Führungskräfte: Der Chef, die eierlegende Wollmilchsau
Mitarbeiterführung fordert Entscheidern einiges ab. Wie Führungskräfte fair bleiben und sich selbst nicht aufreiben, erklärt Maren Lehky in ihrem neuen Buch.

Cover von "Leadership 2.0"
Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen 20 Jahren rasant verändert. Das Arbeitstempo ist schneller geworden, die Flexibilität größer. Technische Errungenschaften sorgen dafür, dass wir jederzeit und überall erreichbar sind und arbeiten können. Unternehmen konkurrieren heute weltweit miteinander. Das Rennen gewinnt, wer schneller, günstiger und besser ist als der andere. Was ausgelagert werden kann, wird outgesourct.
Führungskräfte stehen unter besonders großem Druck. Wie Entscheider auf die drastischen Veränderungen reagieren können, zeigt die Unternehmensberaterin Maren Lehky in ihrem Ratgeber Leadership 2.0 . Das Buch richtet sich an Konzernlenker, Startup-Unternehmer, Teamchefs und Abteilungsleiter. Lehky zeigt auf, welche Rollen und Aufgaben Entscheider heute haben: Sie sind Chef, Dirigent, Integrationsfigur, Mentor.
In vielen Unternehmen existiert eine Dreiklassengesellschaft, schreibt Lehky. Die einen sind fest und unbefristet angestellt, die anderen haben nur befristete Arbeitsverträge, die dritten wiederum sind Leiharbeiter. Das Führen von Teams aus Mitarbeitern mit so unterschiedlichen Arbeitsverträgen und erheblichen Lohnunterschieden verlangt Führungskräften einiges ab. Sie müssen diese Teams motivieren und dafür sorgen, dass Frieden unter ihnen herrscht. Wer solche Gruppen zum Erfolg führen möchte, muss Härten mildern und Brücken schlagen statt Gräben zu vertiefen, betont die Autorin. Lehky schärft den Blick für Ungerechtigkeiten und zeigt Maßnahmen zur Sicherung des sozialen Friedens.
Inhomogene Gruppen entstehen allerdings auch durch gewisse Lebensumstände: Sabbatical, Elternzeit oder Teilzeit führen in vielen Betrieben und Branchen zu Fluktuation unter den Mitarbeitern. Lehky liefert hilfreiche Tipps, wie Entscheider für Kontinuität und Zusammenhalt sorgen können, wie der Know-how-Transfer und eine erfolgreiche Zusammenarbeit gelingen können. Wenn in Arbeitsteams Stabilität herrscht, entwickelt sich auch ein Wir-Gefühl – das wiederum die Identifikation mit dem Arbeitgeber und die Motivation stärkt.

Sabine Hockling war lange selbst Führungskraft in verschiedenen Medienhäusern. Gemeinsam mit Ulf Weigelt schrieb sie das Buch Ratgeber Arbeitsrecht. Auf ZEIT ONLINE gibt sie Führungskräften in der Serie Chefsache Tipps zur Mitarbeiterführung.
Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem ungleicher Teams ist das Alter . Es ist für Führungskräfte geradezu ein Drahtseilakt, die Werte der jungen Mitarbeiter mit denen der Älteren zu verbinden. Wie es gelingen kann, aus beiden Welten das Beste zu bekommen, zeigt die Autorin in einem Vergleich der unterschiedlichen Wünsche und Arbeitsweisen. Denn hier muss die Führungskraft einerseits Herausforderungen bieten, andererseits Leitplanken definieren, Entwicklungen zulassen statt einzuengen und beraten statt vorgeben. Dafür müssen Entscheider souverän sein.
Und weil Manager keine Übermenschen sind, widmet sich die Autorin im letzten Kapitel der viel zitierten Work-Life-Balance. Wer führt, steht unter besonderem Erfolgsdruck und hoher Arbeitsbelastung. Das kann nur leisten, wer auf seine Gesundheit achtet. Lehky spricht hier davon, wie Führungskräfte sich selbst führen.
Der Ratgeber hat mit seinen acht Kapiteln einen Umfang von 232 Seiten, ist gut strukturiert und liefert nützliche Ratschläge – gespickt mit vielen Praxisbeispielen, Zahlen und aktuellen Studien. Maren Lehky bietet dem Leser so einen umfassenden Überblick über die veränderten Führungsaufgaben und zeigt, welches Rollenrepertoire Führungskräfte beherrschen sollten. Der praktischen Umsetzung muss sich allerdings jeder selbst stellen.









Na logisch ist es wenn der Cheff inhaber ist ,aber von der Thematik nichts versteht! Geerbt , heißt nicht gelernt!
Des weiteren habe ich die Erfahrung gemacht, das viele leitende Mitarbeiter eigentlich Luschen sind und dem Cheff in die Röhre kriechen! Leitende Mitarbeiter, die keinem Thaem zugeordnet sind und sich nicht mit dieem identifizieren können braucht keine Firma! Eine Firma braucht eine Zusammenarbeit und einen Namen und das Einfernehmen jedes Mitarbeiters! Personalwechsel ist ein ganz lechtes Mittel um seiner Firma einen Gefallen zu tun, denn neues Personal kostet und zieht weiter. Das haben viele noch nicht begriffen und ich warte drauf welche Grenzen man noch öffnet um den deutschen Arbeitsmarkt zu bedienen! Oh wir haben grade ein neues Euland? Diese Regierung ist doch krank! Haben dieser aber sch viele Politiker vorgeworfen und ich glaub zensurfrei!
ist die domestizierte, eierlegende Wollmilchsau genauso selten anzutreffen wie der wild lebende Wolpertinger.
Ich habe wirkich schon mal eine aus der Nähe gesehen, eine Führungskraft, die diesen Namen verdient. All die anderen... Nun ja... Nein.
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