AltersarmutArm, alt, weiblich

Vielen Frauen mittleren Alters in Deutschland droht Altersarmut. Sie haben für die Familie ihren Job aufgegeben und werden nun vom neuen Unterhaltsrecht bestraft. von 

Wenn Jutta Hoffmann in zwei Jahren aufhört zu arbeiten, muss die Altenpflegerin mit etwas mehr als 800 Euro im Monat auskommen. So hoch wird die Rente der heute 63-Jährigen sein – und das, obwohl Hoffmann in den vergangenen 20 Jahren berufstätig war, drei Kinder groß gezogen und ihrem Mann fast 30 Jahre lang den Haushalt geführt hat. 2008 wurde sie nach fast drei Jahrzehnten Ehe geschieden. Auf Unterhalt vom Exmann zusätzlich zur schmalen Rente kann Hoffmann nicht hoffen.

Denn seit 2008 gibt es in Deutschland ein neues Unterhaltsrecht . Darin ist ein grundsätzlicher Versorgungsunterhalt bis zum Lebensende für Geschiedene nicht mehr vorgesehen. Der finanziell stärkere Partner soll den schwächeren zwar unterstützen – aber ob, wie viel und wie lange es Unterhalt gibt, entscheidet das Gericht.

Anzeige

Anspruch auf Unterhalt besteht, wenn ein gemeinsames Kind im Alter von unter drei Jahren beim Expartner lebt. Aber auch dann muss nachgewiesen werden, dass das Kind nicht anderweitig betreut werden kann und deshalb eine Berufstätigkeit nicht möglich ist. In allen anderen Fällen ist der Unterhaltsanspruch nur sehr schwer durchsetzbar . Es gilt die sogenannte nacheheliche Eigenverantwortung. Mehr noch: Ob lange oder kurze Ehen, Ehen mit oder ohne Kindern – alle werden gleich behandelt . Gültig ist das neue Unterhaltsrecht für alle Ehen, die nach 1977 geschieden wurden. Es führt damit eine ganze Frauengeneration in die Altersarmut , denn es sind nach wie vor die Frauen, die wegen der Familie im Beruf aussetzen oder zurückstecken – und nach der Ehe der finanziell schwächere Partner sind.

Tina Groll
Tina Groll

Tina Groll ist Redakteurin im Ressort Karriere bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier.

"Das neue Unterhaltsgesetz ist eine Katastrophe", sagt Jutta Wagner, Präsidiumsmitglied des Deutschen Juristinnenbund (DJB). Der DJB hatte schon frühzeitig auf die negativen Auswirkungen der Gesetzesnovellierung aufmerksam gemacht – vergeblich.

Wenig Vorsorgemöglichkeit als Zuverdienerin

Wagner ist Familienanwältin. In ihrer Kanzlei sitzen Frauen wie Jutta Hoffmann, die nach einer langjährigen Ehe große finanzielle Probleme plagen. Den Job haben sie für die Familie aufgegeben, allenfalls später einen Teilzeitjob angenommen. In die Rentenkasse haben sie deshalb kaum eingezahlt. Während der unbereinigte Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen 23 Prozent beträgt, ist die Einkommensdifferenz zwischen Rentnerinnen und Rentnern noch größer: Frauen haben im Alter im Durchschnitt 59,6 Prozent weniger als Männer. 

Jutta Hoffmann hat 1978 geheiratet und wurde schnell Mutter. Sie unterbrach ihre Berufstätigkeit, um die drei Kinder zu versorgen. Als die aus dem Gröbsten raus waren, wollte Hoffmann wieder arbeiten gehen, aber der Schwiegervater wurde pflegebedürftig. Erst Ende der 1990er Jahre kehrte Hoffmann in den Beruf zurück. Doch nach so langer Abwesenheit fand sie keine Stelle als Krankenschwester. Also nahm sie einen Teilzeitjob als Altenpflegerin an – und zahlte damit endlich wieder ins Rentensystem ein. Eine private Altersvorsorge hat sie nie abgeschlossen. "Ich dachte ja, dass die Lebensversicherung meines Mannes uns beide absichern würde", sagt sie.

Doch es kam anders. Nach fast 30 Jahren scheiterte die Ehe. Hoffmanns Exmann hat noch einmal geheiratet und eine neue Familie gegründet. Einen Unterhaltsanspruch konnte seine Exfrau vor Gericht nicht durchsetzen. Denn die Kinder sind erwachsen und Hoffmann arbeitet seit der Trennung wieder Vollzeit.

Mit der Rente droht ihr nun die Armut. Wie sie mit 800 Euro pro Monat über die Runden kommen soll, weiß sie nicht. Allein ihre kleine Wohnung kostet 550 Euro Warmmiete. Bleiben 250 Euro für Telefon, Strom, Essen, Kleidung, Medikamente und sonstiges. "Ich werde aufstockend Hartz IV beantragen und hoffen, dass meine Kinder mich unterstützen", sagt Hoffmann.

"Das Unterhaltsrecht macht den Lebensentwurf einer ganzen Frauengeneration zunichte", sagt Juristin Wagner. Sie befürwortet keineswegs das Versorgermodell. Im Gegenteil, die Juristin begrüßt, dass das Gesetz die Erwerbstätigkeit von Frauen fördert. Auch dass prinzipiell die Kinder allen geschiedenen Ehepartnern beim Unterhalt vorgezogen werden, hält sie für richtig. "Doch dass das Gesetz so in Kraft getreten ist, dass es zu Lasten einer ganzen Generation geht, ist gesellschaftlich unverantwortlich", sagt die Juristin.

Das findet auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ( CDU ). Sie hat deshalb vorgeschlagen , die Rente im Bedarfsfall auf bis zu 850 Euro aufzustocken. Voraussetzung dafür sind 40 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung, davon 30 Beitragsjahre sowie zunächst fünf Jahre private oder betriebliche Altersvorsorge. Bis 2047 soll die Privatvorsorge-Plicht auf 35 Jahre anwachsen. Würde der Vorschlag umgesetzt, bekäme Jutta Hoffmann keine Aufstockung. Sie erfüllt die Voraussetzungen nicht – wie die allermeisten Frauen.

Frauen riestern, Männern sorgen betrieblich vor

Aber nicht nur geschiedene Frauen müssen Altersarmut fürchten. Die Berliner Politikwissenschaftlerin Barbara Riedmüller hat zusammen mit der Sozialwissenschaftlerin Ulrike Schmalreck die Rentensituation von Frauen im mittleren Alter mit der von Frauen, die jetzt in Rente sind, verglichen. Für die Studie haben die Forscherinnen Daten des sozioökonomischen Panels verwendet.

Die Forscher fanden heraus, dass nicht nur die älteren Frauen, sondern auch die in den 1960er Jahren geborenen nur geringe Rentenansprüche haben. Insgesamt 41 Prozent der westdeutschen und 21 Prozent der ostdeutschen Frauen dieser mittleren Generation werden weniger als die Grundversorgung von 680 Euro im Monat erhalten. Der Grund: Auch viele dieser jüngeren Frauen haben ihren Beruf für die Familie aufgegeben oder nur noch in Teilzeit gearbeitet. Zwar sorgt ein Großteil dieser Frauen privat vor – aber mit niedrigen Erträgen. "Die Frauen riestern, die Männer sorgen mit einer betrieblichen Altersvorsorge vor – und die bringt bessere Erträge", sagt Riedmüller. Die meisten Frauen der mittleren Generation werden mit 150 Euro privater Rente im Monat rechnen können. Doch sie wird mit aufstockenden Sozialleistungen gegengerechnet.

"Die jüngeren Frauen müssen heute gegensteuern. Sie haben jetzt noch 20 Jahre Zeit, privat vorzusorgen", rät Riedmüller. Das ist auch der Rat von Jutta Wagner: "Die Gesellschaft wandelt sich. Frauen müssen für sich selbst sorgen – aber Politik muss die Rahmenbedingungen so gestalten, dass sie es auch unter allen Umständen tun können."

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Gilt das neue Unterhaltsrecht nicht für Ehen, die nach 1977 geschlossen wurden? Wenn sie nach 1977 geschieden wurden, kommt eine neue Regelung 2008 ein bisschen spät, oder?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Hallo Frau Schüller,

    das Unterhaltsgesetz gilt für alle Ehen, die nach 1977 geschlossen wurden - und rückwirkend auch für alle Ehen, die ab 1977 geschieden wurden. Das macht es ja so ungerecht. Im Jahr 1978 beispielsweise gingen Frauen von ganz anderen Lebensentwürfen. Sie hatten auch andere Erwerbs- und Berufchancen als es Frauen im Jahr 2008 hatten, beispielsweise.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tina Groll

    Sehr geehrte Frau Groll,

    deshalb ist es nur dann gerecht, wenn bei der Scheidung das Unterhaltsrecht angesetzt wird, das bei der Eheschließung gegolten hat.

    Damit sind aber immer noch die strukturellen Benachteiligungen von Frauen beseitigt.

    Herzliche Grüße
    Andrea Schüller

  2. wenn frau eine Versorgerehe eingeht, die eventuell am Ende nicht versorgend wirkt sondern an den Rande der wirtschaftlichen Existenzmöglichkeit bringt.

    Für viele wird es eng und wie auch im Artikel geschrieben, sind junge Frauen ebenfalls betroffen.

    Im Gegensatz zu Jutta Hoffmann aus dem Artikel, die 1978 heiratete, verfügen die Jüngeren über ein Wissen in Bezug auf Scheidungsraten, Unterhaltsprobleme, Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg in einen Beruf, Altersarmut und noch einiges mehr, das früher entweder ignoriert oder auch medial verschwiegen oder in eine Einzelschicksal-Ecke gepackt wurde.

    Und trotzdem wählen verhältnismäßig viele diesen Weg, selbst wenn es Kita-Plätze und einen Arbeitsplatz gibt, den man erhalten könnte.

    Vielleicht muss man viel klarer sagen, dass diese sehr individuell wirkenden Entscheidungen in vielen Fällen die gleichen negativen Folgen haben.

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was alles von Frauen gefordert wird, ist ja eine Seite der Medaille: Kinder, Arbeit, Haushalt... etc..
    Was Frauen erhalten, wenn sie es einlösen möchten, da sehe ich das Problem und die andere Seite der Medaille:

    WO ist die Vorsorgung der Kinder, die Hausaufgaebnetreuung mit hohem Niveau... und ... bevor ich es vergesse: Wo sind denn die ganzen VERNÜNFTIG bezahlten Arbeitsplätze für Frauen, die auch Mütter sind?!

    Nach steuerrechtlichen Anreizen wie dem Kindersplitting könnten wir auch noch fragen ... ;-)

    Vielleicht werden z.B. durch das Ehegattensplitting falsche Anreize gesetzt?
    Vielleicht sind die emanzipierten Rollenbilder noch nicht so weit verbreitet, wie gedacht?
    Vielleicht werden die Nachteile zunächst in Kauf genommen, weil sie in der Zukunft liegen und die Vorteile in der Gegenwart, weil es in der Gegenwart so schön ist, soviel vom Wachsen der Kinder mitzubekommen?
    ...

    • sibanja
    • 24. Februar 2012 16:10 Uhr

    Wann wird der Vollzeitjob Mutter eigentlich endlich mal als Berufsbezeichnung verankert und dementsprechend mit Rentenbeiträgen und Burnoutausfallhonorar vergütet? Ich kenne nur knallhart arbeitende Working Mums, mich selber eingeschlossen, knapp unter 40, verheiratet, 2 kl. Kinder, die nicht meckern, oder stöhnen, wie die oftmals weniger belastbaren Gatten, sondern ihren Turn machen. Wir schuften rund um die Uhr und haben gar keine Zeit und Energie, uns auch noch groß über die finanzielle Versorgung im Alter Gedanken zu machen. Zu fordern, das sollten wir nun bitteschön auch noch bedenken, sonst sind wir am Ende womöglich selber Schuld, ist schlichtweg unverschämt!

    @christygoe:

    Die Aufklärung ist zweifelsohne schon lange bekannt bezüglich der Scheidungsfolgen.

    Was aber immer noch nicht so recht bekannt zu sein scheint, ist die Problematik "Arbeitgeber/Arbeitnehmerinnen mit Kind"... , aber die werde ich hier nicht weiter ausführen.

    Interessanter finde ich folgenden Gedankengang:
    Desweiteren ist der Bereich, in dem Arbeitnehmerinnen gerne (!) gesehen und auch eingestellt (!) werden. Das ist der Bereich mit dem traditionellen Lohngefälle (basierend auf verschiedenen Lohngruppen für Männer und Frauenberufe in der BRD nach dem 2. WK), da Arbeit mit Menschen beispielsweise nur so mikrige Brutto-Gehälter hervorbringt, dass *Achtung, hier beißt sich die Katze in den Schwanz* sich eine Versorger-Ehe mehr lohnt als 40h/Woche inkl. Second Shift per day für Kind/Hausarbeit... Denn dies bringt über Dekaden hinweg als Altenpflegerin oder Krankenschwester etc. wenig Rente ein ...

    Diese Problematik wird aber selten thematisiert.
    Fazit: Ob Ehescheidung oder Arbeit: Altersarmut gib es leider in beiden Fällen...

  3. Ich habe ihr soeben eine Email geschickt und den Artikel empfohlen.

    6 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    auf Seite 2 steht etwas über die Ministerin

    Redaktion

    Hallo Bernauheim,

    das finde ich ja nett von Ihnen! :-) Und ja, die Arbeitsministerin hat die Problematik auf der Agenda - nur leider sieht der von ihr gemachte Vorschlag so hohe Hürden vor, die die meisten Frauen nicht erreichen.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tina Groll

    Weil der/die Kommentator/in diesen Artikel anderen empfiehlt wird eine Empfehlung der Redaktion vergeben? Ist das ein Scherz?

    sie kennen anscheinend die Taktik von Frau v.d.Leyen noch nicht: sie übt sich immer in großen Worten, ohne sie zu halten, ist nicht erreichbar bei kritischen Nachfragen, ignoriert ganz einfach das Leiden der Betroffenen, denn die stören ihren politischen Weg. Das war in der Vergangenheit so und es bessert sich nicht!

    vielleicht kann sie ja einen Ehrensold für diesen Personenkreis durchdrücken, wo man schon mal dabei ist!

  4. auf Seite 2 steht etwas über die Ministerin

    Eine Leserempfehlung
  5. Vielleicht erkennen ja diejenigen, die sich noch letzte Woche vehement gegen die "Strafabgabe" für Kinderlose gewehrt haben, anhand dieses Artikels, wozu diese Abgabe verwendet werden könnte/müsste.

    Das zugrundeliegende Problem ist immer dasselbe:

    Solange sich die "Familienförderung" in Deutschland darauf beschränkt, das Existenzminimum der Kinder per Kindergeld steuerfrei zu stellen, und solange sich die Kinder nicht um ihre eigenen Mütter (und Väter) kümmern können, weil das dazu erforderliche Geld von der Rentenversicherung abgesaugt und kinderlosen Rentenanwärtern zugeschustert wird, werden Familien in Deutschland ausgebeutet.

    15 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wenn sich Frauen entscheiden, sich auf ihren Ehemann zu verlassen und mit oftmals nur einem Kind ihren Beruf zu verlassen, um Heim und Garten zu betreuen, haben die Kinderlosen damit zunächst nichts zu tun und eine Kompensation über diesen Weg hielte ich für falsch.

    Vor allem, wenn ich sehe, dass es auch mit Arbeit und Kind gut geht.

    Für mich geht es in diesem Zusammenhang bei den jüngeren Frauen um einen Perspektivwechsel, der weg geht von dem Ausblenden jeglicher Finanzfragen, die die eigene Versorgung überblicken lassen.

    Die Sprüche "ich hab gedacht, mein Mann hätte/würde..." sind heute noch so gebräuchlich wie in der derzeitigen Rentnerinnen- oder Fast-Rentnerinnengeneration.

    Und da müßte sich von Seiten der Frauen noch einiges ändern.

    • sheldon
    • 27. Februar 2012 12:49 Uhr

    "Vielleicht erkennen ja diejenigen, die sich noch letzte Woche vehement gegen die "Strafabgabe" für Kinderlose gewehrt haben, anhand dieses Artikels, wozu diese Abgabe verwendet werden könnte/müsste."--- Welch schöner Satz.
    Sie glauben doch nicht im Ernst das eine neue Steuer denjenigen zu Gute kommt die das Geld benötigen?
    Nein, eine neue Steuer wird nichts bringen.
    Es wäre ja möglich das vorhandene Geld gerecht zu verteilen, statt wie jetzt mit der Gieskanne.
    Warum erhalten denn Familien mit Jahreseinkommen von 100.000,-€ und mehr Kindergeld?
    Zudem bedeutet Kinderlos nicht gleich das man sich nicht um Kinder kümmert.
    Ich unterstütze meine Schwester (2Kinder), meine Ex-Freundin (2 Kinder, beide nicht von mir) und meine jetzige Freundin (1 Kind, nicht von mir). Also 5 Kinder die nirgends auftauchen wo die Väter keine "Strafsteuer" für zahlen und ich sehr wohl.
    Klingt sehr unausgegoren.

    • reandra
    • 29. Februar 2012 9:57 Uhr

    Wieso wird das Geld denjenigen zugeschuster, die durch einen Anteil von 19,82% in dieRentenversicherung eingezahlt haben,sie haben sich einen Rentenanspruch erworben. Nicht wenige von diesen Einzahlern haben auch Kinder, haben aber nicht den Weg der Versorgungsehe gewählt.

  6. Wenn sich Frauen entscheiden, sich auf ihren Ehemann zu verlassen und mit oftmals nur einem Kind ihren Beruf zu verlassen, um Heim und Garten zu betreuen, haben die Kinderlosen damit zunächst nichts zu tun und eine Kompensation über diesen Weg hielte ich für falsch.

    Vor allem, wenn ich sehe, dass es auch mit Arbeit und Kind gut geht.

    Für mich geht es in diesem Zusammenhang bei den jüngeren Frauen um einen Perspektivwechsel, der weg geht von dem Ausblenden jeglicher Finanzfragen, die die eigene Versorgung überblicken lassen.

    Die Sprüche "ich hab gedacht, mein Mann hätte/würde..." sind heute noch so gebräuchlich wie in der derzeitigen Rentnerinnen- oder Fast-Rentnerinnengeneration.

    Und da müßte sich von Seiten der Frauen noch einiges ändern.

    13 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Und da müßte sich von Seiten der Frauen noch einiges ändern."

    Es wäre einfacher System zu ändern, als die Menschen ändern zu wollen. Selbst wenn ersteres schon schwierig genug werden wird. Wir sind ja schließlich keine Diktatur!

    Außerdem ging es im Beispiel von Frau Hoffman nicht um "Arbeit und Kind" wie bei Ihnen, sondern um drei Kinder.
    Ein Kind pro zwei Eltern ist nicht die Lösung. Das sollten Sie wissen.

    Deshalb würden bei der Kinderlosenabgabe zurecht die Eltern von Einzelkindern zur Hälfte wie Kinderlose behandelt werden.

    • Lea123
    • 24. Februar 2012 21:45 Uhr

    Da muss sich nicht nur von der Seite der Frauen, sondern auch von der Seite der Männer einiges ändern...
    Viele gehen immer noch automatisch davon aus, dass sie sich auch mit Kindern oder pflegebedürftiger Angehöriger voll auf die Karriere konzentrieren können - sie haben ja geheiratet.
    Verantwortung für alle "häuslichen " Belange übernimmt damit die Frau und wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, kann die dann auch ein bisschen arbeiten gehen. Man ist ja fortschrittlich.
    Wenn ihr Mann für die Arbeit (Kinderbetreung+ Haushaltsführung+ Altenpflege) die sie verrichtet hat hätte bezahlen müssen wäre ihn das wohl ganz schön teuer gekommen.
    Er hat also dreißig Jahre lang den "Rücken frei gehalten" bekommen, gearbeitet und bekommt dafür nun Rente. Und sie?
    hat auch gearbeitet - ist nur nicht dafür bezahlt worden und muss jetzt sehen wie sie klarkommt.
    Das ist ungerecht.

  7. und ist ein Leben, das weltweit viele Frauen in Industrienationen führen, ohne etwas von "Burnout" zu faseln oder die Geburtenrate nach unten zu bringen.

    8 Leserempfehlungen
    Antwort auf "......"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf mehreren Seiten lesen
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte CDU | Ursula von der Leyen | Hartz IV | Altersvorsorge | Ehe | Euro
Service