Schon junge Beschäftigte unter 35 klagen über Stress und eine hohe Arbeitsbelastung , stellt eine DGB-Studie fest . "Wenn man es wirklich ernst meint mit der Fachkräftesicherung, von der immer die Rede ist, dann darf man die jungen Beschäftigten nicht verheizen", forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock bei der Vorstellung der Ergebnisse am Donnerstag in Berlin . Sehrbrock sieht vor allem die Arbeitgeber am Zug, für bessere Bedingungen zu sorgen.

Viele junge Beschäftigte sind mit ihrer Einkommenssituation unzufrieden. 47 Prozent, also fast die Hälfte, beurteilt sie als negativ, das gilt vor allem für die prekär Beschäftigten . Fast jeder Vierte hat ein Einkommen unter 1.500 Euro im Monat, jeder Sechste sogar unter 800 Euro. Lediglich die Hälfte der Befragten ist unbefristet beschäftigt und verdient mehr, nur etwa ein Drittel (37 Prozent) über 2.000 Euro. Etwa ein Fünftel (21 Prozent) ist befristet beschäftigt, jeder Zehnte ist als Leiharbeiter oder Minijobber beschäftigt.

In Minijobs arbeiten vor allem junge Frauen: Jede Zehnte – auch mit Berufsabschluss – hat mangels Alternativen eine solch geringfügige Beschäftigung. Bei den Männern sind es nur vier Prozent. Generell haben sich die Probleme seit der letzten Umfrage laut DGB nicht wesentlich verändert.

Auch die Zahl der Burn-out-Erkrankungen bei Hilfsarbeitern hat zugenommen. 67 Prozent der befragten Hilfsarbeiter gab an, unter Stress und Hetze zu leiden.