WiedereinstiegViele Mütter steigen freiwillig aus

Nach einer Babypause fällt es Unternehmen schwer, hochqualifizierte Frauen wieder an sich zu binden. Eine neue Studie untersucht, warum die Frauen verloren gehen. von Olaf Storbeck

Es war eine ungewöhnlich kurze Auszeit: Nur zehn Wochen nach der Geburt ihrer Tochter kehrte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder Ende Juni 2011 an ihren Arbeitsplatz zurück – so schnell wie sonst kaum eine berufstätige Mutter in Deutschland. Fast 60 Prozent gehen zwei Jahre oder länger in Elternzeit. Danach arbeiten viele – wenn überhaupt – nur noch in Teilzeit. Volkswirtschaftlich ist die geringe Erwerbstätigkeit von Müttern ein erhebliches Risiko, warnte gestern die Expertenkommission für Forschung und Innovation. "Frauen muss nachdrücklich vermittelt werden, dass sie auch mit Kindern in der Arbeitswelt gebraucht werden", heißt es im neuen Jahresgutachten des Gremiums . Ansonsten lasse sich das deutsche Wohlstandsniveau nicht halten.

Die Experten geben eine radikale Empfehlung ab: Um Arbeit für Frauen mit Kindern attraktiver zu machen, gehöre das Ehegattensplitting auf den Prüfstand.

Anzeige

Ohne größere staatliche und gesellschaftliche Rückendeckung können Unternehmen den Kampf um die Mütter tatsächlich kaum gewinnen. Dafür spricht die Studie eines dreiköpfigen Forschungsteams um den Freiburger VWL-Professor Bernd Fitzenberger .

Selbst sehr familienfreundliche Firmen tun sich demnach extrem schwer damit, ihr weibliches Personal nach der Babypause an sich zu binden. Die Unternehmen leiden unter einem dauerhaften Braindrain – zumal weibliche Angestellte häufig gerade dann ein Kind bekommen, wenn sich ihre Karriere besonders gut entwickelt hat. Grundlage der Studie sind detaillierte Personaldaten eines großen deutschen Finanzkonzerns. Das Unternehmen, dem die Forscher Anonymität zusichern mussten, hat sich die Vereinbarkeit von Familie und Beru f schon lange auf die Fahnen geschrieben und gibt viel Geld dafür aus: Es fördert systematisch den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen, betreibt Betriebskindergärten und ist flexibel bei Teilzeitjobs – während und nach der Elternzeit. "Das Unternehmen engagiert sich wirklich sehr", berichtet Fitzenberger.

Ernüchternde Ergebnisse

Die Firma wollte herausfinden, wie gut ihre Frauen- und Familienförderung funktioniert – und gewährte den Forschern dafür einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen. Die Wissenschaftler konnten die Erwerbsbiografien von mehr als 6.000 Mitarbeiterinnen, die zwischen den Jahren 2000 und 2008 ein Kind bekommen haben, im Detail analysieren. Zudem konnten sie eine Kontrollgruppe aus kinderlosen Frauen bilden, die in Sachen Alter und Ausbildung mit den Müttern vergleichbar waren.

Die Ergebnisse fallen ernüchternd aus: "Ein großer Teil der Frauen schließt nach der Geburt eines Kindes nicht in gleichem Maß an ihre erfolgreiche Karriere an", so das Fazit. Vier Jahre nach Beginn der Elternzeit sind weniger als die Hälfte der Mütter wieder ganz oder teilweise an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Zwölf Prozent haben das Unternehmen komplett verlassen, die restlichen 40 Prozent haben ein zweites Kind zur Welt gebracht. Etwas höher ist die Rückkehrerquote bei Frauen, die während ihrer Babypause in Teilzeit gearbeitet haben. 

Es sind vor allem die erfolgreichen und überdurchschnittlich produktiven Frauen, die durch eine Babypause ausfallen. Vor ihrer Schwangerschaft haben sie eine steile Karriere hingelegt. Ihre Einkommen sind in den dreieinhalb Jahren vor der Geburt deutlich stärker gestiegen als die von vergleichbaren Kolleginnen, die kinderlos bleiben. "Dieses Muster spricht dafür, dass Frauen viel in ihre Karriere investieren und sich erst dann für ein Kind entscheiden, wenn sie individuelle Karriereziele erreicht haben", schreiben die Forscher. Vor der Schwangerschaft gebe es keine Anzeichen, dass diese Frauen ihren Job aufgeben wollen.

Leserkommentare
    • joG
    • 08. März 2012 19:31 Uhr

    ... Vorstand- und andere Gremien: Wer aussteigt wird nicht Vorstand.

    In der Politik, wo es weniger auf sachbezogenes Konnen ankommt geht das. Daher meinen Politiker es ginge. Was dabei herauskommt weiss man.

    4 Leserempfehlungen
  1. 2. .....

    Öffnung der meisten Kindertagesstätten von 7:00 bis 17:00 Uhr, mit Glück bis 18:00 Uhr ganz, ganz seltene Ausnahme bis 20:00 Uhr.

    Nur die Frauen, die das seltene Glück haben einen Platz in letzt genannter Tagesstätte ergattert zu haben, können es sich leisten Vollzeit zu arbeiten.

    Wer bei einem Vollzeitjob bis 18:00 Uhr im Büro verbringen soll, hat bei den in Deutschland üblichen Öffnungszeiten gar keine Chance. Von Schichtarbeit will ich erst gar nicht anfangen.....

    Dann gibt gibt es noch die ganz anderen Geschichten:

    Eine Bekannte von mir wollte nach zwei Jahren Babypause zurück in ihren Job. Kind war privat rundumversorgt. Nach einem halben Jahr Mobbing nahm sie die die Dauerofferte ihres Chefs an: Eine Abfindung für die Aufgabe ihres Jobs.

    23 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Als ich Ende 30 noch ein Kind bekam, wurde ich auch von meinen Chefs gemobbt:

    Man habe mich auch unter anderem angestellt, weil man davon ausgegangen sei, dass meine Familienplanung mit Mitte 30 abgeschlossen sei. Immerhin zahle man mir ein gutes Gehalt.

    Meine Schwangerschaft wurde als "Verrat" an der Firma wahrgenommen.

    Übrigens, die meisten Kindertagesstätten bieten in meiner Stadt nur eine Betreuung bis 2.15h oder maximal 16.00h an.

    Für eine Kassiererin bei Real bis 22.00 Uhr oder eine Krankenschwester im Schichtdienst gibt es keine Lösungen.

    Wir Frauen bekommen nun einmal biologisch die Kinder. Es gibt keine Alternativen.

    "Öffnung der meisten Kindertagesstätten von 7:00 bis 17:00 Uhr, mit Glück bis 18:00 Uhr ganz, ganz seltene Ausnahme bis 20:00 Uhr."

    - Also bis 22.00Uhr sollte das Minimum sein, so können sich die Kleinen auch gleich an Flexibilität gewöhnen. Dann entweder wieder aufwecken, zum Training der Verfügbarkeit, oder gleich durchziehen mit Frühförderung. Vorher schlappmachen gilt nicht, schließlich gibt es Pillen.

    Am besten wären natürlich gleich 24h-Krippen im Schichtbetrieb, für Erzieherinnen und Kinder versteht sich. Der Ernst des Lebens kann nicht früh genug beginnen.

    -Ironie aus-

    Zu den wichtigsten Grundlagen des Kindeswohls gehören ein nach den kindlichen Bedürfnissen geregelter Tagesablauf und Zeit mit den Eltern. Das Wecken nach 1-2h Nachtschlaf zwecks Heimfahrt gehört zum Gegenteil.

    Sie haben keine Kinder bzw. keine die sie großziehen, oder?

    Kindgerechte Einrichtungen gehören nach meinem Verständnis zwar sehr wohl zum Kindeswohl. Jedoch keinesfalls aus Gründen der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Eltern. Für mich geltende Blickwinkel sind hier die Vorteile bei der Sozialisation und das kindgerechte Lernen mit Gleichaltrigen.

    ja, wo sind sie? kinder haben oft genug zwei elternteile, dennoch bleibt es meist an den frauen hängen.

  2. " "Ein großer Teil der Frauen schließt nach der Geburt eines Kindes nicht in gleichem Maß an ihre erfolgreiche Karriere an", so das Fazit"

    Na und, ist das nötig?
    Was ist "Karriere"? Ein abstrakter Unsinn, der einem das Leben verdirbt und vom wirklich wichtigen ablenkt.

    Das gilt auch für Männer.
    Mir sind intensiv um ihr Kind bemühte Hartz4 Familien millionenmal lieber als soziale Krüppel in Karrierewahn.

    Karrieretypen -- ob männlich oder weiblich-- sind kaum zu ertagende Menschentypen, die der Gesellschaft nichts, aber auch gar nichts bringen, was positive Werte angeht.

    Insofern ist der tenor des ganzen Beiteages ärgerlich.

    45 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ihre schon extrem pauschalisierende Ansichtsweise schmerzt beim Lesen. Wie definieren Sie "Karrieretypen"?!? Sind zum Beispiel aufopfernde Pfleger(innen), OP Personal, Ärzte/Ärztinnen, Lehrer(innen), technisches Personal uvm. auch so "kaum zu ertragende Karrieretypen"??? Oder Menschen, denen ihr Job sie einfach nur ausfüllt?!?

    • panjao
    • 09. März 2012 10:22 Uhr

    Allein das Wort löst gereizte Kommentare aus! Es gibt dies ber auch als "Hartz-4-Karriere". Schon mal gehört?? Und in eine solche steigt frau (sehr selten man) oft mit einem Kind ein. Ob mit oder ohne Ausbildung. Ein Anreiz, sowohl die aufstiegsgeile Karriere als auch die fatale soziale H4-Abwärtsspirale zugunsten der Kinder auszuschlagen ist: Ein armutssicheres Grundgehalt für Mutter oder Vater in den ersten 3 Lebensjahren des Kindes, als Zeichen der Achtung vor der generativen Leistung von Menschen, die sich für Kinder entscheiden. Geknüpft lediglich an die Bedingung sich nach Kräften für das Kindeswohl einzusetzen - Schulbesuch, Gesundheitsvorsorge, bereitgestellte Bildungsmöglichkeiten usw. nutzen. So wie die H4er-Mütter und -Väter behördlich "beaufsíchtigt" werden, könnte statt dessen die richtige Verwendung des Eltergehalts laufen. Wie finanzieren? Mit dem Wegfall der Berufsgattinnenförderung bei Steuern und Krankenversicherung und dem Wegfall der unwürdigen H4-Abwertung von Vätern und Müttern!

    Ganz offensichtlich ist das „mütterliche Gemüt“ unserer Frauen noch in Ordnung. So prima in Ordnung, dass die Volkswirtschaftler vor einem Rätsel stehen. Aber Emotion ist als volkswirtschaftliche Größe auch nicht zu fassen und zu bewerten. Der wertvollste „Rohstoff“ den ein Volk hat, sind aber seine Kinder. Kinder, die emotional feste Wurzeln geschlagen haben, weil sie Mütter hatten, die ihnen ein Gefühl der Bindung und Sicherheit gaben und die seelisch starke Menschen geworden sind, die ohne Ritalin in der Schule auskommen.

    Eine Zahl ist dennoch interessant. Mütter, die ihre Kinder zumindest in den ersten zwei bis drei Jahren selbst betreuen, erzielen ein um 64% geringeres Einkommen als kinderlose Frauen.

    Ist es denn nicht offenkundig, dass Mütter für diese Zeit ihr zuletzt bezogenes Gehalt netto weiterbeziehen und das dafür Rentenbeiträge auf das Rentenkonto gezahlt werden? Gesunden Nachwuchs kann man doch nicht kostenlos erwarten. Das wäre mal ein richtiger Beitrag zur Emanzipationsdebatte des Feminismus. Dort kommen Kinder nicht vor.

  3. "Eine Bekannte von mir wollte nach zwei Jahren Babypause zurück in ihren Job. Kind war privat rundumversorgt. Nach einem halben Jahr Mobbing nahm sie die die Dauerofferte ihres Chefs an: Eine Abfindung für die Aufgabe ihres Jobs."

    Sie sollte froh darüber sein und überdenken, was sie jetzt besser machen kann bezüglich ihrer eigenen Familie.

    Ob es besser ist, einem Ausbeuter in Nadelstreifen ihr Leben wie auf einem Altar hinzulegen oder eben wieder MENSCH zu sein.

    Das gilt für beide gescxhlechter gleichermassen.

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wie schön zu sehen,dass es noch Menschen in unserer Gesellschaft gibt die begreifen,dass es für ein Kind so wichtig ist,dass seine Eltern Zeit haben.
    Das ist viel wichtiger für so ein kleines Menschlein als von Mama oder Papa nach 10-12 quälend langen,bangen Stunden im neuesten BMW oder Mercedes Protzer-Schlitten abgeholt zu werden.
    Es gibt nichts auf der Welt,was sich ein Kind mehr wünscht,als bei seinen Eltern zu sein.
    Wer sich etwas anderes einredet begeht Selbstbetrug!

    >>Sie sollte froh darüber sein und überdenken, was sie jetzt besser machen kann bezüglich ihrer eigenen Familie.<<

    Ach ja, und wenn die Frau später kaum Rente bekommt und in bitterer Armut leben muss, was erzählen sie ihr dann?? Womöglich so was wie 'Selber Schuld, sie hätte ja arbeiten können?'

    Was noch mehr ätzt als die tägliche Situation mit Kindern, sind solche Kommentare, die an offensichtlicher Ahnungslosigkeit nicht zu überbieten sind.

    Kein Wunder, dass immer weniger Frauen Kinder bekommen wollen. Entweder Stress mit der Tagesstätte oder Stress im Alter - und als Krönung zu jedem Zeitpunkt dumme Sprüche von Ahnungslosen.

  4. was heißt denn hier "Prioritäten verschieben sich"? Das Problem der Stellen für hoch qualifizierte Arbeitnehmer ist ganz einfach: selten ist nach 40 Wochenstunden Schluss! Je höher der Rang, je besser bezahlt die Stelle, umso mehr Mehrarbeit und vor allem Anwesenheit wird erwartet (ob diese produktiv ist oder nicht).
    Und wer ein Baby zuhause hat, will mit ihm zusammensein, zumindest eine gewisse Zeit. Wenn ich sicher sein kann, um 17.00 Uhr zuhause zu sein, fällt mir die Rückkehr in den Beruf wesentlich leichter.
    Aber das ist der Fluch der guten Ausbildung und des hohen Verdienstes: geschenkt wird einem da nichts, ganz im Gegenteil wird kritisch beäugt, wann die junge Mutter das Büro verlässt. Pünktlich womöglich? Geht nicht, das dürfen die Kollegen schließlich auch nicht. Es gibt immer was zu tun.

    29 Leserempfehlungen
  5. ""Frauen muss nachdrücklich vermittelt werden, dass sie auch mit Kindern in der Arbeitswelt gebraucht werden", heißt es im neuen Jahresgutachten des Gremiums. Ansonsten lasse sich das deutsche Wohlstandsniveau nicht halten."
    Ob die Frauen vor Überlastung einknicken, ob's den Kindern gut tut, nach 10 Wochen fremdbetreut zu werden, ist Euer Problem nicht - Hauptsache, sie opfern sich für das deutsche Wohlstandsniveau!
    Um hier etwas "anectdotal evidence" einzubringen - ich habe nach Ende meiner Babypause Vollzeit gearbeitet, viel gearbeitet - und gerne - und war recht erfolgreich. Mit einem fast erwachsenen Kind blicke ich heute auf all die Jahre zurück und stelle fest: ich hätte nicht so viel arbeiten sollen - ich hatte oft zu wenig Zeit für mein Kind, und das hat uns beiden gar nicht gut getan. Dafür habe ich zum deutschen Wohlstandsniveau beigetragen, na klasse, da fühle ich mich schon gleich viel besser.
    Abgesehen natürlich davon, dass es im Fall einer Scheidung oder bei der Altersvorsorge* gravierende Nachteile hat, nicht gearbeitet zu haben - für Kinder bis zum Teenie und Mütter (und, sofern sie irgendwie aktiv involviert sind, Väter) bedeutet Vollzeitberufstätigkeit der Mütter hier und heute in Deutschland einfach Stress.
    Es wundert mich nicht, dass für Mütter die erste Priorität ihr Kind ist - wenn sie sich das leisten können.

    *Mal sehen, was unsere Renten noch so wert sind in dreißig, vierzig Jahren, nach 30-40 Jahren der Sicherung des deutschen Wohlstandsniveaus!

    37 Leserempfehlungen
  6. Ihre schon extrem pauschalisierende Ansichtsweise schmerzt beim Lesen. Wie definieren Sie "Karrieretypen"?!? Sind zum Beispiel aufopfernde Pfleger(innen), OP Personal, Ärzte/Ärztinnen, Lehrer(innen), technisches Personal uvm. auch so "kaum zu ertragende Karrieretypen"??? Oder Menschen, denen ihr Job sie einfach nur ausfüllt?!?

    12 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Na und???"
  7. denkenden Akademikern zusammengeschlossen, nämlich mit Pädagogen und Psychologen würden sie die Gründe kennen.

    Ziemlich unkreativ nur nach dem Abschaffen des Ehegattensplittings zu rufen.

    Mal wieder eine Studie, die ihr Papier nicht wert sein dürfte, auf dem sie gedruckt wurde

    16 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...Befragung der Frauen war nicht möglich. Lächerliche Ausrede, als ob es nicht haufenweise ähnlich gelagerte Fälle gäbe. Hätte die nichtgenannte Firma die Frauen konkret angefragt (sie selbst hat ja die Daten), hätten sich viele Frauen sicherlich gemeldet und sei es gegen einen kleinen Obolus.

    So bleibt die ganze Studie nahezu nutzlos, denn auf die Spekulationen von Forschern kann ich gerne verzichten, die sind auch nicht mehr wert als von jedem anderen...

    Da mögen sie, was die Studie angeht, recht haben. Allerdings gibt es auch in der politischen Ökonomie noch einige wenige Sozailwissenschaftler, die auch interdisziplinär und sozialwissenschaftlich arbeiten.

    Leider ist der Mainstream immer noch Ideologie getrieben und orientiert sich gern an ein auf dem alten Dogmen beruhenden Homo oekonomicus, den man durch Anreizsysteme beliebig fremdsteuern kann.

    Lesen sie mal die Wirtschaftswoche. Es ist immer wieder lustig zu lesen, wie in Interviews sogar Nobelpreisträger genau jene Thesen widerlegen, die die Wirtschaftswoche in 80 Prozent ihrer Zeitschrift und im Web gerne als allgemeingültig und unwiderlegbar verbreitet.

    ... trotzdem sind dort inzwischen sogar mehr Frauen als Männer berufstätig.

    Weil es hier völlig normal ist, auch als Akademikerin 3 oder 4 Kinder zu haben, sie auch mal zur Arbeit mitzubringen, wenn es später wird, Regelungen mit den Nachbarn zu treffen, die die Kinder gerne mal betreuen, wenn man dafür die ihren mal übers Wochenende nimmt und weil viel mehr Väter inzwischen Familienpause einlegen, obwohl es dafür "nur" eine Weiterbeschäftigungsgarantie für die Zeit danach - und kein Geld gibt.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Schlagworte Ausbildung | Ehegattensplitting | Einkommen | Elterngeld | Geburt | Karriere
Service