Leistungszwang Zehn Tipps gegen Perfektionismus
Perfektionisten setzen sich und ihre Umwelt unter Druck. Dabei sind Menschen, die Fehler machen, beruflich erfolgreicher. Wir zeigen zehn Tipps für Imperfektion.
1. Behalten Sie das große Ganze im Auge.
Viele Perfektionisten verzetteln sich in vermeintlich wichtigen Details. Effekt: Das Projekt dauert länger, als es sollte, wird deshalb meist auch teurer als geplant, und die Sache wächst den Betroffenen schließlich über den Kopf. Konzentrieren Sie sich lieber vorrangig auf jene Punkte, die wirklich erfolgsentscheidend sind.
2. Analysieren Sie weniger.
Man kann Probleme durchaus überanalysieren. Auch das ist eine Form von Detailversessenheit. Oder von Aufschieberitis: Aus Angst, loslegen zu müssen und dann womöglich Fehler zu machen, wird immer weiter bedacht, geplant, diskutiert. Nichts gegen gute Planung, aber betrügen Sie sich dabei nicht selbst!
3. Seien Sie gnädig mit sich selbst.
- Perfektionismus
-
Psychologen unterscheiden beim Perfektionismus zwei Haupttypen: Jene, die danach trachten perfekt zu sein, beziehungsweise Perfektes abzuliefern (perfektionistisches Streben) – und jene, die sich ständig sorgen, es könnte eben nicht perfekt sein (perfektionistische Besorgnis).
Entscheidend ist dabei gar nicht mal, dass sich die Betroffenen hohe individuelle Standards setzen, Werte wahren und gegenüber Fehlern streng und sensibel bleiben. Oft sind solche Menschen überdies noch gut organisiert, weshalb dies in der Wissenschaft auch "funktionaler Perfektionismus" genannt wird.
Ob der Drang zu Perfektion eine ungesunde Form erreicht hat, offenbart sich erst im Umgang mit Fehlern und Misserfolgen: Wenn ein kleiner Mangel im Geist zur Katastrophe mutiert.
- Auswirkungen auf die Psyche
-
Perfektionisten sehen oft nur noch die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, denken in Schwarz-Weiß-Kategorien und sehen sich nur noch als Versager. Im Extrem kann dies auch mit Angst- und Zwangstörungen, sexuellen Funktionsstörungen sowie Depressionen einhergehen.
Viele Psychologen sehen die Ursache für den sogenannten dysfunktionalen Perfektionismus in früher Kindheit: Weil die Eltern an ihre Kinder hohe Maßstäbe gelegt und ihnen das Gefühl gegeben haben, nur etwas Wert zu sein, wenn sie diese Ansprüche erfüllen, haben die Sprösslinge nie gelernt, mit Fehlern konstruktiv umzugehen. Folge: Auch als Erwachsene versuchen diese Menschen die fehlende Wertschätzung durch Leistung auszugleichen.
Hören Sie auf, sich selbst zu zerfleischen, wenn etwas mal nicht geklappt hat wie erhofft. Laborieren Sie nicht an dem, was Sie eh nicht können, sondern stärken Sie Ihre Stärken. Chronische Selbstzweifel ziehen runter und machen Sie mit jedem Mal unsicherer.
4. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen.
Jeder kann etwas – und manche eben etwas mehr als andere. Talente sind nun mal ungleich verteilt. Ihre Aufgabe ist aber nicht, für Gerechtigkeit zu sorgen, sondern das Beste aus Ihren eigenen Begabungen zu machen.
5. Setzen Sie realistische Erwartungen.
Kein Mensch wird von Ihnen Wunder erwarten. Es reicht, dass Sie versuchen, Ihre Sache gut zu machen. Oft genügen bereits 80 Prozent vom Optimum, um sein Ziel zu erreichen.
- Datum 06.11.2011 - 09:26 Uhr
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- Quelle WirtschaftsWoche
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Perfektionismus sollte endlich als Neurose anerkannt werden.
Welche psychische Krankheit ist dann Schlamperei? Ein Phlegma. Lächerlich!
Denn Beitrag kann man wohl Punkt für Punkt auf den Kopf stellen:
1) Wer effizient arbeitet, fängt mit den großen Punkten an und arbeitet sich zu den Details vor. Das ist also eher ein Argument für perfektionistisches Planen ;)
2) Wenn ich weniger analysiere, kann ich das was in (1) kritisiert wird, aber nicht beseitigen. Oxymoron!
3) Stärken stärken? Klingt nach Walldorfschule. So schafft man kein Mathe-Studium. Das erfordert harte Arbeit, auch wenn man ständig der Meinung ist, man kann es nicht. Der Erfolg beweist am Ende das Gegenteil!
4) Keine Benchmarks? Wie soll ich dann herausfinden, wo meine Stärken sind? Widerspricht Punkt (3).
5) Das ist doch eher ein Effizienz-Kriterium. Ab einem gewissen Punkt übersteigen die Kosten den Nutzen. Was ist aber, wenn bei 80% gar nichts erreicht wurde, sondern erst bei 100%?
6) Na wunderbar, alle anderen Erfindungen verdanken ihren Erfolg dem Perfektionismus ihres Erfinder (Glühbirne, Auto, PC).
7) Widerspricht es Perfektionismus, mit anderen Perfektionisten zusammenzuarbeiten? Gewarnt sei, wer sich einen Schlamper ins Team holt. Die machen unglücklich...
8) Kritik widerspricht dem Perfektionismus ebenfalls nicht. Kritik hilft dem Perfektionisten zu perfektionieren.
9) Unter Druck entstehen Diamanten. Druck hilft innere Widerstände zu überwinden, treibt uns zu Höchstleistungen.
10) Der Fein alles Guten ist Schlamperei!
Es wäre zu wünschen mehr Perfektionisten im Kabinett oder generell im Bundestag zu haben.Ich konnte weder da noch dort bisher welche verorten.
Die Lage schreit soch schon lange danach.
Her mit diesen Leuten!...an die richtige Stelle.Privates Austoben bringt der Allgemeintheit ja nichts.
Welche psychische Krankheit ist dann Schlamperei? Ein Phlegma. Lächerlich!
Denn Beitrag kann man wohl Punkt für Punkt auf den Kopf stellen:
1) Wer effizient arbeitet, fängt mit den großen Punkten an und arbeitet sich zu den Details vor. Das ist also eher ein Argument für perfektionistisches Planen ;)
2) Wenn ich weniger analysiere, kann ich das was in (1) kritisiert wird, aber nicht beseitigen. Oxymoron!
3) Stärken stärken? Klingt nach Walldorfschule. So schafft man kein Mathe-Studium. Das erfordert harte Arbeit, auch wenn man ständig der Meinung ist, man kann es nicht. Der Erfolg beweist am Ende das Gegenteil!
4) Keine Benchmarks? Wie soll ich dann herausfinden, wo meine Stärken sind? Widerspricht Punkt (3).
5) Das ist doch eher ein Effizienz-Kriterium. Ab einem gewissen Punkt übersteigen die Kosten den Nutzen. Was ist aber, wenn bei 80% gar nichts erreicht wurde, sondern erst bei 100%?
6) Na wunderbar, alle anderen Erfindungen verdanken ihren Erfolg dem Perfektionismus ihres Erfinder (Glühbirne, Auto, PC).
7) Widerspricht es Perfektionismus, mit anderen Perfektionisten zusammenzuarbeiten? Gewarnt sei, wer sich einen Schlamper ins Team holt. Die machen unglücklich...
8) Kritik widerspricht dem Perfektionismus ebenfalls nicht. Kritik hilft dem Perfektionisten zu perfektionieren.
9) Unter Druck entstehen Diamanten. Druck hilft innere Widerstände zu überwinden, treibt uns zu Höchstleistungen.
10) Der Fein alles Guten ist Schlamperei!
Es wäre zu wünschen mehr Perfektionisten im Kabinett oder generell im Bundestag zu haben.Ich konnte weder da noch dort bisher welche verorten.
Die Lage schreit soch schon lange danach.
Her mit diesen Leuten!...an die richtige Stelle.Privates Austoben bringt der Allgemeintheit ja nichts.
Außer "Entspann dich, Alter" hat dieser Artikel keine nützlichen Tipps. Außerdem habe ich den Eindruck, dass hier nur ein wenig die Seele von Leuten, die unter Perfektionisten leiden, gestreichelt werden soll.
Perfektionismus ist verdammt noch mal in der Wissenschaft und Technik notwendig -- er ist die Grundlage für nahezu jede moderne Technologie. Die Tatsache, dass große Erfindungen der Menschheit auch mal durch Zufall entstanden sind, ist ja wohl kein Argument, und die Utilisation dessen unterstreicht nur die "Schmuse-Wohlfühl"-Attitüde dieses Artikels. Schlamperei bedingt Genialität? längst widerlegt. Zufälle gibts halt.
Ihre Kritik zum Artikel teile ich. Phrasen.
Beim Rest Ihres Kommentares - zum Perfektionismus an sich - habe ich das Gefühl, Sie beschreiben eine andere Art von Perfektionismus, als im Artikel oder in der Alltagsdiskussion Bezug genommen wird.
Mir scheint, dort wird eher ein Perfektionismus kritisiert, der sich als bürokratische Kleingeistigkeit und als Festbeißen an Unwichtigem äußert (was durchaus gerade in der Wissenschaft der Tod jedes offenen Denkens und damit jedes Paradigmenwechsels ist), während Sie sich auf eine Definition im Sinne von Korrektheit oder Genauigkeit beziehen.
Oder anders: wenn Physiker nach der ersten Definition des Perfektionismus agierten, gäbe es heute weder CD-Player noch Magnetresonanztomographie, denn sie müßten zuerst die Quantenphysik in eine perfekte Theorie bringen, bevor sie überhaupt publizierten.
Hier ist wohl übertriebene Perfektion gemeint.
Übertrieben immer dann, wenn die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt, weil zwanghaft.
"Perfektionismus ist verdammt noch mal in der Wissenschaft und Technik notwendig -- er ist die Grundlage für nahezu jede moderne Technologie."
Der Perfektion-ismus ist wie jeder Ismus ein unreflektiertes Ziel in sich selbst. So wie National-ismus oder Kommun-ismus.
Dies bedeutet, dass Perfektion überoptimal angestrebt wird.
Bedenken sie, dass in nahezu allen Aufgaben jede zusätzliche Anstrengung das Ergebnis weniger verbessert. Ein abnehmender Grenznutzen sozusagen.
Das erste Korrekturlesen eines Artikels ist sicher sinnvoll. Vielleicht auch das zweite Mal. Aber der Qualitätsunterschied zwischen einem 20mal und einem 21 mal korrigierten Artikel ist völlig vernachlässigbar.
Perfektionismus beschreibt nun die Tendenz mehr Zeit und Arbeit in Projekte zu stecken, als durch das Ergebnis gerechtfertigt wird. Perfektionismus hat somit Kosten - Opportunitätskosten um genau zu sein. Jede Sekunde, die ich an der 30. Korrektur verschwende könnte ich auch in die erste Korrektur eines anderen Artikels verwenden; Mit deutlich mehr Nutzen pro Zeiteinheit.
Perfektionismus ist also nicht nur psychisch ungesund, sondern auch dysfunktional im Sinne ineffizienter Verwendung von (persönlichen und externen) Ressourcen zur Zielerreichung.
... verwechseln Sie das Streben nach einem hohen Qualitätsniveau der Arbeit mit dem fruchtlosen Wunsch nach Perfektionismus. Ich kann eine sehr gute Leistung erbringen, ohne ein Perfektionist zu sein.
Ihre Kritik zum Artikel teile ich. Phrasen.
Beim Rest Ihres Kommentares - zum Perfektionismus an sich - habe ich das Gefühl, Sie beschreiben eine andere Art von Perfektionismus, als im Artikel oder in der Alltagsdiskussion Bezug genommen wird.
Mir scheint, dort wird eher ein Perfektionismus kritisiert, der sich als bürokratische Kleingeistigkeit und als Festbeißen an Unwichtigem äußert (was durchaus gerade in der Wissenschaft der Tod jedes offenen Denkens und damit jedes Paradigmenwechsels ist), während Sie sich auf eine Definition im Sinne von Korrektheit oder Genauigkeit beziehen.
Oder anders: wenn Physiker nach der ersten Definition des Perfektionismus agierten, gäbe es heute weder CD-Player noch Magnetresonanztomographie, denn sie müßten zuerst die Quantenphysik in eine perfekte Theorie bringen, bevor sie überhaupt publizierten.
Hier ist wohl übertriebene Perfektion gemeint.
Übertrieben immer dann, wenn die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt, weil zwanghaft.
"Perfektionismus ist verdammt noch mal in der Wissenschaft und Technik notwendig -- er ist die Grundlage für nahezu jede moderne Technologie."
Der Perfektion-ismus ist wie jeder Ismus ein unreflektiertes Ziel in sich selbst. So wie National-ismus oder Kommun-ismus.
Dies bedeutet, dass Perfektion überoptimal angestrebt wird.
Bedenken sie, dass in nahezu allen Aufgaben jede zusätzliche Anstrengung das Ergebnis weniger verbessert. Ein abnehmender Grenznutzen sozusagen.
Das erste Korrekturlesen eines Artikels ist sicher sinnvoll. Vielleicht auch das zweite Mal. Aber der Qualitätsunterschied zwischen einem 20mal und einem 21 mal korrigierten Artikel ist völlig vernachlässigbar.
Perfektionismus beschreibt nun die Tendenz mehr Zeit und Arbeit in Projekte zu stecken, als durch das Ergebnis gerechtfertigt wird. Perfektionismus hat somit Kosten - Opportunitätskosten um genau zu sein. Jede Sekunde, die ich an der 30. Korrektur verschwende könnte ich auch in die erste Korrektur eines anderen Artikels verwenden; Mit deutlich mehr Nutzen pro Zeiteinheit.
Perfektionismus ist also nicht nur psychisch ungesund, sondern auch dysfunktional im Sinne ineffizienter Verwendung von (persönlichen und externen) Ressourcen zur Zielerreichung.
... verwechseln Sie das Streben nach einem hohen Qualitätsniveau der Arbeit mit dem fruchtlosen Wunsch nach Perfektionismus. Ich kann eine sehr gute Leistung erbringen, ohne ein Perfektionist zu sein.
Ihre Kritik zum Artikel teile ich. Phrasen.
Beim Rest Ihres Kommentares - zum Perfektionismus an sich - habe ich das Gefühl, Sie beschreiben eine andere Art von Perfektionismus, als im Artikel oder in der Alltagsdiskussion Bezug genommen wird.
Mir scheint, dort wird eher ein Perfektionismus kritisiert, der sich als bürokratische Kleingeistigkeit und als Festbeißen an Unwichtigem äußert (was durchaus gerade in der Wissenschaft der Tod jedes offenen Denkens und damit jedes Paradigmenwechsels ist), während Sie sich auf eine Definition im Sinne von Korrektheit oder Genauigkeit beziehen.
Oder anders: wenn Physiker nach der ersten Definition des Perfektionismus agierten, gäbe es heute weder CD-Player noch Magnetresonanztomographie, denn sie müßten zuerst die Quantenphysik in eine perfekte Theorie bringen, bevor sie überhaupt publizierten.
Das Lager der Physiker ist in Theoretiker und Experimentatoren gespalten (nur wenige können beides und noch weniger sind in beiden Disziplinen erfolgreich). Der Experimentator schert sich in aller Regel nicht um die durch die Theoretiker prophezeiten Grenzen und der Theoretiker wartet sehnsüchtig darauf, dass der Experimentator die von ihm (des Theoretikers) erdachten/konzipierten/gefundenen Grenzen/Möglichkeiten/Phänomene endlich nachweisen kann.
Das Lager der Physiker ist in Theoretiker und Experimentatoren gespalten (nur wenige können beides und noch weniger sind in beiden Disziplinen erfolgreich). Der Experimentator schert sich in aller Regel nicht um die durch die Theoretiker prophezeiten Grenzen und der Theoretiker wartet sehnsüchtig darauf, dass der Experimentator die von ihm (des Theoretikers) erdachten/konzipierten/gefundenen Grenzen/Möglichkeiten/Phänomene endlich nachweisen kann.
Hier ist wohl übertriebene Perfektion gemeint.
Übertrieben immer dann, wenn die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt, weil zwanghaft.
Popper, Objektive Erkenntnis: "...Doch Fehlervermeidung ist ein schlechtes Ideal: wagen wir nicht Probleme anzupacken, die so schwierig sind, dass Irrtümer fast unvermeidlich sind, so wird es keinen Erkenntnisfortschritt geben".
Vermeidung von Fehlern muss angestrebt werden, Aber wir müssen auch lernen, mit Fehlern professionell umzugehen - bei Perfektionisten, zumal wenn sie Vorgesetzte sind, ist dies wohl ein echtes Problem.
Fehlerlosigkeit ist kein sinnvolles Ideal - Popper, Objektive Erkenntnis: "...Doch Fehlervermeidung ist ein schlechtes Ideal: wagen wir nicht Probleme anzupacken, die so schwierig sind, dass Irrtümer fast unvermeidlich sind, so wird es keinen Erkenntnisfortschritt geben".
Der gute Herr Popper irrt, weil er sich in Allgemeinplätzen übt.
Vermeidung von Fehlern muss angestrebt werden, Aber wir müssen auch lernen, mit Fehlern professionell umzugehen - bei Perfektionisten, zumal wenn sie Vorgesetzte sind, ist dies wohl ein echtes Problem.
Das Problem ist schlicht, dass man anhand des Endergebnisses nicht mehr unterscheiden kann, zwischen einem narzisstisch/zwanghaft gestörten Menschen und einem der wie gefordert strukturiert ist.
Hinzu kommt, dass Untergebene nicht selten gar nicht alle Aspekte im Blick haben, die so ein Vorgesetzter zu berücksichtigen hat. Stichwort: Kosten.
Im akademischen Bereich wird es endgültig grotesk: 'Erkenntnisfortschritt' durch imperfektes 'arbeiten'?
Das gewünschte herumdoktorn können sich nur Philosophen oder Ärzte, insbesondere in der Psychologie/Psychiatrie leisten. In den Bereichen muss man schließlich nicht zwingend zu einem greifbarem Ergebnis kommen.
In den Wissenschaften kamen die großen Fortschritte von den verhassten Erbsenzählern und eben nicht von den relaxten Philosophen. In der Psychologie ist praktisch immer der Patient am Versagen einer Therapie Schuld - Ärzte sind nicht fehlbar.
Fehlerlosigkeit ist kein sinnvolles Ideal - Popper, Objektive Erkenntnis: "...Doch Fehlervermeidung ist ein schlechtes Ideal: wagen wir nicht Probleme anzupacken, die so schwierig sind, dass Irrtümer fast unvermeidlich sind, so wird es keinen Erkenntnisfortschritt geben".
Der gute Herr Popper irrt, weil er sich in Allgemeinplätzen übt.
Vermeidung von Fehlern muss angestrebt werden, Aber wir müssen auch lernen, mit Fehlern professionell umzugehen - bei Perfektionisten, zumal wenn sie Vorgesetzte sind, ist dies wohl ein echtes Problem.
Das Problem ist schlicht, dass man anhand des Endergebnisses nicht mehr unterscheiden kann, zwischen einem narzisstisch/zwanghaft gestörten Menschen und einem der wie gefordert strukturiert ist.
Hinzu kommt, dass Untergebene nicht selten gar nicht alle Aspekte im Blick haben, die so ein Vorgesetzter zu berücksichtigen hat. Stichwort: Kosten.
Im akademischen Bereich wird es endgültig grotesk: 'Erkenntnisfortschritt' durch imperfektes 'arbeiten'?
Das gewünschte herumdoktorn können sich nur Philosophen oder Ärzte, insbesondere in der Psychologie/Psychiatrie leisten. In den Bereichen muss man schließlich nicht zwingend zu einem greifbarem Ergebnis kommen.
In den Wissenschaften kamen die großen Fortschritte von den verhassten Erbsenzählern und eben nicht von den relaxten Philosophen. In der Psychologie ist praktisch immer der Patient am Versagen einer Therapie Schuld - Ärzte sind nicht fehlbar.
Gerade die Wissenschaft und Forschung lebt von Versuch und Irrtum.
Zitieren Sie öfters Goethe's Götz von Berlichingen:
„Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsche lecken!“
Quelle:
https://secure.wikimedia....
@ Artikelkritiker
Verfolgen Sie ernsthaft das Ideal, in der Partnerschaft, im Beruf, in der Kindererziehung, im Haushalt, im Sport oder bei anderen Hobbys, in der gesunden Ernährung, bei Einkaufsentscheidungen usw. perfekt zu sein? Und dabei auch noch entspannt? Sollte man das wollen?
Ich finde, die 10 Tipps bieten gute Anregungen, wenn man etwas gründlicher darüber nachdenkt.
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