Auch wenn der Beruf des Müllers inzwischen hochtechnisiert ist: Es gibt noch ein paar wenige regionale Betriebe, die auf die traditionelle Weise Mehl und andere Müllereierzeugnisse produzieren. "Für die Ernährungswirtschaft sind diese Unternehmen aber nicht relevant", sagt Bolte.

Überhaupt ist die Branche überschaubar. Etwa 6.000 Menschen arbeiten bundesweit bei Mühlen; rund 320 Auszubildende gibt es derzeit. Schichtarbeit zählt in dem Job allerdings dazu. Richtige Schattenseiten sieht Bolte am Beruf des Müllers aber nicht. Der Beruf sei abwechslungsreich, auch herrscht Nachwuchs-Bedarf, die Jobchancen sind gut.

"Unsere Arbeit steckt in vielen Lebensmitteln – ob Backwaren, Nudeln oder Süßwaren", sagt Bolte.

Jobs gibt es dort, wo es um Zerkleinerung geht

Freie Stellen gibt es nicht nur in Mühlen, sondern auch in der Futtermittelwirtschaft, in Maschinenbaubetrieben, die Geräte für Müllereibetriebe herstellen und überall dort, wo es um Zerkleinerungstechnik geht.  

  • Gehalt: etwa 2.100 und 2.600 Euro/Brutto, abhängig von der Region
  • Arbeitszeit: 38 Stunden/Woche;
  • Ausbildung: Drei Jahre, staatlich anerkannte Ausbildung zum Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft