Hinzu kommt die Recherche: Was ist in den Charts angesagt? Was könnte der nächste große Hit werden? Und was wünschen die Kunden für ihre Hochzeits- oder Geburtstagsfeier? Klub-DJs verbringen oft am eigenen Mischpult noch mehr Zeit als auf der Party. Gelungene Remixe erfordern ähnlich viel Konzentration und musikalisches Talent wie eine Komposition.

Wer als DJ arbeiten möchte, braucht ein überdurchschnittliches Interesse an Musik, auch einiges Talent. Man sollte viel über die unterschiedlichen Genres wissen, sich mit Musikgeschichte auskennen und ein Gespür dafür haben, was die Gäste mögen. Menschenkenntnis kann auch nicht schaden. Auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Grundlagen aus dem Marketing sind wichtig, ebenso wie Grundkenntnisse in Ton- und Lichttechnik.

Derzeit gibt es kein allgemein gültiges Berufsbild, ebenso wenig eine Ausbildung zum Diskjockey. In einigen Musik- und DJ-Schulen kann man das Mixen und Beatmatchen lernen. "In der DDR war der Schallplattenunterhalter allerdings ein anerkannter Ausbildungsberuf", sagt Lampka.

Überwiegend ein Nebenjob

Diskjockeys sind fast immer selbstständig, nur wenige Resident-DJs sind in einem festen Angestelltenverhältnis. Etwa 20 Prozent arbeiten hauptberuflich als DJ, die überwiegende Mehrheit ist nebenberuflich als DJ tätig.

Computer und Internet machen es Neulingen heute einfach, in die Branche einzusteigen. Früher, so Lampka, sei der Einstieg als DJ schwieriger gewesen. "Da gab es nur CDs oder Schallplatten. Um einen Abend gut gestalten zu können, benötigt man eine umfangreiche Musiksammlung. Das ist heute durch das Internet einfacher", sagt Lampka. Die Folge: Die Szene ist unübersichtlich geworden, viele DJs sind sowohl als mobiler, als auch als Klub-DJ aktiv. Durch das Überangebot sind die Gagen in den letzten Jahren deutlich nach unten gegangen.

Das Honorar variiert stark, ein Klub-Anfänger-DJ bekommt zwischen 200 bis 500 Euro pro Abend, ein erfahrener Booking-DJ verdient ab 500 bis zu mehreren Tausend Euro. Ein Mobiler DJ kann pro Abend mit einer Gage zwischen 500 und 1.000 Euro rechnen. Doch trotz Konkurrenz, Nachtarbeit und Dumping-Gagen: "Der Spaß in diesem Job bleibt einfach unbezahlbar."

  • Gehalt: Mobile DJs: Zwischen 500 und 1.000 Euro, Klub-DJs: zwischen 200 und mehreren tausend Euro;
  • Arbeitszeit: variiert;
  • Ausbildung: keine Ausbildung notwendig