Wie wird aus einem Haufen Einzelkämpfern ein Team? Teamarbeit ist kein Selbstläufer . Sie gelingt nur, wenn Transparenz herrscht.

Die häufigsten Gründe für schlechte Zusammenarbeit sind Kommunikationsstörungen, eine ineffiziente Aufteilung der Aufgaben und natürlich Konflikte unter den einzelnen Mitarbeitern . Aber auch ein Wechsel in der Führungsebene oder eine organisatorische Veränderung im gesamten Unternehmen erschweren eine reibungslose Zusammenarbeit. Einfache Teamentwicklungsmaßnahmen reichen gerade einmal, wenn sich eine neue Projektgruppe bildet. In der Regel sind allerdings langfristige Teamentwicklungsprozesse notwendig, um die Kommunikation der Gruppe zu verbessern oder überhaupt erst eine entsprechende Basis zu schaffen, auf der effizientes Arbeiten möglich ist.

Entscheidend für das Gelingen ist die Zusammensetzung der Gruppe. Meredith Belbin, Experte auf dem Gebiet der Team- und Führungsentwicklung, unterscheidet typische Teamrollen, die Menschen bewusst oder auch unbewusst aufgrund ihres Charakters und Verhaltens einnehmen, wenn sie mit anderen zusammenarbeiten. Da gibt es Macher, Umsetzer, Beobachter, Teamarbeiter, Wegbereiter, Chairman, Neuerer sowie Perfektionisten.

Für die gelungene Zusammenarbeit ist eine gute Mischung wichtig. Etwas, das jedoch in der Praxis viel zu selten umgesetzt wird. Denn häufig erfolgt die Teamzusammensetzung aufgrund der Hierarchie, der fachlichen Kompetenz oder auch einfach nur infolge der Verfügbarkeit.

Teams durchlaufen Phasen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Gruppendynamik. Teams durchlaufen bei ihrer Entwicklung verschiedene Phasen. Am Anfang steht Psychologen zufolge die Orientierungsphase. Die Teammitglieder sind freundlich und höflich, allerdings auch distanziert. Sie lernen sich langsam näher kennen, tasten sich ab. Es folgt die Phase der Auseinandersetzung, in der die Sachlichkeit teilweise ein Ende hat, denn es zeigen sich Abneigungen. Die Teammitglieder sind angespannter, Konflikte treten auf.

Hier schließt sich in der Regel die Ordnungsphase an: Das Team kennt sich, versucht, die Beziehungskonflikte zu lösen, um wieder zu einer Sachlichkeit zurückkehren zu können. Meist werden in dieser Phase Teamrollen und -spielregeln festgelegt. Danach kann das Team in die Performing-Phase einsteigen, in der versteckte Konflikte thematisiert werden und Emotionen Raum erhalten. Erst jetzt entsteht in der Regel im Team ein Wir-Gefühl. Übergeht eine Gruppe die Phase der Auseinandersetzung, treten meist Probleme auf, denn ohne diese Phase ist eine Teambildung fast unmöglich.