Arbeitserlaubnis Regierung erleichtert Zuzug für ausländische Fachkräfte
Die Weichen für die erleichterte Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten sind gestellt. Das Bundeskabinett hat die EU-Richtlinie für die Blue Card gebilligt.
Die Bundesregierung hat am Mittwoch die EU-Richtlinie für die "Blaue Karte EU" (Blue Card) gebilligt. Die Karte ist eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis für Fachleute aus Nicht-EU-Ländern und soll helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Unternehmen, die im Nicht-EU-Ausland Fachkräfte suchen, müssen nun nicht mehr die Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit (BA) einholen. Die sogenannte Vorrangprüfung – das ist der Nachweis, dass für den angebotenen Arbeitsplatz kein inländischer Bewerber zu finden ist – entfällt. Die Inhaber einer solchen Blauen Karte erhalten ein zunächst auf zwei Jahre befristetes Aufenthaltsrecht, das dann in eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis münden kann.
Die Karte bekommt aber nur, wer einen Hochschulabschluss und einen Arbeitsvertrag mit einem Jahresgehalt von mindestens 44.000 Euro vorweisen kann. Für rund 60 sogenannte Mangelberufe in den Sparten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik liegt die Schwelle bei 33.000 Euro. Inhaber einer Blauen Karte können nach zwei Jahren ein Daueraufenthaltsrecht bekommen.
Die Ehepartner der Blaue-Karte-Besitzer dürfen künftig auch in Deutschland arbeiten, ohne dass die Arbeitsagentur zustimmen muss.
Regierung rechnet mit 3.500 Blue Cards
Der Gesetzentwurf sieht auch vor, dass ausländische Studenten nach ihrem Abschluss an einer deutschen Hochschule ein Jahr lang nach einer Stelle suchen durften, die ihrer Qualifikation entspricht. Bislang durften sie in diesem Findungsjahr aber nicht uneingeschränkt nebenher jobben, sondern nur 90 Tage lang einer Arbeit nachgehen, die nicht ihrer Ausbildung entsprach. Künftig dürfen sie in dem Jahr nach dem Abschluss jede andere Arbeit annehmen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Auch für Hochqualifizierte sieht die neue Regelung Änderungen vor. Bislang konnten sie sofort ein Daueraufenthaltsrecht bekommen, wenn sie ein Jahresgehalt von mehr als 66.000 Euro verdienten. Diese Schwelle sinkt auf vorerst 48.000 Euro. Wer aber in den ersten drei Jahren seinen Job verliert und auf Sozialleistungen angewiesen ist, verliert das Daueraufenthaltsrecht
Die Regierung geht davon aus, zunächst etwa 3.500 solcher Arbeitserlaubnisse zu vergeben. Der Bundestag muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen.
- Datum 07.12.2011 - 13:04 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 36
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Ein "Catch 22", wie der Amerikaner sagt!
Auf der einen seite:
"Die sogenannte Vorrangprüfung – ... – entfällt."
auf der anderen Seite
"Die Karte bekommt aber nur, wer einen Hochschulabschluss und einen Arbeitsvertrag mit einem Jahresgehalt von mindestens 44.000 Euro vorweisen kann. Für rund 60 sogenannte Mangelberufe in den Sparten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik liegt die Schwelle bei 33.000 Euro."
Leiderleider werden die meisten die Probezeit nicht bestehen und dann für 4.44 arbeiten müssen, also als HartzIV-Aufstocker. Wenigstens so lange, bis sie ihren Heimflug erarbeitet haben.
Gut nur, dass es keine Fachkräfte-Mangel ja gar nicht gibt, mit Ausnahmne der Erotik-Brache.
...die Bundesregierung hat gerade kundgetan, dass das insgeheime Tarifgehalt zukünftiger Ingenieure bei 3.666,- € gedeckelt wird !
Das ist bestimmt interessant für die Studenten der Ingenieurswissenschaften, die aufgrund des "händeringenden" Flehens seitens der Arbeitgeber, dieses Studium ergriffen haben.
Sie haben also noch Zeit umzusatteln; z.B. auf Politiker ! Kann eigentlich jeder,die Bezahlung ist gut, man braucht nichts zu leisten,eine Ausbildung ist nicht erforderlich (siehe Nahles) und die Rente ist sicher.
Da hilft nur eines: Firmen, die partout Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern haben wollen sollen für diese Fachkräfte quasi eine Patenschaft übernehmen. Wenn diese ausländischen Fachkräfte dann arbeitslos werden, sollen die Firmen die Alimentation übernehmen oder für eine Rückführung sorgen. Ob der Wunsch nach ausländischen Fachkräften unter diesen Voraussetzungen immer noch so groß ist, wage ich zu bezweifeln.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und belegen Sie Tatsachenbehauptungen mit Quellen. Danke. Die Redaktion/ag
...die Bundesregierung hat gerade kundgetan, dass das insgeheime Tarifgehalt zukünftiger Ingenieure bei 3.666,- € gedeckelt wird !
Das ist bestimmt interessant für die Studenten der Ingenieurswissenschaften, die aufgrund des "händeringenden" Flehens seitens der Arbeitgeber, dieses Studium ergriffen haben.
Sie haben also noch Zeit umzusatteln; z.B. auf Politiker ! Kann eigentlich jeder,die Bezahlung ist gut, man braucht nichts zu leisten,eine Ausbildung ist nicht erforderlich (siehe Nahles) und die Rente ist sicher.
Da hilft nur eines: Firmen, die partout Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern haben wollen sollen für diese Fachkräfte quasi eine Patenschaft übernehmen. Wenn diese ausländischen Fachkräfte dann arbeitslos werden, sollen die Firmen die Alimentation übernehmen oder für eine Rückführung sorgen. Ob der Wunsch nach ausländischen Fachkräften unter diesen Voraussetzungen immer noch so groß ist, wage ich zu bezweifeln.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und belegen Sie Tatsachenbehauptungen mit Quellen. Danke. Die Redaktion/ag
...die Bundesregierung hat gerade kundgetan, dass das insgeheime Tarifgehalt zukünftiger Ingenieure bei 3.666,- € gedeckelt wird !
Das ist bestimmt interessant für die Studenten der Ingenieurswissenschaften, die aufgrund des "händeringenden" Flehens seitens der Arbeitgeber, dieses Studium ergriffen haben.
Sie haben also noch Zeit umzusatteln; z.B. auf Politiker ! Kann eigentlich jeder,die Bezahlung ist gut, man braucht nichts zu leisten,eine Ausbildung ist nicht erforderlich (siehe Nahles) und die Rente ist sicher.
sind 2750 Euro Brutto im Monat. Für Mangelfächer !!
Letzens gab es einen Beitrag hier in der ZEIT, das immer mehr "dar Richtige " studieren (also MINT).
Alle die stolz sind, das "Richtige" zu studieren, der oben genannte Betrag wird der Höchstlohn sein, für den man euch einstellt.
sind 2750 Euro Brutto im Monat. Für Mangelfächer !!
Letzens gab es einen Beitrag hier in der ZEIT, das immer mehr "dar Richtige " studieren (also MINT).
Alle die stolz sind, das "Richtige" zu studieren, der oben genannte Betrag wird der Höchstlohn sein, für den man euch einstellt.
sagt mir, von Spaniens Jugendlichen sind 40% arbeitslos. Auch von denen mit Hochschulabschluß. In meinem persönlichen Bekanntenkreis gibt es drei junge italienische Ingenieure, die vergeblich Arbeit suchen.
Was soll diese neue Regelung? Schafft sie Arbeitsplätze? Nein. Schafft sie Konkurrenz um die wenigen Arbeitsplätze? Aaaaahhh......
Sollte nicht auch ausländischen Studenten der Weg in die Wissenschaft geebnet werden? An den Universitäten geht aber einige Zeit ins Land, bis man über die 33.000€ Grenze klettert. Von den 44.000€ ganz zu schweigen.
Oder führt ein Promotiosvorhaben bzw. die Habilitation auch zur Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung?
kann man als StudentIn eingeschrieben sein.
Für StudentInnen gelten aber schon andere Regeln bezüglich Aufenthaltsrecht etc.
kann man als StudentIn eingeschrieben sein.
Für StudentInnen gelten aber schon andere Regeln bezüglich Aufenthaltsrecht etc.
Ich habe mal eine Blitzumfrage bei meinen indischen Kollegen durchgeführt mit der Frage, warum Inder lieber zB in die USA auswandern als nach Deutschland.
Genannte Gründe:
1. die Sprache. Gut ausgebildete Inder sind mindestens bilingual. Warum also die Mühe machen, noch eine Sprache zu lernen?
2. Auch die besten indischen Fachkräfte leben nicht für den Beruf allein und sehnen sich nach sozialen Aktivitäten-mit ihren Familien. In den USA gibt es viele indische Gemeinden, die auch Tempel betreiben wo sie ihre Kultur und Sprache pflegen können.
Dadurch gibt es
3. vor Ort viele indische Spezialitätengeschäfte, um auch kulinarische Gepflogenheiten ausleben zu können. In Deutschland sind auch die rar gesät.
Also was hätte überhaupt Deutschland zu bieten? Da kann und will man noch nicht einmal beim anzubietenden Gehalt mithalten!
Obwohl diese Zuwanderungspläne eigentlich ein Schlag ins Gesicht nicht nur für deutsche sondern auch für europäische Fachkräfte sind, sehe ich dem doch gelassen entgegen-
es wird einfach kaum einer kommen.
Sie haben da vollkommen Recht, wenn man sich die Löhne in anderen Ländern ansieht, ist es unwahrscheinlich, dass nun eine Vielzahl von gut ausgebildeten Arbeitskräften nach Deutschland kommen. Das beste Beispiel für die Unüberlegtheit solch eines Programms sah man damals als man indische IT-Kräfte anwerben wollte. Kaum jemand ist gekommen, weil man anderswo auf der Welt bessere Löhne und besser Bedingungen bieten kann. Dummerweise hat das unsere Regierung noch nicht verstanden (Niedriglohnland = schlechte Bezahlung = Nachfrage nach solchen Arbeitsplätzen gering = geringe Zuwanderung). Die Betonung unserer Lohn- und Gehaltsstruktur liegt auf dem Wort gering und deshalb sind wir uninteressant.
Sie haben da vollkommen Recht, wenn man sich die Löhne in anderen Ländern ansieht, ist es unwahrscheinlich, dass nun eine Vielzahl von gut ausgebildeten Arbeitskräften nach Deutschland kommen. Das beste Beispiel für die Unüberlegtheit solch eines Programms sah man damals als man indische IT-Kräfte anwerben wollte. Kaum jemand ist gekommen, weil man anderswo auf der Welt bessere Löhne und besser Bedingungen bieten kann. Dummerweise hat das unsere Regierung noch nicht verstanden (Niedriglohnland = schlechte Bezahlung = Nachfrage nach solchen Arbeitsplätzen gering = geringe Zuwanderung). Die Betonung unserer Lohn- und Gehaltsstruktur liegt auf dem Wort gering und deshalb sind wir uninteressant.
überlesen oder wo steht, dass maximal 33 T€ gezahlt werden?
Wenn mehr gezahlt wird, umso besser. Was soll also das Geschimpfe von Einigen hier?
Wo ist da der Mangel, wenn sich aus dem Mangel keine höheren Gehälter ergeben, sondern niedrigere? Ich bin zur Zeit auf Suche nach einem neuen Job (denke aber eher an Selbständigkeit), und bin anscheinend zu teuer - so manche Firma hat mir eine Absage geschickt, weil sie "bessere" Bewerber hätten, die Stelle ist aber weiterhin ausgeschrieben.
Es gibt hier definitiv einen Fachkräftemangel, nämlich den an Managern. Nein, ich meine nicht die pointy haired bosses, die überall herumlaufen, daran haben wir leider keinen Mangel. Aber in der Chef-Etage findet man genau das, was man bei einem echten Fachkräftemangel erwartet: Überhöhte Gehälter, die vorwiegend an Blender ausgezahlt werden, die von dem, was sie tun, so überhaupt keine Ahnung haben - weil man einfach keine besseren Leute finden konnte.
In den Chef-Etagen liegt das aber auch daran, dass man keine besseren Leute finden wollte. Das wird den Kumpels zugeschachert, da ist das Wohl der Firma zweitrangig. Das ist auch der Grund, warum ich keine große Lust habe, weiterhin abhängig beschäftigt zu sein.
> Ich bin zur Zeit auf Suche nach einem neuen Job (denke
> aber eher an Selbständigkeit), und bin anscheinend zu
> teuer - so manche Firma hat mir eine Absage geschickt,
> weil sie "bessere" Bewerber hätten, die Stelle ist aber
> weiterhin ausgeschrieben.
Sowas habe ich auch schon mehrfach erlebt. Vor ein paar Monaten hatte ich ein Bewerbungsgespräch, wobei mir der 1. Dezember als allerspätest möglicher Eintrittstermin genannt wurde. Ein Mitarbeiter hätte gekündigt und sie wären deshalb total überlastet. Heute haben wir den 7. Dezember und suchen sie immer noch.
> Überhöhte Gehälter, die vorwiegend an Blender ausgezahlt
> werden, die von dem, was sie tun, so überhaupt keine
> Ahnung haben - weil man einfach keine besseren Leute
> finden konnte.
Exakt das, was du hier schreibst, erlebe ich gerade in unserer Firma. Mein Vorgesetzter mit völlig durchgeknalltem Gehalt fährt gerade die komplette Firma an die Wand. Es handelt sich um ein KMU, aber das Gehalt meines Vorgesetzten bewegt sich auf dem Niveau eines Großkonzerns, während alle anderen Mitarbeiter, die solide Arbeit abliefern, aber nicht den Star spielen, mit Hungerlöhnen abgespeist werden.
> Ich bin zur Zeit auf Suche nach einem neuen Job (denke
> aber eher an Selbständigkeit), und bin anscheinend zu
> teuer - so manche Firma hat mir eine Absage geschickt,
> weil sie "bessere" Bewerber hätten, die Stelle ist aber
> weiterhin ausgeschrieben.
Sowas habe ich auch schon mehrfach erlebt. Vor ein paar Monaten hatte ich ein Bewerbungsgespräch, wobei mir der 1. Dezember als allerspätest möglicher Eintrittstermin genannt wurde. Ein Mitarbeiter hätte gekündigt und sie wären deshalb total überlastet. Heute haben wir den 7. Dezember und suchen sie immer noch.
> Überhöhte Gehälter, die vorwiegend an Blender ausgezahlt
> werden, die von dem, was sie tun, so überhaupt keine
> Ahnung haben - weil man einfach keine besseren Leute
> finden konnte.
Exakt das, was du hier schreibst, erlebe ich gerade in unserer Firma. Mein Vorgesetzter mit völlig durchgeknalltem Gehalt fährt gerade die komplette Firma an die Wand. Es handelt sich um ein KMU, aber das Gehalt meines Vorgesetzten bewegt sich auf dem Niveau eines Großkonzerns, während alle anderen Mitarbeiter, die solide Arbeit abliefern, aber nicht den Star spielen, mit Hungerlöhnen abgespeist werden.
kann man als StudentIn eingeschrieben sein.
Für StudentInnen gelten aber schon andere Regeln bezüglich Aufenthaltsrecht etc.
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