PersonalführungWas Führungskräfte von Adlern lernen können
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Die Greifvögel jedoch sind ehrlicher als Mitarbeiter. Sie reagieren authentisch und unmittelbar auf ihr Gegenüber und geben ihr Feedback ungefiltert weiter. Das bekommen wir hautnah zu spüren, denn jetzt sind wir dran, die Harris Hawks anzulocken. Damit das überhaupt funktioniert, muss sowohl die Handhaltung als auch die Armhöhe stimmen. Wer möchte, kann sein Glück auch bei dem Steppenadler Kurgan versuchen, der allerdings mit einer Spannweite von 1,60 Meter und drei Kilogramm schon eine andere Hausnummer ist als die Harris Hawks. Alle Teilnehmer sind beeindruckt. Die Situation lässt uns kleinlaut werden.

Schließlich zeigt uns Brommund, wie sie zwei gleichrangige Chefs führt. Während der Wolfshund Asgaard auf dem linken Arm von Brommund lehnt, hält sie mit dem rechten Arm den Steppenadler Kurgan. Dabei muss sie penibel auf die Positionen der beiden Tiere achten, denn der Steppenadler darf nicht auf Augenhöhe oder gar unter dem Wolfshund sein, sondern muss sich stets auf dem höchsten Punkt befinden. Brommund kennt die Ansprüche der Tiere, auch sorgt sie für die entsprechende Rangordnung, hält den Arm mit dem Greifvogel höher und den Hund nah. Das fordert ihr ganz schön viel Kraft ab. Nicht weniger anstrengend sind entsprechende Konstellationen im Führungsalltag. Das Bild von der Trainerin mit den beiden Tieren ist stark, es prägt sich ein.

Am Ende des Seminars sind sich die meisten Entscheider einig: Wer unterschiedliche Mitarbeiter führen muss, für den ist es sinnvoll, sich in Teamentwicklung coachen zu lassen und auf seine Eigen- und Fremdwahrnehmung zu achten. Auch haben wir im Umgang mit den Tieren gemerkt: Die emotionale Kompetenz ist wichtig. Es war gut, einen Tag lang etwas ganz Neues auszuprobieren. Das Greifvogel-Training hat Spaß gemacht und wir nehmen einige Erkenntnisse mit.

 
Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte tragen Sie mit sachlichen Argumenten zum Thema bei. Die Redaktion/mak

  2. "In einem Seminar sollen Manager den Umgang mit den Tieren lernen und auf diese Weise Personalführung üben."

    4 Leserempfehlungen
  3. Wahnsinn, was in dem Artikel für "unglaubliche Erkenntnisse" stecken! Und dann Aussagen wie:

    "Die Greifvögel jedoch sind ehrlicher als Mitarbeiter. Sie reagieren authentisch und unmittelbar auf ihr Gegenüber und geben ihr Feedback ungefiltert weiter."

    Soso! Ehrlicher (!) und "authentisch". Dass das vielleicht damit zusammenhängt das es Tiere sind, die sich nicht um die Konsequenzen scheren müssen, wenn der Chef ggf. angepisst ist, weil ihm die ehrliche und authentische Meinung des Angestellten nicht passt oder er bestimmte Meinungen nicht hören will, wird überhaupt nicht thematisiert.

    Ansonsten sehe ich das als nette Spielerei für die "Leader". Dass diese tatsächlich entsprechende Inhalte auf ihren Arbeitsalltag übertragen können, wage ich nach diesem Artikel jedoch stark zu bezweifeln. Aber ist halt wie mit den meisten Coachings: man muss es nur gut verkaufen (können) und die Konsumenten müssen daran glauben (wollen).

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich würde auch gerne meinem "Leader" ganz ehrlich, authentisch und ungefiltert sagen, dass ich für diese Eventkultur des Coachings nichts übrig habe, weil sie sehr teuer und der Nutzen fragwürdig ist. Aber um die eigentlichen Inhalte geht es bei diesen Events ja scheinbar gar nicht, denn diese ließen sich auch so vermitteln und trainieren, wenn man ernsthaft am Thema und der Sache Interesse hätte. Aber das wäre ja langweilig und überhaupt kein Unterschied zum Alltag unserer "Leader". Lieber geht man dann über glühende Kohlen, hantiert mit Raubvögeln oder macht sonstwas, als sich direkt mit Inhalten, Übungen und den wesentlichen Aspekten zu befassen.

    Dass dies wahrscheinlich mehr bringen würde, günstiger und damit effizienter wäre, interessiert die "Leader" wahrscheinlich nicht, auch wenn es ehrlich, authentisch und ungefiltert (und mMn. durchaus eine Diskussion wert) wäre.

    Aber wahrscheinlich würde es meine(n) "Leader" genauso wenig interessieren was ich zu diesem Thema denke, wie sie sich ihre teure Eventkultur nicht durch den Anspruch an inhaltlich-sachlich vernünftig konzipierte Coachings vermiesen lassen würden.
    Währe ja noch schöner, wenn man bei so einem Coaching tatsächlich was lernen oder anspruchsvoll reflektieren müsste!

    Ich würde auch gerne meinem "Leader" ganz ehrlich, authentisch und ungefiltert sagen, dass ich für diese Eventkultur des Coachings nichts übrig habe, weil sie sehr teuer und der Nutzen fragwürdig ist. Aber um die eigentlichen Inhalte geht es bei diesen Events ja scheinbar gar nicht, denn diese ließen sich auch so vermitteln und trainieren, wenn man ernsthaft am Thema und der Sache Interesse hätte. Aber das wäre ja langweilig und überhaupt kein Unterschied zum Alltag unserer "Leader". Lieber geht man dann über glühende Kohlen, hantiert mit Raubvögeln oder macht sonstwas, als sich direkt mit Inhalten, Übungen und den wesentlichen Aspekten zu befassen.

    Dass dies wahrscheinlich mehr bringen würde, günstiger und damit effizienter wäre, interessiert die "Leader" wahrscheinlich nicht, auch wenn es ehrlich, authentisch und ungefiltert (und mMn. durchaus eine Diskussion wert) wäre.

    Aber wahrscheinlich würde es meine(n) "Leader" genauso wenig interessieren was ich zu diesem Thema denke, wie sie sich ihre teure Eventkultur nicht durch den Anspruch an inhaltlich-sachlich vernünftig konzipierte Coachings vermiesen lassen würden.
    Währe ja noch schöner, wenn man bei so einem Coaching tatsächlich was lernen oder anspruchsvoll reflektieren müsste!

  4. "Natürlich lassen sich Menschen nicht mit Vögeln vergleichen."

    Aber nein, natürlich nicht. Deshalb trainieren die ach so "charismatischen Leader" ja auch mit Tieren ihre Umgangsformen mit den niederen Kasten im Unternehmen. Denn wer das Vertrauen eines Vogels gewinnen kann, der schafft das auch beim menschlichen Lakaien. Schließlich sind die Viecher ja noch authentischer als der lohnabhängig Beschäftigte, an dem die erlernten Techniken dann später ausprobiert werden.

    Was soll also dieser scheinheilige Alibi-Satz, dass man Tiere nicht mit Menschen vergleichen kann wenn das ganze Unterfangen exakt der Simulation bzw. Einübung von Vertrauensbildung/Führungsstärke bei den Angestellten dienen soll?
    Ein schönes Beispiel für die geistige & moralische Verwahrlosung in deutschen Chefetagen. Widerlich.

    5 Leserempfehlungen
  5. Ich würde auch gerne meinem "Leader" ganz ehrlich, authentisch und ungefiltert sagen, dass ich für diese Eventkultur des Coachings nichts übrig habe, weil sie sehr teuer und der Nutzen fragwürdig ist. Aber um die eigentlichen Inhalte geht es bei diesen Events ja scheinbar gar nicht, denn diese ließen sich auch so vermitteln und trainieren, wenn man ernsthaft am Thema und der Sache Interesse hätte. Aber das wäre ja langweilig und überhaupt kein Unterschied zum Alltag unserer "Leader". Lieber geht man dann über glühende Kohlen, hantiert mit Raubvögeln oder macht sonstwas, als sich direkt mit Inhalten, Übungen und den wesentlichen Aspekten zu befassen.

    Dass dies wahrscheinlich mehr bringen würde, günstiger und damit effizienter wäre, interessiert die "Leader" wahrscheinlich nicht, auch wenn es ehrlich, authentisch und ungefiltert (und mMn. durchaus eine Diskussion wert) wäre.

    Aber wahrscheinlich würde es meine(n) "Leader" genauso wenig interessieren was ich zu diesem Thema denke, wie sie sich ihre teure Eventkultur nicht durch den Anspruch an inhaltlich-sachlich vernünftig konzipierte Coachings vermiesen lassen würden.
    Währe ja noch schöner, wenn man bei so einem Coaching tatsächlich was lernen oder anspruchsvoll reflektieren müsste!

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    Antwort auf "Wahnsinn!!!"
  6. Was um Gottes Willen soll das denn? Pseudopsychologisches Geschwätz und Beutelschneiderei zu verbinden ist aber keine Straftat, die Managementtrainer leben von nichts als Hokuspokus. Gut, das mal auch denen transparent zu machen, die sich ehrlich ihr Geld verdienen und jetzt ahnen, wie die Nadelstreifen zu Nieten gemacht werden. Neulich sah ich eine CD "Mozart für Manager", und der Klappentext lautete sinngemäß '... in kurzen abgeschlossenen Musikstücken, die Zeitknappheit und Erholungsbedarf der Hochleistungselite optimal Rechnung tragen.' Ich wünschte mir ein Pferdeäpfelaufsammeljahr für Marketingdummschwätzer.

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  7. 7. .....

    Ein interessanter Artikel. Greifvögel in der Falknerei lassen sich nur über Atzung (Kondition) und positive Bestätigung (Motivation) beinflussen. Ziel dabei ist es den Greifvogel so wie einen wilden Greifvogel zu fliegen mit höchst möglicher Kondition und größter Motivation. Man kriegt auf jeden Fall bei einem Greifvogel eine sofortige Reaktion auf ein positives wie negatives Verhalten. Der Greifvogel braucht den Menschen nicht um in der Natur zu überleben, er hat jedoch in der Falknerei gelernt, dass es für ihn im Team mit dem Falkner leichter ist Beute zu machen.
    Sogesehen hinkt der Vergleich, da Menschen oft kein direktes Feedback geben und sich auch als Nichtselbständige in einem anderen Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Arbeitgeber befinden. Daher denke ich sind die Erfahrungen nur bedingt für Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern übertragbar. Ein Greifvogel, der Beute gemacht hat, gibt sich mit der Beute zufrieden und ihm genügt ein voller Kropf, er jagt nicht wieder bevor er ein entsprechendes Hungergefühl hat. Der Mensch hat den Drang trotz Befriedigung eines Bedürfnisses durch Gier weiter getrieben zu werden und sich nicht mit einem Erfolg zu begnügen.
    Als kleine Randbemerkung an den Autor zum Schluß; Harris Hawks (parabuteo unicinctus) gehören nicht zu den Falkenartigen sondern zu den Habichtsartigen und werden auch Wüstenbussarde genannt.

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    • Kelsi
    • 29.06.2012 um 23:09 Uhr

    ... musste ich schon ein wenig schmunzeln. " In einem Seminar sollen Manager den Umgang mit den Tieren lernen und auf diese Weise Personalführung üben." :-)

    Hoffen wir mal dass sie nicht zu Zuchtmeistern werden ;-)

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