FeinwerkmechanikerMetallarbeiter fürs Filigrane

Feinwerkmechaniker müssen auf Zehntelmillimeter präzise arbeiten. Ihre Berufsaussichten sind glänzend, denn Fachkräfte sind rar. Ihr Joballtag im Beruf der Woche

Im Jahr 2002 hieß es für Dreher, Feinmechaniker, Werkzeugmacher und Maschinenbaumechaniker: Aus vier mach eins. Alle vier Berufe wurden zu einem Beruf zusammengefasst. Seither werden sie unter der Berufsbezeichnung Feinwerkmechaniker geführt.

Feinwerkmechaniker machen "so gut wie alles", sagt Alfred Sieberg, Betreuer der Fachgruppe Feinwerkmechaniker beim Bundesverband Metall. Das ist nicht einmal übertrieben. Die Fachkräfte werden überall dort eingesetzt, wo mit Metall gearbeitet wird und dieses zu Maschinen, Werkzeugen oder unterschiedlichen Stanz-, oder Gussformen verarbeitet wird. Feinwerkmechaniker sind darum in den verschiedensten Branchen tätig. Die ehemals eigenständigen Berufe Dreher, Feinmechaniker, Werkzeugmacher und Maschinenbaumechaniker bilden heute die Spezialisierungsrichtungen.

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Vier Jobs auf einem Streich

So stellen Feinwerkmechaniker mit Schwerpunkt Maschinenbau einzelne Maschinenteile und sogar ganze Produktionssysteme wie Montageeinrichtungen für die Automobilindustrie her. Wer sich auf Werkzeugbau spezialisiert hat, produziert und repariert Spezialwerkzeuge wie Messgeräte oder chirurgische Instrumente. Zerspanungstechniker dagegen sind Experten fürs Drehen und Fräsen. Auch sie fertigen Komponenten für Messgeräte und Maschinen an. Im letzten Berufsschwerpunkt, der Feinmechanik, geht es besonders filigran zu. Diese Fachkräfte stellen Teile für meteorologische Messgeräte und die Medizintechnik her. "Alle Feinwerkmechaniker, egal mit welchem Schwerpunkt, müssen bei ihrer Arbeit mit höchster Präzision arbeiten", sagt Sieberg. Die Arbeit erfolgt zwar überwiegend mit computergesteuerten Maschinen, oft ist aber auch Handarbeit gefragt.

Die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker ist ein staatlich anerkannter, dualer Ausbildungsberuf. Die Dauer beträgt drei Jahre. Die praktische Ausbildung erfolgt schwerpunktgerichtet je nach Spezialisierung des jeweiligen Arbeitgebers. "Die Auszubildenden werden am ersten Tag im Betrieb ins kalte Wasser geworfen und sind direkt im Geschehen", sagt Sieberg. Am Anfang der Ausbildung stehen die Grundlagen der Metallbearbeitung und des maschinellen Bearbeitens auf dem praktischen Lehrplan, später erfolgt die Ausbildung zielgerichtet auf die Produkte, die im Ausbildungsbetrieb hergestellt werden.

In der Berufsschule stehen unter anderem Rechnen, Zeichnen und Materialkunde auf dem Stundenplan. Welches Metall hat welche typischen Eigenschaften, wie funktioniert welche Maschine?

Leserkommentare
    • ludna
    • 15.11.2011 um 8:06 Uhr

    "Überdies sind die Einkommenschancen gut. Feinwerkmechaniker verdienen zwischen 1.600 und 2.500 Euro im Monat. "

    Ich dachte 1800 Euro (Brutto) gelten als Niedriglohn (West) und sind als Lohnuntergrenze im Gespräch.

    2 Leserempfehlungen
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    Morpheus hatte recht.

    • Varech
    • 15.11.2011 um 10:59 Uhr

    ...hat nicht mehr verdient?!

    Morpheus hatte recht.

    • Varech
    • 15.11.2011 um 10:59 Uhr

    ...hat nicht mehr verdient?!

  1. Morpheus hatte recht.

    Antwort auf "1600 Euro im Monat"
    • Varech
    • 15.11.2011 um 10:59 Uhr
    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "1600 Euro im Monat"
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    ...hat nicht mehr verdient?!"

    Naja - das hat aber auch bloß ein Schur Nalist geschrieben.
    Will ich mal hoffen ...

    ...hat nicht mehr verdient?!"

    Naja - das hat aber auch bloß ein Schur Nalist geschrieben.
    Will ich mal hoffen ...

  2. 4. Toll.

    Wenn ich mir die Zahlen angucke, dann ist wohl eher 1.600€ die Regel. Und das für einen Beruf, bei dem ein angeblicher Fachkräftemangel herrscht, also ein Low-MINT. Wer soll denn davon leben?! 1600 Brutto sind 1100 Netto. Allein Wohnung, Auto und Essen kostet 1000 Euro... was für eine perverse Demokratie...

    http://www.gehaltsverglei...

    -----------------------

    Lohn (Brutto): 1.600,00
    Lohnsteuer: 127,91
    Solidaritätszuschlag: 7,03
    Kirchensteuer: 11,51
    Lohn (nach Steuer): 1.453,55
    Steuern gesamt: 146,45
    Rentenversicherung: 159,20
    Arbeitslosenversicherung: 24,00
    Krankenversicherung: 131,20
    Pflegeversicherung: 27,60
    Lohn (Netto): 1.111,55

  3. Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Beiträge sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

  4. wie die Ausbildung zum Maschinenschlosser.
    Also nichts neues aber ein anderer Name.
    Die Frage ist nur:Was soll das?
    Naja, spitzenverdiener wird man nicht damit, aber wenn man in Deutschland abzüglich seiner Nebenkosten, mehr als ein Hartz4 - Empfänger hat , ist man ja schon Spitzenverdiener.

    3 Leserempfehlungen
  5. 7. achso:

    Lohn Netto 1.111,55 Euro
    minus 500 Euro Miete
    minus 200 Euro Nebenkosten
    Minus 400 Für Versicherungen und die täglichen Fahrtkosten von durchschnittlich 35 km und die gute Risterrente.
    Was bekommt der Hatz4 - Patient nochmal auf die Hand?!
    Ich wettere nicht damit gegen Hartz 4- Empfänger, sondern gegen die Verarsche der Politiker und Konzerne, die die Löhne in Deutschland regeln.
    Tja, zu der guten DM-Zeit hatte ich 25 DM die Stunde und konnte meiner Familie noch einen Jahresurlaub gönnen.
    Heute leben wir von der Hand in den Mund und kaufen nur noch das was billig ist.GANZ DAVON ZU SCHWEIGEN; DAS ICH MAL EINE CD KAUF ODER MAL EINEN kASTEN BIER:

    4 Leserempfehlungen
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    • DN94
    • 15.11.2011 um 12:22 Uhr

    Essen und Trinken wird im Allgemeinen zwar oft überbewertet, dennoch sollte man es zum Teil in die Rechnung noch mit einfliessen lassen.

    Ich weiss auch, wie es ist mit nem Gehalt um die 1000euro rum zu leben.. selbst bei einem relativ bescheidenen Lebensstil, stehn da am Monatsende öfter mal -50 - -100euro im Raum (Zumindest in der Stadt - auf dem Land/Im ländlichen Raum verschiebt sich das, dank billigerer Mieten, ein Stück weit)

    • DN94
    • 15.11.2011 um 12:22 Uhr

    Essen und Trinken wird im Allgemeinen zwar oft überbewertet, dennoch sollte man es zum Teil in die Rechnung noch mit einfliessen lassen.

    Ich weiss auch, wie es ist mit nem Gehalt um die 1000euro rum zu leben.. selbst bei einem relativ bescheidenen Lebensstil, stehn da am Monatsende öfter mal -50 - -100euro im Raum (Zumindest in der Stadt - auf dem Land/Im ländlichen Raum verschiebt sich das, dank billigerer Mieten, ein Stück weit)

  6. 8. Genau

    Zehntel Millimeter ist Maurerniveau (Sorry Maurer, ist nicht angreifend gemeint).
    Das kann man eh von jedem Lehrling der Metalbranche erwarten.

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