Führungskräfte : Alphatier auf Jobsuche
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Mit sich selbst beschäftigen

Hesses Rat: sich intensiv mit der eigenen Persönlichkeit, den Leistungsressourcen, dem Know-how, den Stärken sowie Schwächen auseinandersetzen. Denn nicht nur in der schriftlichen Bewerbung, sondern auch in der späteren persönlichen Begegnung müssen Entscheider über sich Auskunft geben sowie Wesensmerkmale, Fähig- und Fertigkeiten, Interessen und Neigungen sowie ihre beruflichen und privaten Situationen benennen können.

Konkret geht es um drei Fragen: Was für ein Mensch bin ich? Was kann ich und was will ich? Diese müssen mit der Realität (was ist möglich?) in Einklang gebracht werden. Dabei können ein Coach, der Ehe- oder Lebenspartner, Freunde und Kollegen behilflich sein. Zusätzlich bringt eine persönliche Standortbestimmung Klarheit. Hier geht es folgende vier Punkte:

  • Welche Ausbildungs- und Berufserfahrungen liegen vor?
  • Wie schätzt man sich und seine Fähigkeiten ein?
  • Wie sieht die aktuelle Situation aus? Womit muss man sich vor allem gegenwärtig auseinandersetzen?
  • Wie sind die Erwartungen an die berufliche und private Zukunft?

Wer seine Karriere strategisch plant, wird den nächsten Jobwechsel meistern können.

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Kommentare

8 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Das liest sich so einfach,

aber mit dem Umsetzen ist das schon schwieriger.

Ich habe nicht so sehr Probleme mit der Bewerbung für eine Führungsposition, sondern überhaupt mit Stellenausschreibungen. Erst kürzlich las ich wieder einmal eine Anzeige, die den Eindruck vermittelte, es werde mindestens ein Ersatz für Obama gesucht. Erst zum Schluss kam ich dann darauf, dass es sich einfach um eine Stelle für eine Hilfsperson an einem Informationspunkt einer Firma handelt. Die Frage, wie stellt man sich richtig dar, müssen m.E. nicht nur die Arbeitssuchenden sondern vor allem auch die Arbeitgeber überlegen. Muss wirklich jede kleine Stelle in Deutschland englische Begriffe benutzen (gesehen bei der Suche eines Feuerwehrmannes, vielleicht spricht das Feuer ja nur Englisch). Alles ist großartig, hochtrabend. Was mich am meisten ärgert! Stelle für einen Berufsanfänger, entsprechendes Gehalt, aber in den Anforderungen plötzlich mindestens 3 Jahre Berufserfahrungen. Entweder sie suchen Anfänger oder nicht. Mit 3 Jahren im Beruf kann man wohl nicht mehr vom Anfänger ausgehen. Abschließend, mir wird immer stärker der Eindruck vermittelt, dass viele Stellenangebote zuerst einmal Schaumschlägerei sind. Übertrieben hohe Anforderungen und wenig Leistung dafür. Fast bin ich froh, dass ich nicht mehr in diesem Kreislauf bin. Aber ich bedauere die jungen Leute, die mit diesen Angeboten wenige reelle Chancen haben.

Ich empfehle (I highly recommend)

deutschen Führungskräften, sich nur noch in Englisch, Arabisch, Chinesisch und Hindi zu bewerben; den deutschen Bewerbungsquark samt Arbeitsmarkt im Inland zu vergessen.

Wenn die Bewerbung für eine Stelle in Deutschland in englischer Sprache erwünscht ist; darf Führungskraft erwarten, dass ihr das bekannt gemacht wird. (oder implizierend über Stellenanzeigen in Englisch)

Für Führungspositionen werden entsprechende Englischkenntnisse meist vorausgesetzt; eine zusätzliche Bewerbung und Bewerbungsunterlagen in Englisch sind dann überflüssig. imho

Ich finds ja ganz

nett, daß auch Führungskräfte sich bewerben müssen, wundere mich aber nicht darüber; bekanntlich muß das jeder normale Mensch tun, der einen neuen Job sucht - warum sollte das bei Führungskräften anders sein???
Es wäre die Frage zu stellen, warum sich Führungskräfte einen neuen Job suchen - haben sie vielleicht im alten Job soviele Angestellte und Arbeiter wegrationalisiert (und womöglich noch mit viel Eigenlob, daß sie ja 'sparen'), daß sie jetzt nichts mehr zu verwalten und zu dirigieren haben?

Als Inhaber einer Firma käme mir ein solcher Mann jedenfalls nicht zur Tür herein.
Die Devise sollte Aufbau und nicht Abbau sein.

Es ist aber ganz nett, wenn sich auch 'Führungskräfte' den Fragen und Beurteilungen anderer stellen müssen - da kommen sie mal in Kontakt mit dem realen Leben.