaus eingeschränkter.

Frau hat Probleme mit dem ansehen, wenn sie in Rock erscheint? Machen sie das mal als Mann. Auch nur ein farbiger Pulli oder Hemd ist da schon ein Problem.

Frauen haben heute sehr viel Freiheit, die Männern immer noch fehlt, weil deren "Möglichkeiten" in den meisten Fällen schlicht Zwänge sind. Das ist ein weiterer Baustein und ein großes Problem des Feminismus.

Biologie

Biologisch würden der Mensch noch im Dreck nach Futter wühlen, in Höhlen leben und vll auf Rudeljagd gehen.

Sicherlich haben wir Triebe, die sind jedoch ganz banaler Art und haben nichts mit komplexen Berufen zu tun.

Sicherlich ist es ein Punkt, dass ein Mann kein Kind austragen kann. Allerdings ist das heutzutage angesichts der Reproduktionsrate in den Industrieländern nun auch kein sonderliches Problem mehr und wie ich den Mensch kenne, wird er sich dessen auch bald/irgendwann ganz entledigen, was nicht unbedingt schlimm sein muss.

Aber alles danach? Das ist doch eher eine Frage von Laune und Scham. Menschen werden nunmal lieber bewundert als belächelt, das treibt viele Männer (und natürlich auch Frauen, doch als Frau hat man heutzutage mehr Freiheiten) zu einem gänzlich anderen Leben, als sie es eigentlich führen würden.

Männer kämpfen seit Jahrtausenden

Meistens nur für andere bis zur Aufopferung des eigenen Lebens. Das war typisch "männlich", so wurden sie erzogen.

Die meisten Männer ziehen nicht für sich in einen Krieg, warum sollten sie? Sie suchen auch nicht für sich die aufreibene Karriere oder Überstundenjob. Es gilt als männlich, sich für die Familie, für Kinder und FRAUEN aufzuopfern.

Das ist die sogenannte "Vormachtstellugn" der Männer der Jahrtausende.

Mit Wahlrecht und Führungsposition hat das wenig zu tun. 99,9% der Männer der Geschichte hatten niemals irgend eine Macht oder Wahl. Für die Bürgerechte und das Wahlrecht mussten sie sich zum Knecht des Staates machen und selten brachte es ihnen danach irgend etwas.

Das Frauenwahlrecht kam sehr schnell mit dem allgemeinen Wahlrecht und wissen Sie, woran es lag, dass es nicht gleichzeitig mitkam? Gerade in der Schweiz? Weil es an den Militärdienst gekoppelt war.

Die Unterdrückung haben Frauen und Männer sehr gemein, dann sie wurden allesamt von wenigen Frauen und Männern unterdrückt, das hatte mit dem Geschlecht nichts zu tun, daran unterschied sich nur die Art.

Ein Leben als Hausfrau eine Qual und Unterdrückung (Geschichtlich gesehen)? Wie wärs mit dem Tod als Soldat. Viele Soldaten hätten sicherlich gerne getauscht.

@michati

Richtig, sie "können" es tun, für Männer war es jedoch in der Geschichte sehr lange Zeit eine Pflicht, als Soldaten dem "Vaterland" zu "dienen" und sich gezwungenermaßen erschießen zu lassen, ohne dass es (abgesehen von der jüngeren Vergangenheit mit dem Zivildienst, wobei die Lage seit noch nicht allzu langer Zeit wieder ganz anders aussieht und alles zu einem Freiwilligendienst geworden ist) [nennenswerte] Alternativen gab.
Dass zwischen der Möglichkeit, etwas zu tun und dem Zwang, etwas zu tun, Welten liegen, muss hier nicht weiter betont werden.

Jammern oder kämpfen?

"Wenn die Männer aufhören würden zu jammern und anfangen würden zu kämpfen, ist der bunte Pullover für sie sicher bald kein Problem mehr."

Wenn es soweit käme, hätten vor allem Frauen bald ein echtes Problem. Und das wäre dann nicht der Anblick eines bunten Pullovers am Mann.

Wollen Sie das wirklich? Oder verhöhnen Sie hier nur die Männer?

Auf gesellschaftlicher Ebene scheint es ja zwischen Männern und Frauen keine Kooperation mehr zu geben. Noch nicht einmal mehr friedliche Koexistenz.

Alles was kommt sind (mit dem staatlichen Gewaltmonopol abgesicherte) Eroberungsfeldzüge der Frauen auf männliche Domänen bei gleichzeitiger erbitterter Verteidigung der weiblichen Domänen.

Das geht nicht mehr lange gut...

Frauen?

[...]
Männer jammern nicht. Männer haben einen Gerechtigkeitssinn. Männer können abwägen. Männer sagen, die Bevorzugung der Frauen hat jetzt ein überproportionales Ausmaß erreicht. Das artikulieren sie jetzt.

Frauen [...] wollen den erjammerten Frauenbonus nicht aufgeben und versuchen das mit der Unterstellung des auch aus feministischer Sicht als unmännlich angesehenen Jammerns.

"Frauen haben aber auch für ihre Freiheiten gekämpft."

Wo ist das Schlachtfeld, wo ist das Blut geflossen, wo sind die Toten?

Frauen haben ihre Ansprüche artikuliert. Es lag in der Macht der Männer, diese abzuwehren: Kein Fraenwahlrecht. Keine Gleichberechtigung. Vormundschaft des Mannes.

Männer haben aber Gerechtigkeitssinn. Männer können abwägen. Männer können teilen.

Frauen [...] kennen kein Maß, wollen immer mehr, bis die Vorzeichen einfach umgekehrt sind.

Dazu sagen immer mehr Männer "nein".

Sogar die Sprache sagt: Wir teilen brüderlich. Halbe-halbe. Gerecht.

Gekürzt. Achten Sie bitte auf einen höflichen Umgangston und unterlassen Sie persönliche Angriffe. Tragen Sie bitte mit differenzierten und sachlichen Kommentaren zu einer ausgewogengen Diskussion bei. Die Redaktion/cs

haben sie den artikel gelesen??

wo jammern denn da männer?? der artikel wurde von einer frau geschrieben und frauen jammern, dass es angeblich zu wenige frauen in technischen berufen geben soll

im übrigen sehe ich keinen sinn darin für das tragen von färbigen kleidern, womöglich rosa rüschenkostümchen oder grellgrüne kleider zu kämpfen - und wo haben da frauen gekämpft? mir reicht es mit einem schwarzen anzug, weißem hemd und krawatte eigentlich immer passend gekleidet zu sein, kann man öfter als einmal tragen, sogar bei beerdigungen

"Technische Berufe sollen keine Männersache sein"....

sind sie aber.....

im ersten Moment sieht es immer beeindruckend aus , wenn zb ADAC gerufen wird und eine Frau erscheint.Natürlich kennt sie sich aus und hat Erfahrung, sonst hätte Sie den Beruf nie bekommen oder gewählt.
Der Mann beschäftigt sich allerdings schon seit klein auf mit Autos, "versteht" den Motor und hat rein hobbymässig soviele unterschiedliche Kenntnisse und Erfahrungen, die seinen Erfahrungsschatz einfach um viele Ecken und Bereiche erweitern.
Es ist ein Gesellschaftliches Poblem. Eine erwachsene frau kann sich für solch einen Beruf entscheiden, aber ein männliches Kind wird auf so einen Beruf hin hinerzogen, zum Zeitpunkt der Entscheidung hat es soviele kognitive Verknüpfungen und Erfahrungen mehr ...

wo ein Wille ist, ist ein Weg. Klar.............
und alle Berufe sollten allen offen stehen....

Trotzdem....wenn bei mir die Elektrik kaputt geht und der Elektriker weiss nicht mehr weiter......denke ich mir, ok , das Problem muss selten sein ........
weiss die Elektrikerin nicht weiter denkt man sich ...bitte hol mal einer einen der Ahnung hat.......
Man unterstellt dem Elektriker, das, was auch tatsächlich der Fall ist...............ein lebenlanges Erfahren und Interesse und Versuchen von Kindesbeinen an

Eigene Erfahrungen und von vielen Müttern

Wenn ein Kind sich von kleinauf für Autos und Maschinen interessiert, dann ist es zu mind. 90% sicher, dass es ein Junge ist.
Wenn sich ein Kind für Puppen interessiert, dann ist es zu mind. 90% sicher, dass es ein Mädchen ist.
Männer und Frauen sind verschieden, gut inzwischen haben Männer und Frauen sich scheinbar äusserlich angeglichen (gähn) und Metrosexuell ist die neue Körperform, aber nur weil man das Äussere geändert hat, hat man im Inneren nichts verändert.
Viele Frauen, die Kinder bekommen haben, wollen diese aufwachsen sehen. Das findet die Wirtschaft nicht schön, denn daran kann die nicht soviel verdienen, ist aber nunmal biologisch begründet.
Ich gönne jeder Frau ihren Erfolg, ich habe nichts dagegen für eine Frau zu arbeiten (ich bin eh verheiratet, ist dass was anderes? ;-) ), aber wirklich glückliche und ausgeglichene Frauen haben meistens 2 oder mehr Kinder und nehmen den Mann im Haushalt alles ab, damit der sich auf das Geldverdienen konzentrieren kann.
Wenn die Kinder fasst gross sind, kehren viele Frauen ins Berufsleben zurück, verdienen dann halt nicht die tollen Gehälter, berichten dafür aber dann gerne, dass die Tochter gerade Abitur gemacht hat und die andere demnächst das Studium beendet hat. Ich mag dieses Leuchten in den Augen.
Meine Frau ist mehr der häusliche Typ und betüddelt mich gerne, ich bin der Typ, der sich gerne von einer Frau betüddeln läßt. Es gibt andere Typen, aber die sind in der Wirklichkeit in der Minderheit.

You wish

"(...) wirklich glückliche und ausgeglichene Frauen haben meistens 2 oder mehr Kinder und nehmen den Mann im Haushalt alles ab (...)"
Das ist mal totaler Mist. Mag ja sein, dass es solche Frauen gibt - aber damit glücklich ist lange nicht jede. Da draußen sind unheimlich viele Hausfrauen, die eben nicht mit ihrer Situation glücklich sind. Sie finden sich damit ab, weil es der gesellschaftliche Sntndard ist und so schlecht ist das Leben als Hausfrau ja vielleicht auch wirklich nicht. Aber Sie mutmaßen hier, das sei der Weisheit letzter Schluss und fast alle Frauen seien halt so - dafür gibt's aber null belege. Das ist leider eine Erfindung des Patriarchats.

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...aber die meisten Frauen, die ich kenne, haben Kinder und sind glückliche Mütter. Das mit den Kindern in die Kita geben war für die meisten gar keine Option, die wollten ihre Kinder ja auch wirklich haben und nicht gleich wieder abgeben.
Ich habe bei der Hamburg Mannheimer einige Jahre gearbeitet und habe dort sehr viele seltsam agressive bzw. depressive Frauen im mittleren Alter ohne Kinder kennengelernt, aber nur wenige ausgeglichene bzw. glückliche.
Aber Sie sehen ja auch einen Saufzwang in unserer Gesellschaft, vielleicht einfach mal die eigene Wahrnehmung überprüfen ;-)

Glücklich abhängig daheim

Wenn Sie den Eindruck haben, nur nichtarbeitende Mütter seien wahrhaft ausgeglichen, besagt das zunächst nur etwas darüber, welche Gruppe Frauen Sie kennen. Mag sein, dass es zufriedene Hausfrauen gibt. Doch eine Frau, die finanziell abhängig, mit dem gesamten Haushalt belastet glücklich bist - das ist ein Wunschtraum des Patriarchats. In den neuen Bundesländern gilt Berufstätigkeit der Frauen als üblich, was sich inzwischen herum gesprochen hat. Schon die Vorurteilslosigkeit macht das Berufsleben besser.
Was die MINT-Frage betrifft, so darf ich als studierte Naturwissenschaftlerin sagen, dass nicht das Fachliche das überwiegende Problem der Berufswahl für Mädchen sein muss. Schwerer wiegt, dass der soziale Codex in technischen Bereichen ausschließlich männlich geprägt ist, und weibliche Kompetenzen , sagen wir mal so, wenig Respekt entgegengebracht wird. Auch in diesem Blogg kann man sich einen Eindruck davon verschaffen. Das ist unter dem Strich ein gesellschaftliches Problem.

es muß wohl...

...dank deutschen Scheidungs- und Unterhaltsrecht eher heissen glücklich abhängig bei der Arbeit. Fragen Sie mal einige geschiedene Männer. Es gilt unter Frauen immer noch der Satz: "Wer dreimal verheiratet war und immer noch keinen Porsche fährt, der hat was falsch gemacht."
Sehen Sie man kann die Sache immer aus 2 Blickwinkel sehen.
Welche weiblichen Kompetenzen? Gibt es also doch einen Unterschied? Sehen Sie, Sie solten vielleicht nochmal über ihren eigenen Kommentar nachdenken. Jeder kann werden, was er will, nur muß man sich immer den gegebenen Umständen anpassen und nicht die Umstände an einer spezielle Person.
Ich hatte mal eine Vorgesetzte, die meinen vollen Respekt genossen hat, nicht weil sie eine Frau war, sondern weil sie kompetent war und ich hatte auch mal einen Vorgesetzten der keinen Respekt von mir genossen hat, nicht weil er ein Mann war, sondern weil er nicht kompetent war.

Quote

Ich bin auch strikt gegen eine Quote.

Ich möchte wegen meiner Qualifikation eingestellt werden, nicht wegen meines Geschlechtes.

Jedoch sollten Frauen die gleichen Chancen erhalten. Männer stellen immer noch lieber Männer ein, weil diese nicht wegen Schwangerschaft ausfallen. Oder weil, wie man hier auch lesen kann, Frauen generell für ungeeignet gehalten werden.
Wie man das aber ändert, weiß ich leider nicht. Eine Quote halte ich nicht für eine Lösung.

tztzz

Es gilt unter Frauen immer noch der Satz: "Wer dreimal verheiratet war und immer noch keinen Porsche fährt, der hat was falsch gemacht."

- Oh mein Gott!!!! was kennen SIE DENN FÜR FRAUEN!??!?!?!?!?!

kann ich verstehen, dass Sie ein so komisches stereotypes Frauenbild haben.............:-(

und da kann man sich als typischer begabter Mann wie Sie nich mal denken: boah die Aasgeier, gut, dass die meisten Frauen NICHT so sind?

Antwort auf die Antwort auf die Antwort...

Ich habe auf den Beitrag 36. Glücklich abhängig daheim geantwortet. Da ich nicht mehr der jüngste bin und einen großen Bekanntenkreis habe, kenne ich viele verschiedene Menschen. Ja, es gibt Frauen, die denken tatsächlich so, zum Glück sind die in der Minderheit. Zwei sehr gute Freunde waren mit solchen Frauen verheiratet, die werden nie wieder finanziell auf die Beine kommen. Meine Frau ist da ganz anders, sie hasst einkaufen (Schuhekaufen max. 15min, dann hat sie dazu keinen nerv mehr) dafür mag sie halt lieber Fussball kucken, man(n) kann halt nicht alles haben.
Aber zum Thema, jeder kann werden, was er will, er muß sich aber an die gegebenen Umstände anpassen, wenn ich Butler werden will, kann ich mir kein Nasenpircing erlauben ;-)

Weshalb denn?

Man muss doch den Grund dafür sehen.

Weshalb spielen Jungen eher mit Autos, weshalb interessieren sie sich eher dafür, weshalb scheuen sie sich vor bestimmten anderen Dingen? Das Gleiche bei Mädchen.

Weil es als normal gilt. Es ist schwer, anormal zu sein. Es ist schwer, etwas anderes zu tun, als der Rest. Vor allem, weil das eben nicht so wie im Film abläuft, wo die eine Ausnahme dann gleich herausragende Leistungen erbringt und sich damit Respekt erkämpft.

Vll strickt ein Junge zB ganz gern, nicht besonders gut (so wie viele Mädchen ach nicht besonders gut stricken), aber es kommt auch gar nich dazu, denn was ist das erste, was ein Junge von vielen Seiten zu hören bekommt? Und so zieht sich das überall durch.

Es ist einfach unser Verständnis von "Normal" und die Ablehnung von allem "Anormalen", wodurch das entsteht.

Dabei hat Männlichkeit noch das große Problem, dass es eine Negativdefinition hat. Nämlich als Gegenstück zum Weiblichen. Was "weiblich" ist, kann/darf nicht "männlich" sein. Rückwirkend darf natürlich nicht weiblich werden, was männlich ist...

Schon dieser Grundsatz trägt das Hauptmaß der völlig sinnlosen Konflikte in sich.

Natürlich ist das so

Woher nehmen die Kinder denn überhaupt die Ideen? Aus ihrem Umfeld. Jetzt sehen Sie sich dieses mal genau an. Wie wird da geworben? Selbst wenn da ein Junge gern eine Puppe hätte, muss er erstmal diese Barriere durchbrechen, diesen Hammer, mit dem ihm die Actionfiguren (genau genommen auch Puppen, nicht?), die Speedracer, usw "eingprügelt" werden.

Von den Puppen und was diese kleinen Mädchen als normal verkaufen will ich gar nicht erst anfangen (Brats und wie das Zeug heißt...).

Wie entstand das Ganze denn überhaupt? Haben Sie mal darüber nachgedacht? Das alle stammt aus Zeiten, als das gesellschaftliche Leben absolut strikt reglementiert war, aus Angst ums Überleben, weil nicht genug Kinder überlebten, u.ä.

Wo es darum ging, möglichst eher zehn Kinder zu haben, damit zwei überleben.

Aber ist das heute noch wichtig? Nein. Das sind anachronistische Überbleibsel und wir sollten uns endlich weiterentwickeln, weiterdenken.

@derritter, Sie haben keine Ahnung vom deutschen Unterhaltsrecht

dieses begünstigt fast einseitig den verdienenden Expartner und benachteiligt mittlerweile krass den Expartner, der seine berufliche Laufbahn zugunsten von Kindererziehung und Haushalt zurückgestellt hat (und dies getan hat, als es das geltende Unterhaltsrecht noch gar nicht gab, gewissermaßen eine rückwirkende Entrechtung) Und davon betroffen ist letztlich meist die Frau.

@8 derritter

mag ja sein , dass derlei frauen in der minderheit sind.
aber es gilt doch wohl,. minderheiten zu unterstützen.
ich habe in den siebzigern in ostdeutschland elektrotechnik studiert.
da hatten wir über eine zugegebenermaßen rigorose studienlenkung 30(!) % frauenanteil.
davon ist aber immerhin die hälfte geblieben und die haben dann nachgewiesen, dass sie das können.
warum soll sich nicht auch mal die frau "betüddeln" lassen,
ich kenne genügend konstellationen (statistisch sind es jedenfalls ca. 50%) wo die frau die schlauere ist.

natürlich ist das NICHT so

"Woher nehmen die Kinder denn überhaupt die Ideen? Aus ihrem Umfeld."

Ja ja! Diese Umwelt-These wird immer dann erzählt, wenn “Veränderung” sprich “Manipulation” gerechtfertigt werden soll. Nur leider geht sie völlig daneben.

Wie sehr, dass können Sie schön an den Homosexuellen und deren kindlicher und jugendlicher Entwicklung beobachten oder sich erzählen lassen. Von wegen alles nur von außen! Die wissen ganz genau, dass sie andere Interessen haben, und stehen dafür ein, auch wenn es ihnen nicht immer leicht gemacht wird. Und die anderen, die Heterosexuellen haben im Umkehrschluss ihre Interessen und die geschlechtstypischen Unterschiede darin auch nicht, weil man es ihnen erzählt, sondern weil sie sie genau so mitbringen, wie eben die Homosexuellen.

Gibt es sicherlich

Allerdings eben genauso bei Männer. Auch hier habe ich schon viel Intrigantes erlebt.

Es liegt wohl eher an der gelernten Art mit Konflikten und Aggression umzugehen. Die meisten lernen das nämlich gar nicht.

Innerhalb des üblichen "Gendergerüsts" entsteht dann auf einer Seite mehr offene Aggression, auf der anderen Seite eher versteckte Aggression.

Und das Intrigante ist nur deswegen ein vermeintlich größeres Problem, weil es halt schwerer zu erkennen ist. Die Ursachen sind aber dieselben und ein gänzlich allgemeines, geschlechtloses Problem.

Mädchen für Frauenberufung!

Toll, Mädchen in „Männerberufe“. Ich fände es schön, wenn mit der gleichen Vehemenz dafür geworben würde, Mädchen wieder für Kinder, Erziehung und Haushalt zu interessieren. Die Reproduktionsrate von 1,35 % von Frauen im gebärfähigen Alter ist erschreckend niedrig.

Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Die Redaktion/cs

Da ist ein Denkfehler drin:

"Toll, Mädchen in „Männerberufe“. Ich fände es schön, wenn mit der gleichen Vehemenz dafür geworben würde, Mädchen wieder für Kinder, Erziehung und Haushalt zu interessieren."

Ich fände es schön, wenn dafür geworben würde, Väter in gleichem Maße wie Mütter für Kinder, Erziehung und Haushalt zu interessieren!

Ich habe drei Kinder, Quote erfüllt, oder? Ich hätte KEINE KINDER, wenn ich mich auf Kinder und das Mutter-Sein hätte reduzieren müssen! Mein Männerberuf dient mir als Ausgleich zur Kinderaufzucht und der Haushalt ist ein notwendiges Übel. Dafür muss man sich nun wirklich nicht "interessieren" (mann/frau kann das natürlich, wenn's gefällt).

Fazit: Frauen werden sich nicht zu mehr Kindern zwingen lassen, wenn das die einzige Alternative sein soll. Aber diesen Denkfehler machen viele.