Wer es ausprobieren möchte, findet im Netz viele einfache Anleitungen – beispielsweise auf der Seite jonglier-fix.de oder in diesem Video.

Wichtig ist, das Spiel mit den Bällen in aufeinanderfolgenden Schritten zu erlernen. Darum ist die erste Übung immer: Mit einem Ball starten und diesen von der rechten auf Augenhöhe in die linke Hand zu werfen. Die Hände sollten dabei nicht zu hoch genommen werden. In einer weiteren Übung werden schon beide Gehirnhälften angesprochen: Hier nimmt man zwei Bälle. Während beispielsweise die linke den Ball nach oben wirft, tippt die rechte Hand zur linken – und zwar waagerecht. Wenn der Ball den höchsten Punkt erreicht hat, ist es Zeit, die rechte Hand schnell wieder zurückzuziehen.

In einer dritten Übung werfen linke und rechte Hand die Bälle senkrecht nach oben. Wenn die Bälle am höchsten Punkt sind, werden die Hände gekreuzt – die rechte Hand fängt den linken Ball, die linke Hand den rechten. Bis man diese Übung kann, dauert es eine Weile. Aber sie ist die ideale Voraussetzung für die Jonglage mit drei Bällen. Dazu gehört auch folgende vierte Übung: Beide Bälle werfen – aber nacheinander und überkreuz. Die rechte Hand wirft den Ball zur Mitte. Hat dieser den höchsten Punkt erreicht, wirft die linke Hand ihren Ball. Der Ball, der mit rechts geworfen wurde, wird nun mit links gefangen, der linke mit der rechten Hand.

Mit einer fünften Übung wird dann die Drei-Ball-Jonglage vorbereitet: In der linken Hand befinden sich zwei Bälle. Geworfen wird der vordere, der hintere rutscht nach vorne. Hat die rechte Hand den ersten Ball gefangen, rutscht dieser nach vorne. Der zweite Ball wird mit dem Handteller gefangen. Das ist auch schon das ganze Geheimnis.

Erstmal aufs Werfen, dann aufs Fangen konzentrieren

In einem sechsten Schritt lässt sich dann das Jonglieren mit drei Bällen ausprobieren. Die linke Hand hat zwei Bälle, die rechte einen. Die Bälle werden im Wechsel geworfen: Die linke Hand beginnt. Ganz wie in der vorangegangenen Übung wird der rechte Ball geworfen, wenn der linke den höchsten Punkt erreicht hat. Einzige Herausforderung: Hat die rechte Hand geworfen, muss sie nur schnell fangen. Hat der rechte Ball den höchsten Punkt erreicht, wird der letzte Ball aus der linken Hand geworfen. Am Ende eines Durchgangs hat rechts zwei Bälle, links nur einen. Dann folgt der Wechsel.

Klappen die ersten Versuche noch nicht, sollte man sich auf die Würfe konzentrieren und die Bälle erst einmal zu Boden fallen lassen. Und man sollte zwischen den Übungen wechseln. Nach einer schweren Übung immer mal wieder eine leichte (Werfen mit nur einem Ball) durchführen. Beim nächsten Durchgang gelingt die schwierigere Übung etwas einfacher. Wichtig ist auch: Intensives, langes Training am Stück bringt gar nicht viel. Ideal sind fünf bis zehn Minuten am Tag oder zweimal drei bis fünf Minuten in der Kaffeepause.