Arbeitszeit-Initiative: 30-Stunden-Woche soll Vollbeschäftigung sichern
Gäbe es Arbeit für alle, wenn jeder etwas weniger machte? Linke Ökonomen fordern allgemeine Arbeitszeitverkürzung; selbst vollen Lohnausgleich halten sie für realistisch.
30 Stunden Wochenarbeitszeit für alle – das fordert eine Gruppe von alternativen Ökonomen, Vertretern von Gewerkschaften und Frauenverbänden sowie Aktivisten von Attac. Sie haben sich zur "Initiative Arbeitszeitverkürzung" zusammengeschlossen und wollen eine kürzere Normalarbeitszeit – bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
© ZEIT ONLINE
Zwar waren noch nie so viele Menschen in Deutschland erwerbstätig wie derzeit. Dennoch gibt es fast drei Millionen Arbeitslose – viele von ihnen sind langzeitarbeitslos. "Faktisch liegt die Arbeitslosigkeit sogar bei etwa sechs Millionen", sagt die Bremer Soziologin Margareta Steinrücke. Ein-Euro-Jobber, jugendliche und ältere Arbeitslose, Minijobber und jene, die sich auch ohne Job nicht arbeitslos melden, müssten dazu gerechnet werden. Und während die einen keine Arbeit finden, arbeiten sich andere krankenhausreif: Die Zahl der Burn-out-Erkrankungen ist so hoch wie nie.
Eine generelle Arbeitszeitverkürzung sei das wirksame Mittel gegen Arbeitslosigkeit und würde die moderne Arbeitsgesellschaft menschenfreundlicher machen, sagt Steinrücke, die Mitglied der Initiative ist. Eine kürzere Normalarbeitszeit ohne Gehaltseinbußen komme zudem vielen Beschäftigten entgegen. Besonders junge Mütter und Väter würden davon profitieren, weil sich Familie und Beruf leichter miteinander vereinbaren ließen. Auch Berufstätigen, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, kommt dieses Modell entgegen. Ältere Arbeitnehmer könnten auf diese Weise länger und gesünder im Beruf bleiben. Zugleich hätten Berufstätige mehr Zeit für Ehrenamt und politisches Engagement.
Allerdings muss das Vorhaben finanziert werden – und es darf nicht zu einer weiteren Arbeitsverdichtung führen. Deshalb fordert die Initiative, dass die Unternehmensgewinne massiv umverteilt und gleichzeitig mehr Arbeitnehmer eingestellt werden. "In den letzten Jahren ist die Lohnquote gesunken, aber die Gewinne sind gestiegen. Rein rechnerisch ist ein voller Lohnausgleich realisierbar", sagt Steinrücke. Zudem könne bei einer kürzeren Normalarbeitszeit von 30 Stunden in der Woche mit einer Leistungssteigerung gerechnet werden, weil Mitarbeiter ausgeruhter und leistungsbereiter seien.
Ökonomisch sinnvoll und machbar
Nach Berechnungen der Initiative lässt sich die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich innerhalb von fünf Jahren erreichen. Ökonomisch sei die Arbeitszeitverkürzung für alle Einkommensgruppen machbar, wenn dazu zwei Prozent Produktivitätsfortschritt und drei Prozent Gewinnumverteilung herangezogen würden, sagt der Attac nahestehende Polit-Ökonom Mohssen Massarrat.
Aber warum ausgerechnet 30 Stunden in der Woche? Es habe sich gezeigt, dass eine Reduzierung auf durchschnittlich 30 Stunden in der Woche ökonomisch sinnvoll sei und von vielen Berufstätigen gewünscht werde, sagt Steinrücke. "Natürlich gibt es Lebens- und Arbeitsphasen, in denen Menschen mehr arbeiten wollen – allerdings sollte der Zeitausgleich dafür verbindlich geregelt werden." In der zurückliegenden Finanz- und Wirtschaftskrise hätten die meisten Unternehmen mit Kurzarbeit die Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden reduziert und damit positive Erfahrungen gemacht, sagt die Soziologin. Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge gaben die meisten Beschäftigten sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit diese Stundenzahl als Wunscharbeitszeit an.
Die Ökonomen der Initiative sind sich einig, dass sich eine Verkürzung insgesamt lohnen könnte. Zwar werde es immer eine geringe Sockelarbeitslosigkeit geben, jedoch sei der Zuwachs an Beschäftigung nicht zu unterschätzen. Auf diese Weise könnten die Kosten für die Arbeitslosigkeit gesenkt werden. Sie betragen derzeit nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) jährlich etwa 58 Milliarden Euro.







Soweit richtig, der volle Lohnausgleich ist aber nur machbar, wenn wir die Notenpresse anwerfen - dh defacto alles Geld entwerten. 30h bei gleichem Stundenlohn - dies wäre fair und solidarisch mit den Arbeitslosen. Nur nicht so leicht populär durchsetzbar
Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Was sind die Gründe, warum das darin vorgeschlagene Modell nicht funktionieren könnte?
Was glauben Sie, um wie viel produktiver ein einzelner Mensch heutzutage durch den Einsatz von Maschinen und Computer geworden ist?
http://de.wikipedia.org/w...
Achja:
"Eine langfristig sinkende Kapitalproduktivität ist problematisch, da dieses bedeutet, dass langfristig die gesamtwirtschaftliche Kapitalrentabilität (Kapitaleinkommen im Verhältnis zum Kapitalstock) nur gehalten werden kann, wenn der Anteil der Arbeitseinkommen am BIP verkleinert wird, wobei dieses natürlich spätestens dann ein Ende hätte, wenn diese Lohnquote den Wert null erreicht hätte."
... das deswegen irgendeine Notenpresse in Gang gesetzt werden muß, glaube ich nicht: es wäre der längst fällige Schritt zu einer gerechten Entlohnung in einer der reichsten und wirtschaftlich stärksten Nation. Wir können es uns leisten und sollten uns nicht von erpresserischen Unternehmer-Äußerungen beeinflussen lassen.
Geringere Löhne mit einer Gewinnbeteiligung wären denkbar, alles andere wird in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Unternehmen killen.
Darüberhinaus werden die Lohnnebenkosten (vor allem Krankenkassen- und Rentenbeiträge) durch den demographischen Wandel massiv unter druck geraten und damit das Lohnnivau weiter drücken.
verkaufen, dann wäre zwar der Lohn nicht ausgeglichen, aber die Erwerbskraft die selbe wie vorher.
Und ich für meinen Teil, ich beschwer mich immer nur darüber das für einen Betrag X immer beschisseneres im Einkaufswagen landet.
Qualität muss ja nicht selten sein.
Daher 30 Stunden und weniger, alleine der Umwelt zu Liebe!
Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Was sind die Gründe, warum das darin vorgeschlagene Modell nicht funktionieren könnte?
Was glauben Sie, um wie viel produktiver ein einzelner Mensch heutzutage durch den Einsatz von Maschinen und Computer geworden ist?
http://de.wikipedia.org/w...
Achja:
"Eine langfristig sinkende Kapitalproduktivität ist problematisch, da dieses bedeutet, dass langfristig die gesamtwirtschaftliche Kapitalrentabilität (Kapitaleinkommen im Verhältnis zum Kapitalstock) nur gehalten werden kann, wenn der Anteil der Arbeitseinkommen am BIP verkleinert wird, wobei dieses natürlich spätestens dann ein Ende hätte, wenn diese Lohnquote den Wert null erreicht hätte."
... das deswegen irgendeine Notenpresse in Gang gesetzt werden muß, glaube ich nicht: es wäre der längst fällige Schritt zu einer gerechten Entlohnung in einer der reichsten und wirtschaftlich stärksten Nation. Wir können es uns leisten und sollten uns nicht von erpresserischen Unternehmer-Äußerungen beeinflussen lassen.
Geringere Löhne mit einer Gewinnbeteiligung wären denkbar, alles andere wird in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Unternehmen killen.
Darüberhinaus werden die Lohnnebenkosten (vor allem Krankenkassen- und Rentenbeiträge) durch den demographischen Wandel massiv unter druck geraten und damit das Lohnnivau weiter drücken.
verkaufen, dann wäre zwar der Lohn nicht ausgeglichen, aber die Erwerbskraft die selbe wie vorher.
Und ich für meinen Teil, ich beschwer mich immer nur darüber das für einen Betrag X immer beschisseneres im Einkaufswagen landet.
Qualität muss ja nicht selten sein.
Daher 30 Stunden und weniger, alleine der Umwelt zu Liebe!
Bitte, endlich aufwachen und umsetzen. Seit geraumer Zeit gibt es diesen Trend, Gewinnüberschüsse nicht mehr an die Arbeitnehmer auszuzahlen. Gleichzeitig wurde die einst begonne Arbeitszeitverkürzung mit dem Ziel der Vollbeschäftigung schrittweise rückgängig gemacht. Wenn man behauptet wir arbeiten heute nicht für uns, sondern fürs Kapital, liegt man demnach nicht ganz falsch!
Zusätzlich spüre ich (zumindest in meinem Umfeld), dass sich die jetzige Generation der Arbeitswelteinsteiger von der Generation Wirtschaftswunder/Nachkriegszeit eindeutig unterscheiden indem sie einen viel höheren Wert auf Freizeit als auf einen hohes Gehalt legt.
Warum soll ich als junger Familienvater mehr verdienen als notwendig, dafür meine Familie (mit Pendeln) fast nicht mehr sehen? Damit ich in der Rente glücklich bin?
unter die Räder gekommen ist.
Zwischenbemerkung: Menschen die für Fortschritt, für soziale Gerechtigkeit sind, nennt man (die ZEIT) Linke.
Die Linke sollte sich vielleicht in "Die Gerechtigkeit" umtaufen...
Zu dem sehr zu begrüßenden Modell der 30-Stundn-Woche muss als Rahmenbedingung auch das Arbeitszeitgesetz verändert werden.
Denn nach diesem kann man ganz regulär 48 Std./Woche arbeiten, oder als Krankenpfleger, oder Arzt auch 60 Std.!
Auch die Gewerkschaften haben Gummi-Tarifverträge abgeschlossen.
37,5 oder 35 Std./Woche - mit Verteilzeiträumen bis zu zwei Jahren - und am Ende wird die Mehrarbeit dann nicht abgefeiert, sondern ausgezahlt. Auch das - natürlich als Ausnahme - möglich.
Hier müssen sich die Gewerkschaften wieder was trauen und nicht mehr auf Kuschel-Kurs gehen!
Noch ein ganz tolles Arbeitszeitmodell: Vertrauensarbeitszeit.
Das bekommen bei uns alle AT-Angestellten aufgedrückt. Die werden dann auch so richtig ins Hamsterrad eingespannt.
Dann werden auch mal 200, oder 300 Std. im Jahr gekappt. Denn es waren ja keine Überstunden angeordnet. Und was kann der Arbeitgeber dafür, dass der MA so langsam ist?
Wenn mir meine Lebenserfahrung was gelernt hat, dann das von Arbeitgeberseite jede Lücke und jeder Gummiparagraph bis zum erbrechen ausgenutzt wird.
Umgekehrt, wenn ich als Arbeitgeber mein Rechte nutze, werde ich schief angesehen.
Als ich mal Bildungsurlaub machen wollte, hat mich mein damaliger Chef gefragt, ob ich Kommunist sei...
das kapital lesen.
dann finden sie heraus, warum ein ersatzheer von arbeitslosen gewollt, gewünscht und erzwungen wird.
der traum von vollbeschäftigung wird nur benutzt, wenn es darum geht, löhne zu kürzen, alg1-2 zu kürzen und die arbeitsbedingungen zu verschlechtern. mit dem ersatzheer kann man die arbeitslosen gegen niedriglohnarbeiter ausspielen.
wie kann man qualifizierte fachkräfte aus dem ausland fordern, wenn man vollbeschäftigung anstrebt, sie hat und gleichzeitig noch selbst ausbildet?
unter die Räder gekommen ist.
Zwischenbemerkung: Menschen die für Fortschritt, für soziale Gerechtigkeit sind, nennt man (die ZEIT) Linke.
Die Linke sollte sich vielleicht in "Die Gerechtigkeit" umtaufen...
Zu dem sehr zu begrüßenden Modell der 30-Stundn-Woche muss als Rahmenbedingung auch das Arbeitszeitgesetz verändert werden.
Denn nach diesem kann man ganz regulär 48 Std./Woche arbeiten, oder als Krankenpfleger, oder Arzt auch 60 Std.!
Auch die Gewerkschaften haben Gummi-Tarifverträge abgeschlossen.
37,5 oder 35 Std./Woche - mit Verteilzeiträumen bis zu zwei Jahren - und am Ende wird die Mehrarbeit dann nicht abgefeiert, sondern ausgezahlt. Auch das - natürlich als Ausnahme - möglich.
Hier müssen sich die Gewerkschaften wieder was trauen und nicht mehr auf Kuschel-Kurs gehen!
Noch ein ganz tolles Arbeitszeitmodell: Vertrauensarbeitszeit.
Das bekommen bei uns alle AT-Angestellten aufgedrückt. Die werden dann auch so richtig ins Hamsterrad eingespannt.
Dann werden auch mal 200, oder 300 Std. im Jahr gekappt. Denn es waren ja keine Überstunden angeordnet. Und was kann der Arbeitgeber dafür, dass der MA so langsam ist?
Wenn mir meine Lebenserfahrung was gelernt hat, dann das von Arbeitgeberseite jede Lücke und jeder Gummiparagraph bis zum erbrechen ausgenutzt wird.
Umgekehrt, wenn ich als Arbeitgeber mein Rechte nutze, werde ich schief angesehen.
Als ich mal Bildungsurlaub machen wollte, hat mich mein damaliger Chef gefragt, ob ich Kommunist sei...
das kapital lesen.
dann finden sie heraus, warum ein ersatzheer von arbeitslosen gewollt, gewünscht und erzwungen wird.
der traum von vollbeschäftigung wird nur benutzt, wenn es darum geht, löhne zu kürzen, alg1-2 zu kürzen und die arbeitsbedingungen zu verschlechtern. mit dem ersatzheer kann man die arbeitslosen gegen niedriglohnarbeiter ausspielen.
wie kann man qualifizierte fachkräfte aus dem ausland fordern, wenn man vollbeschäftigung anstrebt, sie hat und gleichzeitig noch selbst ausbildet?
30 Stunden pro Woche? Und was mache ich dann ab Mittwoch?
Schön, dass immer die von weniger arbeiten und mehr Geld reden, die selber gar nicht wissen wie man Geld verdient...
???
>Und was mache ich dann ab Mittwoch?
Schon traurig, wenn einem da so gar nix einfällt. Ich befürchte nur leider, dass diese Denke kein Einzelfall ist.
Das andere Problem liegt m. E. darin, dass die Burn-out Kandidaten nicht die Leute sind, die nach 40 Stunden den Bleistift fallen lassen. Und denen nützen dann auch nominelle 30 Stunden nix.
Ich denke eher ein Mann der bis Mittwoch 30 Stunden zusammenhaben muss um mit diesem Durchschnitt über den ganzen Monat gesehen durchkommt weiss nicht wie man Geld verdient. Denn Ihr Aufwand für das Geld verdienen erscheint mir immens hoch.
... das Ihnen ein Leben von 19-22 Uhr reicht und Sie in Ihrer Arbeit Ihre Passion sehen, aber solange ich als Arbeitnehmer mit meinem Dumpinglohn die Gewinne der Großen Fische subventionieren muss werde ich mich hüten dafür auch noch Werbung zu machen.
Schön, dass immer die von weniger arbeiten und mehr Geld reden, die selber gar nicht wissen wie man Geld verdient...
Das primäre Ziel der Menschen ist Leben und sich um Nachkommen kümmern, nicht Geldverdienen. Schön, dass ausgerechnet immer diejenigen von mehr Arbeit und weniger Geld reden, die selbst gar nicht wissen wie man lebt und wohlmöglich gar keine Zeit für Nachkommen haben.
Sie sollten in Ihrer Arbeitszeit auch ARBEITEN anstelle aus Zeit.de ihre Zeit verdrödeln!
für Offshore Windkraft und verdiene überdurchschnittlich gut.
Trotz dessen würde ich es absolut begrüßen, wenn dieses 30 Std. Programm umgesetzt werden sollte.
Man sollte die Arbeit sinnvoll verteilen.
Es gibt immernoch zu viele Menschen, die gerne arbeiten würden, aber nicht auf den Arbeitsmarkt gelangen.
Andere die arbeiten, stehen vermehrt vor dem Burn-Out.
Das ist ne absurde Situation.
Und Geld ist definitiv für alle genügend da, es wird nur konsequent falsch verteilt.
...., der körperlich anstrengende Arbeit zwei Tage hintereinander jeweils 15 Stunden am Tag absolviert, was dieser an dem Mittwoch und den darauf folgenden Tag macht.
Zum Artikel:
Muss das sein, dass ständig das Wort links in solchen Vorschlägen auftauchen muss? Kann so etwas nicht unparteiisch besprochen werden? Dieses Stigmatisieren eines Vorschlags in Richtung links oder rechts macht ihn oft geschichtlich gesehen nicht diskutierbar, obwohl er wenig damit zu tun hat.
Außerdem muss ich mir hier linke Gedanken anheften lassen, weil ich diesen Vorschlag nachvollziehbar, ob er funktioniert oder nicht sei dahingestellt, finde?
Ich frage Sie (Tribun75).....Woher wissen Sie, dass es mal wieder die üblichen Verdächtigen sind? Ich zitiere Sie:
...Schön, dass immer die von weniger arbeiten und mehr Geld reden, die selber gar nicht wissen wie man Geld verdient....
"Die selber gar nicht wissen wie man Geld verdient..."
Eigentlich sollte es ja darum gehen, wie man etwas herstellt, von Qualität, möglichst ressourcenschonend und günstig zugleich (allerdings für den Konsumenten). Das ist Effizienz.
Wie man Geld verdient ist leicht. Betrug, Drogenhandel, Waffenschieberei, Korruption, usw.
Damit verdient man gut Geld. Und selbst vieles, was hierzulande noch "legal" ist, fällt schon unter Betrug und Korruption, eben legalisierter Betrug und Korruption.
Sei wann hat Arbeiten was mit Geld verdienen zu tun? In dem Deutschland in dem ich lebe ist das schon lang nicht mehr.
Anscheinend haben Sie keine Ahnung wie man Geld verdient.
Am meisten "verdienen" die jenigen die "ihr Geld arbeiten lassen", was heisst das Niedriglohnbeschäftigte Hart4 Aufstocker 50 Stunden für die Rendite der Anleger rackern.
Ich sehe das nicht so, dass eine immens hohe Arbeitszeit ein Grund zum Angeben ist. Manche Zeitgenossen scheinen das ja anders zu sehen.
Es ist schon traurig, wenn man vor lauter Arbeit nicht mehr weiß, was man in seiner Freizeit anstellen soll. Wofür leben Sie eigentlich?
Und dann noch pauschal diejenigen abwerten, die sich für eine größere Humanität in der Wirtschaft einsetzen. Was lässt das für Schlüsse über den Kommentator zu?
und nicht die Arbeit.
Definieren sie sich etwa über ihre Arbeit ? Das wäre sehr traurig...denn sie reduzieren sich ja selbst dabei zu einem Arbeitssklaven.
Im Übrigen spielt die Zeit bei einer Arbeit überhaupt keine Rolle, im Zusammenhang mit dem Verdienst.
Ich kenne einen Immobilenmakler der 3-4 mal im Jahr ein Objekt vermittelt und dafür eine sehr hohe Provision bekommt.
Tja, wie gesagt, wer sich kaputt arbeiten will solls gerne machen, aber als Workaholic stolz auf sich zu sein ist ein Widerspruch...als würde eine Drogenkonsument stolz auf sein Handeln sein...einfach nur lächerlich.
...sehr viel verdienen und sehr viel Steuern zahlen. Sozialneid ist insofern unberechtigt. Die vielen Steuern zahlt er allerdings, damit er denjenigen, der keine Arbeit findet (u.a. weil es eben solche Extremjobber gibt), mit "durchfüttern" kann.
Die Entwicklung dahin, dass die Top-Absolventen immer höhere Gehälter bekommen, immer mehr arbeiten (bis zur Selbstaufgabe) und die anderen auf der Strecke bleiben, ist gesamtgesellschaftlich aber auch alles andere als glücklich. Die Arbeitszeitgesetze müssten viel rigider überwacht werden, dass keiner mehr als 50 Stunden / Woche arbeitet. 30-Stunden-Woche ist natürlich utopisch, das fördert nur die Schwarzarbeit.
???
>Und was mache ich dann ab Mittwoch?
Schon traurig, wenn einem da so gar nix einfällt. Ich befürchte nur leider, dass diese Denke kein Einzelfall ist.
Das andere Problem liegt m. E. darin, dass die Burn-out Kandidaten nicht die Leute sind, die nach 40 Stunden den Bleistift fallen lassen. Und denen nützen dann auch nominelle 30 Stunden nix.
Ich denke eher ein Mann der bis Mittwoch 30 Stunden zusammenhaben muss um mit diesem Durchschnitt über den ganzen Monat gesehen durchkommt weiss nicht wie man Geld verdient. Denn Ihr Aufwand für das Geld verdienen erscheint mir immens hoch.
... das Ihnen ein Leben von 19-22 Uhr reicht und Sie in Ihrer Arbeit Ihre Passion sehen, aber solange ich als Arbeitnehmer mit meinem Dumpinglohn die Gewinne der Großen Fische subventionieren muss werde ich mich hüten dafür auch noch Werbung zu machen.
Schön, dass immer die von weniger arbeiten und mehr Geld reden, die selber gar nicht wissen wie man Geld verdient...
Das primäre Ziel der Menschen ist Leben und sich um Nachkommen kümmern, nicht Geldverdienen. Schön, dass ausgerechnet immer diejenigen von mehr Arbeit und weniger Geld reden, die selbst gar nicht wissen wie man lebt und wohlmöglich gar keine Zeit für Nachkommen haben.
Sie sollten in Ihrer Arbeitszeit auch ARBEITEN anstelle aus Zeit.de ihre Zeit verdrödeln!
für Offshore Windkraft und verdiene überdurchschnittlich gut.
Trotz dessen würde ich es absolut begrüßen, wenn dieses 30 Std. Programm umgesetzt werden sollte.
Man sollte die Arbeit sinnvoll verteilen.
Es gibt immernoch zu viele Menschen, die gerne arbeiten würden, aber nicht auf den Arbeitsmarkt gelangen.
Andere die arbeiten, stehen vermehrt vor dem Burn-Out.
Das ist ne absurde Situation.
Und Geld ist definitiv für alle genügend da, es wird nur konsequent falsch verteilt.
...., der körperlich anstrengende Arbeit zwei Tage hintereinander jeweils 15 Stunden am Tag absolviert, was dieser an dem Mittwoch und den darauf folgenden Tag macht.
Zum Artikel:
Muss das sein, dass ständig das Wort links in solchen Vorschlägen auftauchen muss? Kann so etwas nicht unparteiisch besprochen werden? Dieses Stigmatisieren eines Vorschlags in Richtung links oder rechts macht ihn oft geschichtlich gesehen nicht diskutierbar, obwohl er wenig damit zu tun hat.
Außerdem muss ich mir hier linke Gedanken anheften lassen, weil ich diesen Vorschlag nachvollziehbar, ob er funktioniert oder nicht sei dahingestellt, finde?
Ich frage Sie (Tribun75).....Woher wissen Sie, dass es mal wieder die üblichen Verdächtigen sind? Ich zitiere Sie:
...Schön, dass immer die von weniger arbeiten und mehr Geld reden, die selber gar nicht wissen wie man Geld verdient....
"Die selber gar nicht wissen wie man Geld verdient..."
Eigentlich sollte es ja darum gehen, wie man etwas herstellt, von Qualität, möglichst ressourcenschonend und günstig zugleich (allerdings für den Konsumenten). Das ist Effizienz.
Wie man Geld verdient ist leicht. Betrug, Drogenhandel, Waffenschieberei, Korruption, usw.
Damit verdient man gut Geld. Und selbst vieles, was hierzulande noch "legal" ist, fällt schon unter Betrug und Korruption, eben legalisierter Betrug und Korruption.
Sei wann hat Arbeiten was mit Geld verdienen zu tun? In dem Deutschland in dem ich lebe ist das schon lang nicht mehr.
Anscheinend haben Sie keine Ahnung wie man Geld verdient.
Am meisten "verdienen" die jenigen die "ihr Geld arbeiten lassen", was heisst das Niedriglohnbeschäftigte Hart4 Aufstocker 50 Stunden für die Rendite der Anleger rackern.
Ich sehe das nicht so, dass eine immens hohe Arbeitszeit ein Grund zum Angeben ist. Manche Zeitgenossen scheinen das ja anders zu sehen.
Es ist schon traurig, wenn man vor lauter Arbeit nicht mehr weiß, was man in seiner Freizeit anstellen soll. Wofür leben Sie eigentlich?
Und dann noch pauschal diejenigen abwerten, die sich für eine größere Humanität in der Wirtschaft einsetzen. Was lässt das für Schlüsse über den Kommentator zu?
und nicht die Arbeit.
Definieren sie sich etwa über ihre Arbeit ? Das wäre sehr traurig...denn sie reduzieren sich ja selbst dabei zu einem Arbeitssklaven.
Im Übrigen spielt die Zeit bei einer Arbeit überhaupt keine Rolle, im Zusammenhang mit dem Verdienst.
Ich kenne einen Immobilenmakler der 3-4 mal im Jahr ein Objekt vermittelt und dafür eine sehr hohe Provision bekommt.
Tja, wie gesagt, wer sich kaputt arbeiten will solls gerne machen, aber als Workaholic stolz auf sich zu sein ist ein Widerspruch...als würde eine Drogenkonsument stolz auf sein Handeln sein...einfach nur lächerlich.
...sehr viel verdienen und sehr viel Steuern zahlen. Sozialneid ist insofern unberechtigt. Die vielen Steuern zahlt er allerdings, damit er denjenigen, der keine Arbeit findet (u.a. weil es eben solche Extremjobber gibt), mit "durchfüttern" kann.
Die Entwicklung dahin, dass die Top-Absolventen immer höhere Gehälter bekommen, immer mehr arbeiten (bis zur Selbstaufgabe) und die anderen auf der Strecke bleiben, ist gesamtgesellschaftlich aber auch alles andere als glücklich. Die Arbeitszeitgesetze müssten viel rigider überwacht werden, dass keiner mehr als 50 Stunden / Woche arbeitet. 30-Stunden-Woche ist natürlich utopisch, das fördert nur die Schwarzarbeit.
???
Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Was sind die Gründe, warum das darin vorgeschlagene Modell nicht funktionieren könnte?
"Was sind die Gründe, warum das darin vorgeschlagene Modell nicht funktionieren könnte?" Der wesentliche Grund ist der Mensch als solcher.
Die Vorschläge im Artikel sind in der Theorie vorstellbar, aber nicht in der Praxis. Weniger Arbeit, weniger Druck bei der Arbeit ist wünschenswert, wenn der Mensch selber fähig wäre, sich darauf einzustellen. Arbeit hat sich immer nachteilig auf Physis und Psyche beim Menschen ausgewirkt. Sind aber wirklich und ausschließlich die Arbeitsanforderungen Ursache für die im Artikel aufgezeigten Folgen der heutigen Arbeitswelt? Wir füttern uns täglich mit Informationen, auch sehr oft mit Wiederholungen von diesen. Wir beteiligen uns an Social-Commitees. Wir beschäftigen uns im Beruf und Privat, aus meiner Sicht, im Wesentlichen mit Überflüssigem und spenden dafür viele Stunden eines Tages. Ich neige eher dazu, denen zuzuhören, die uns auffordern, unsere Ansprüche an uns selbst zurück zu schrauben. Ich muss nicht bei jedem Event dabei sein. Ich muss nicht zu jedem Artikel/Kommentar meinen Brei dazugeben. Ich muss nicht jeder Information hinterherhecheln. Ich suche das Gespräch mit Freunden und Familie, ich gehe oder radfahre hinaus in die Natur, ich besuche Konzert, Theater, treibe Sport - aber immer mit Zeiträumen zwischen den Aktivitäten. Übrigens gibt es keine generelle Lösung sondern immer nur solche, die auch Platz für Individuelles lassen.
.. etwa Frankreich im wirtschaftlichen Vergleich so weit abgeschlagen hinter Deutschland liegt, ist die dortige 32-Stundenwoche. Von Gewerkschaftern durchgesetzt und als großer Erfolg gefeiert, ist sie dort der Flop des Jahrhunderts - man spricht auch von Wettbewerbsfähigkeit, die den Franzosen nun eben fehlt. Wenn wir unsere Autos entsprechend verteuern, freuen sich die Japaner und Chinesen - so einfach ist das. Auch wenn die Linke es sich noch so sehr wünscht: Geld wächst nicht auf Bäumen, sondern muss erabeitet werden, bevor man es verteilen kann. Simple Logik und für jederman zu verstehn, außer eben für linke Utopisten.
"Was sind die Gründe, warum das darin vorgeschlagene Modell nicht funktionieren könnte?" Der wesentliche Grund ist der Mensch als solcher.
Die Vorschläge im Artikel sind in der Theorie vorstellbar, aber nicht in der Praxis. Weniger Arbeit, weniger Druck bei der Arbeit ist wünschenswert, wenn der Mensch selber fähig wäre, sich darauf einzustellen. Arbeit hat sich immer nachteilig auf Physis und Psyche beim Menschen ausgewirkt. Sind aber wirklich und ausschließlich die Arbeitsanforderungen Ursache für die im Artikel aufgezeigten Folgen der heutigen Arbeitswelt? Wir füttern uns täglich mit Informationen, auch sehr oft mit Wiederholungen von diesen. Wir beteiligen uns an Social-Commitees. Wir beschäftigen uns im Beruf und Privat, aus meiner Sicht, im Wesentlichen mit Überflüssigem und spenden dafür viele Stunden eines Tages. Ich neige eher dazu, denen zuzuhören, die uns auffordern, unsere Ansprüche an uns selbst zurück zu schrauben. Ich muss nicht bei jedem Event dabei sein. Ich muss nicht zu jedem Artikel/Kommentar meinen Brei dazugeben. Ich muss nicht jeder Information hinterherhecheln. Ich suche das Gespräch mit Freunden und Familie, ich gehe oder radfahre hinaus in die Natur, ich besuche Konzert, Theater, treibe Sport - aber immer mit Zeiträumen zwischen den Aktivitäten. Übrigens gibt es keine generelle Lösung sondern immer nur solche, die auch Platz für Individuelles lassen.
.. etwa Frankreich im wirtschaftlichen Vergleich so weit abgeschlagen hinter Deutschland liegt, ist die dortige 32-Stundenwoche. Von Gewerkschaftern durchgesetzt und als großer Erfolg gefeiert, ist sie dort der Flop des Jahrhunderts - man spricht auch von Wettbewerbsfähigkeit, die den Franzosen nun eben fehlt. Wenn wir unsere Autos entsprechend verteuern, freuen sich die Japaner und Chinesen - so einfach ist das. Auch wenn die Linke es sich noch so sehr wünscht: Geld wächst nicht auf Bäumen, sondern muss erabeitet werden, bevor man es verteilen kann. Simple Logik und für jederman zu verstehn, außer eben für linke Utopisten.
Welche Gewinne meinen sie denn? Wer es falsch macht, nimmt den Unternehmen die Möglichkeit zur Finanzierung von Investitionen und damit die Möglichkeit, auf Marktveränderungen auf der Absatz- und Beschaffungsseite insbesondere von Investitionsgütern zu reagieren. Nein das Thema Arbeitszeitverkürzung kennen wir schon. Es hat letztlich nur zu Arbeitslosen und einem Niedriglohnsektor geführt. Diese Fehler müssen wir nicht immer wieder machen.
Schon mal darüber nachgedacht, wo die, das wollen Sie doch wohl nicht negieren, Gewinne heuzutage bleiben??? Sicher soll der Unternehmer Geld zu weiteren Investitionen zur Verfügung haben. Das will ihm beszimmt niemand nehmen, nur die zweite Villa, das Ferienhaus was weiß ich wo, die dritte Luxuskarosse u.s.w., das muß "nicht" sein!!!! Darum gehts und nicht darum, den Ast abzusägen, auf dem wir "alle" sitzen
>> Es hat letztlich nur zu Arbeitslosen und einem Niedriglohnsektor geführt. <<
... eines Niedriglohnsektors hat nicht die Arbeitszeitverkürzung beigetragen, sondern der erklärte Wille der Politik, einen solchen Niedriglohnsektor einzuführen.
Schon mal darüber nachgedacht, wo die, das wollen Sie doch wohl nicht negieren, Gewinne heuzutage bleiben??? Sicher soll der Unternehmer Geld zu weiteren Investitionen zur Verfügung haben. Das will ihm beszimmt niemand nehmen, nur die zweite Villa, das Ferienhaus was weiß ich wo, die dritte Luxuskarosse u.s.w., das muß "nicht" sein!!!! Darum gehts und nicht darum, den Ast abzusägen, auf dem wir "alle" sitzen
>> Es hat letztlich nur zu Arbeitslosen und einem Niedriglohnsektor geführt. <<
... eines Niedriglohnsektors hat nicht die Arbeitszeitverkürzung beigetragen, sondern der erklärte Wille der Politik, einen solchen Niedriglohnsektor einzuführen.
Und grundsätzlich ist sie auch zu befürworten. Nur sollte man einige Dinge dabei nicht unberücksichtigt lassen : die da wären, in Produktionsbetrieben wo teuere Maschinen stehen, die müssen mind. tagsüber laufen, das hieße bei 30 Std/Woche, 2-Schichtbetrieb und nicht nur hier, auch in vielen Dienstleistungsbetrieben müßte so verfahren werden. Der Hauptknackpunkt dürfte der Gewinn, der nun nicht mehr so üppig wie heutzutage sein würde, verringert sich, weil entsprechen mehr Personal nötig wäre. Aber wie war das doch, die Leute haben wir nicht??? Hier muß der Wille da sein, so in Zukunft zu verfahren. Nur das bezweifle ich persönlich, bei den heutigen politischen Mehrheiten, sehr!!!
der Witz ist doch, dass die Lohnnebenkosten deutlich sinken würden, das heißt, der volle Lohnausgleich zwar netto dasteht, aber nicht brutto. Ich könnte von dem übrigen Geld sehrwohl auch mehr Personal einstellen. Darauf beruht doch gerade dieses Konzept der Vollbeschäftigung bei weniger Wochenstunden.
der Witz ist doch, dass die Lohnnebenkosten deutlich sinken würden, das heißt, der volle Lohnausgleich zwar netto dasteht, aber nicht brutto. Ich könnte von dem übrigen Geld sehrwohl auch mehr Personal einstellen. Darauf beruht doch gerade dieses Konzept der Vollbeschäftigung bei weniger Wochenstunden.
Der größte Batzen des Einkommens geht für die Miete drauf.
Wenn jeder Arbeitnehmer eine faire Chance hätte, Wohneigentum zu erwerben, dann müsste er sich nicht lebenslang für die Miete abrackern. Dann könnte die Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden gesenkt werden, OHNE vollen Lohnausgleich. Ein Gewinn für alle: Arbeit für alle, humaneres Arbeiten, Befreiung aus der Mietknechtschaft.
Der Schlüssel zur Lösung "aller" unserer Probleme liegt in der Wohnpolitik. Wer eine faire Chance bekommt, sich eine eigene ETW zu erarbeiten, der ist im Notfall auch nicht auf die Sozialsysteme angewiesen.
Wohnpolitik = Arbeitsmarktpolitik = Sozialpolitik = Rentenpolitik.
Deutschland hat die niedrigste Wohneigentumsquote in ganz Europa. In Norwegen kauft sich ein Student mit staatlicher Förderung seine erste kleine ETW. Ein Geringverdiener in Deutschland wird sich auch eine einfache "Wabe" in einer Hochhaussiedlung sein Leben lang nicht erlauben können, bei etwas 100.000 Euro für eine durchschnittliche 3 Zi-Wohnung.
Die aktuelle Wohnpolitik ist Umverteilungspolitik aus den Taschen der Arbeitnehmer in jene der Kapitalbesitzer. Die aktuelle Wohnpolitik ist Herrschafts- und Ausbeutungsinstrument.
Jedem Bürger eine faire Chance auf Wohneigentum!!!
Hochhaus-ETWs für maximal 20.000 Euro!!!
Ende der Spekulation mit Wohnraum!!!
Lieber Grasmuck,
Sie vergessen dabei nur eins: Das meiste Wohneigentum ist bereits in privater/gewerblicher Hand. Ihre Forderung ist also - im Rahmen unserer freiheitlichen Demokratie - unerfüllbar.
Bereits jetzt stehen Tausende Quadratmeter an Wohnraum leer, vor allem in den von Ihnen angeführten Hochhäusern. Denn da will schlicht keiner Wohnen, geschweige denn eine ETW erwerben.
Neben dem Kaufpreis kostet eine Eigentumswohnung übrigens langfristig eine ganze Menge Geld an Nebenkosten, damit sie nicht "verwohnt" wird.
Außerdem zahlen Ihre Geringverdiener an 20.000 Euro locker 10 Jahre ab - dazu kommen dann die laufenden Kosten und die Rücklagen für notwendige Sanierungs-/Reparaturmaßnahmen am Wohneigentum von der Kanalisation bis zur Elektrik.
Insgesamt kann ich nur sagen: Geringverdiener fahren finanziell am besten im sozialen Wohnungsbau, der vom Steuerzahler subventioniert wird.
Es tut mir leid und ist sicher nicht snobistisch gemeint, aber Wohneigentum für jeden ist eine sicherlich nette Forderung, aber in der Sache total unrealistisch.
Es sei denn, Sie enteignen alle Wohngebäudebesitzer und verteilen es dann gratis an die "Armen". Dann wird aber die Bausubstanz innerhalb von 20 Jahren einfach auseinander fallen, weil niemand mehr die Instandhaltung finanziert.
(Der Zustand der wunderschönen Altbauten in Städten wie Leipzig belegte das nach der Maueröffnung in einer Weise, das sich mir als Architekturfan der Magen umdrehte.)
Ob der Eigentümer und gleichzeitiger Besitzer einer Wohnimmobilie wirklich niedrigere Wohnkosten hat, als der Bürger, der nur Besitzer seiner Behausung ist, ist nicht sicher. Oft bzw. manchmal ist Miete besser und günstiger und manchmal ist es genau entgegengesetzt.
Zu Ihrer Hochhaus-ETW für 20.000 Euro: Was nutzt dem Geringverdiener-Eigentümer die günstig eingekaufte Behausung, wenn er im weiteren Verlauf das Objekt nicht erhalten kann. - Eigentum verpflichtet bekanntlich in unserem Land. - Für wenige 10.000 Euro kann man keine Immobilie herstellen und dauerhaft erhalten.
Niedrige Wohnkosten allein sind nicht der Schlüssel zur Lösung aller Probleme: Wenn die Wohnkosten sinken, rücken andere und bisher unerfüllte Wünsche in greifbare Nähe. Und Schwupp di Wupp muss/will Bürger XY doch wieder 40 Stunden seine Arbeitskraft verkaufen.
Wer weniger arbeiten möchte, muss alle seine Bedürfnisse, Wünsche und Träume auf den Prüfstand stellen. Er wird auf die eine oder andere Art und Weise Verzicht üben müssen.
"Wenn jeder Arbeitnehmer eine faire Chance hätte, Wohneigentum zu erwerben, dann müsste er sich nicht lebenslang für die Miete abrackern. "
Dann müsste aber erst mal was an den Regelungen für Hauskredite geändert werden. Wer hochqualifiziert ist, kann kaum damit rechnen, immer im nächsten Dorf/Stadt einen Job zu finden... Meine letzten Umzüge gingen über 600 km/250 km/550 km. Hätte ich immer ein Haus gekauft, hätte ich nun 4 Kredite an der Backe, oder jeweils den Banken einen Haufen Geld in den Rachen geworfen. Also miete ich.
Wir sollten in diesem Zusammenhang aber auch nicht unerwähnt lassen, dass der Staat über die steuerliche Absetzbarkeit von Mietverlusten bei nicht selbst genutzem Wohneigentum den Markt klar zuungunsten der um die selben Wohnungen konkurreierenden Selbstnutzer verzerrt, welche ihre Kreditraten selbstredend nicht absetzen können.
Durch diese nach oben umverteilende Subvention - die Eigenkapitalbeteiligung muss man ja erst einmal aufbringen, ebenso wie die Einkommensprüfung der Kreditwürdigkeit bestehen... - werden vom Staat "Investoren" in einen Markt gedrückt, in dem sie volkswirtschaftlich betrachtet nichts leisten, sondern nur Gewinne abschöpfen, während der Staat das dagegenstehende Investitionsrisiko abfedert.
Die Folge: Für Selbstnutzer wird es durch die künstliche Preissteigerung immer schwerer, Wohneigentum zu erwerben; der Druck setzt sich damit in den Mietmarkt fort, und sorgt auch dort jetzt schon für erhebliche Mieterhöhungen bei Neuverträgen.
Durch seine Steuerpolitik subventioniert der Staat bei Wohlhabenden also Investitionen, deren unmittelbare Folgen am Markt von denen zu tragen ist, die in den Städten neu Wohnungen beziehen wollen/müssen, also meist junge Familien.
Davon wollen wir aber natürlich nichts wissen, der "Steuerzahler subventioniert ja nur Gerinverdiener"...
Insofern ist Ihr Beitrag nicht snobistisch, sondern nur bigott.
... wer soll die ETWen für den Preis eines Kleinwagens bauen? Das bekommen Sie nicht einmal mit Vertragsarbeitern aus Bangladesh mit 2 Euro Stundenlohn hin. Eigenartig welche Kommentare hier eine Redaktionsempfehlung erhalten.
Nicht wenige müssen fast das halbe Monatsnettoeinkommen für die Wohnungsmiete aufbringen. Würde dies wegfallen, könnten viele auch mit einer 30-Stunden-Woche – auch ohne vollen Lohnausgleich – auskommen. Wir hätten tatsächlich mehr Zeit für all das, was wir heute 'outsourcen' müssen: Kinder, Pflege oder einfach nur Zeit haben für die ältere Generation, keine Angst mehr vor einer Minirente. Die Kosten im Gesundheitswesen würden zweifellos ebenfalls reduziert. Nicht alle Probleme hätten wir damit gelöst, aber es wäre schon fast eine Revolution - und einfach entspannend, nicht nur bis zum Umfallen arbeiten zu müssen. Welche Partei hat konkrete Vorschläge? Welcher Gewerkschafter wagt einen Schritt in diese Richtung? Keine Denkverbote!
Lieber Grasmuck,
Sie vergessen dabei nur eins: Das meiste Wohneigentum ist bereits in privater/gewerblicher Hand. Ihre Forderung ist also - im Rahmen unserer freiheitlichen Demokratie - unerfüllbar.
Bereits jetzt stehen Tausende Quadratmeter an Wohnraum leer, vor allem in den von Ihnen angeführten Hochhäusern. Denn da will schlicht keiner Wohnen, geschweige denn eine ETW erwerben.
Neben dem Kaufpreis kostet eine Eigentumswohnung übrigens langfristig eine ganze Menge Geld an Nebenkosten, damit sie nicht "verwohnt" wird.
Außerdem zahlen Ihre Geringverdiener an 20.000 Euro locker 10 Jahre ab - dazu kommen dann die laufenden Kosten und die Rücklagen für notwendige Sanierungs-/Reparaturmaßnahmen am Wohneigentum von der Kanalisation bis zur Elektrik.
Insgesamt kann ich nur sagen: Geringverdiener fahren finanziell am besten im sozialen Wohnungsbau, der vom Steuerzahler subventioniert wird.
Es tut mir leid und ist sicher nicht snobistisch gemeint, aber Wohneigentum für jeden ist eine sicherlich nette Forderung, aber in der Sache total unrealistisch.
Es sei denn, Sie enteignen alle Wohngebäudebesitzer und verteilen es dann gratis an die "Armen". Dann wird aber die Bausubstanz innerhalb von 20 Jahren einfach auseinander fallen, weil niemand mehr die Instandhaltung finanziert.
(Der Zustand der wunderschönen Altbauten in Städten wie Leipzig belegte das nach der Maueröffnung in einer Weise, das sich mir als Architekturfan der Magen umdrehte.)
Ob der Eigentümer und gleichzeitiger Besitzer einer Wohnimmobilie wirklich niedrigere Wohnkosten hat, als der Bürger, der nur Besitzer seiner Behausung ist, ist nicht sicher. Oft bzw. manchmal ist Miete besser und günstiger und manchmal ist es genau entgegengesetzt.
Zu Ihrer Hochhaus-ETW für 20.000 Euro: Was nutzt dem Geringverdiener-Eigentümer die günstig eingekaufte Behausung, wenn er im weiteren Verlauf das Objekt nicht erhalten kann. - Eigentum verpflichtet bekanntlich in unserem Land. - Für wenige 10.000 Euro kann man keine Immobilie herstellen und dauerhaft erhalten.
Niedrige Wohnkosten allein sind nicht der Schlüssel zur Lösung aller Probleme: Wenn die Wohnkosten sinken, rücken andere und bisher unerfüllte Wünsche in greifbare Nähe. Und Schwupp di Wupp muss/will Bürger XY doch wieder 40 Stunden seine Arbeitskraft verkaufen.
Wer weniger arbeiten möchte, muss alle seine Bedürfnisse, Wünsche und Träume auf den Prüfstand stellen. Er wird auf die eine oder andere Art und Weise Verzicht üben müssen.
"Wenn jeder Arbeitnehmer eine faire Chance hätte, Wohneigentum zu erwerben, dann müsste er sich nicht lebenslang für die Miete abrackern. "
Dann müsste aber erst mal was an den Regelungen für Hauskredite geändert werden. Wer hochqualifiziert ist, kann kaum damit rechnen, immer im nächsten Dorf/Stadt einen Job zu finden... Meine letzten Umzüge gingen über 600 km/250 km/550 km. Hätte ich immer ein Haus gekauft, hätte ich nun 4 Kredite an der Backe, oder jeweils den Banken einen Haufen Geld in den Rachen geworfen. Also miete ich.
Wir sollten in diesem Zusammenhang aber auch nicht unerwähnt lassen, dass der Staat über die steuerliche Absetzbarkeit von Mietverlusten bei nicht selbst genutzem Wohneigentum den Markt klar zuungunsten der um die selben Wohnungen konkurreierenden Selbstnutzer verzerrt, welche ihre Kreditraten selbstredend nicht absetzen können.
Durch diese nach oben umverteilende Subvention - die Eigenkapitalbeteiligung muss man ja erst einmal aufbringen, ebenso wie die Einkommensprüfung der Kreditwürdigkeit bestehen... - werden vom Staat "Investoren" in einen Markt gedrückt, in dem sie volkswirtschaftlich betrachtet nichts leisten, sondern nur Gewinne abschöpfen, während der Staat das dagegenstehende Investitionsrisiko abfedert.
Die Folge: Für Selbstnutzer wird es durch die künstliche Preissteigerung immer schwerer, Wohneigentum zu erwerben; der Druck setzt sich damit in den Mietmarkt fort, und sorgt auch dort jetzt schon für erhebliche Mieterhöhungen bei Neuverträgen.
Durch seine Steuerpolitik subventioniert der Staat bei Wohlhabenden also Investitionen, deren unmittelbare Folgen am Markt von denen zu tragen ist, die in den Städten neu Wohnungen beziehen wollen/müssen, also meist junge Familien.
Davon wollen wir aber natürlich nichts wissen, der "Steuerzahler subventioniert ja nur Gerinverdiener"...
Insofern ist Ihr Beitrag nicht snobistisch, sondern nur bigott.
... wer soll die ETWen für den Preis eines Kleinwagens bauen? Das bekommen Sie nicht einmal mit Vertragsarbeitern aus Bangladesh mit 2 Euro Stundenlohn hin. Eigenartig welche Kommentare hier eine Redaktionsempfehlung erhalten.
Nicht wenige müssen fast das halbe Monatsnettoeinkommen für die Wohnungsmiete aufbringen. Würde dies wegfallen, könnten viele auch mit einer 30-Stunden-Woche – auch ohne vollen Lohnausgleich – auskommen. Wir hätten tatsächlich mehr Zeit für all das, was wir heute 'outsourcen' müssen: Kinder, Pflege oder einfach nur Zeit haben für die ältere Generation, keine Angst mehr vor einer Minirente. Die Kosten im Gesundheitswesen würden zweifellos ebenfalls reduziert. Nicht alle Probleme hätten wir damit gelöst, aber es wäre schon fast eine Revolution - und einfach entspannend, nicht nur bis zum Umfallen arbeiten zu müssen. Welche Partei hat konkrete Vorschläge? Welcher Gewerkschafter wagt einen Schritt in diese Richtung? Keine Denkverbote!
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