Studie Unternehmen profitieren von älteren Beschäftigten
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Arbeitszeitkonten stärker verbreitet

Gab es 1991 noch durchschnittlich 1,2 bezahlte Überstunden pro Arbeitnehmer und Woche, sank der Wert weitgehend kontinuierlich auf weniger als eine Stunde. Von Arbeitszeitkonten profitieren nach Ansicht von IAB-Arbeitsmarktforscherin Ines Zapf sowohl Beschäftigte als auch Betriebe. "Die Beschäftigten gewinnen an Flexibilität und können so beispielsweise leichter Familie und Beruf vereinbaren." Für die Betriebe sei vorteilhaft, dass sich die Arbeitszeiten auch am Bedarf orientierten. Fachleute unterscheiden zwischen Kurzzeitkonten wie Gleitzeitmodellen, Überstundenkonten und Langzeitarbeitskonten, mit denen Mitarbeiter größere Arbeitszeitguthaben ausdrücklich mit dem Ziel längerfristiger Freistellungen oder eines vorzeitigen Ausscheidens ansparen können. 

Solche Langzeitkonten gibt es inzwischen für 40.000 Betriebe in Deutschland. Dies sind allerdings nur zwei Prozent der Unternehmen. Die meisten davon sind Großunternehmen. Vorbild ist vor allem die Chemie- und Metallindustrie, wo die Tarifparteien entsprechende Regelungen verabredet haben.

Die Studien sind Teil des ersten Fortschrittreports Altersgerechte Arbeitswelt des Bundesarbeitsministeriums. Der Report soll künftig alle sechs Monate erscheinen. Er fasst neueste Studien und Praxisbeispiele zum Thema Arbeiten bis 67 zusammen.

 
Leser-Kommentare
  1. wenn Ältere rausgeschmissen werden, um 10 % Lohnkosten einzusparen, weil Jüngere billiger sind!

  2. Jene 0,5 Prozent sind zwar durchaus interessant zu bemerken, mich würde aber noch mehr die theoretische Erklärung interessieren. Warum sind also diese 0,5 Prozent überhaupt möglich?

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