Bevor sie die Betreuung für ein neues Tier übernimmt, schaut sie sich den Hund genau an. Wie tickt er? Gibt es Besonderheiten? Ist es ein ängstlicher oder ein dominanter Hund? Wie kommt das Tier in einem Rudel klar? Bei einem Probespaziergang mit der eigenen Hündin beobachtet Neick die Verhaltensweisen des Tieres. Außerdem befragt sie den Besitzer. "Speziell unter Rüden gibt es schon mal Probleme. Deshalb kann ich auch nicht jeden Hund betreuen. Er muss in die Gruppe passen", sagt die Dogsitterin.

"Die Tiere klären die Rangordnung unter sich. Natürlich achte ich darauf, dass es nicht zu heftig wird." Für Außenstehende entstehe dennoch oft der Eindruck, dass das Ausführen von mehreren Hunden riskant sei. "Manche Spaziergänger, die schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht haben, beschimpfen mich schon mal", erzählt Neick. "Da hilft nur ein dickes Fell."

Sicherheit geht vor

Sie hält sich streng an den Leinenzwang – auch dort, wo es eigentlich nicht vorgeschrieben ist.

Neben dem Unverständnis von Nicht-Tierliebhabern macht ihr vor allem das Wetter zu schaffen. Im Winter, bei Regen, Sturm und Schnee wird der Beruf schnell zum Knochenjob. Auf der anderen Seite sei er ziemlich gesund. Sportprogramm und zusätzliche Spaziergänge brauchten Hundesitter jedenfalls nicht.

Ulrike Neick würde ihre Tätigkeit nicht mehr gegen einen Bürojob tauschen. "Die Zeit vergeht schneller als wenn man im Büro sitzt, man tankt viel frische Luft und es ist einfach toll, den Hunden beim Spielen und Herumtollen zuzuschauen", erzählt sie. Und ein besonderer Lohn sei die Liebe der Hunde. "Sie sind die besseren Arbeitgeber." 

  • Gehalt: variiert;
  • Arbeitszeit: variiert;
  • Ausbildung: keine Ausbildung notwendig