MüllerEs klappern die Mühle und der PC
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Viele freie Stellen

Auch wenn der Beruf des Müllers inzwischen hochtechnisiert ist: Es gibt noch ein paar wenige regionale Betriebe, die auf die traditionelle Weise Mehl und andere Müllereierzeugnisse produzieren. "Für die Ernährungswirtschaft sind diese Unternehmen aber nicht relevant", sagt Bolte.

Überhaupt ist die Branche überschaubar. Etwa 6.000 Menschen arbeiten bundesweit bei Mühlen; rund 320 Auszubildende gibt es derzeit. Schichtarbeit zählt in dem Job allerdings dazu. Richtige Schattenseiten sieht Bolte am Beruf des Müllers aber nicht. Der Beruf sei abwechslungsreich, auch herrscht Nachwuchs-Bedarf, die Jobchancen sind gut.

"Unsere Arbeit steckt in vielen Lebensmitteln – ob Backwaren, Nudeln oder Süßwaren", sagt Bolte.

Jobs gibt es dort, wo es um Zerkleinerung geht

Freie Stellen gibt es nicht nur in Mühlen, sondern auch in der Futtermittelwirtschaft, in Maschinenbaubetrieben, die Geräte für Müllereibetriebe herstellen und überall dort, wo es um Zerkleinerungstechnik geht.  

  • Gehalt: etwa 2.100 und 2.600 Euro/Brutto, abhängig von der Region
  • Arbeitszeit: 38 Stunden/Woche;
  • Ausbildung: Drei Jahre, staatlich anerkannte Ausbildung zum Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft
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Leserkommentare
    • Rumple
    • 07. November 2012 8:39 Uhr

    Eine Industriemaschine bedienen macht niemanden zum "wahren Alleskönner am Computer".

    2 Leserempfehlungen
  1. ...kann man Kommentar #1 nur zustimmen, hat schon im Teaser nicht eingeleuchtet und wurde dann im Artikel auch nirgends konkretisiert.

    Dafür schreibt der Autor, dass die Getreidesorten Lebensmittel oder Tierfutter herstellen... naja!

    ("In Mühlen werden verschiedene Getreidesorten zermahlen, die daraus Lebensmittel oder Tierfutter herstellen.")

    2 Leserempfehlungen
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    Redaktion

    Liebe LeserInnen,

    der Begriff "Alleskönner" bezieht sich auf die möglichen Endprodukte.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tina Groll

  2. Redaktion

    Liebe LeserInnen,

    der Begriff "Alleskönner" bezieht sich auf die möglichen Endprodukte.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tina Groll

  3. ...denn auch in der inzwischen 60 Jahre alten, und diesen Sommer leider abgestellten Mühle meines Vaters wurde selten mit der Hand gearbeitet. Außer als "Handarbeit" gilt, einen Schieber umzuklappen, Knöpfe auf einer elektrischen (umcomputerisierten) Schalttafel zu drücken und ab und zu einen Sack mit Getreideabfällen zu wechseln.
    Auch in der Mühle meines Vaters wurde das Getreide auf Walzenstühlen vermahlen, vollautomatisch mit Pneumatik wieder nach oben gesaugt, gesiebt zum zweiten Mal vermahlen u.s.w.. Silos hat sie auch. Das Sieben passiert übrigens nicht danach, sondern danach wird je nach gewünschter Helligkeit gemischt!
    Ohne Maschinen ist in der Müllerei noch nie etwas gegangen. Auch vor 150 Jahren, als es übrigens auch schon wasserbetriebene Mühlen gab, und früher, waren den Menschen Mühlen oft unheimlich, weil alles automatisch passierte, und man nie wusste was der meist abgelegen wohnende Müller so mit diesem Mechanismus treibt (siehe Krabat).
    Wo ich dem Artikel zustimme, ist, dass Mühlen lange nicht mehr die Größenordnung haben wie früher, weil sich die Vermahlung für kleine Betriebe (siehe meines Vaters Mühle) kaum lohnt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Ausbildung | Backware | Computer | Rohstoff | Tierfutter | Europa
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