Führungskräfte In der Gehaltsverhandlung geht es um Motivation
Wertschätzung ist genauso wichtig wie Geld. Gute Chefs verhandeln mit ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe, erklärt Sabine Hockling in den Tipps für Führungskräfte.
Bei einer Gehaltsverhandlung geht es nie nur ums Geld. Es geht auch um Zufriedenheit und Motivation. Umso wichtiger ist es für Sie als Vorgesetzter, sich gut vorzubereiten. Nur so können Sie richtig reagieren, wenn Ihr Mitarbeiter mit überzogenen Forderungen in das Gespräch startet.
Am einfachsten ist es natürlich, wenn die Gehaltsverhandlung Teil des Einstellungsgespräches ist. Hier nennt der Kandidat seinen Gehaltswunsch, den Sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal kommentieren müssen. Dies wird erst erforderlich, wenn der Bewerber in die engere Auswahl kommt.

Die Journalistin Sabine Hockling war viele Jahre lang selbst Führungskraft in verschiedenen Medienhäusern. Gemeinsam mit Ulf Weigelt schrieb sie das Buch Ratgeber Arbeitsrecht. Auf ZEIT ONLINE gibt sie Führungskräften in der Serie Chefsache Tipps zur Mitarbeiterführung
Anders verhält es sich bei bloßen Gehaltsverhandlungen oder Mitarbeitergesprächen, in die eine Gehaltsverhandlung eingebettet ist. In beiden Fällen ist gründliche Vorbereitung für Sie als Führungskraft wichtig. Setzen Sie sich mit den Leistungen und der Entwicklung Ihres Mitarbeiters auseinander. Sie verspielen Loyalität und Vertrauen, wenn Ihr Mitarbeiter den Eindruck hat, dass Sie nicht gut über seine Arbeitsleistung Bescheid wissen. Seien Sie bereit, auch mehr Geld zu zahlen, wenn Ihr Mitarbeiter gute Arbeit geleistet hat. Falls Ihre finanziellen Spielräume begrenzt sind, sollten Sie das offen kommunizieren und Wertschätzung für die geleistete Arbeit ausdrücken. Eine Gehaltserhöhung ist immer eine Investition in die Zukunft. Unterschätzen Sie also nicht den Motivationseffekt.
Die Verhandlung sollte nicht unter Zeitdruck erfolgen. Termine vor einem Urlaub oder wichtigen Meetings sind nicht sinnvoll. Ihr Mitarbeiter könnte es als Geringschätzung auffassen, wenn Sie sich nicht genug Zeit nehmen oder den Termin verschieben müssen. Für Sie ist die Gehaltsverhandlung ein Routinetermine, für Ihren Mitarbeiter ist sie es aber nicht.
Der Ablauf des Gespräches ist Ihnen wahrscheinlich vertraut. Die Verhandlung beginnt mit einer Leistungsanalyse. Was ist gut, was ist schlecht gelaufen? Welche Sonderprojekte hat Ihr Mitarbeiter übernommen und was war das Ergebnis? Welche Verbesserungen können wie umgesetzt werden? Berücksichtigen Sie auch die sozialen Fähigkeiten Ihres Mitarbeiters. Neigt er zur Selbstüberschätzung oder stuft seine Leistung zu niedrig ein, muss der Vorgesetzte korrigieren. Denn diese Bewertungen bilden die Grundlage für die konkrete Gehaltsverhandlung. Anschließend legen Sie gemeinsam neue Ziele fest. Hier ist aber nicht nur wichtig, konkrete Projekte zu bestimmen, sondern auch die persönlichen Entwicklungsziele einzubeziehen.
Bevor diese Grundlagen nicht geklärt sind, sollte auch nicht über Geld gesprochen werden. Außerdem sollten Argumente wie gestiegene Kosten oder ein besseres Jobangebot für Arbeitgeber keinen Stellenwert haben. Ebenso wenig das Gehalt und die Arbeitsleistung von Kollegen. Stattdessen sollte der Mitarbeiter Argumente vortragen können, warum und welche Gehaltserhöhung er für angemessen hält. Auch muss nicht zwangsläufig eine große Gehaltserhöhung erfolgen. Manchmal können kleine Erhöhungen, die an Zwischenziele gekoppelt werden, sinnvoller sein.
- Datum 10.06.2011 - 17:59 Uhr
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- Serie Chefsache
- Quelle ZEIT ONLINE
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warum D-land Fachkräfte-Mangel hat. Wenn die Mitarbeiter nach Ansicht der Autorin mit solchen Glasperlen abgespeist werden sollen - Weiterbildungen (da hat die Firma ein Interesse dran, das ist kein Gehaltsersatz und man macht sich abhängig, wenn und es ist meistens schon im Arbeitsvertrag die Rückzahlung von Weiterbildungen bei Kündigung gereglt ist), flex. Arbeitszeiten (bei Akademikern und meist 50+h Wochen ernstzunehmen, denn dann arbeitet man meistens noch mehr) oder ein Firmenhandy (geldwerter Vorteil bei Full-Flat in D-land musste ich scrooglen 60 Euro und der Vorteil für den Chef, der Mitarbeiter ist überall zu jederzeit erreichbar und überwachbar). Und wenn die Autorin glaubt, dass eine Kündigung durch den AN bei Gehaltstagnation Erpressung ist, dann hat sie wie auch beim letzten Artikel zum Bluffen bei der Bewerbung den Knall nicht gehört.
Hier mal alternative Leistungen von AG aus einem Land wo Fachkräfte noch geschätzt werden, ($ 2000 per annum zur eigenen privaten Vorsorge kann man verwenden wie man will, private Krankenversicherung zur Ergänzung der staatlichen Vorsorge voll vom AG getragen, Kleidergeld, Gewinnbeteiligung, Pensionsfond neben staatlicher Rente, Unfall- und Risikolebensversicherung, geregelte Arbeitszeiten 9 to 5, alle Überstunden werden innerhalb von 8 Wochen in Freizeit abgegolten, Umzugskosten werden voll von der Firma getragen). Chef kommt und bietet mehr Gehalt an, denn auch dort herrscht Fachkräftemangel.
Ich kann Ihnen nur beipflichten, aktuell erlebe ich in meiner Firma (ein großer Pharmakonzern in NRW) was passiert, wenn das von der Geschäftsleitung freigegebene Budget für meine Abteilung (160 MA) gerade mal für 2 richtige Beförderungen reicht: alleine in den letzten 3 Monaten haben 5 gute Leute gekündigt, viele andere sind frusriert und erwähnen ähnliches.
Ich spreche hier von MA im Alter 28 - 32, alles SAP Spezialisten mit Projektmanagement Erfahrung + Auslandserfahrung, etc.
Das sind bei uns jene Leute, die vor 5 Jahren nach ihrem Diplom für 42.000€ eingestiegen sind und heute nur minimal mehr verdienen - im Bezug auf marktübliche Gehaltsanpassung seit Jahren gegen die Wand laufen und nun ALLE (!) bei der Konkurrenz 30 - 42% mehr verdienen.
Ein guter SAP-Projektmanager mit 5 Jahren Berufserfahrung verdient nun mal seine 55 - 65k, allerdings nicht bei uns, sondern nur bei allen anderen Big-Playern wie Henkel, Rewe, etc.
Man wird ewig hingehalten und mit 5% Erhöhung abgespeist, wenn man dann kündigt ist das Management plötzlich geschockt und auf einmal wird doch der Geldhahn, der angeblich nicht existiert und nur 1x bei der jährlichen Runde verfügbar ist, aufgedreht. Dann kommen plötzlich Angebote von plus 20%, merkwürdig.
Dass das allerdings immer noch nicht an das heranreicht, was die anderen Firmen zahlen (die verzweifelt SAP Spezialisten suchen) ist bitter, zu spät kommt es sowieso, der neue Vertrag ist meistens bereits unterschrieben.
Ich kann Ihnen nur beipflichten, aktuell erlebe ich in meiner Firma (ein großer Pharmakonzern in NRW) was passiert, wenn das von der Geschäftsleitung freigegebene Budget für meine Abteilung (160 MA) gerade mal für 2 richtige Beförderungen reicht: alleine in den letzten 3 Monaten haben 5 gute Leute gekündigt, viele andere sind frusriert und erwähnen ähnliches.
Ich spreche hier von MA im Alter 28 - 32, alles SAP Spezialisten mit Projektmanagement Erfahrung + Auslandserfahrung, etc.
Das sind bei uns jene Leute, die vor 5 Jahren nach ihrem Diplom für 42.000€ eingestiegen sind und heute nur minimal mehr verdienen - im Bezug auf marktübliche Gehaltsanpassung seit Jahren gegen die Wand laufen und nun ALLE (!) bei der Konkurrenz 30 - 42% mehr verdienen.
Ein guter SAP-Projektmanager mit 5 Jahren Berufserfahrung verdient nun mal seine 55 - 65k, allerdings nicht bei uns, sondern nur bei allen anderen Big-Playern wie Henkel, Rewe, etc.
Man wird ewig hingehalten und mit 5% Erhöhung abgespeist, wenn man dann kündigt ist das Management plötzlich geschockt und auf einmal wird doch der Geldhahn, der angeblich nicht existiert und nur 1x bei der jährlichen Runde verfügbar ist, aufgedreht. Dann kommen plötzlich Angebote von plus 20%, merkwürdig.
Dass das allerdings immer noch nicht an das heranreicht, was die anderen Firmen zahlen (die verzweifelt SAP Spezialisten suchen) ist bitter, zu spät kommt es sowieso, der neue Vertrag ist meistens bereits unterschrieben.
In der Gehaltsverhandlung geht es nicht um Motivation, sondern um die Höhe des Gehalts. Deshalb heißt es ja Gehaltsverhandlung.
Geld, Geld, Geld verdienen... darum geht es in der Wirtschaft. Unabhängig von sozialen und ökologischen Folgeschäden. Das ist kein natürlicher Zustand für einen Menschen, es kann also trotz aller Floskeln nicht um den wahren Gefühlszustand eines Mitarbeiters gehen.
Marktwirtschaft war bis vor einigen Jahrzehnten noch DAS Instrument mit dem Wohlstand geschaffen wurde, ... aber heute frisst die Revolution Ihre Kinder.
Orden, Auszeichnungen als "Held der Arbeit": weil man nicht fähig oder willens ist, angemessene Löhne zu zahlen. Neusprech: Motivation.
.....verkauft seine "Zeit zum Leben“ gegen Geld an Andere. So einfach ist das. Wer sich selbst verwirklichen will, der sollte Künstler werden. Orden gibt es an Schießbuden, und frische Luft gibt es im Wald.
Ich kann Ihnen nur beipflichten, aktuell erlebe ich in meiner Firma (ein großer Pharmakonzern in NRW) was passiert, wenn das von der Geschäftsleitung freigegebene Budget für meine Abteilung (160 MA) gerade mal für 2 richtige Beförderungen reicht: alleine in den letzten 3 Monaten haben 5 gute Leute gekündigt, viele andere sind frusriert und erwähnen ähnliches.
Ich spreche hier von MA im Alter 28 - 32, alles SAP Spezialisten mit Projektmanagement Erfahrung + Auslandserfahrung, etc.
Das sind bei uns jene Leute, die vor 5 Jahren nach ihrem Diplom für 42.000€ eingestiegen sind und heute nur minimal mehr verdienen - im Bezug auf marktübliche Gehaltsanpassung seit Jahren gegen die Wand laufen und nun ALLE (!) bei der Konkurrenz 30 - 42% mehr verdienen.
Ein guter SAP-Projektmanager mit 5 Jahren Berufserfahrung verdient nun mal seine 55 - 65k, allerdings nicht bei uns, sondern nur bei allen anderen Big-Playern wie Henkel, Rewe, etc.
Man wird ewig hingehalten und mit 5% Erhöhung abgespeist, wenn man dann kündigt ist das Management plötzlich geschockt und auf einmal wird doch der Geldhahn, der angeblich nicht existiert und nur 1x bei der jährlichen Runde verfügbar ist, aufgedreht. Dann kommen plötzlich Angebote von plus 20%, merkwürdig.
Dass das allerdings immer noch nicht an das heranreicht, was die anderen Firmen zahlen (die verzweifelt SAP Spezialisten suchen) ist bitter, zu spät kommt es sowieso, der neue Vertrag ist meistens bereits unterschrieben.
Es bleibt folgende traurige Erkenntnis zurück:
1.) die guten Leute gehen meistens zuerst, die schlechten bleiben (sagt mir sogar ganz offen der frustrierte Abteilungsleiter, der aber auch nichts machen kann, da das Budget weiter oben festgelegt wird).
2.) Für viel Geld muss dann ein Ersatz gesucht werden der das erste halbe Jahr kaum produktiv arbeiten kann, weil es seine Zeit braucht die komplexen Prozesse im Konzern und insb. im global zentralisierten SAP-System mit mehr als 100.000 Usern zu verstehen. Dieser Ersatz verlangt zudem auch weitaus mehr als der gegangene MA, denn nur ein Depp verlangt weniger als 55k im SAP-Umfeld wenn er 4-5 Jahre Erfahrung mitbringt.
3.) Hätte man dem MA irgendwann vorher mal die 20% angeboten wäre er bestimmt geblieben - da er gemerkt hätte es tut sich endlich was.
4.) Als Einsteiger nach dem Studium ist man meistens der Dumme, man fängt für 42k an und kann sich nur sehr langsam steigern, man wird quasi dazu gezwungen die Firma nach 3-4 Jahren zu wechseln wenn man wegen der Unterbezahlung nicht völlig frustriert enden will.
=> Es gibt einfach nichts frustrierenderes: man steigert kontinuierlich seine Leistung und Performance, bringt dem Unternehmen immer mehr an Benefits ein - die Anerkennung durch Zahlung eines marktgerechten Gehalts bleibt aber aus.
Dieses Gap zwischen Leistungskurve und Gehaltskurve vertreibt die Leute - und die Konkurrenz freut sich.
Da helfen auch so Weichspül-Benefits wie die in dem Artikel genannten nichts.
Ich zahle meinen Mitarbeiten kein Gehalt, sondern ein Behalt. Denn wie der Name schon sagt: niedriges Gehalt = "geh halt!".
Es bleibt folgende traurige Erkenntnis zurück:
1.) die guten Leute gehen meistens zuerst, die schlechten bleiben (sagt mir sogar ganz offen der frustrierte Abteilungsleiter, der aber auch nichts machen kann, da das Budget weiter oben festgelegt wird).
2.) Für viel Geld muss dann ein Ersatz gesucht werden der das erste halbe Jahr kaum produktiv arbeiten kann, weil es seine Zeit braucht die komplexen Prozesse im Konzern und insb. im global zentralisierten SAP-System mit mehr als 100.000 Usern zu verstehen. Dieser Ersatz verlangt zudem auch weitaus mehr als der gegangene MA, denn nur ein Depp verlangt weniger als 55k im SAP-Umfeld wenn er 4-5 Jahre Erfahrung mitbringt.
3.) Hätte man dem MA irgendwann vorher mal die 20% angeboten wäre er bestimmt geblieben - da er gemerkt hätte es tut sich endlich was.
4.) Als Einsteiger nach dem Studium ist man meistens der Dumme, man fängt für 42k an und kann sich nur sehr langsam steigern, man wird quasi dazu gezwungen die Firma nach 3-4 Jahren zu wechseln wenn man wegen der Unterbezahlung nicht völlig frustriert enden will.
=> Es gibt einfach nichts frustrierenderes: man steigert kontinuierlich seine Leistung und Performance, bringt dem Unternehmen immer mehr an Benefits ein - die Anerkennung durch Zahlung eines marktgerechten Gehalts bleibt aber aus.
Dieses Gap zwischen Leistungskurve und Gehaltskurve vertreibt die Leute - und die Konkurrenz freut sich.
Da helfen auch so Weichspül-Benefits wie die in dem Artikel genannten nichts.
Ich zahle meinen Mitarbeiten kein Gehalt, sondern ein Behalt. Denn wie der Name schon sagt: niedriges Gehalt = "geh halt!".
Es bleibt folgende traurige Erkenntnis zurück:
1.) die guten Leute gehen meistens zuerst, die schlechten bleiben (sagt mir sogar ganz offen der frustrierte Abteilungsleiter, der aber auch nichts machen kann, da das Budget weiter oben festgelegt wird).
2.) Für viel Geld muss dann ein Ersatz gesucht werden der das erste halbe Jahr kaum produktiv arbeiten kann, weil es seine Zeit braucht die komplexen Prozesse im Konzern und insb. im global zentralisierten SAP-System mit mehr als 100.000 Usern zu verstehen. Dieser Ersatz verlangt zudem auch weitaus mehr als der gegangene MA, denn nur ein Depp verlangt weniger als 55k im SAP-Umfeld wenn er 4-5 Jahre Erfahrung mitbringt.
3.) Hätte man dem MA irgendwann vorher mal die 20% angeboten wäre er bestimmt geblieben - da er gemerkt hätte es tut sich endlich was.
4.) Als Einsteiger nach dem Studium ist man meistens der Dumme, man fängt für 42k an und kann sich nur sehr langsam steigern, man wird quasi dazu gezwungen die Firma nach 3-4 Jahren zu wechseln wenn man wegen der Unterbezahlung nicht völlig frustriert enden will.
=> Es gibt einfach nichts frustrierenderes: man steigert kontinuierlich seine Leistung und Performance, bringt dem Unternehmen immer mehr an Benefits ein - die Anerkennung durch Zahlung eines marktgerechten Gehalts bleibt aber aus.
Dieses Gap zwischen Leistungskurve und Gehaltskurve vertreibt die Leute - und die Konkurrenz freut sich.
Da helfen auch so Weichspül-Benefits wie die in dem Artikel genannten nichts.
Ich zahle meinen Mitarbeiten kein Gehalt, sondern ein Behalt. Denn wie der Name schon sagt: niedriges Gehalt = "geh halt!".
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