KonzentrationsschwächeDas macht müde Mitarbeiter wieder munter

Die Leistungsfähigkeit unterliegt einem Vier-Stunden-Rhythmus. Aber was tun, wenn das Mittagstief nicht enden will? Wir zeigen, wie sich der Arbeitstag meistern lässt. von 

Müde und unkonzentriert – so gut wie jeder kennt das Leistungstief, das einen oft nach dem Mittag erwischt. Schuld daran ist die im Lauf eines Tages stark schwankende Konzentration von Neurotransmittern wie Adrenalin und von Hormonen wie Cortisol. Diese bestimmen unseren Wachzustand. Haben wir viel davon im Blut, sind wir fit – sinkt die Konzentration im Blut, werden wir müde.

Generell gilt: Unsere Leistungsfähigkeit verändert sich im Vier-Stunden-Rhythmus. Bei den meisten Büroarbeitern mit einem Nine-to-five-Job kommen die Tiefs also gegen 10 Uhr am Vormittag, etwa um 14 Uhr, gegen 18 Uhr und schließlich gegen 22 Uhr. Am stärksten macht sich der Leistungsabfall nach der Mittagspause bemerkbar.

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Tina Groll
Tina Groll

Tina Groll ist Redakteurin im Ressort Karriere bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier.

Für unsere Konzentrationsfähigkeit gibt es sogar einen 90-Minuten-Rhythmus . Das ist auch in etwa die maximale Dauer, die man im Durchschnitt am Schreibtisch verbringen kann, ohne seine Tätigkeit zu unterbrechen. Die Konzentration beginnt allerdings schon nach etwa 20 Minuten erstmals nachzulassen.

Doch was tun, wenn man zu schlapp ist, um produktiv arbeiten zu können und eine kurze Ruhepause nicht drin ist? Dann helfen diese kleinen Ratschläge:

Raumklima

Der Klassiker unter den Tipps gegen Müdigkeit ist: lüften! Die Binsenweisheit hilft tatsächlich. Sauerstoffmangel macht den Körper müde und führt zu Konzentrationsschwäche. Außerdem darf die Luft nicht zu trocken sein und soll eine angemessene Temperatur haben. Oft hilft schon, die Heizung etwas herunterzudrehen. Der Arbeitsschutz schreibt eine Raumtemperatur zwischen 20 und 23 Grad vor. Denn nicht nur stickige Hitze, auch Kälte macht müde.

Licht

Auch das Licht hat einen Einfluss auf unseren Wachzustand. Zu wenig Licht strengt die Augen stark an, das ermüdet. Der Arbeitsschutz schreibt eine Beleuchtung von mindestens 500 Lux vor. Besser ist es, wenn es noch heller ist. Zum Vergleich: An einem trüben Wintertag sind es schon rund 3.000 Lux. Aber nicht jede Lichtfarbe ist für Konzentration und Leistungsfähigkeit gleich gut geeignet. Blaues Licht, fanden Forscher heraus, macht produktiver und wacher . Sehr warmes, gelbes Licht dagegen wirkt beruhigend und ermüdend.

Leserkommentare
  1. fängt das mittagstief morgens kurz nach eintreffen bei der arbeit an.
    kaffee kochen und mails lesen geht noch gerade eben und dann
    gehts bergab.
    um 17:00 gehts mir dann langsam wieder besser ...
    wenn ich zu hause bin werd ich wach und gehe 90 Minuten joggen.

    am anfang hatte ich ein schlechtes gewissen - seitdem ich gegen die müdigkeit nicht mehr ankämpfe geht es mir viel besser

    ich glaub ich hab burnout

  2. ich nehme an sie meinten filterkaffee? was ist daran "normal"?
    für die meisten menschen die ich kenne ist espresso der normale kaffee. das gilt übrigens in italien sowieso und in österreich ebenfalls - zumindest traditionell. von anderen ländern will ich gar nicht reden. kaffemaschinen mit filter haben halt das kaffeekochen vereinfacht - aber "kaffee" würde ich das dann selten nennen.

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    Blümchenkaffee :-)

    Zum Artikel: Hintergrundmusik und/oder ein Arbeitskollege mit dem man ab und zu mal plaudern kann hilft auch gegen Müdigkeit. Sich gegenseitig motivieren ist unglaublich effektiv: gemeinsam To-do listen absprechen "in einer Stunde bin ich mit ... fertig und Du mit ...". Als Belohnung gibts dann eine kleine Kaffee/Tee/Apfel/Keks/whateverpause. Ein ständig bereiter Tee, Saft oder einfach Wasser neben der Maus hilft auch schon, falls solche Kollegen nicht vorhanden sind :-)
    Bei Jobs die Spaß machen gibts bestimmt weniger ermüdende Situationen. Den richtigen Job zu finden würde ich also das A und O nennen...

  3. Blümchenkaffee :-)

    Zum Artikel: Hintergrundmusik und/oder ein Arbeitskollege mit dem man ab und zu mal plaudern kann hilft auch gegen Müdigkeit. Sich gegenseitig motivieren ist unglaublich effektiv: gemeinsam To-do listen absprechen "in einer Stunde bin ich mit ... fertig und Du mit ...". Als Belohnung gibts dann eine kleine Kaffee/Tee/Apfel/Keks/whateverpause. Ein ständig bereiter Tee, Saft oder einfach Wasser neben der Maus hilft auch schon, falls solche Kollegen nicht vorhanden sind :-)
    Bei Jobs die Spaß machen gibts bestimmt weniger ermüdende Situationen. Den richtigen Job zu finden würde ich also das A und O nennen...

  4. Na gut, eigentlich hasse ich es, aber Sarkasmus ist der einzige Weg diese "Ratgeber" zu überleben.
    Wäre schön wenn die Autorin auch mal erklären könnte wie man dem Arbeitgeber die Tipps nahebringt, der gestern auf eben dieser Website hier noch "So vergeuden Arbeitnehmer Zeit. Was Sie als Arbeitgeber tun können" gelesen hat.
    Stand nicht gestern hier.

    Aber so läuft doch das doch ab.
    Der eine "Experte" berichtet von den Lügen und Manipulationen die den Chef ja so toll weiterbringen können. Der Zweite berichtet das Mitarbeiter die eine Meinung jenseits des Chefs vertreten böse und lügende Manipulatoren sind. Der Dritte berichtet wie man verhindern kann das der Arbeitnehmer sich mit Kaffee und Musik die Arbeit versüßt.
    Und dann kommt Frau Groll und berichtet das man mit Musik und Kaffee leistungsfähiger sein kann.

    Wenn die Autoren schon immer gegeneinander arbeiten (und diesen Wettkampf ja auch als beruflichen Weg anpreisen), warum dann nicht gleich zwei getrennte Themenbereiche?
    Einmal Arbeitnehmer: So holen Sie das beste raus.
    Einmal Arbeitgeber: So überwachen Sie Ihr Vieh so gut wie möglich.

    Wäre ehrlicher als dieses dauernde Hin und Her.
    Man fragt sich, für wen ist dieser Karriere-Bereich eigentlich gedacht?

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Cortisol | Kaffee | Koffein | Konzentration
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