Management Frauenquote bedroht Männerkarrieren
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Nachteil Y-Chromosom

Und zwar eine, die bei dem einen oder anderen Alphamännchen ohnmächtige rhetorische Beißreflexe auslöst – oder den Griff in die Trickkiste subversiver Abwehrmaßnahmen: So war etwa die Berufung von Regine Stachelhaus in den Vorstand des Energieversorgers E.On zwar von großem Blätterrauschen begleitet. Doch die wirklich relevanten Entscheidungen über die strategische Ausrichtung des Konzerns, so erzählen Insider, treffen nach wie vor die Männer. Die es sich offenbar auch nicht nehmen lassen, den formal riesigen Zuständigkeitsbereich der 55-Jährigen, sie verantwortet die Bereiche Personalwesen, IT, Konzernbeschaffung, Recht & Compliance, Krisenmanagement, den Immobilienbestand des Konzerns und die E.ON Academy – in bewährter Altkanzler-Schröder-Diktion als "Gedöns" zu belächeln. Damit hat auch die ehemalige Verfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhart zu kämpfen, die von Daimler zum Vorstand für "Integrität und Recht" berufen wurde – und unter Spöttern als "Feigenblatt-Feministin" abgestempelt wird.

Und wenn Telekom-Chef René Obermann die selbst auferlegte Frauenquote wirklich erfüllen wolle, so eine Zote, die derzeit in der Bonner Konzernzentrale die Runde macht, müsse er schon neue Vorstandsbereiche schaffen – "für Raumpflege und Bürokommunikation".

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Einige Vertreter des selbst ernannten starken Geschlechts wiederum entdecken urplötzlich die Vorzüge der Gleichberechtigung für sich, pochen auf das Diskriminierungsverbot des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Und malen das Schreckensszenario einer durchquotierten Gesellschaft an die Wand: "Wenn die Frauenquote kommt", orakelt ein Headhunter, der mit der Suche nach weiblichen Spitzenkräften seit geraumer Zeit gutes Geld verdient, "dann diskutieren wir bald auch über eine für Schwule, Vegetarier und Moslems."

Bei der einen oder anderen Frau immerhin dürfen derart weidwunde Männer auf ein wenig Verständnis hoffen: "Wir laufen Gefahr, Männer zu diskriminieren", sagt etwa Annette Winkler, Chefin der Daimler-Sparte Smart, "wenn bei gleicher, manchmal sogar niedrigerer Qualifikation der weibliche Kandidat das Rennen machen würde."

Genau das aber erlebte Thomas Bichler. Der Personalchef eines Mittelständlers aus Baden-Württemberg war auf der Suche nach einem Spartenchef mit Personalerfahrung. Unter den Bewerbern waren einige hoch qualifizierte Männer. Eingestellt aber hat Bichler eine Frau. Allerdings nicht, weil sie besser war als ihre männlichen Konkurrenten. "Die Entscheidung fiel aufgrund der politischen Großwetterlage", sagt Bichler – der nur unter der Bedingung mit der Sprache rausrückte, seine Identität nicht öffentlich zu machen. "Wenn rauskommt, dass ich erzähle, was hier los ist, bin ich meinen Job los."Diese Angst vor dem Jobverlust ist es auch, die erste Männer in die innere Emigration treibt. "Ich sehe, wie immer mehr Frauen mit ähnlichen Qualifikationen an mir vorbeiziehen", sagt ein promovierter Wirtschaftsingenieur eines regionalen Energieversorgers unter dem Deckmantel der Anonymität. Er hatte sich kürzlich vergebens um die Stelle eines Bereichsleiters beworben, auch hier ging der Zuschlag an eine Frau. "Ich fühle mich machtlos."

Ein Gefühl, das auch Alexander Reiter von einigen seiner männlichen Mandanten kennt. Denn die Unternehmen, die den Personalberater aus dem pfälzischen Frankenthal beauftragen, seien derzeit sehr auf Frauen fixiert. Das Problem: Er findet kaum welche mit dem richtigen Profil. "Mit viel Goodwill wählen wir auch schon mal eine auf dem Papier offensichtlich schlechter qualifizierte Frau aus", sagt Reiter. Und fragt sich, warum "zukünftig eine Frau nur deshalb qualifizierter sein soll, weil sie eine Frau ist".

Aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels brauche die hiesige Volkswirtschaft natürlich dringend Nachwuchs – aber bitte auch männlichen. "Eine politische Frauenquote", sagt Reiter, "wäre langfristig gesellschaftliches Harakiri."

*Name geändert

Erschienen in der WirtschaftsWoche

 
Leser-Kommentare
  1. Vielleicht ja, aber nötig ist sie dennoch.
    Ca. 50% unserer Gesellschaft sind weiblich. Rund 50% der Hochschulabsolventen sind weiblich.
    Nicht 50% unserer höheren Angestellten sind weiblich.
    Einige Frauen sind vielleicht aus biologischen Gründen(Schwangerschaften) nicht direkt im big business, aber eine Frauenquote von 30% sollte doch machbar sein.
    30% Frauengquote heißt 70% Mänenrquote.
    Das heußt 30 Frauen zu 70 Männer.

    Wenn nicht einmal das von selbt erfüllbar ist, dann muss man schauen wo denn der Fehler liegt?
    Und wenn das Ergebnis Diskriminierung der Frau ist, und sich nichts von selbst ändert, dann muss eben durch eine Quote entgegengewirkt werden.

    Die Diskussion klingt wie eine, die ich derletzt auf einem amerikanischen Sender verfolgt habe. Dort beschwert sich ein Konzernchef warum er Schwarze einstellen muss. Er sagte es geht hier nicht um Rassismus, sondern um Freiheit. Immerhin greifd ein Zwang seine Freiheit an. In diesem 1000 köpfigen Handwerskunternehmen gab es nicht einen Schwarzen...
    Achja, er war natürlich auch für freie Waffen, und ja er hat die Republikaner gewählt....
    :D

    13 Leser-Empfehlungen
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    • Maruk
    • 30.04.2011 um 11:19 Uhr

    Das mag Gesamtgesellschaftlich stimmen. Aber vor allem in technischen Berufen sieht es doch anders aus. Bei meinem Studiengang waren von 120 Absolventen 5 Frauen. Mit dieser Frauenquote würden diese 5 also garantiert Karriere machen, egal wie gut oder schlecht sie in ihrem Job sein mögen.

    sind eher schlecht.

    Hypotetisch: 70 % Männer die für einen bestimmten Posten qualifiziert sind und 30 % Frauen mit der gleichen oder ähnlichen Qualifikation.

    Raten Sie mal, was bei Quotenunsinn passiert.

    """""Ca. 50% unserer Gesellschaft sind weiblich. Rund 50% der Hochschulabsolventen sind weiblich.""""
    aus Ihrem Kommentar.

    Nun klammern Sie bitte einmal Politikwissenschaften, Theaterwissenschaften, Lehrerberufe, Soziologen etc. aus und sortieren einmal neu und im MINT-Bereich schauen Sie dann einmal nach wie es mit der Quote der dortigen Hochschulabsolventinnen aussieht. Danke.

    • J.S.
    • 30.04.2011 um 12:28 Uhr

    "30% Frauengquote heißt 70% Mänenrquote.
    Das heußt 30 Frauen zu 70 Männer."

    Eben nicht. Und wenn es so wäre, dann wäre es sehr diskriminierend der Frau gegenüber, da nach ihrer Argumentation eine Frauenquote eine Männerquote impliziert, was aber schlichtweg falsch ist. 30% Frauenquote heißt, dass im Verhältnis _mindestens_ 30 Frauen auf 100 Mitarbeiter kommen, lange aber nicht, dass _höchstens_ 30 Frauen auf 100 Mitarbeiter kommen.
    Es mag so sein, dass man damit gerechnet hat, dass die Unternehmen die Rechnung so machen, wie Sie - also so wenig Frauen wie nur irgend möglich einstellen -, aber wie der Artikel zeigt, ist dem nicht so.
    Hier wird schlichtweg eine gesellschaftliche Diskriminierung mit einer Staatlichen getauscht.
    Dies ist Irrsinn im Quadrat.

    • ksai
    • 30.04.2011 um 15:05 Uhr

    schauen wo denn der Fehler liegt?"

    Richtig. macht aber niemand - es wird einseitig eine ideologische Postion, die eine Frauendiskriminierung diagnostiziert, propagiert.

    Es ist doch so: Es gibt 80 Millionen Deutsche und 1,3 Milliarden Chinesen. Warum bringen nicht die Chinesen mehr als 10 Mal so viele Spitzenfußballer hervor, wie sie es nach Ihrer Logik ja müssten. Denken Sie darüber nach!

    ist der absolut falsche Ansatz. Hier geht es um individuelle Ungleichbehandlungen! Durch die Quote wird nur die Statistik ausgebügelt, aber die Anzahl an einzelnen Bevorzugungen wird doch zunehmen. Man kann nicht die Bevorzugung von einem Mann durch eine andere Bevorzugung einer Frau statistisch aufheben.

    So funktioniert das nicht. Mit einer derartigen Rechnung machen Sie sich nur lächerlich, also lassen Sie es lieber. - Mich persönlich stört es nicht, ich höre täglich weit schlimmeres als Milchmädchenrechnungen.

    Auch gerade viele junge Frauen gehen heute immer noch vom Versorger aus, was ja auch angenehmer ist. Versorgt man selbst die Familie, hat man keine Wahl mehr. Dann fallen viele Jobs weg, wie Teilzeit und mit anderen Freiheiten, auf Kosten eines nicht ganz so hohen Gehalts.

    In vielen Männern ist da immer noch eingebläut: Hauptsache du verdienst viel Geld für die Familie, die Familie ist wichtiger als deine Erfüllung. Deswegen verdienen sie dann am Ende eben meist mehr - nich für sich, sondern für Frau und Kind.

    Es wanden ja jährlich Abermilliarden von "Mann" zu "Frau", das wird aber gar nicht verrechnet.

    Was für eine Form von Benachteiligung soll das sein?

    Männer haben einfach schlechte Chancen, schließlich dürfen sie sich nicht schminken und "sexuell" anziehen, sondern ihre Form von "Brust und Hintern rausstrecken" ist eben der Geldbeutel, Haus und Auto - immer noch.

    Wenn sich das in den Köpfen der Männer und Frauen ändert, dann wird sich auch in den Berufen ändern, nicht per Quote, die nur eine Vertiefung des Sexismus bedeutet.

    • Maruk
    • 30.04.2011 um 11:19 Uhr

    Das mag Gesamtgesellschaftlich stimmen. Aber vor allem in technischen Berufen sieht es doch anders aus. Bei meinem Studiengang waren von 120 Absolventen 5 Frauen. Mit dieser Frauenquote würden diese 5 also garantiert Karriere machen, egal wie gut oder schlecht sie in ihrem Job sein mögen.

    sind eher schlecht.

    Hypotetisch: 70 % Männer die für einen bestimmten Posten qualifiziert sind und 30 % Frauen mit der gleichen oder ähnlichen Qualifikation.

    Raten Sie mal, was bei Quotenunsinn passiert.

    """""Ca. 50% unserer Gesellschaft sind weiblich. Rund 50% der Hochschulabsolventen sind weiblich.""""
    aus Ihrem Kommentar.

    Nun klammern Sie bitte einmal Politikwissenschaften, Theaterwissenschaften, Lehrerberufe, Soziologen etc. aus und sortieren einmal neu und im MINT-Bereich schauen Sie dann einmal nach wie es mit der Quote der dortigen Hochschulabsolventinnen aussieht. Danke.

    • J.S.
    • 30.04.2011 um 12:28 Uhr

    "30% Frauengquote heißt 70% Mänenrquote.
    Das heußt 30 Frauen zu 70 Männer."

    Eben nicht. Und wenn es so wäre, dann wäre es sehr diskriminierend der Frau gegenüber, da nach ihrer Argumentation eine Frauenquote eine Männerquote impliziert, was aber schlichtweg falsch ist. 30% Frauenquote heißt, dass im Verhältnis _mindestens_ 30 Frauen auf 100 Mitarbeiter kommen, lange aber nicht, dass _höchstens_ 30 Frauen auf 100 Mitarbeiter kommen.
    Es mag so sein, dass man damit gerechnet hat, dass die Unternehmen die Rechnung so machen, wie Sie - also so wenig Frauen wie nur irgend möglich einstellen -, aber wie der Artikel zeigt, ist dem nicht so.
    Hier wird schlichtweg eine gesellschaftliche Diskriminierung mit einer Staatlichen getauscht.
    Dies ist Irrsinn im Quadrat.

    • ksai
    • 30.04.2011 um 15:05 Uhr

    schauen wo denn der Fehler liegt?"

    Richtig. macht aber niemand - es wird einseitig eine ideologische Postion, die eine Frauendiskriminierung diagnostiziert, propagiert.

    Es ist doch so: Es gibt 80 Millionen Deutsche und 1,3 Milliarden Chinesen. Warum bringen nicht die Chinesen mehr als 10 Mal so viele Spitzenfußballer hervor, wie sie es nach Ihrer Logik ja müssten. Denken Sie darüber nach!

    ist der absolut falsche Ansatz. Hier geht es um individuelle Ungleichbehandlungen! Durch die Quote wird nur die Statistik ausgebügelt, aber die Anzahl an einzelnen Bevorzugungen wird doch zunehmen. Man kann nicht die Bevorzugung von einem Mann durch eine andere Bevorzugung einer Frau statistisch aufheben.

    So funktioniert das nicht. Mit einer derartigen Rechnung machen Sie sich nur lächerlich, also lassen Sie es lieber. - Mich persönlich stört es nicht, ich höre täglich weit schlimmeres als Milchmädchenrechnungen.

    Auch gerade viele junge Frauen gehen heute immer noch vom Versorger aus, was ja auch angenehmer ist. Versorgt man selbst die Familie, hat man keine Wahl mehr. Dann fallen viele Jobs weg, wie Teilzeit und mit anderen Freiheiten, auf Kosten eines nicht ganz so hohen Gehalts.

    In vielen Männern ist da immer noch eingebläut: Hauptsache du verdienst viel Geld für die Familie, die Familie ist wichtiger als deine Erfüllung. Deswegen verdienen sie dann am Ende eben meist mehr - nich für sich, sondern für Frau und Kind.

    Es wanden ja jährlich Abermilliarden von "Mann" zu "Frau", das wird aber gar nicht verrechnet.

    Was für eine Form von Benachteiligung soll das sein?

    Männer haben einfach schlechte Chancen, schließlich dürfen sie sich nicht schminken und "sexuell" anziehen, sondern ihre Form von "Brust und Hintern rausstrecken" ist eben der Geldbeutel, Haus und Auto - immer noch.

    Wenn sich das in den Köpfen der Männer und Frauen ändert, dann wird sich auch in den Berufen ändern, nicht per Quote, die nur eine Vertiefung des Sexismus bedeutet.

    • joG
    • 30.04.2011 um 11:11 Uhr

    ....ist das schmerzhaft. Die Nische wird kleiner und man muss sich daran gewöhnen. Es ist wirtschaftlich ähnlich, wie die Grenzen für Polen und Rumänen aufzumachen. Es gibt mehr Konkurrenz. Ist das schlecht?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • WWH
    • 30.04.2011 um 12:35 Uhr

    Quotenregelungen konterkarieren offenen Wettbewerb und damit Konkurrenz. Dennoch, ich bin für eine Frauenquote für Möbelträger...
    MfG.

    Moin,

    Konkurrenz, ist OK das kann ich ab. Aber mit fixen Quoten handelt es sich nicht um Konkurrenz.
    Hier kann man(n) nicht gewinnen inde man(n) besser ist. Wenn Gesetze die Bevorzugung einzelner Gruppen festschreiben wie z.B. für Gleichstellungsbeauftragte (s.a.: http://tinyurl.com/6ckt3wk) hat das mit Wettbewerb nichts mehr zu tun.

    CU

    • WWH
    • 30.04.2011 um 12:35 Uhr

    Quotenregelungen konterkarieren offenen Wettbewerb und damit Konkurrenz. Dennoch, ich bin für eine Frauenquote für Möbelträger...
    MfG.

    Moin,

    Konkurrenz, ist OK das kann ich ab. Aber mit fixen Quoten handelt es sich nicht um Konkurrenz.
    Hier kann man(n) nicht gewinnen inde man(n) besser ist. Wenn Gesetze die Bevorzugung einzelner Gruppen festschreiben wie z.B. für Gleichstellungsbeauftragte (s.a.: http://tinyurl.com/6ckt3wk) hat das mit Wettbewerb nichts mehr zu tun.

    CU

  2. Ein halbwegs kluger und offener Geist wird sich gegen jedwede Diskriminierung aussprechen. Und ganz sicher ist es auch schade, wenn der eine oder andere geeignete männliche Bewerber nun keine Führungsposition bekommt, weil sich auch eine Frau beworben hat.

    Aber stellen Sie sich doch mal vor, wie es uns Frauen seit Jahrhunderten geht. Wir haben oft die besseren Bildungsabschlüsse, bringen Familie und Beruf unter einen Hut, machen zwangsläufig Babypausen, wenn wir Kinder bekommen haben – und müssen immer wieder erleben, wie Männer an uns vorbeiziehen. Männer verdienen im Durchschnitt immer noch sehr viel mehr als wir Frauen. Dabei machen wir unsere Arbeit keineswegs schlechter, vielleicht aber anders.

    Wenn es nicht anders geht als über eine Quote, dann muss die Quote eben kommen! Den Unternehmen tun die Softskills der Frauen und der weibliche Führungsstil durchaus gut. Und die Männer können von uns Frauen auch noch sehr viel lernen.

    23 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Es steht schon im Text: Was kann ein junger, gut ausgebildeter Mann für Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte? - Richtig: gar nichts.
    Es ist durch kein, ich betone es: durch kein Argument gerechtfertigt, Menschen aufgrund ihres Geschlechts zu benachteiligen - gleichgültig ob Mann oder Frau.

    Außerdem hat sich der Staat aus unternehmerischen Entscheidungen gefälligst herauszuhalten. Das Unternehmen steht im Eigentum des Unternehmers. Dieser - und dieser allein - darf entscheiden, wen er in seinem Betreib haben will und wen nicht - selbst, wenn seine Motive fragwürdig sind.

    • WWH
    • 30.04.2011 um 13:54 Uhr

    Nun ja, ich erlebe die Softskills der Frauen und den weiblichen Führungsstil nicht selten als Hennenhacken. Ich denke, diese angeblich den Frauen zuzuschreibenden Eigenschaften werden masslos überschätzt...
    MfG.

    • Dirac
    • 30.04.2011 um 14:37 Uhr

    "Aber stellen Sie sich doch mal vor, wie es uns Frauen seit Jahrhunderten geht."
    Genau dann sollten Sie doch gegen eine Frauenquote sein.
    Das hört sich jetzt für mich so an: "Solange wir benachteiligt wurden, war der Unterschied zw. Mann und Frau schlecht. Wenn wir jetzt dadurch bevorteilt werden, ist das gut." Dies empfinde ich als heuchlerisches Argument.

    "Den Unternehmen tun die Softskills der Frauen und der weibliche Führungsstil durchaus gut."
    Sie argumentieren keineswegs besser als chauvinistische Männer. Sprechen Sie jetzt männlichen Führungskräften automatisch Softskills ab? Das wäre so, wie wenn ich schreiben würde: "Die Frauenquote macht keinen Sinn, denn Frauen haben kein Durchsetzungsvermögen."
    Diese Aussage wäre genauso schwachsinnig wie Ihr Satz.

    Zum Artikel: Die Frauenquote ist einer der Gründe, weshalb ich nach meinem Studium nicht vorhabe in Deutschland zu arbeiten. Mir persönlich wird die deutsche Wirtschaft wohl nicht hinterher weinen. Sollten aber viele so wie ich denken, könnte das durchaus schmerzen.
    Man sollte von vornherein Bewerbungsunterlagen wie in den USA einführen - Ohne Angabe von Geschlecht, Herkunft, Photo oder ähnlichem. Die einzigen Angaben sollten die sein, die einen für den Job qualifizieren. So könnte man auch der Diskriminierung vorbeugen.

    • th
    • 02.05.2011 um 3:28 Uhr

    sondern hier und jetzt!

    Wenn Sie persönlich benachteiligt werden, sollten Sie dagegen angehen. Allgemeine gesellschaftliche Reformvorstellung durch gezielte Bevorzugung oder Benachteiligung je nach Gruppenzugehörigkeit durchzusetzen, hat mit "gleiches Recht für alle" nichts, und mit "Diskriminierung" alles zu tun.

    Zitat:
    "Aber stellen Sie sich doch mal vor, wie es uns Frauen seit Jahrhunderten geht. Wir haben oft die besseren Bildungsabschlüsse, bringen Familie und Beruf unter einen Hut, machen zwangsläufig Babypausen, wenn wir Kinder bekommen haben – und müssen immer wieder erleben, wie Männer an uns vorbeiziehen."

    Es steht schon im Text: Was kann ein junger, gut ausgebildeter Mann für Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte? - Richtig: gar nichts.
    Es ist durch kein, ich betone es: durch kein Argument gerechtfertigt, Menschen aufgrund ihres Geschlechts zu benachteiligen - gleichgültig ob Mann oder Frau.

    Außerdem hat sich der Staat aus unternehmerischen Entscheidungen gefälligst herauszuhalten. Das Unternehmen steht im Eigentum des Unternehmers. Dieser - und dieser allein - darf entscheiden, wen er in seinem Betreib haben will und wen nicht - selbst, wenn seine Motive fragwürdig sind.

    • WWH
    • 30.04.2011 um 13:54 Uhr

    Nun ja, ich erlebe die Softskills der Frauen und den weiblichen Führungsstil nicht selten als Hennenhacken. Ich denke, diese angeblich den Frauen zuzuschreibenden Eigenschaften werden masslos überschätzt...
    MfG.

    • Dirac
    • 30.04.2011 um 14:37 Uhr

    "Aber stellen Sie sich doch mal vor, wie es uns Frauen seit Jahrhunderten geht."
    Genau dann sollten Sie doch gegen eine Frauenquote sein.
    Das hört sich jetzt für mich so an: "Solange wir benachteiligt wurden, war der Unterschied zw. Mann und Frau schlecht. Wenn wir jetzt dadurch bevorteilt werden, ist das gut." Dies empfinde ich als heuchlerisches Argument.

    "Den Unternehmen tun die Softskills der Frauen und der weibliche Führungsstil durchaus gut."
    Sie argumentieren keineswegs besser als chauvinistische Männer. Sprechen Sie jetzt männlichen Führungskräften automatisch Softskills ab? Das wäre so, wie wenn ich schreiben würde: "Die Frauenquote macht keinen Sinn, denn Frauen haben kein Durchsetzungsvermögen."
    Diese Aussage wäre genauso schwachsinnig wie Ihr Satz.

    Zum Artikel: Die Frauenquote ist einer der Gründe, weshalb ich nach meinem Studium nicht vorhabe in Deutschland zu arbeiten. Mir persönlich wird die deutsche Wirtschaft wohl nicht hinterher weinen. Sollten aber viele so wie ich denken, könnte das durchaus schmerzen.
    Man sollte von vornherein Bewerbungsunterlagen wie in den USA einführen - Ohne Angabe von Geschlecht, Herkunft, Photo oder ähnlichem. Die einzigen Angaben sollten die sein, die einen für den Job qualifizieren. So könnte man auch der Diskriminierung vorbeugen.

    • th
    • 02.05.2011 um 3:28 Uhr

    sondern hier und jetzt!

    Wenn Sie persönlich benachteiligt werden, sollten Sie dagegen angehen. Allgemeine gesellschaftliche Reformvorstellung durch gezielte Bevorzugung oder Benachteiligung je nach Gruppenzugehörigkeit durchzusetzen, hat mit "gleiches Recht für alle" nichts, und mit "Diskriminierung" alles zu tun.

    Zitat:
    "Aber stellen Sie sich doch mal vor, wie es uns Frauen seit Jahrhunderten geht. Wir haben oft die besseren Bildungsabschlüsse, bringen Familie und Beruf unter einen Hut, machen zwangsläufig Babypausen, wenn wir Kinder bekommen haben – und müssen immer wieder erleben, wie Männer an uns vorbeiziehen."

    • Kanzel
    • 30.04.2011 um 11:18 Uhr

    schließlich hat Deutschlands erste Feministin und Bildkolumnistin - die kurioserweise das Bundesverdienstkreuz bekommen hat - diesen Satz gesagt:
    "Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen" Alice Schwarzer in EMMA 1986

    13 Leser-Empfehlungen
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    ....schwerer als bisher - nicht schwerer als den Töchtern.

    ....schwerer als bisher - nicht schwerer als den Töchtern.

    • Maruk
    • 30.04.2011 um 11:19 Uhr
    5. .....

    Das mag Gesamtgesellschaftlich stimmen. Aber vor allem in technischen Berufen sieht es doch anders aus. Bei meinem Studiengang waren von 120 Absolventen 5 Frauen. Mit dieser Frauenquote würden diese 5 also garantiert Karriere machen, egal wie gut oder schlecht sie in ihrem Job sein mögen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Da-ve
    • 30.04.2011 um 12:45 Uhr

    genauso, wie in der Vergangenheit die wenigen Männer in z. B. pädagogischen Studiengängen eine garantierte Karriere gemacht haben.

    nur wenn sie den Job mindestens gleich gut machen...

    • Ja_na
    • 01.05.2011 um 14:00 Uhr

    ... mit der Quote würden von diesen 5 Frauen, diejenigen Karriere machen, die genauso gut, wie ihre männlichen Absolventen sind.
    Sie müssten nicht deutlich besser sein, um Karriere zu machen.
    Sie müssten, wenn sie gleich gut oder besser sind, nicht zusehen, wie ihre männlichen, deutlich schlechteren Kollegen gut dotierte Posten bekommen und wie selbstverständlich an der Karriereleiter an ihnen vorbei ziehen.

    • Marone
    • 02.05.2011 um 11:17 Uhr

    In der Unternehmensleitung sitzen nicht nur Techniker, sondern auch Kaufleute. In der BWL ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Wenn mit Personal-, Finanz-, Marketing-, IT- und Technikchef und dem Vorstand insgesamt eine 30% Quote erfüllt werden muss, dann passt das zum Geschlechterverhältnis unter den jeweiligen Absolventen.

    • Da-ve
    • 30.04.2011 um 12:45 Uhr

    genauso, wie in der Vergangenheit die wenigen Männer in z. B. pädagogischen Studiengängen eine garantierte Karriere gemacht haben.

    nur wenn sie den Job mindestens gleich gut machen...

    • Ja_na
    • 01.05.2011 um 14:00 Uhr

    ... mit der Quote würden von diesen 5 Frauen, diejenigen Karriere machen, die genauso gut, wie ihre männlichen Absolventen sind.
    Sie müssten nicht deutlich besser sein, um Karriere zu machen.
    Sie müssten, wenn sie gleich gut oder besser sind, nicht zusehen, wie ihre männlichen, deutlich schlechteren Kollegen gut dotierte Posten bekommen und wie selbstverständlich an der Karriereleiter an ihnen vorbei ziehen.

    • Marone
    • 02.05.2011 um 11:17 Uhr

    In der Unternehmensleitung sitzen nicht nur Techniker, sondern auch Kaufleute. In der BWL ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Wenn mit Personal-, Finanz-, Marketing-, IT- und Technikchef und dem Vorstand insgesamt eine 30% Quote erfüllt werden muss, dann passt das zum Geschlechterverhältnis unter den jeweiligen Absolventen.

  3. Da man gerade dabei ist, kann man auch noch eine Männerquote für Grundschullehrer einführen.

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    Eine Männerquote für Grundschullehramt und Kindergartenerzieher. Ich meine, es gibt ja immerhin 50% Männer in dieser Gesellschaft. Da müsste eine Quote von mindestens 30% schon drin sein. Das wäre ganz großartig, so könnte selbst der faulste 4,0-Student oder der unfähigste, gerade so durch die Ausbildung gekommene Depp gegenüber weit besser qualifizierten Frauen zu einem recht ordentlich bezahlten Job kommen. Hmm. Vielleicht sollte ich schnell umschulen.

    • Gafra
    • 30.04.2011 um 12:18 Uhr

    die werden mit Kusshand genommen, ebenso Erzieher. Ist halt nur nicht "ganz so gut" bezahlt und wenig angesehen, weil klassische Frauenarbeit nichts gilt und wenig wert ist, eben "Gedöns". Nur, wenn Herr Schröder und Konsorten ihren Dreck selbst wegräumen müssten, ihre Kinder selbst wickeln und ihnen das Essen zubereiten, ihnen bei den Schularbeiten helfen müssten, dann wären die Herren schnell aufgeschmissen.

    Eine Männerquote für Grundschullehramt und Kindergartenerzieher. Ich meine, es gibt ja immerhin 50% Männer in dieser Gesellschaft. Da müsste eine Quote von mindestens 30% schon drin sein. Das wäre ganz großartig, so könnte selbst der faulste 4,0-Student oder der unfähigste, gerade so durch die Ausbildung gekommene Depp gegenüber weit besser qualifizierten Frauen zu einem recht ordentlich bezahlten Job kommen. Hmm. Vielleicht sollte ich schnell umschulen.

    • Gafra
    • 30.04.2011 um 12:18 Uhr

    die werden mit Kusshand genommen, ebenso Erzieher. Ist halt nur nicht "ganz so gut" bezahlt und wenig angesehen, weil klassische Frauenarbeit nichts gilt und wenig wert ist, eben "Gedöns". Nur, wenn Herr Schröder und Konsorten ihren Dreck selbst wegräumen müssten, ihre Kinder selbst wickeln und ihnen das Essen zubereiten, ihnen bei den Schularbeiten helfen müssten, dann wären die Herren schnell aufgeschmissen.

  4. sind eher schlecht.

    Hypotetisch: 70 % Männer die für einen bestimmten Posten qualifiziert sind und 30 % Frauen mit der gleichen oder ähnlichen Qualifikation.

    Raten Sie mal, was bei Quotenunsinn passiert.

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    auch umdrehen. Kommt auf das gleiche hinaus.

    50 / 50 ist einfach nur falsch.

    auch umdrehen. Kommt auf das gleiche hinaus.

    50 / 50 ist einfach nur falsch.

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