Berufswahl Arzt werden – wie im Fernsehen

Schüler lassen sich bei ihrer Berufswahl immer stärker von Fernsehserien beeinflussen. Berufsberater müssen mit Fingerspitzengefühl vermitteln.

Ärzte sind so wie Dr. House, Anwälte so wie Danni Lowinski. Fernsehserien spielen bei der Vermittlung von Berufsbildern bei Jugendlichen eine immer stärkere Rolle. Das zeigt eine Studie der Universität Münster. Die erste Idee vom späteren Beruf bekommen junge Menschen demnach vor allem aus dem Fernsehen.

Das wäre nicht problematisch, wenn die Darstellung der Berufe nicht so unrealistisch wäre. Da wären Arztserien wie Grey’s Anatomy, Scrubs oder auch Doctor’s Diary, die kaum etwas mit dem Joballtag von Medizinern zu tun haben. Und hinter der Mattscheibe sitzen Jugendliche, deren schulische Leistungen häufig eine akademische Laufbahn als Mediziner ausschließen.

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Dann ist Petra Kuberg gefragt. Sie arbeitet als Berufsberaterin bei der Arbeitsagentur und unterstützt Schüler bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. "Schüler lassen sich sehr stark vom Fernsehserien beeinflussen. Wenn ich die Jugendlichen danach frage, warum sie einen Beruf ergreifen wollen, heißt es oft: Das macht der bei GZSZ auch", erzählt die Berufsberaterin. Kuberg will sogar einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg einer Fernsehsendung und dem Interesse von Jugendlichen an einem bestimmten Beruf beobachtet haben. Als Zoo- und Kochsendungen im Fernsehen zunahmen, hätte sie deutlich mehr Schulabgänger in der Beratung gehabt, die Tierpfleger oder Sternekoch werden wollten. 

Meist hätten die Jugendlichen jedoch nur ausschnitthafte Vorstellungen von den Berufen, sagt Kuberg. "Ich erlebe immer wieder, dass Schüler glauben, Mitarbeiter einer Werbeagentur tränken meist Kaffee, Polizisten besuchten ständig Konzerte und Bürokauffrauen seien immer schick angezogen, nur weil das die Bilder sind, die das Fernsehen zeigt."

Problematisch ist zudem, dass nur ausgewählte Berufe in den Medien dargestellt werden. Serien, in denen Fleischer, Bäcker oder Maschinenbauingenieure eine zentrale Rolle spielen, sucht man vergebens. Das stellt auch die Studie der Universität Münster fest. Der Untersuchung zufolge sind im Fernsehen vor allem Gastronomie- und Designberufe überrepräsentiert. "In der Realität arbeitet aber gut jeder vierte Beschäftigte in der Produktion und der Verarbeitung, also in Bereichen wie Metall, Textil und Holz", sagt der Kommunikationswissenschaftler Volker Gehrau, der die Studie leitete. "In Fernsehserien hingegen tauchen solche Tätigkeitsfelder kaum bis gar nicht auf." Allerdings seien auch Familie, Freunde und eigene Interessen ausschlaggebend für die Berufswahl junger Menschen, sagt der Kommunikationswissenschaftler. "Die Serien geben jedoch erste Orientierung bei der Berufsentscheidung."

So war es auch bei Alexander Jung. Der 21-Jährige studiert im zweiten Semester Medizin. Seit seiner Pubertät wollte er Arzt werden. "Heute ist es mir peinlich, aber das Interesse an Medizin haben tatsächlich die Serien Emergency Room und Dr. House bei mir geweckt", erzählt der Student. Natürlich sei ihm klar gewesen, dass der Joballtag von echten Ärzten anders aussieht als in den amerikanischen Serien. "Ich habe mich gut über die Berufsrealität von Medizinern informiert, schon während der Schulzeit mehrere Praktika im medizinischen Bereich absolviert und nach dem Abi meinen Zivildienst in einem Krankenhaus gemacht." Schließlich entschied er sich für das Medizinstudium. Bereut hat er seine Wahl bislang nicht. Auch wenn er über die Arztserien mittlerweile lachen muss. "Das hat wirklich nichts mit der Realität zu tun."

Petra Kuberg steht jeden Tag vor der Herausforderung, Jugendlichen die Realität näher zu bringen. Besonders hart ist das, wenn vor ihr Hauptschüler sitzen, die mit Mühe und Not den Abschluss schaffen, aber felsenfest davon überzeugt sind, eine akademische Laufbahn anzustreben, die sie sich wie in einer TV-Serie vorstellen. Die Beraterin versucht dann das Interesse für den einen Beruf auf ein ganzes Berufsfeld auszuweiten, Alternativen aufzuzeigen und gemeinsam mit den Jugendlichen herauszufinden, ob die Arbeit in diesem Feld vorstellbar ist.

Meist würden die Vorstellungen kurz vor dem Schulabschluss deutlich realistischer als in der ersten Orientierungsphase, erzählt die Beraterin. Das hat auch die 16-jährige Sarah erlebt. Die Schülerin träumte von einer Laufbahn als Designerin, so wie ihr Vorbild in der Telenovela Anna und die Liebe. Nach einem Praktikum in einer Arztpraxis hat sie sich nun für eine Ausbildungsstelle als medizinische Fachangestellte beworben.

 
Leser-Kommentare
  1. da gibt es etliche Berufe mit sogenanntem "Image", die oberflächlichst dargestellt werden.

    Komischerweise zeigt die Leute keiner bei der konkreten Arbeit, alles nur Gequatsche, wie eben so heute allenthalben üblich.

    Von der allfälligen Dauerbelastung in manchen Berufen ist auch nicht die Rede. Sind immer alle kregel und damit befasst, die Kollegin / den Kollegen anzubaggern.

    Schöne neue (Fernseh-) Welt...

    Wem's gefällt... aber bitte nicht jammern, wenn's dann anders kommt...

  2. nicht nur Fernsehserien beeinflussen die Berufswahl - wer täglich im Schnitt 3 Stunden fernsieht, auch wenn die Kiste nur halbbewusst wie ein Radio im Hintergrund mitläuft baut das was er da sieht ganz selbstverständlich in sein Weltbild ein.

    Gestern las ich das Interview mit der RTL Chefin: http://www.zeit.de/2011/2... und die sagt darin den Satz:"Das Bild von der Gesellschaft formt sich aus der Gesamtheit der Informationen, die wir den ganzen Tag über beziehen."

    und damit hat sie recht - allerdings kommen mittlerweile (mal 16 Stunden Wachphase angenommen) fast 20% dieser Informationen aus dem Fernsehen... Ich glaube dass es das gleiche ist wie mit dem Konsum von Boulevardblättern - sie verdummen kein Gehirn auf einen Schlag - aber der jahrelange Konsum bringt dem Leser dann doch das dort kolportierte Weltbild näher.

    Wir sind eben nicht nur Vernunft und Ratio, sondern auch Bauch und Emotion - und wenn wir auf dieser Ebene angesprochen werden (und nur das bringt Quote und Auflage), dann wird sich das irgendwann in unserer Weltwahrnehmung verfestigen. Das passiert natürlich nicht nur im "Dummfunk" - sondern auch bei elaborierteren Medien - einfach immer wenn wir dauerhaft RealitätsABBILDUNGEN konsumieren.

    Schlußendlich ist die im Artikel gemacht Beobachtung ein ganz erwartbares Ergebnis. Da muss man auch kein besonders dummer Jugendlicher für sein (auch wenns vermutlich hilft...) sondern einfach ein ganz normaler Mensch.

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    Sie haben das alles wunderbarbar zusammengefasst. Aber meines Erachtens bedeutet der Fakt, dass wir ca. 20% unserer Informationen aus dem Fernsehen beziehen, nicht, dass diese dann lediglich für 20% unseres Weltbilds verantwortlich sind. Fernsehen ist ein sehr "lautes" effekthascherisches Medium, das nach Aufmerksamkeit "schreit", in dem immer eine Dramatisierung im klassischem Sinne stattfindet. Dass diese 20%, in denen relativ viel in kompakter Form auf dem Silbertablett serviert präsentiert wird(man will ja den Zuseher nicht überfordern), weit einprägsamer als die inszenationslose nüchterne Realität, ist, sollte klar sein. Darum halte ich den generellen Einfluss von Fernsehen des marktschreierischen Charakters des Mediums für weitaus umfangreicher.

    Falls Sie mehr an diesem Thema interessiert sind, kann ich Ihnen wärmsten den Medienkritiker Neil Postman empfehlen, der zahlreiche Bücher über die komplexe wechselseitige Beziehung zwischen Fernsehen und Zuseher analysiert.

    Diese Entwicklung, die Sie beschreiben, liefert auch eine (unter anderen möglichen) Erklärung, weshalb es z.B. kaum Frauen ein Mathematik-, Physik-, Machinenbau- oder Elektrotechnikstudium aufnehmen oder sich bei der Lehre auf nur sehr wenige Berufsfelder wie kaufmännische Angestellte, Coifeuse und Verkäuferin beschränkt. In JEDEM Werbeblock bekommt Frau/Mädchen zigfach vorgeführt, dass sich ihre Welt ums Essen, das Aussehen, den Haushalt und die Kinder dreht, während Buben lernen, dass ihnen "die Welt gehört", d.h. sie fahren mit Autos in schönen Landschaften rum, lenken Mitarbeiter und ganze Firmen, bauen sich Dinge zusammenn, tätigen Investitionen...

    Man kann den Einfluss der Werbung auf das Weltbild von jungen Mädchen sogar direkt nachweisen. In einem Experiment führte man jungen Frauen vor einem Mathematiktest an einer Uni (leider finde ich die Studie nicht mehr) Werbespots mit "traditionellem" Rollenbild vor. Andere junge Frauen bekamen geschlechtsrollenneutrale Spots zu sehen. Die Frauen aus der ersten Gruppe schnitten beim Mathematiktest eindeutig schlechter ab - kein Wunder trauen sich die Frauen ein Mathematikstudium in den deutschsprachigen Ländern nicht zu.

    Sie haben das alles wunderbarbar zusammengefasst. Aber meines Erachtens bedeutet der Fakt, dass wir ca. 20% unserer Informationen aus dem Fernsehen beziehen, nicht, dass diese dann lediglich für 20% unseres Weltbilds verantwortlich sind. Fernsehen ist ein sehr "lautes" effekthascherisches Medium, das nach Aufmerksamkeit "schreit", in dem immer eine Dramatisierung im klassischem Sinne stattfindet. Dass diese 20%, in denen relativ viel in kompakter Form auf dem Silbertablett serviert präsentiert wird(man will ja den Zuseher nicht überfordern), weit einprägsamer als die inszenationslose nüchterne Realität, ist, sollte klar sein. Darum halte ich den generellen Einfluss von Fernsehen des marktschreierischen Charakters des Mediums für weitaus umfangreicher.

    Falls Sie mehr an diesem Thema interessiert sind, kann ich Ihnen wärmsten den Medienkritiker Neil Postman empfehlen, der zahlreiche Bücher über die komplexe wechselseitige Beziehung zwischen Fernsehen und Zuseher analysiert.

    Diese Entwicklung, die Sie beschreiben, liefert auch eine (unter anderen möglichen) Erklärung, weshalb es z.B. kaum Frauen ein Mathematik-, Physik-, Machinenbau- oder Elektrotechnikstudium aufnehmen oder sich bei der Lehre auf nur sehr wenige Berufsfelder wie kaufmännische Angestellte, Coifeuse und Verkäuferin beschränkt. In JEDEM Werbeblock bekommt Frau/Mädchen zigfach vorgeführt, dass sich ihre Welt ums Essen, das Aussehen, den Haushalt und die Kinder dreht, während Buben lernen, dass ihnen "die Welt gehört", d.h. sie fahren mit Autos in schönen Landschaften rum, lenken Mitarbeiter und ganze Firmen, bauen sich Dinge zusammenn, tätigen Investitionen...

    Man kann den Einfluss der Werbung auf das Weltbild von jungen Mädchen sogar direkt nachweisen. In einem Experiment führte man jungen Frauen vor einem Mathematiktest an einer Uni (leider finde ich die Studie nicht mehr) Werbespots mit "traditionellem" Rollenbild vor. Andere junge Frauen bekamen geschlechtsrollenneutrale Spots zu sehen. Die Frauen aus der ersten Gruppe schnitten beim Mathematiktest eindeutig schlechter ab - kein Wunder trauen sich die Frauen ein Mathematikstudium in den deutschsprachigen Ländern nicht zu.

  3. Ihnen sei vergönnt, dass Sie diese Telenovela nicht mit Ihrer Freundin anschauen müssen. Aber ich denk, die Serie die Sie meinten war Anna und die Liebe. Tut mir leid wegen soviel Klugschiss schon am Morgen.

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    Redaktion

    Hallo Plinky Palermo,

    danke für die Anmerkung. Sowohl die Autorin als auch die Redakteurin schauen keine Telenovelas, trotzdem hätten wir die Serie richtig benennen müssen. Haben Sie also herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tina Groll

    Redaktion

    Hallo Plinky Palermo,

    danke für die Anmerkung. Sowohl die Autorin als auch die Redakteurin schauen keine Telenovelas, trotzdem hätten wir die Serie richtig benennen müssen. Haben Sie also herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tina Groll

  4. warum sich nicht dieses Wissens bedienen und sozial- und wirtschaftspolitische Serien in Auftrag geben?

    siehe auch: http://www.economist.com/...

    • marv_k
    • 18.05.2011 um 9:22 Uhr

    Das zeigt doch wieder auf, wie mediengesteuert viele Jugendliche sind. Hauptsache es wird als "cool" und "schick" verkauft.

    Aber wer sich über die Studiengänge besser informiert, findet auch Studiengänge die vom Schwierigkeitsgrad ähnlich sind denke ich und ich auch gute Verdienstmöglichkeiten bieten. Das sind (man mag es kaum glauben) Ingenieur- und Naturwissenschaften. Aber die sind ja nicht "hip"...

    Aber auch von Ingenieurswissenschaften herrscht oft ein falcshes Bild vor. Ich studiere Maschinenbau und nicht wenige denken dann immer von mir, ich würde im Studium den ganzen Tag an irgendwelchen Maschinen rumhantieren.

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    Einer meiner Bekannten ist Pathologe und hat es erlebt, daß sich eine Realschülerin direkt bei ihm im Institut beworben hat. Allerdings nicht um einen Ausbildungsplatz, sondern weil sie Rechtsmedizinerin werden wollte ("so wie die bei CSI").
    Daß sie mit diesem Wunsch im falschen Institut gelandet war, konnte ihr recht schnell vermittelt werden - daß sie aber erst Abitur, dann ein Studium und dann einen Facharzt hätte machen müssen, war der 16 jährigen nicht klar (!!!).

    Einer meiner Bekannten ist Pathologe und hat es erlebt, daß sich eine Realschülerin direkt bei ihm im Institut beworben hat. Allerdings nicht um einen Ausbildungsplatz, sondern weil sie Rechtsmedizinerin werden wollte ("so wie die bei CSI").
    Daß sie mit diesem Wunsch im falschen Institut gelandet war, konnte ihr recht schnell vermittelt werden - daß sie aber erst Abitur, dann ein Studium und dann einen Facharzt hätte machen müssen, war der 16 jährigen nicht klar (!!!).

  5. Einer meiner Bekannten ist Pathologe und hat es erlebt, daß sich eine Realschülerin direkt bei ihm im Institut beworben hat. Allerdings nicht um einen Ausbildungsplatz, sondern weil sie Rechtsmedizinerin werden wollte ("so wie die bei CSI").
    Daß sie mit diesem Wunsch im falschen Institut gelandet war, konnte ihr recht schnell vermittelt werden - daß sie aber erst Abitur, dann ein Studium und dann einen Facharzt hätte machen müssen, war der 16 jährigen nicht klar (!!!).

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    bereits aufgefallen sein, sodass diese dagegen steuern. Mich wundert es immer wieder, wenn ich höre, wie weit Ideen und Realität auseinander driften, sodass diese jungen Menschen in jeder Beziehung scheitern müssen.

    Wenn ich höre, dass Förder- oder Hauptschüler kurz, die schulisch nichts auf die Reihe bringen, kurz vor Schulabschluss auf ihre Berufsideen als einziges "Mechatroniker" antworten und die Mädchen mit Modell oder Topstar reagieren, wird mir einfach nur übel. Wenn ich dann aber mitbekomme, dass auf diese Ideen, die jahrelang kultiviert wurden, kein Erwachsener reagiert, bekomme ich ein wenig die Befürchtung, dass jeder Weg in ein Berufsleben verbaut wird.

    Na, wenn sie doch tatsächlich noch direkt hingeht und sich bewirbt, ist doch noch Hoffnung.

    Die wirklich hoffnungslosen Fälle landen vor dem Arbeitsamtsberater und warten darauf, dass ihnen was vorgesetzt wird, genau wie sie immer in die Schule gehen konnten ohne darüber nachzudenken was am nächsten Tag passiert.

    Wer sich immerhin selbst zu den Arbeitgebern seines Interesses begibtm auch wenn er falsche Vorstellungen hat, der bringt das Geheimnis des Erfolges - nämlich Initiative - schon mit.

    bereits aufgefallen sein, sodass diese dagegen steuern. Mich wundert es immer wieder, wenn ich höre, wie weit Ideen und Realität auseinander driften, sodass diese jungen Menschen in jeder Beziehung scheitern müssen.

    Wenn ich höre, dass Förder- oder Hauptschüler kurz, die schulisch nichts auf die Reihe bringen, kurz vor Schulabschluss auf ihre Berufsideen als einziges "Mechatroniker" antworten und die Mädchen mit Modell oder Topstar reagieren, wird mir einfach nur übel. Wenn ich dann aber mitbekomme, dass auf diese Ideen, die jahrelang kultiviert wurden, kein Erwachsener reagiert, bekomme ich ein wenig die Befürchtung, dass jeder Weg in ein Berufsleben verbaut wird.

    Na, wenn sie doch tatsächlich noch direkt hingeht und sich bewirbt, ist doch noch Hoffnung.

    Die wirklich hoffnungslosen Fälle landen vor dem Arbeitsamtsberater und warten darauf, dass ihnen was vorgesetzt wird, genau wie sie immer in die Schule gehen konnten ohne darüber nachzudenken was am nächsten Tag passiert.

    Wer sich immerhin selbst zu den Arbeitgebern seines Interesses begibtm auch wenn er falsche Vorstellungen hat, der bringt das Geheimnis des Erfolges - nämlich Initiative - schon mit.

  6. bereits aufgefallen sein, sodass diese dagegen steuern. Mich wundert es immer wieder, wenn ich höre, wie weit Ideen und Realität auseinander driften, sodass diese jungen Menschen in jeder Beziehung scheitern müssen.

    Wenn ich höre, dass Förder- oder Hauptschüler kurz, die schulisch nichts auf die Reihe bringen, kurz vor Schulabschluss auf ihre Berufsideen als einziges "Mechatroniker" antworten und die Mädchen mit Modell oder Topstar reagieren, wird mir einfach nur übel. Wenn ich dann aber mitbekomme, dass auf diese Ideen, die jahrelang kultiviert wurden, kein Erwachsener reagiert, bekomme ich ein wenig die Befürchtung, dass jeder Weg in ein Berufsleben verbaut wird.

  7. Redaktion

    Hallo Plinky Palermo,

    danke für die Anmerkung. Sowohl die Autorin als auch die Redakteurin schauen keine Telenovelas, trotzdem hätten wir die Serie richtig benennen müssen. Haben Sie also herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tina Groll

    Antwort auf "Anna sucht die Liebe"

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