ManagerinnenSchneller Aufstieg, steiler Absturz

Noch nie sind in so kurzer Zeit so viele Frauen in die Top-Etagen deutscher Unternehmen eingezogen. Einige wurden aber bereits wieder geschasst. Warum?

Als die Entscheidung Mitte Oktober offiziell verkündet wurde, herrschte eitel Sonnenschein: "Ausgezeichnete Wahl", lobte der damalige Vorstandsvorsitzende Albert Filbert, von einer "Idealbesetzung" sprach Walter Hoffmann, damals Aufsichtsratsvorsitzender des Darmstädter Energieversorgers HSE. Unter seiner Federführung hatte das Gremium mit großer Mehrheit gerade Christine Scheel in den Vorstand berufen, als erste Frau in der Historie des kommunalen Unternehmens. Chefkontrolleur Hoffmann lobte "Verhandlungsgeschick" und "sympathische Ausstrahlung" der 55-Jährigen. Die sollte nun, nach 17 Jahren als Bundestagsabgeordnete und Finanzexpertin der Grünen, im HSE-Vorstand nicht nur den Bereich regenerative Energien, Medienarbeit und Compliance betreuen. Sondern als Teil einer neuen Dreierspitze das Unternehmen repräsentieren. Dienstbeginn: 1. Februar 2012, standesgemäß, mit Blumenstrauß in der Hand und einem Lächeln im Gesicht.

Doch 48 Stunden später waren nicht nur die Blumen verwelkt und das Lächeln verschwunden, sondern auch Scheels Vorschusslorbeeren verbraucht: Denn schon am dritten Tag im neuen Amt ging die Neu-Managerin auf Konfrontation mit der Stadt Darmstadt, dem Mehrheitseigner ihres Arbeitgebers. Der Grund: Scheel stellte die vom Stadtrat längst beschlossene Aufstockung des städtischen HSE-Aktienpakets infrage. Sie wollte lieber den Karlsruher Energieriesen EnBW als Aktionär ins Boot holen.

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Ihre Haltung tat sie aber nicht im trauten Kreise der Vorstandskollegen oder im Büro des Bürgermeisters kund, sondern auf einer Pressekonferenz. Dort drohte Scheel unverhohlen mit Rücktritt, sollte die Stadt an ihren Investitionsplänen festhalten. Dass Scheel "in hektischer Weise an die Öffentlichkeit" trat, sei unprofessionell, sagte Grünen-Oberbürgermeister Jochen Partsch, dem die Berufung seiner Parteifreundin von Anfang an ein Dorn im Auge war. Der 50-jährige hätte lieber einen Technikfachmann in den Vorstand geholt. Sein Fazit: "Das Verhältnis ist belastet."

Unter besonderer Beobachtung

Und sollte sich in den kommenden Wochen auch nicht mehr erholen: Scheel bezweifelte weiter öffentlich die Finanzierbarkeit der städtischen Pläne – "Scheel soll schweigen", schoss OB Partsch zurück. Und betrieb als neuer HSE-Aufsichtsratsvorsitzender Scheels Ablösung. Ende April entzog der Aufsichtsrat der Beteiligungsgesellschaft HEAG, die unter anderem die städtischen Anteile an der HSE hält Scheel schließlich das Vertrauen. OB Partschs Ziel: "die schnellstmögliche Trennung". Schneller Aufstieg, steiler Absturz: So wie Christine Scheel ging es in der jüngsten Vergangenheit auffallend vielen Spitzenmanagerinnen. Kaum war die meist öffentlichkeitswirksam inszenierte Inthronisation in einen Top-Job vermeldet, waren die gerade noch hochgelobten Frauen ihren Posten schon wieder los.

Für eine Frauenquote
  • Es geht um Chancengleichheit und Gleichberechtigung: Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung und sie sind genauso gut ausgebildet wie Männer.
  • Unternehmen, deren Führungsspitze aus Männern und Frauen besteht, erzielen bessere Ergebnisse.
  • Ein Großteil der Kaufentscheidungen wird von Frauen getroffen. 
  • Durch einen höheren Frauenanteil verbessert sich das Betriebsklima, die von Männern geprägten Spielregeln in Kommunikation und Karriereverhalten ändern sich mit mehr Frauen an der Spitze. 
  • Männer fördern eher Männer – und weil die Führungspositionen überwiegend mit Männern besetzt sind, rücken Frauen bei der Besetzung der Spitzenposten weniger ins Blickfeld. Es handelt sich um ein sich selbst erhaltendes System.
  • Frauen sind aufgrund ihrer geschlechtsspezifischen Sozialisierung oft nicht so stark darin, ihre Stärken und Erfolge zu kommunizieren. Sie machen weniger stark auf sich aufmerksam.
  • Es gibt viele Karrierenetzwerke und Eliteclubs, zu denen nur Männer Zutritt haben. Hier findet informelles Mentoring statt und hier werden die entscheidenden Karrierekontakte gemacht. Weil Frauen keinen oder nur schwer Zugang zu den Männernetzwerken haben, können sie von den Netzwerken kaum profitieren.

Fehlt ein Argument? Kontaktieren Sie uns: @zeitonline_kar

Gegen eine Frauenquote
  • Eine Frauenquote diskriminiert Männer.
  • Eine gesetzliche Quote greift in die unternehmerische Freiheit ein.
  • Durch die Quote wird Geschlecht zum Kriterium für die Besetzung einer Spitzenposition. Dabei sollte die Leistung und die Qualifizierung entscheidend sein.
  • Frauen werden als Quotenfrau in Unternehmen stigmatisiert.
  • In einigen Branchen und Unternehmen gibt es nicht ausreichend qualifizierte Frauen, um eine Quote einzuführen und einzuhalten.
  • Mädchen und junge Frauen wählen immer noch traditionelle Frauenberufe, aus denen heraus eine Karriere in eine Führungsposition unwahrscheinlich ist.
  • Viele Frauen wollen gar keine Karriere machen, sondern entscheiden sich bewusst für Familie.

Fehlt ein Argument? Kontaktieren Sie uns: @zeitonline_kar

Dabei schien die Ära der starken Frauen just anzubrechen: Zum einen, weil EU-Kommission und Bundesregierung heftig mit einer Frauenquote drohten. Aber auch, weil sich in Wissenschaft und Wirtschaft peu à peu die Einsicht durchsetzt, dass gemischte Teams erfolgreicher sind als eine Horde weißer alter Männer, stieg der Anteil der Unternehmen mit mindestens einer Frau im Vorstand laut DIW von 2009 auf 2010 um 30 Prozent auf 11,3 Prozent. Mit Simone Menne machte die Lufthansa vor wenigen Tagen eine Frau zur Finanzchefin. Der Zug, frohlockte etwa Personalberater Heiner Thorborg, Gründer des Frauennetzwerks Generation CEO, sei nicht mehr aufzuhalten. Doch die scheinbare Himmelfahrt mit Karacho durch die Glasdecke ist schon gebremst – manche der neu ernannten Chefinnen sind schon wieder im Karrierekeller gelandet. Das zeigt schon ein nüchterner Blick auf die Zahlen: Öffentlich wird zwar schon um die berufliche Zukunft von Männern gebangt, tatsächlich aber ist der Frauenanteil im mittleren und oberen Management in den vergangenen drei Jahren nahezu gleich geblieben, so eine Studie des Hoppenstedt-Verlags. Und laut DIW ist in den 200 größten Unternehmen Deutschlands die Zahl der Frauen in Top-Positionen 2011 gar leicht zurückgegangen. Hatten doch zahlreiche Hochgelobte und Hochgehievte inzwischen die Kehrseite der Macht kennengelernt. Und sich teilweise so schnell von ihrem Spitzenjob verabschiedet, wie sie ihn ergattert hatten.

Angelika Dammann warf im Sommer 2011 das Handtuch, nach gerade mal einem Jahr als Personalvorstand beim Softwarekonzern SAP. Anastassia Lauterbach, mit großem Tamtam bei der Telekom als konzernweite Produktchefin installiert, wurde wenige Monate später wieder abserviert. Im Sommer 2011 quittierte Puma-Vize Melody Harris-Jensbach den Dienst, als ihr – nach tadelloser Arbeit – ein 20 Jahre jüngerer Mann vor die Nase gesetzt wurde. Zuletzt verließen Metro-Personalchefin Claudia Schlossberger und Carla Kriwet, beim Medizintechnikunternehmen Dräger für Vertrieb und Marketing zuständig, ihre Posten. Kriwets Aus kam nach nicht mal zwölf Monaten.

Warum aber ist der Nagellack so rasch wieder ab in Deutschlands frisch renovierten Vorstandsetagen? Stürzen die Frauen über die Fallstricke der Old-Boys-Netzwerke? Haben sie den rauen Wind an der Spitze unterschätzt und geben schneller auf als ihre männlichen Konkurrenten? Oder scheitern da Quotenfrauen an ihrer mangelnden Kompetenz? 

Leserkommentare
    • obl
    • 02.06.2012 um 9:09 Uhr

    Also eine Quote, bei der die Quotenprofiteure nicht gefeuert, kritisiert oder der demokratischen Gerichtsbarkeit unterzogen werden dürfen?

    Ich muss aber wirklich anerkennen, die Quoten-Industrie ist sehr kreativ. Mit Quoten-Kunst hätte selbst Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, was als nächstes kommt. Ich bin froh darüber, dass usnere Gesellschaft den Weg von der Landwirtschaft zur Produktions- und dann zur Dienstleistungsgesellschaft genommen hat, um jetzt in eine Quotengesellschaft zu mutieren.

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    nachzulesen ist dies in Gesetzen wir HGlG (hessisches Gleichstellungsgesetz), BayGlG etc.. Da dies keine Bundesgesetze waren, wurde dies nie öffentlich diskutiert.
    Aus diesem Grund gibt es so viele junge Staatsanwältinnen und Richterinnen und nicht, weil Frauen kompetenter wären. Auch Bundeswehr, Polizei etc. sind betroffen, wenngleich die Quoten in Kampfeinheiten nur bei 20% und nicht bei 50% liegen, wie sonst.

    Fr. Scheel ist m.E. ein typischer Fall. HSE möchte sich in Fragen technischer Kompetenz unabhängiger von e.on machen, die bisher Miteigentümer der HSE sind. Dazu soll der scheidende technische Vorstand durch einen Techniker/Technikerin ersetzt und das Unternehmen durch den Rückkauf der Unternehmensanteile rekommunalisiert werden.

    Was der grüne Aufsichtsratsvorsitzende bekommt ist eine Pädagogin mit Parteibuch und dem Willen, die e.on-Anteile an EnBW weiterzureichen, wo die Grünen mittlerweile das sagen haben.

    Mit überbordender Selbstüberschätzung, die erfahrungsgem. vielen Frauen zu eigen ist, die mit Hilfe von Frauenquoten (siehe Frauenstatut der Grünen) nach oben gekommen sind, hat Frau Scheel als Angestellte versucht , den Bürgermeister und Eigentümervertreter (Stadt Darmstadt), der bei HSE gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender ist, aus dem Unternehmen zu schubsen.
    Da wedelt der Schwanz mit dem Hund. Da wäre jeder Mann auch geflogen.
    (nachzulesen i.W. in der Lokalpresse FR)

    nachzulesen ist dies in Gesetzen wir HGlG (hessisches Gleichstellungsgesetz), BayGlG etc.. Da dies keine Bundesgesetze waren, wurde dies nie öffentlich diskutiert.
    Aus diesem Grund gibt es so viele junge Staatsanwältinnen und Richterinnen und nicht, weil Frauen kompetenter wären. Auch Bundeswehr, Polizei etc. sind betroffen, wenngleich die Quoten in Kampfeinheiten nur bei 20% und nicht bei 50% liegen, wie sonst.

    Fr. Scheel ist m.E. ein typischer Fall. HSE möchte sich in Fragen technischer Kompetenz unabhängiger von e.on machen, die bisher Miteigentümer der HSE sind. Dazu soll der scheidende technische Vorstand durch einen Techniker/Technikerin ersetzt und das Unternehmen durch den Rückkauf der Unternehmensanteile rekommunalisiert werden.

    Was der grüne Aufsichtsratsvorsitzende bekommt ist eine Pädagogin mit Parteibuch und dem Willen, die e.on-Anteile an EnBW weiterzureichen, wo die Grünen mittlerweile das sagen haben.

    Mit überbordender Selbstüberschätzung, die erfahrungsgem. vielen Frauen zu eigen ist, die mit Hilfe von Frauenquoten (siehe Frauenstatut der Grünen) nach oben gekommen sind, hat Frau Scheel als Angestellte versucht , den Bürgermeister und Eigentümervertreter (Stadt Darmstadt), der bei HSE gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender ist, aus dem Unternehmen zu schubsen.
    Da wedelt der Schwanz mit dem Hund. Da wäre jeder Mann auch geflogen.
    (nachzulesen i.W. in der Lokalpresse FR)

    • TDU
    • 02.06.2012 um 9:35 Uhr

    "Frauen in Führungspositionen suchen nach einer interessanten Aufgabe, nicht aber nach Macht."

    Nur diese Aspekt herausgeriffen aus dem lesenswerten Artikel. Mit so einer Einstellung kommt man auch als Mann nicht nach oben, wenn es um Umsatz, Strategie und Fürhungspositionen geht. Das kann doch nur der Antrieb sein, aber dann ist Teamwork angesagt. Und dennoch muss der Einzelne genau wissen, was er will. Denn es gibt andere, die was anderes für richtig halten.

    25% Rendite ausrufen allein machts nicht. Kämpfen, Hausmacht, verdrängen und nach aussen lächeln und locker bleiben. Eine Kunst die nicht jede/r beherrscht.

    Ausserdem steht am Ende das Wohl von Mitarbeitern, die nichts davon haben, wenn jemand zwar zufrieden ist mit seiner/ihrer Arbeit, sie aber ihren Platz verlieren. Und den Konkurrenten, der den Marktanteil haben will, interessierts noch weniger.

    Mit freundlich Verwalten ist da nichts. Mittlerweile vermutlich nicht mal oben im öffentlichen Dienst, wo Umsatz keine Rolle spielt. Aber auch da fliesst zukünftig das Geld spärlicher und wer oben ist, muss sehen wie er dran kommt. Und selbst im Sozialismus gibts Machtkämpfe.

    Frauen sollten sich auf ihre Stärke besinnen, vergessen dass sie Frau sind und versuchen, locker zu bleiben und die Entscheidungen treffen. Und sich an Queen Victoria erinnern. Frau soll die Geschicke leiten zum Preis, dass sie nicht Frau sein darf, hat sie sinngemäß bedauert.

    Das gilt für die Weltherrschaft genauso wie für ein Großunternehmen.

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    • ludna
    • 02.06.2012 um 11:16 Uhr

    "Frauen in Führungspositionen suchen nach einer interessanten Aufgabe, nicht aber nach Macht."

    [...]

    Ich wurde schon mal gekürzt in diesem Forum, aber ich versuche es noch mal: Frauen mit Macht sind nicht sozialer als männliche Chefs und nehmen Rücksicht auf familäre Probleme, im Gegenteil. [...]

    Ich denke, dass ist der Grund, warum viele Frauen wieder geschasst wurden.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

    • ludna
    • 02.06.2012 um 11:16 Uhr

    "Frauen in Führungspositionen suchen nach einer interessanten Aufgabe, nicht aber nach Macht."

    [...]

    Ich wurde schon mal gekürzt in diesem Forum, aber ich versuche es noch mal: Frauen mit Macht sind nicht sozialer als männliche Chefs und nehmen Rücksicht auf familäre Probleme, im Gegenteil. [...]

    Ich denke, dass ist der Grund, warum viele Frauen wieder geschasst wurden.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

  1. 1. als Frau kann man eigentlich machen was man will, man macht es falsch

    2. männliche Manager leben in 2 Welten: die Ellenbogen im Job, die Umsorgung von einer Frau zu Hause (oft)Das ist dann gut für die "emotionale Ökologie" eines Menschen, hat sich seit der Industrialisierung in der bürgerlichen Schicht so rausgebildet (siehe bürgerliche Rollenvorstellungen)

    2. Wie soll bitte schön diese emotionale Ökologie für Managerinnen aussehen? Wo sind die umsorgenden Hausmänner, das wäre mal interessant in einem solchen Artikel, alles andere bleibt zu kurz gedacht.

    3. Elektrotechnik und Maschinenbau wurde mir schon vor einigen Jahrzehnten als Studienalternative für die Geisteswissenschaften angetragen. Hat sich da im Studienverhalten noch nichts geändert? Eigentlich kann es den anderen Frauen nicht verdenken, auch wenn ich diese junge Frauen nun puschen müßte, im Sinne von Ellenbogen und ungleichen, un-flachen Hierarchien.

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    Oh, die umsorgenden Hausmänner gibt es. Gerade in der jungen Generation, den heutigen Twens, zuhauf. Das Problem: Die verbringen den größten Teil ihres Lebens nicht als umsorgende Hausmänner, sondern als Singles. Nicht, weil sie es so wollen, sondern weil sie von Frauen nicht nachgefragt werden. Privat will Frau anscheinend doch immer noch einen Mann, der weiß was er will und der auch mal ein bisschen dominant ist.

    Ich bin quasi feministisch erzogen worden. Ich würde mich auch freuen, wenn eine Frau mich mal umwerben würde. Ich würde mich schon freuen, wenn mich mal eine ansprechen würde. Ja, selbst anschauen wäre mal ganz nett. Aber obwohl ich mich nun trotz aller anerzogener Bescheidenheit zu den attraktiveren, gepflegteren und stilbewussteren Vertretern meines Geschlechts zähle, kommt so etwas einfach nicht vor. Nach 25 Jahren bin ich das warten dann einfach auch mal Leid. Und siehe da: Seitdem ich verstärkt den "Macho" raushängen lasse, muss ich plötzlich feststellen, dass ich quasi freie Auswahl habe.

    Ich bin mein Leben lang empfänglich für feministische Theorie gewesen und bin es noch. Aber langsam entsteht in mir unwillkürlich der Eindruck, Frauen (oder zumindest die erklärten Feministinnen unter ihnen) wüssten nicht, was sie wirklich wollen.

    Seit über 10 Jahren werden Frauen in MINT Fächer geworben.
    Nach EUROSTAt (siehe auch Bericht von Eurydike, einer EU Agentur) sind mittlerweile 43% der MIN (ohne T) StudendInnen weiblich. Trotzdem werden sie weitergefördert, dass es kracht. So hängt z.B. die Hochschulförderung im Rahmen der Excellenzintiative des BMBF von der Ausgestaltung der Frauenförderung ab. Es gibt sogar besonders geförderte reine Frauenstudiengänge (nachzulesen bei ZEIT-online).
    Fragen Sie mal männliche Ingenierstudenten, die es gewagt haben, zufällig in ein Sonderunterstützungseminar für Frauen zu geraten
    Leider ist die Unterstützung sehr einseitig. Denn trotzdem wesentlich mehr Frauen studieren und abschließen und Männer derzeit nur einen Abituranteil von 21% gegenüber 29% bei Frauen haben, gibt es in unserem Bildungssystem und insbes. an den Hochschulen ausschl. Frauenförderung.
    Der Grund ist einfach. An allen deutschen Hochschulen gibt es, wie dies die Ländergesetze vorschreiben (z.B. HGlG hesisch. Gleichstellungsgesetz) ausschl. weibliche Gleichstellungsbeauftragte. Dass Männer an Hochschulen längst diskriminiert werden, stört diese nicht. Sie Beschäftigen sich ausschl. mit Frauenförerung, insbes. MINT.

    In Großunternehmen sieht dies längst ähnlich aus, auch wenn dies nicht gesetzlich verankert ist.

    Als Frau in einer Führungsposition geht es nur, wenn sie kinderlos ist.
    Davon gibt es mittlerweile einige.

    Mit Kindern geht es nur, wenn ein (Haus)Mann ihr den Rücken frei hält.

    Wer bitte kann denn schon Karriere machen, der, bzw eher die um 16:00 los muß, um die Kinder aus der KiTa zu holen?

    k.

    Oh, die umsorgenden Hausmänner gibt es. Gerade in der jungen Generation, den heutigen Twens, zuhauf. Das Problem: Die verbringen den größten Teil ihres Lebens nicht als umsorgende Hausmänner, sondern als Singles. Nicht, weil sie es so wollen, sondern weil sie von Frauen nicht nachgefragt werden. Privat will Frau anscheinend doch immer noch einen Mann, der weiß was er will und der auch mal ein bisschen dominant ist.

    Ich bin quasi feministisch erzogen worden. Ich würde mich auch freuen, wenn eine Frau mich mal umwerben würde. Ich würde mich schon freuen, wenn mich mal eine ansprechen würde. Ja, selbst anschauen wäre mal ganz nett. Aber obwohl ich mich nun trotz aller anerzogener Bescheidenheit zu den attraktiveren, gepflegteren und stilbewussteren Vertretern meines Geschlechts zähle, kommt so etwas einfach nicht vor. Nach 25 Jahren bin ich das warten dann einfach auch mal Leid. Und siehe da: Seitdem ich verstärkt den "Macho" raushängen lasse, muss ich plötzlich feststellen, dass ich quasi freie Auswahl habe.

    Ich bin mein Leben lang empfänglich für feministische Theorie gewesen und bin es noch. Aber langsam entsteht in mir unwillkürlich der Eindruck, Frauen (oder zumindest die erklärten Feministinnen unter ihnen) wüssten nicht, was sie wirklich wollen.

    Seit über 10 Jahren werden Frauen in MINT Fächer geworben.
    Nach EUROSTAt (siehe auch Bericht von Eurydike, einer EU Agentur) sind mittlerweile 43% der MIN (ohne T) StudendInnen weiblich. Trotzdem werden sie weitergefördert, dass es kracht. So hängt z.B. die Hochschulförderung im Rahmen der Excellenzintiative des BMBF von der Ausgestaltung der Frauenförderung ab. Es gibt sogar besonders geförderte reine Frauenstudiengänge (nachzulesen bei ZEIT-online).
    Fragen Sie mal männliche Ingenierstudenten, die es gewagt haben, zufällig in ein Sonderunterstützungseminar für Frauen zu geraten
    Leider ist die Unterstützung sehr einseitig. Denn trotzdem wesentlich mehr Frauen studieren und abschließen und Männer derzeit nur einen Abituranteil von 21% gegenüber 29% bei Frauen haben, gibt es in unserem Bildungssystem und insbes. an den Hochschulen ausschl. Frauenförderung.
    Der Grund ist einfach. An allen deutschen Hochschulen gibt es, wie dies die Ländergesetze vorschreiben (z.B. HGlG hesisch. Gleichstellungsgesetz) ausschl. weibliche Gleichstellungsbeauftragte. Dass Männer an Hochschulen längst diskriminiert werden, stört diese nicht. Sie Beschäftigen sich ausschl. mit Frauenförerung, insbes. MINT.

    In Großunternehmen sieht dies längst ähnlich aus, auch wenn dies nicht gesetzlich verankert ist.

    Als Frau in einer Führungsposition geht es nur, wenn sie kinderlos ist.
    Davon gibt es mittlerweile einige.

    Mit Kindern geht es nur, wenn ein (Haus)Mann ihr den Rücken frei hält.

    Wer bitte kann denn schon Karriere machen, der, bzw eher die um 16:00 los muß, um die Kinder aus der KiTa zu holen?

    k.

    • TDU
    • 02.06.2012 um 9:50 Uhr

    Und selbst Netzwerke, Oelreserven oder riesige Steueraufkommen. Wer sich durchs und im Netzwerk oben gemütlich macht, wird sich, ob Mann oder Frau, auch mal fragen, was er/sie in seinem Leben eigentlich geleistet hat und ob er/sie nicht eigentlich durch andere versorgt wurde und wo sein/ihr Beitrag ist. Geld allein macht da nur die "Dummen" glücklich.

    Der Respekt wird den Frauen und Männern zuteil, die "unten" beharrlich und täglich gegen alle Widerstände ihre Arbeit erledigen. Und die schätzen wiederum auch nur die, die das "oben" auch tun.

    Eine Leserempfehlung
  2. So nannte mein Vater die Frauen, die sich durch extrem männlich nachgeäfftes Tun in ihrer Rolle hervor taten. Ich habe im Augenblick auch eine weibliche Führungskraft als CFO und bin nicht beindruckt. Sie ist noch nicht lange in dieser Position, ihr Vorgänger, ein Mann, ist ein netter Kerl, aber eine Fehlbesetzung in dieser Position gewesen. Sie ist noch nicht einmal nett, dazu völlig überfordert ! Da ist kein Mobbing(vielleicht versteckt, wer weiss ?) oder ausgestreckte Beine über die sie stolpern soll, sie kann es einfach nicht !

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    eben nicht dem Rollenbild Ihres Vaters - und entsprechen auch nicht dem Rollenbild vieler heute lebender Männer, die sich zwar theoretisch sehr für Gleichberechtigung und Emanzipation einsetzen, praktisch aber nicht einmal den Müll rausbringen, geschweige denn zum Staubsauger greifen oder, falls Kinder vorhanden, an der praktischen Kindererziehung teilnehmen, oder, falls doch, sich mit Sicherheit den Teil der Kindererziehung heraussuchen, der mehr Spaß als Arbeit macht.
    Faktisch wird es wohl so sein, daß Frauen in Führungspositionen den eher männlichen Teil ihrer Rolle stark übertreiben (müssen), um anerkannt zu werden, ganz zu schweigen von den männlichen Konkurrenten, die mit Sicherheit nur auf Fehler lauern, um diese dann dem Geschlecht anzulasten. Ich bin mit Sicherheit kein Fan von Frau Merkel, aber ich erinnere mich sehr gut daran, daß sie zu Anfang ihrer Karriere mindestens die halbe Zeit damit verbringen mußte, sich den Rücken gegen ihre männlichen Konkurrenten freizuhalten, die das weibliche Geschlecht von Frau Merkel schon an und für sich als Grund sahen, sie am Fortkommen zu hindern.
    Man könnte natürlich auch einmal das Rollenbild bzw. Menschenbild der Manager in Führungspositionen untersuchen; ich denke, da wird man auch bei den meisten Männern auf Meinungen treffen, die man durchaus als abstrus bezeichnen könnte.
    Ich empfehle immer, sich einmal vorzustellen, der/die Vorgesetzte hätte das jeweils andere Geschlecht - ob man dann auch kritisieren würde?

    Wieso habe ich ein Problem, jemandem die Kompetenz zuzusprechen, die Führungsqualitäten einer Managerin beurteilen zu lassen, wenn dieser noch nicht einmal in der Lage ist, elementare Züge der Rechtschreibung zu beherrschen?

    Im Deutschen kommt vor einem Satzzeichen kein Leerzeichen. Niemals. Auch nicht beim Ausrufezeichen!

    Aber selbst unabhängig davon: Ihre Voreingenommenheit weiblichen Führungskräften gegenüber tropft aus jeder Ihrer Zeilen!

    War Ihr Vater noch als Soldat im Krieg? Denn derart abwertend wurden Frauen in der russischen Armee bezeichnet, die sich mit der Waffe in der Hand den "Plünderern" von Wehrmacht und Waffen-SS in den Weg stellten. Ich lege Ihnen nahe, auf diesen Ausdruck, der damals der verbalen Vorvernichtung diente, um so leichter auf diese Frauen schießen zu können, in Zukunft zu verzichten. Es reicht, wenn Sie Verhaltensweisen beschreiben, die Ihnen nicht passen.

    eben nicht dem Rollenbild Ihres Vaters - und entsprechen auch nicht dem Rollenbild vieler heute lebender Männer, die sich zwar theoretisch sehr für Gleichberechtigung und Emanzipation einsetzen, praktisch aber nicht einmal den Müll rausbringen, geschweige denn zum Staubsauger greifen oder, falls Kinder vorhanden, an der praktischen Kindererziehung teilnehmen, oder, falls doch, sich mit Sicherheit den Teil der Kindererziehung heraussuchen, der mehr Spaß als Arbeit macht.
    Faktisch wird es wohl so sein, daß Frauen in Führungspositionen den eher männlichen Teil ihrer Rolle stark übertreiben (müssen), um anerkannt zu werden, ganz zu schweigen von den männlichen Konkurrenten, die mit Sicherheit nur auf Fehler lauern, um diese dann dem Geschlecht anzulasten. Ich bin mit Sicherheit kein Fan von Frau Merkel, aber ich erinnere mich sehr gut daran, daß sie zu Anfang ihrer Karriere mindestens die halbe Zeit damit verbringen mußte, sich den Rücken gegen ihre männlichen Konkurrenten freizuhalten, die das weibliche Geschlecht von Frau Merkel schon an und für sich als Grund sahen, sie am Fortkommen zu hindern.
    Man könnte natürlich auch einmal das Rollenbild bzw. Menschenbild der Manager in Führungspositionen untersuchen; ich denke, da wird man auch bei den meisten Männern auf Meinungen treffen, die man durchaus als abstrus bezeichnen könnte.
    Ich empfehle immer, sich einmal vorzustellen, der/die Vorgesetzte hätte das jeweils andere Geschlecht - ob man dann auch kritisieren würde?

    Wieso habe ich ein Problem, jemandem die Kompetenz zuzusprechen, die Führungsqualitäten einer Managerin beurteilen zu lassen, wenn dieser noch nicht einmal in der Lage ist, elementare Züge der Rechtschreibung zu beherrschen?

    Im Deutschen kommt vor einem Satzzeichen kein Leerzeichen. Niemals. Auch nicht beim Ausrufezeichen!

    Aber selbst unabhängig davon: Ihre Voreingenommenheit weiblichen Führungskräften gegenüber tropft aus jeder Ihrer Zeilen!

    War Ihr Vater noch als Soldat im Krieg? Denn derart abwertend wurden Frauen in der russischen Armee bezeichnet, die sich mit der Waffe in der Hand den "Plünderern" von Wehrmacht und Waffen-SS in den Weg stellten. Ich lege Ihnen nahe, auf diesen Ausdruck, der damals der verbalen Vorvernichtung diente, um so leichter auf diese Frauen schießen zu können, in Zukunft zu verzichten. Es reicht, wenn Sie Verhaltensweisen beschreiben, die Ihnen nicht passen.

    • TDU
    • 02.06.2012 um 10:03 Uhr

    "beharrlich" = Mit Liebe, Sorgfalt und ohne ständiges Klagen. Kann übrigens auch nicht jede/er.

    Und es ist ja auch ein Glück, auf diese Weise sein Geld verdienen zu können. Woanders auf der Welt und auch zunehmend in Deutschland: mach gefälligst, deine Einstellung interessiert überhaupt nicht. Insofern ist manche Klage über die Schwierigkeiten beim Top Job mit zig- fachem Mehr auch eine Klage auf hohem Niveau.

    Eine Leserempfehlung
  3. Ich finde den Artikel sehr interessant. Dass Frauen der Form halber auf schwierige Positionen gesetzt werden, zeigt doch umso mehr, dass sie wohl nicht so erwünscht sind in den Führungsetagen.
    Noch viel mehr beschäftigt mich jedoch, dass auch bei der Bewertung der Fähigkeiten und Ziele offensichtlich "männliche" Sichtweisen und Kriterien als Maß genommen werden. Wenn ich lese "Moralisch vielleicht löblich – die Konkurrenz auf dem Weg nach oben schalten sie so aber sicher nicht aus. " denke ich, dass wir Frauen uns schon arg verbiegen müssten nur um der Karriere willen. Mein Ziel ist das nicht. Und das der meisten Frauen nicht. Auch Einsamkeit im Job ist für uns kein erstrebenswertes Ziel! Gäbe es die Quote, würde die Gefahr vielleicht nicht bestehen, da wir Kolleginnen hätten, mit denen wir uns solidarisieren könnten.
    Und im Übrigen: solange es diese ganzen Männernetzwerke gibt, zu denen wir keinen Zutritt haben, werden wir auf die Akzeptanz in den Führungsetagen warten.

    7 Leserempfehlungen
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    Kommen Ihnen nicht Zweifel, wenn Sie sich mit allen anderen Frauen gleichsetzen?

    Das ist leider auch das Problem mit der Quote. Man verspricht sich davon gerne, dass damit andere Charaktereigenschaften und Lebensentwürfe Einzug in die Führungsetagen finden und somit Barieren abgeschafft und die Führungspositionen für attraktiver werden.

    Wer garantiert jedoch, dass die Quotenfrauen dieser Vorstellung entsprechen und nicht etwa die etablierten Formen beibehalten?
    Müsste man nicht vielmehr die Anforderungsprofile ändern, also quasi eine Quote für Charaktereigenschaten und Lebensentwürfe? Und welche sollten das dann sein?
    Oder ist die Unattraktivität der Führunsetage vielleicht eine Folge und somit Voraussetzung der Globalisierten Konkurrenzwelt? Dann hilft leider auch keine Quote.

    • micold
    • 03.06.2012 um 11:55 Uhr

    [...]
    Wie sollen die Betriebe mit solchen Quoten-Besetzungen bitte in der Globalisierung bestehen können. Wird dann bei Misserfolg auch laut gerufen, ich bin nicht Schuld, die bösen, bösen Konkurrenten haben nicht das gemacht, was ich wollte?

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/ls

    Kommen Ihnen nicht Zweifel, wenn Sie sich mit allen anderen Frauen gleichsetzen?

    Das ist leider auch das Problem mit der Quote. Man verspricht sich davon gerne, dass damit andere Charaktereigenschaften und Lebensentwürfe Einzug in die Führungsetagen finden und somit Barieren abgeschafft und die Führungspositionen für attraktiver werden.

    Wer garantiert jedoch, dass die Quotenfrauen dieser Vorstellung entsprechen und nicht etwa die etablierten Formen beibehalten?
    Müsste man nicht vielmehr die Anforderungsprofile ändern, also quasi eine Quote für Charaktereigenschaten und Lebensentwürfe? Und welche sollten das dann sein?
    Oder ist die Unattraktivität der Führunsetage vielleicht eine Folge und somit Voraussetzung der Globalisierten Konkurrenzwelt? Dann hilft leider auch keine Quote.

    • micold
    • 03.06.2012 um 11:55 Uhr

    [...]
    Wie sollen die Betriebe mit solchen Quoten-Besetzungen bitte in der Globalisierung bestehen können. Wird dann bei Misserfolg auch laut gerufen, ich bin nicht Schuld, die bösen, bösen Konkurrenten haben nicht das gemacht, was ich wollte?

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/ls

  4. Eine Studie hat vor ein paar Monaten ergeben, dass Manager und Psychopathen viel gemeinsam haben (http://www.zeit.de/karrie...). Da die globale Quote weiblicher Psychopathen geringer ist als die bei Männern, erklärt das vielleicht die geringere Anzahl weiblicher Manager....?

    8 Leserempfehlungen
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    • Stroke
    • 02.06.2012 um 12:56 Uhr

    Weniger Frauen sind unter den Psychopathen, dafür sind Mobbing, üble Nachrede und Dauerkritik, von Frauen gerne angewandt, vor allem gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen, auch nicht ohne! Möglicherweise sind die subtileren typisch weiblichen Methoden des Psychoterrors am Arbeitsplatz besonders effektiv, dadass sie sogar das schwerwiegendste Karrierehemmnis für Frauen darstellen. Frauen scheinen sich gegenseitig am beruflichen Aufstieg zu behindern. Mit Teamgeist hat dies meiner Meinung nach aber nichts zu tun, sondern eher mit Egomanie und Narzismus, die bei Frauen ähnlich häufig vorkommen wie bei Männern.[...]

    Gekürzt. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke, die Redaktion/ls

    • TDU
    • 03.06.2012 um 13:04 Uhr

    In dne 1970iger Jahren hat es eine belegte Ansicht gegeben en, nach der nur der Neurotiker in der Gesellschaft Erfolg hat. Denn nur ein Neurotiker kann sich an den Segnungen der Wirtschaftswelt erfreuen, die ihn zum Aufsteigen wollen motivieren.

    Im übrigen, was ist der Unterschied zwischen einem Manager, einem Politiker der höchste Ämter anstrebt und einem Familienvater, der alles tut, um sich oder seine Familie zu ernähren.

    Nichts geht ohne unbedingten Willen und ohne Selbstdisziplin, wenn man sich nicht ständig auf andere verlassen will oder dauernd andere dafür zuständig sein sollen. Das hat heutzutage schon was pschyopathisches und war früher Zeichen von Konsequenz und Stärke.

    Studien hin oder her. Zeitgeist und Möglichkeiten spielen auch ein Rolle. Ende der 1970iger sollte Mann weich und ohne Karreierebewusstsein sein. Heute ist der Normalverdiener immer knapp an der Armutsgrenze.

    Und in einer Gesellschaft, die nahezu allein auf der Grundlage von Bisons leben kann, kommt keiner so leicht auf die Idee, Tiere zu töten als Mord zu bezeichnen.

    Es geht bei der Debatte um Macht und Geld. Die Frauen an der Spitze der Debatte brauchen Erfolge im Unterbau. Wie die Unternehmer die Arbeitnehmer. Die qualitativ bessere Gesellschaft ist gar nicht Gegenstand der Debatte. Die Tendenz diese "bessere" Gesellschaft vorzuschreiben wächst dagegen immer mehr.

    Mal ganz extrem gesagt: Wenn der Beauftragte den Gauleiter ersetzt, interessiert mich dessen Geschlecht überhaupt nicht.

    • Stroke
    • 02.06.2012 um 12:56 Uhr

    Weniger Frauen sind unter den Psychopathen, dafür sind Mobbing, üble Nachrede und Dauerkritik, von Frauen gerne angewandt, vor allem gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen, auch nicht ohne! Möglicherweise sind die subtileren typisch weiblichen Methoden des Psychoterrors am Arbeitsplatz besonders effektiv, dadass sie sogar das schwerwiegendste Karrierehemmnis für Frauen darstellen. Frauen scheinen sich gegenseitig am beruflichen Aufstieg zu behindern. Mit Teamgeist hat dies meiner Meinung nach aber nichts zu tun, sondern eher mit Egomanie und Narzismus, die bei Frauen ähnlich häufig vorkommen wie bei Männern.[...]

    Gekürzt. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke, die Redaktion/ls

    • TDU
    • 03.06.2012 um 13:04 Uhr

    In dne 1970iger Jahren hat es eine belegte Ansicht gegeben en, nach der nur der Neurotiker in der Gesellschaft Erfolg hat. Denn nur ein Neurotiker kann sich an den Segnungen der Wirtschaftswelt erfreuen, die ihn zum Aufsteigen wollen motivieren.

    Im übrigen, was ist der Unterschied zwischen einem Manager, einem Politiker der höchste Ämter anstrebt und einem Familienvater, der alles tut, um sich oder seine Familie zu ernähren.

    Nichts geht ohne unbedingten Willen und ohne Selbstdisziplin, wenn man sich nicht ständig auf andere verlassen will oder dauernd andere dafür zuständig sein sollen. Das hat heutzutage schon was pschyopathisches und war früher Zeichen von Konsequenz und Stärke.

    Studien hin oder her. Zeitgeist und Möglichkeiten spielen auch ein Rolle. Ende der 1970iger sollte Mann weich und ohne Karreierebewusstsein sein. Heute ist der Normalverdiener immer knapp an der Armutsgrenze.

    Und in einer Gesellschaft, die nahezu allein auf der Grundlage von Bisons leben kann, kommt keiner so leicht auf die Idee, Tiere zu töten als Mord zu bezeichnen.

    Es geht bei der Debatte um Macht und Geld. Die Frauen an der Spitze der Debatte brauchen Erfolge im Unterbau. Wie die Unternehmer die Arbeitnehmer. Die qualitativ bessere Gesellschaft ist gar nicht Gegenstand der Debatte. Die Tendenz diese "bessere" Gesellschaft vorzuschreiben wächst dagegen immer mehr.

    Mal ganz extrem gesagt: Wenn der Beauftragte den Gauleiter ersetzt, interessiert mich dessen Geschlecht überhaupt nicht.

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