EntspannungKurze Pausen richtig nutzen

Wer seine Tätigkeit jede Stunde für wenige Minuten unterbricht, ist produktiver. Wir haben fünf Tipps für die effektive Fünf-Minuten-Pause. von 

Müde, unkonzentriert, leicht abzulenken: Etwa alle 60 bis 90 Minuten brauchen Körper und Geist eine Pause , denn die Konzentrationsfähigkeit des Menschen ist nicht auf Dauerbeanspruchung ausgelegt. Ärzte empfehlen etwa jede Stunde eine kleine Unterbrechung von wenigen Minuten. Der Rat gilt insbesondere für Berufstätige, die viele Stunden lang an einem Bildschirm arbeiten.

Deutschland macht Pause: Um die Fotostrecke zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild

Deutschland macht Pause: Um die Fotostrecke zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild  |  © Frank Schinski

Doch was, wenn der Druck groß, das Arbeitstempo schnell und der Chef zudem verständnislos ist? Dann helfen das Arbeitsrecht und gute Argumente. Das Arbeitszeitgesetz sichert Beschäftigten ein Recht auf Pausen zu. Niemand darf länger als sechs Stunden am Stück durcharbeiten, ohne 30 Minuten Auszeit zu haben. Wer länger als neun Stunden arbeitet, hat sogar ein Recht auf 45 Minuten Unterbrechung. Wie diese Zeit genommen wird, überlässt das Gesetz den Beschäftigten und Arbeitgebern. Pausen können am Stück gemacht oder auf drei Mal zehn Minuten oder zweimal 15 Minuten verteilt werden.

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Allerdings ist eine lange Pause nicht so effektiv. Untersuchungen zeigen, dass viele Minipausen einen höheren Erholungseffekt haben – vorausgesetzt, die Unterbrechung ist selbst gewählt. Erzwungene Pausen hingegen vergrößern Ärger und Stress.

Die Erholung ist in der ersten Minute der Unterbrechung am größten. Darum kommt es darauf an, die kleine Auszeit gut zu nutzen. Fünf Tipps zeigen, wie das möglich ist:

Der Kaffeeklatsch-Klassiker

Spätestens nach 50 Minuten mit Blick auf den Bildschirm nimmt die Arbeitsleistung ab. Jetzt ist es wichtig, sich für wenige Minuten mit anderen Dingen zu befassen. Der Klassiker unter allen Pausenaktivitäten hat auch den größten Nutzen: Kurz aufstehen, sich strecken, das Fenster öffnen und durchatmen, sich einen Kaffee holen und mit den Kollegen plauschen. Das bringt Abwechslung für Körper und Geist, wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und das Betriebsklima aus. Hilfreich ist es auch, einfach etwas anderes zu tun: beispielsweise ein Telefonat führen oder die Ablage durchgehen. Es muss also nicht immer das süße Nichtstun sein – und das sieht auch der Chef gerne.

Aufrecht mit dem Rückentraining

Wer einem Bürojob nachgeht, wird bis zu seinem Renteneintritt rund 80.000 Stunden im Sitzen gearbeitet haben. Sitzjobs sind eine Belastung für die Wirbelsäule. Es ist sinnvoll, mindestens einmal in der Stunde seinem Rücken etwas Gutes zu tun. Physiotherapeuten empfehlen, sogar alle 20 Minuten eine Miniübung für die Rücken- und Nackenmuskulatur auszuführen.

Dafür braucht es keine Turnhalle. Folgende zwei Übungen lassen sich locker am Arbeitsplatz durchführen: Mit der Übung Nackenwipper wird die Nackenmuskulatur entspannt. Dazu am Besten kurz aufstehen, gerade hinstellen, dann den Kopf langsam zur linken Seite drehen und einmal nicken. Schließlich wieder geradeaus sehen, ehe die Übung für die rechte Seite wiederholt wird.

Ähnlich lassen sich Rückenschmerzen lindern: Dazu aufrecht im Bürostuhl sitzen, Beine hüftbreit aufstellen und die Hände auf die Oberschenkel legen. Dann den Oberkörper sachte nach links drehen, die Position kurz halten, schließlich zurückdrehen. Danach die Seite wechseln.

Leserkommentare
  1. ....ja ja !! Hobbyadvokaten sind im Berufsleben immer gerne gesehen !

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    na dann kommen Sie ihrem Vorgesetzten eben mit dem Argument der höheren Produktivität.

    • eeee
    • 02. August 2011 14:45 Uhr

    Einmal die Stunde eine rauchen gehn.

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    • Pyr
    • 02. August 2011 16:03 Uhr

    Wenn man nikotinsüchtig ist, mag das eine Notwendigkeit sein, um sich überhaupt entspannen zu können, damit die Sucht nicht ablenkt. Die Entspannung durch diese Droge ist insofern keine echte, sondern sorgt bei regelmäßigem Konsum nur für eine Gewöhnung daran, ohne die es nicht mehr geht. Wie die Tasse Kaffee am morgen.

  2. einfach dann eine Pause machen, wenn man das Bedürfnis dazu hat.

    • Pyr
    • 02. August 2011 16:03 Uhr

    Wenn man nikotinsüchtig ist, mag das eine Notwendigkeit sein, um sich überhaupt entspannen zu können, damit die Sucht nicht ablenkt. Die Entspannung durch diese Droge ist insofern keine echte, sondern sorgt bei regelmäßigem Konsum nur für eine Gewöhnung daran, ohne die es nicht mehr geht. Wie die Tasse Kaffee am morgen.

  3. ...war die [url=http://de.wikipedia.org/w...ühlerpause[/url] doch nicht so verkehrt.

  4. Redaktion

    Hallo Uschiwe,

    toller Tipp: Haben Sie einen Bürohund? Das wäre glatt ein Thema für uns. Erzählen Sie mal mehr!

    beste Grüße,

    Tina Groll

    Antwort auf "Noch eine Idee . . "
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    Gespannt wäre ich schon was die Zeit zu diesem Klischee behafteten Thema schreibt. Vielleicht gibt es ja ein paar neue Eindrücke.

    Solange es nicht dazu führt, dass sich ein "Trendy"-hund fürs Büro zugelegt wird...

    Der bringt auf dem Bau Entspannung von der 1. Minute an, weil man kann mit Bauhund sofort wieder den Bau verlassen, schlimmer Rücken hin oder her.

    Manchmal frage ich mich ob Handwerker, insbesondere aber Bauhandwerker, überhaupt noch als Menschen wahrgenommen werden. Es zählt nur noch der Büromensch.

    Wie "ausländerfeindlich" das ist, kann man nur ermessen, wenn man das babylonische Sprachwirrwar auf den Baustellen mitbekommt, das oft nur durch die Deutschrussen gebrochen unterbrochen wird.

    Und der Gendergmeinde sei gesagt, dass sich Frauen, ich kann nicht nachvollziehen warum Frauen ein Handwerk erlernen, es gibt nichts frauenfeindlicheres, auf Baustellen schon über eine separate saubere Toilette und Waschgelegenheiten freuen würden unbesehen ihrer mit Sicherheit, durch schwere körperliche Arbeit bedingt, früher oder später auftretenden Rückenschmerzen.

    Aber das kostet Geld und ist sicher nicht die Welt der VDL und der Zeit.

  5. "dann die Muskeln in einer bestimmten Reihenfolge kräftig anspannen und lockern: Zuerst die Hände, dann die Unter- und Oberarme, schließlich den Nacken, den Rücken"

    Wie spannt man denn die Rückenmuskeln an?

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    richtig buckeln, richtig rein in den verlängerten Rücken des Chefs.

    "Wie spannt man denn die Rückenmuskeln an?"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Betriebsklima | Körper | Stress
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