Diversity-ManagementVielfalt statt Einfalt beim Personal
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Diversity ist keine PR-Nummer

Leider sehen die meisten Unternehmenslenker beim Thema Diversity nicht ihre gesellschaftliche Verantwortung. Für sie sind wirtschaftliche Gründe das bedeutendste Argument für ein Diversity-Management, so die Studie Diversity Management und Frauenförderung des Beratungsunternehmens Egon Zehnder International aus dem Jahr 2008 .

Ob Unternehmen nun wollen oder nicht, sie werden künftig auf Diversity-Management setzen müssen. Denn der Fachkräftemangel zum einen und die veränderte Bevölkerungszusammensetzung zum anderen lässt ihnen keine andere Wahl, wenn sie im Wettbewerb bestehen wollen.

Sie als Führungskraft sollten schon auf den unteren Hierarchieebenen gezielt Vielfalt fördern. Informieren Sie Ihre Belegschaft darüber. Seien Sie sich im Klaren darüber, dass nicht alle Ihrer Mitarbeiter über die Diversity-Maßnahmen glücklich sein werden und weniger Chancen für sich selbst befürchten. Darum ist es wichtig, dass Ihre Mitarbeiter genau über die geplanten Schritte informiert sind und dass Sie darauf achten, dass die gezielte Förderung der einen nicht weniger Aufstiegschancen für die anderen bedeutet. Diversity heißt auch: Fördern Sie Ihre Mitarbeiter nach ihren spezifischen Potenzialen.

Erarbeiten Sie daher gründlich die Grundsätze, Strategien und Maßnahmen des Diversity-Programms in Ihrem Unternehmen. Passen Sie langsam und langfristig die Strukturen entsprechend an. Schaffen Sie Anreize, fähige Mitarbeiter zu binden, definieren Sie vor allem das Recruiting neu. Manche Unternehmen stellen beispielsweise Personaler mit Migrationshintergrund ein, andere setzen speziell zugeschnittene Bewerbungsstrategien ein. Und vergessen Sie die Evaluation nicht. Untersuchen Sie auch, wie sich das Diversity-Management auf ihre Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter sowie auf das Unternehmensimage ausgewirkt. Aber bitte: Machen Sie daraus keinen billigen PR-Gag. Glaubwürdig ist Diversity-Management nur, wenn der Fortschritt wirklich sicht- und messbar ist.

Ausführliche Informationen erhält die kostenlose Broschüre Diversity-Management als Chance für kleine und mittlere Betriebe.

 
Leserkommentare
  1. Der Grundwiderspruch bei der Förderung von Vielfalt ist doch, dass ich doch unter dem Label "Es soll nicht darauf ankommen, welche Ethnie, welches Geschlecht, welche Herkunft Du hast", gerade eben jene Merkmale zu positiven Auswahlkriterien mache.

    Was historisch als (berechtigte) Abwehr gegen Diskriminierungen anfing, wandelt sich immer mehr zu einer "positiven Diskriminierung".

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  2. 2. Ergo:

    Die Quadratur des Kreises wird angestrebt.
    Mit Verlaub, Sie sollten sich mal die entsprechende Dokumnete aus ehemaligen Ostblockstaaaten anschauen. Die wollten das schon vor Jahrzehnten durchsetzen .... das Ergebnis ist bekannt..... Die Erfahrung lehrte: "Je bunter, desto mehr Sand im Getriebe".

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    Jedem Gedöns seine eigene Studie. Man lese sich die verlinkten Studien durch. Man fragt ein paar Großunternehmen und oh Wunder, keines wollte sagen: Also in meinen Vorstand kommen nur weiße Männer um die fünfzig. "Weltverbesserung" ist heute ein beliebtes Politikfeld geworden. Tausende von EU-Beamten müssen eine sinnvolle Beschäftigung haben.

    Jedem Gedöns seine eigene Studie. Man lese sich die verlinkten Studien durch. Man fragt ein paar Großunternehmen und oh Wunder, keines wollte sagen: Also in meinen Vorstand kommen nur weiße Männer um die fünfzig. "Weltverbesserung" ist heute ein beliebtes Politikfeld geworden. Tausende von EU-Beamten müssen eine sinnvolle Beschäftigung haben.

  3. Freier Autor

    Beschäftige mich seit einiger Zeit mit Konzepten des "Diversity Management", vor allem in Bezug auf Religion. Was dann das Selbstverständnis der eigenen Frömmigkeit im Job angeht, waren meine Ergebnisse zumindest im akademischen Diskurs bisher recht nüchtern. P

    Protagonisten klagen über das Gefühl, ihren Glauben am Montag nach der Kirche an den Hutnagel hängen zu müssen. Ähnlich in anderen Religionen, Menschen mit einer besonders starken Bekenntnisorientierung. Im Journalismus ist nicht viel anders. Woran könnte das liegen?

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    ...Darf ich Ihren Kommentar so verstehen, dass Sie sich Gebetsräume o.ä. im Büro wünschen?

    ...Darf ich Ihren Kommentar so verstehen, dass Sie sich Gebetsräume o.ä. im Büro wünschen?

  4. Jedem Gedöns seine eigene Studie. Man lese sich die verlinkten Studien durch. Man fragt ein paar Großunternehmen und oh Wunder, keines wollte sagen: Also in meinen Vorstand kommen nur weiße Männer um die fünfzig. "Weltverbesserung" ist heute ein beliebtes Politikfeld geworden. Tausende von EU-Beamten müssen eine sinnvolle Beschäftigung haben.

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    Antwort auf "Ergo:"
  5. ...Darf ich Ihren Kommentar so verstehen, dass Sie sich Gebetsräume o.ä. im Büro wünschen?

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    Freier Autor

    Hätte zumindest nichts dagegen. Wenn es die Produktivität langfristig erhöht, Frust abbaut?

    Freier Autor

    Hätte zumindest nichts dagegen. Wenn es die Produktivität langfristig erhöht, Frust abbaut?

    • Kraxl
    • 24.06.2011 um 11:28 Uhr

    Wer Vielfältigkeit will muss auch mit den Einschränkungen leben die draus resultieren. Ein Unternehmen kann nicht für jede Glaubensrichtung spezielle ausnahmen machen. Irgendwer wird bei ausnahmen immer benachteiligt. Daher sollte im Berufsalltag neutralität gewart werden, auch wenn das heist, dass sich manche in ihrer Glaubensfreiheit engeschränkt fühlen. Das gehört ins private und damit müssen auch Gläubige klarkommen.

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  6. Freier Autor

    Hätte zumindest nichts dagegen. Wenn es die Produktivität langfristig erhöht, Frust abbaut?

  7. Schaue ich mir die hier verlinkte sogenannte Studie "Geschäftsnutzen von Vielfalt - Bewährte Verfahren am Arbeitsplatz" der Europäischen Kommission an, so fällt mir als erstes auf dem Deckblatt die Darstellung eines Rollstuhlfahrers auf.

    Beim Diversity-Management geht es genauso um Behinderungen, was aber hier im Artikel gar nicht erwähnt wird. Warum?

    Werden Frauen, Ausländer und Alte als Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die besondere Maßnahmen am Arbeitsplatz erfordern, gesehen?
    Steckt die Befürchtung dahinder, dass es so verstanden werden könnte?

    Wie weiter in der EU-Studie zu lesen ist, kann alles mögliche unter dem Label "Diversity-Management" verstanden werden. Die Eine Firma die von sich sagt, dass sie Diversity-Management betreibt, hat nur Menschen mit Behinderungen im Blick, die andere Menschen mit Migrationshintergrund.

    Und übrigens: ich fühle mich als Atheist im Beruf auch diskriminiert. Unter anderem darf ich an christlichen Feiertagen nicht arbeiten und an Darwins Geburtstag bekomme ich nicht frei.

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