A wie authentisch auftreten: Authentizität ist alles. Ein guter Redner hat etwas zu sagen. Und da ist es wichtig, dass er klar formulieren kann. Affektierte Gesten lenken ab, gleiches gilt für affektierte Sprache.

B wie Beamer: Peinlich für den Redner, nervig für das Publikum: Der Vortrag sollte längst begonnen haben, aber die Technik streikt. Der gute Redner prüft die Technik vorher und bleibt souverän, wenn der Beamer trotzdem ausfällt. Hat er doch seine Präsentation im Kopf und kann sie im Notfall auch frei vortragen.

C wie Copyright: Die meisten Präsentationen zeigen Bilder, Videos und Logos. Vorab sollte der Redner deshalb die Rechtslage klären. Insbesondere wenn der Vortrag öffentlich ist oder anschließend ins Netz gestellt wird, muss eine Autorisierung für verwendetes Fremdmaterial vorliegen. Ansonsten werden Urheber- oder Persönlichkeitsrechte verletzt. Und das kann teuer werden.

D wie Dramaturgie: Eine spannende Präsentation beginnt mit einem Knall und endet mit einem Feuerwerk. Sie orientiert sich am Zuhörer, ist kurz und regt zum Mitdenken an. Sie enthält alles Wesentliche und nichts Überflüssiges. Verzichtbar sind deshalb Inhaltsangaben, Zusammenfassungen und schlechte Witze. Ein guter Redner regt die Sinne seiner Zuhörer an. Er wirft die wichtigsten Kennzahlen an die Wand und erzählt dazu eine Geschichte, die sich einprägt.

E wie Einleitung: "Wie schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind!" – ein langweiliger Vortrag beginnt oft mit floskelhaften Begrüßungssätzen. Der Einstieg entscheidet aber darüber, wie lange die Leute zuhören. Die ersten Sätze sollten gleich ins Thema führen. Das geht interaktiv mit einer Frage an das Publikum, nachrichtlich mit der Zusammenfassung eines spannenden Studienergebnisses; es geht mit einer Parabel oder Geschichte oder mit einem persönlichen Einstieg .

F wie Folien: Wer seinen Vortrag ohne Folien halten kann, sollte das auch tun. Ansonsten gilt der Grundsatz: So wenig Folien wie möglich, verbunden mit einem klarem Layout. Wilde Farben und verschiedene Schriftarten sind genauso störend wie die Folien bis zur Unleserlichkeit vollzuschreiben. Nicht mehr als zwei Farben und zwei Schriftarten verwenden. Nicht jede Folie braucht einen eigenen Titel. Seitenzahlen dagegen können bei der Orientierung helfen. Überflüssig ist es, permanent den eigenen Namen, das Logo und die Anschrift des eigenen Unternehmens zu nennen. Diese Angaben gehören zwar in die Präsentation, sind aber am Besten auf der Titelseite und allenfalls auf der letzten Folie aufgehoben. Quellenangaben gehören auf die letzte Seite, wenn sie unverzichtbar sind. Auf jeden Fall ist es eine Schlussfolie, die den Zuhörern fürs Zuhören dankt. Die Folien sollten so lange stehen, wie das Publikum braucht, sie zu lesen, aber nicht so lange, dass sich der automatische Bildschirmschoner aktiviert.

G wie Grafiken: Grafiken vermitteln komplexe Sachverhalte und Zahlen und lockern die Präsentation auf. Allerdings nur, wenn sie in Maßen verwendet werden. Darum nur die wichtigsten Kennzahlen darstellen, aber nicht in starren Bildern, denn die werden schlecht verinnerlicht.