"Arbeit im Unbewussten"
ZEIT ONLINE: Dabei ist ein nachhaltiger Erfolg gesichert?
Krause: Die erreichten Vorstellungen arbeiten ja im Unterbewusstsein – aber auch im Bewusstsein. Man ist dann auch bereit, die neuen Ideen umzusetzen und man ändert sein Verhalten. Stellen sich dann Erfolge ein, motiviert das, sein Verhalten oder seine Einstellungen künftig entsprechend zu ändern.
ZEIT ONLINE: Man hat schon nach einer Sitzung Erfolg?
Krause: Das hängt vom Ziel ab. Wenn jemand beispielsweise frisch in eine Führungsposition gekommen ist und an einem selbstbewussten, kompetenten Auftreten arbeiten möchte, kann das schon in ein, zwei Sitzungen erreicht werden. Ein Manager kurz vor dem Burn-out braucht mitunter mehrere Sitzungen, bis er lernt, zu entspannen und auf seine Gesundheit stärker zu achten.
ZEIT ONLINE: Kann man das nicht auch durch ein ganz normales Coaching erreichen? Oder durch eine Therapie?
Krause: Natürlich. Auch im Coaching arbeitet man ja mit Sprache. Der Coach ist Ratgeber oder leitet den Klienten an, selbst auf die Lösung zu kommen. Nur ist das gewünschte Ziel dann noch nicht umgesetzt. In der Hypnose bekommt auch das Unbewusstsein Impulse in diese Richtung. Außerdem ist es entspannend und gesund. In der Trance ist die Atmung ruhig, der Körper angenehm durchblutet, Stress wird abgebaut, man kann mal richtig loslassen. Wenn Sie so wollen, kann Hypnose ein wirkungsvoller Zusatz im Coaching sein.
ZEIT ONLINE: Nimmt die Nachfrage nach Hypnose in Zeiten von Burn-out als Volkskrankheit zu?
Krause: Ich finde schon. Viele Menschen sehnen sich nach Entschleunigung, nach Ruhe, nach Geborgenheit. Nach etwas, das vielleicht nicht allein rational erklärbar ist, aber ihnen gut tut. Hypnose kann ein starkes Instrument sein, die inneren Kräfte zu aktivieren. Leider wird Hypnose im Businessbereich oft noch abgelehnt. Das klingt sehr esoterisch. Wir sprechen im Business Coaching dann lieber von Meditations- oder Mentaltraining. Das klingt seriöser und wird von Managern stark nachgefragt.
ZEIT ONLINE: Nun coachen Sie nicht nur Führungskräfte, Sie lehren die Methode auch. Ehrlich gesagt finde ich die Vorstellung gruselig, dass mich mein Chef hypnotisieren könnte.
Krause: (lacht) Es ist unwahrscheinlich, dass Chefs ihre Mitarbeiter hypnotisieren. Aber sie können lernen, wie man mit Sprache Menschen anleitet. In der Personalführung kann es von Vorteil sein, wenn man sich mit der Wirkung von Suggestionen beschäftigt hat. Sprache ist für Chefs ohnehin eines der wichtigsten Werkzeuge, um zu motivieren. Wenn eine Führungskraft weiß, wie sie mit ihrem Team in positiven Bildern sprechen kann, die motivieren und den Mitarbeitern ein Gefühl von Vertrauen, Zusammenhalt und Stärke geben, kann sie sehr menschlich und effektiv anleiten. Das nützt letztlich allen: den Mitarbeitern, dem Unternehmen und dem Chef.







Wer hypnotisiert eigentlich unsere Bundeskanzlerin?
Eventuell wäre ein guter Freundeskreis und die Sinnsuche im Leben hilfreicher als Suggestionen während einer Hypnose.
Eignung wäre auch nicht schlecht. Macht zumindest vieles einfacher. Auch für die Mitarbeiter
Eignung wäre auch nicht schlecht. Macht zumindest vieles einfacher. Auch für die Mitarbeiter
Eignung wäre auch nicht schlecht. Macht zumindest vieles einfacher. Auch für die Mitarbeiter
ist nur noch unter Hypnose zu ertragen.
bei allem Respekt für die Methode der Hypnose - es ist doch faszinierend, was Menschen alles auf sich nehmen, um nicht ihre Lebensgewohnheiten ändern zu müssen.
... für alle, die Hypnose nicht als reinen Quatsch abtun: Nach langer Recherche habe ich mich im Frühjahr diesen Jahres mit einer großen Portion Neugier und sehr viel Skepsis in eine Hypnosebehandlung begeben. Das Ergebnis ist absolut phaszinierend und sehr überzeugend. Schlüssel ist - als Ergänzung zum Coaching, wie hier angegeben - die direkte Ansprache des Unterbewusstseins, das uns Freund und eben auch Feind sein kann. Wenn man sich vor Augen hält, dass wir zu 95 Prozent unterbewusst handeln, dann ist es nur folgerichtig, dass wir genau dort ansetzen müssen, wenn wir eine Verhaltensänderung erreichen wollen. Daher ist Hypnose zum Beispiel auch bei der Raucherentwöhnung hilfreich. Entscheidend ist, dass man mit dem Hypnotiseur gemeinsam im Vorfeld das "Problem" genau analysiert und aufarbeitet. Ein schlichtes "ich will mich verändern" ist unsinnig. Daher ist es auch wichtig, dass der Hypnotiseur Coaching-Kenntnisse mitbringt und man sich gemeinsam erst an die Ursachen herantastet. Wer sich in dem Sinne auf eine Hypnose einlässt, den wird die Behandlung auch wirklich weiterbringen.
So gut die Methoden im Artikel funktionieren mögen, sie zeigen eigentlich nur, wie drastisch die Ansprüche und der Druck in der Arbeitswelt schon geworden sind, wenn man immer ausgefeiltere Möglichkeiten braucht um die Belastungen wieder auszugleichen.
Anstatt dass nachgedacht wird, wie man die Arbeitswelt selbst entschleunigen und lebenswerter machen könnte, müssen sich die Betroffenen in solcher Power-Entspannungstechniken flüchten um den Burnout zu vermeiden.
Es werden sozusagen nur die Symptome bekämpft, statt die Ursache.
Danke, meine Gedanken auch!
Ich musste bei der zweitletzten Antwort im Interview an einen Kommentar (Nr. 2, von WolgangGünter) unter diesem Affen-Artikel denken:
http://www.zeit.de/2012/4...
Titel des Kommentars: Einfühlen aber anders handeln
"Es ist unsicher, ob Affen sich in andere einfühlen.
Ganz sicher ist aber, dass Menschen ihre Einfühlung in andere Wesen, so sie denn eine haben, ignorieren, kleinreden oder anderen Zwecken unterordnen können."
Dort ist zwar von Einfühlung in andere Wesen die Rede, aber der Grundgedanke dahinter passt sehr gut auch hier.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren