Sexismus im Job: Auf Augen-, nicht auf Brusthöhe
Warum lohnt es sich in der Sexismus-Debatte erneut über die Frauenquote nachzudenken? Weil sexistisches Verhalten auch Benachteiligung im Beruf bedingt, meint W. Husmann.
Man kann das Aufjaulen schon hören: Jetzt, bitteschön, nicht die Sexismus-Debatte noch mit der Forderung nach Frauenquoten verknüpfen! Soll jetzt alles reguliert werden für ein paar überreizte Frauen? Gespräche unter vier Augen zwischen Mann und Frau unmöglich? Kleidervorschriften wie in manchen amerikanischen Unternehmen? Kein Flirt mehr am Mittagstisch? Mal abgesehen davon, dass sich ein Flirt in einem grundsätzlich von der sexuellen Belästigung unterscheidet: Er beruht auf gegenseitigem Einverständnis. Mal abgesehen davon also, dass der nicht zur Debatte steht: Ja, ein paar Vorschriften im gegenseitigen Umgang zwischen Frauen und Männern am Arbeitsplatz wären gut. Ob sie nun vorgeschrieben sind oder nur vereinbart. Wenn man davon ausgeht, dass sich dadurch etwas an der inneren Haltung mancher Männer ändert, ist es höchste Zeit dafür.
Denn: Wie viel wird ein Mann wohl einer Frau beruflich zutrauen, die er vor Kurzem noch auf Brusthöhe taxiert hat? Dass sie ein Projekt leiten oder Verantwortung für Mitarbeiter übernehmen kann? Wohl kaum. Mehrere Szenarien sind denkbar: Sie hat sich gewehrt. Dann wird er sie im Job nicht weiter fördern, weil er ihr Fortkommen und damit ihren möglichen Machtzuwachs fürchten muss. Sie hat es schamvoll erduldet: So jemand – darin fühlt sich der Mann jetzt noch bestätigt – wird sich auch in kontroversen Verhandlungssituationen wohl nicht durchsetzen können.
Nur wenn die Frau das böse Spiel mitgespielt hat, eröffnet ihr das kurzfristig die Möglichkeit, von so einem Mann, sofern er etwas zu entscheiden hat, gefördert zu werden. Das berufliche Risiko dabei ist hoch; obendrein beschert dieses Verhalten den Frauen im Gegenzug böse Beurteilungen von anderen Kollegen und Kolleginnen.
Keine der drei Optionen ist in irgendeiner Form erstrebenswert oder angenehm und schadet potenziell dem beruflichen Fortkommen. Aber eine andere bleibt den betroffenen Frauen kaum. Das bedeutet: Nachdem bestimmten Erhebungen zufolge jede zweite Frau schon mindestens einmal am Arbeitsplatz sexuell belästigt wurde, hat jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Job eine Benachteiligung hinnehmen müssen. Damit sind wir bei der Notwendigkeit der Debatte und der Forderung nach der Quote.
Erst wenn alle innerlich davon überzeugt sind, dass Frauen gleich klug, gleich leistungsfähig, gleichermaßen fehlbar sind wie Männer, erst wenn der Respekt Frauen gegenüber der gleiche ist wie gegenüber Männern, wird es normal werden, dass Frauen für gleiche Aufgaben das gleiche Gehalt oder Honorar bekommen und es aufgrund gleicher Qualifikation im Job gleich weit bringen können.
Hilfsmittel, die uns helfen können, auf diesem Weg voranzukommen, sind willkommen. Dazu gehört das Gleichbehandlungsgesetz von 2006, dazu gehören paritätische Doppelspitzen, wie sie etwa die Grünen pflegen, dazu kann auch eine Frauenquote gehören. Denn, so hat es der Journalist Peter Praschl hübsch formuliert, manche Männer brauchen eine Frauenquote dringender als Frauen.






Danke für die Antwort und das Eingeständnis von Unsicherheit.
Ich habe dazu nochmals eine Rückfrage. Sie schreiben:
"Das Problem ist nur, dass im Nachhinein eine Umdeutung stattfinden kann.
Das Einverständnis der Frau als Maßstab dafür zu machen ob, eine sexuelle Belästigung vorliegt oder nicht, ist nämlich keine Möglichkeit."
Haben Sie solch ein schlechtes Bild von Frauen, dass Sie sich von medial aufbereiteten Fällen stark verunsichern lassen und Frauen unter Generalverdacht stellen? Das wäre sehr traurig.
"Haben Sie solch ein schlechtes Bild von Frauen, dass Sie sich von medial aufbereiteten Fällen stark verunsichern lassen und Frauen unter Generalverdacht stellen? Das wäre sehr traurig."
Ich bin nicht auf der Suche, falls Sie das meinten.
Richtig ist aber, dass mein generelles Frauenbild in der letzten Zeit durch Quoten- und Sexismusdebatte stark gelitten hat.
"Haben Sie solch ein schlechtes Bild von Frauen, dass Sie sich von medial aufbereiteten Fällen stark verunsichern lassen und Frauen unter Generalverdacht stellen? Das wäre sehr traurig."
Ich bin nicht auf der Suche, falls Sie das meinten.
Richtig ist aber, dass mein generelles Frauenbild in der letzten Zeit durch Quoten- und Sexismusdebatte stark gelitten hat.
... hats wunderschön auf den Punkt gebracht.
http://www.zeit.de/2012/5...
Mit Vorurteilen sind wir halt schon immer gut gefahren. Nicht jede Frau ist eine männerfressende Furie und nicht jeder Mann ein lüstelnder Schürzenjäger.
Ein bisschen mehr Objektivität würde der Debatte sicher gut tun.
Diesem Zitat kann man nur zustimmen. Nur ist sexuelle Belästigung nicht gleich sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt nicht gleich sexuelle Gewalt. Wenn Blicke und Anmachsprüche schon als "sexuelle Gewalt" gelten, na dann gute Nacht.
Übrigens, nur mal so am Rande: Die Frau, die das Ganze hier ausgelöst hat, Frau Himmelreich, hat sich überhaupt nicht belästigt gefühlt. Hat der Herr vom Stern bei Herrn Jauch in der Talkrunde selbst gesagt. Allein das zeigt, wie heuchlerisch diese ganze Debatte ist.
Die ganzen Artikel mit dem Grundtenor dazu ist das ist das weibliche Äquivalent dazu.
Gegen diese sexistische Gesellschaft mit den ganzen Nackten Frauen.
Und dann zu den Chippendales gehen. Nein nicht wegen den Körpern. Weil die so toll tanzen. Das war auch damals so bei den Backstreet Boys
Die Chippendales verkaufen sich als "sexy" und verdienen damit ihr Geld.
Es ist nicht sexistisch, zu Stripperinnen zu gehen. Es wäre sexistisch zu sagen, Frauen könnten/ sollten nichts anderes als strippen, WEIL SIE FRAUEN SIND.
Jeder Satz, der mit "weil sie eine Frau/ ein Mann ist" beginnt oder endet ist sexistisch. Ebenfalls Sätze, die "Frauen/ Männer sollen/ müssen (nicht)" beinhalten sind sexistisch. Das muss dabei nicht ausgesprochen werden, es muss gemeint sein.
sein sollten, steht es Ihnen frei, ins Fitnessstudio zu gehen, bis Sie ebenso eine Figur haben wie die Chippendales-Männer, und sich dann ebenso wie diese aufzubrezeln.
Dürfen nur Frauen strippen und Männer zuschauen und nicht umgekehrt?
Ich war übrigens, nur zur Info, noch nie bei einem Chippendalesabend, ziehe das nach Ihrem Beitrag aber jetzt mal gedanklich in Betracht.
Die Chippendales verkaufen sich als "sexy" und verdienen damit ihr Geld.
Es ist nicht sexistisch, zu Stripperinnen zu gehen. Es wäre sexistisch zu sagen, Frauen könnten/ sollten nichts anderes als strippen, WEIL SIE FRAUEN SIND.
Jeder Satz, der mit "weil sie eine Frau/ ein Mann ist" beginnt oder endet ist sexistisch. Ebenfalls Sätze, die "Frauen/ Männer sollen/ müssen (nicht)" beinhalten sind sexistisch. Das muss dabei nicht ausgesprochen werden, es muss gemeint sein.
sein sollten, steht es Ihnen frei, ins Fitnessstudio zu gehen, bis Sie ebenso eine Figur haben wie die Chippendales-Männer, und sich dann ebenso wie diese aufzubrezeln.
Dürfen nur Frauen strippen und Männer zuschauen und nicht umgekehrt?
Ich war übrigens, nur zur Info, noch nie bei einem Chippendalesabend, ziehe das nach Ihrem Beitrag aber jetzt mal gedanklich in Betracht.
Die Jugend von heute wird anders darüber denken, schauen Sie sich mal auf youtube um. Ich empfehle K.I.Z und die anderen Hirnampotierten Rappern, die durch die Kinderzimmer geistern.
Aber Sexismusdebatte ist wahrscheinlich jetzt schon das unwort des Jahres!
Frauen regt euch auf darüber, dass die bösen Männer euch auf die T..... schauen.
Ich empfehle mal ins ausland zu fahren und zu schauen, wie die Frauen mit den Männern spielen.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf beleidigende Beiträge. Danke, die Redaktion/jz
KIZ ist Satiere.
Auf die meisten anderen Rapper trifft das nicht zu.
KIZ ist Satiere.
Auf die meisten anderen Rapper trifft das nicht zu.
Hier ein paar Punkte, sie zu beachten sind:
1. Gräbt ein wesentlich älterer Mann eine wesentlich jüngere Frau an, ist das mindestens überheblich und für viele Frauen befremdlich. --> Mag an Ihrem Stolz kratzen, wird vermutlich anderes herum auch gelten.
2. Gräbt der/ die Boss eine/n Angestellte/n an, ist das purer Druck und gar nicht attraktiv für die meisten.
3. Spricht ein Mann eine Frau an und diese dreht sich weg, ignoriert den Mann, dann heißt das: NEIN DANKE!
4. Man muss ja nicht mit einem Spruch beginnen, sondern man könnte sich einfach mal vorstellen. Sollte daraufhin immer noch kein Interesse zu erkennen sein, ist jeder weitere Spruch belästigend.
5. Ein anzüglicher Spruch, der völlig ohne Zusammenhang gemacht wird ist belästigend.
6. Generell sollte man nicht plötzlich anfangen, mit den Kollegen zu flirten. Das ist mindestens unprofessionell und meistens unpassend.
7. Ist das so schwer?
Wo haben dann die ganzen erfolgreichen Alten Männer ihre jungen Frauen her?
1. Was ist für Sie "wesentlich" älter und warum sollte das ein Problem sein? Ich kenne (glückliche) Paare mit einem Altersunterschied von 20 Jahren. Im übrigen (das sagt mir meine eigene Lebenerfahrung) stehen viele Frauen auf Männer, die etwas älter sind. Und größer sollen sie außerdem auch sein (studieren Sie doch mal die Suchkriterien von Frauen auf Datingportalen im Internet).
2. Das ist doch nur Ihre persönliche Meinung. Vielleicht stimmt das sogar in der Mehrzahl der Fälle. Aber evtl. gibt es auch Kolleginnen, die nur darauf warten (siehe 1).
3. Ok, wobei eine Dame auch charmanter reagieren kann.
4. Wie? Sich vorstellen, nach dem Motto: "Hallo, ich bin Peter und würde jetzt gerne mit Ihnen flirten"? Das wäre allgemein furchtbar öde und so gut wie alle Frauen würden anschließend mit der besten Freundin über den "Langweiler" lästern.
5. Und wie definieren Sie anzüglich?
6. Widerspruch! Sehr viele Beziehungen/Ehen werden im Berufsleben angebahnt. Und am Anfang steht immer ein Flirt. Unprofessionell finde ich sowas nur, wenn andere bei der Ausübung ihrer Arbeit gestört werden.
7. "Ist das so schwer?" Ich bin weder ein Sexist, noch ein Frauenfeind. Aber die "Damenwelt" macht es sich entschieden zu einfach.
würde ich nicht als Kriterium hinzuziehen. Es gibt sehr glückliche Beziehungen mit erheblichen "Altersunterschieden", ob verschieden oder gleichgeschlechtlich. Diese Beziehungen verdienen den gleichen Respekt wie alle anderen auch. Ungleiche Positionen in hierarchisch strukturierten sozialen Beziehungen sind es, die zum Missbrauch von Machtstrukturen führen.
Wenn sich die Menschheit (Männer wie Frauen) an Ihren 7 Punkte plan halten würden, dann wären wir jetzt wahrscheinlich schon vor langerweile ausgestorben! Das solch ein Kommentar eine Redaktionsempfehlung bekommt, sagt vieles über die Autorin (oder war das jemand anderes?)
Im übrigen, mir fällt es auf, dass in den meisten fällen die Frauen anfangen zu flirten, nicht die Männer!
Und mir fällt es auch auf, dass wenn ein Mann mit seiner Frau unterwegs ist, wird er attraktiver für andere Frauen. Soll heißen, die Frauen flirten eher mit Männern mit Begleitung. Wenn das die Männer machen würden oh oh oh...
Wo haben dann die ganzen erfolgreichen Alten Männer ihre jungen Frauen her?
1. Was ist für Sie "wesentlich" älter und warum sollte das ein Problem sein? Ich kenne (glückliche) Paare mit einem Altersunterschied von 20 Jahren. Im übrigen (das sagt mir meine eigene Lebenerfahrung) stehen viele Frauen auf Männer, die etwas älter sind. Und größer sollen sie außerdem auch sein (studieren Sie doch mal die Suchkriterien von Frauen auf Datingportalen im Internet).
2. Das ist doch nur Ihre persönliche Meinung. Vielleicht stimmt das sogar in der Mehrzahl der Fälle. Aber evtl. gibt es auch Kolleginnen, die nur darauf warten (siehe 1).
3. Ok, wobei eine Dame auch charmanter reagieren kann.
4. Wie? Sich vorstellen, nach dem Motto: "Hallo, ich bin Peter und würde jetzt gerne mit Ihnen flirten"? Das wäre allgemein furchtbar öde und so gut wie alle Frauen würden anschließend mit der besten Freundin über den "Langweiler" lästern.
5. Und wie definieren Sie anzüglich?
6. Widerspruch! Sehr viele Beziehungen/Ehen werden im Berufsleben angebahnt. Und am Anfang steht immer ein Flirt. Unprofessionell finde ich sowas nur, wenn andere bei der Ausübung ihrer Arbeit gestört werden.
7. "Ist das so schwer?" Ich bin weder ein Sexist, noch ein Frauenfeind. Aber die "Damenwelt" macht es sich entschieden zu einfach.
würde ich nicht als Kriterium hinzuziehen. Es gibt sehr glückliche Beziehungen mit erheblichen "Altersunterschieden", ob verschieden oder gleichgeschlechtlich. Diese Beziehungen verdienen den gleichen Respekt wie alle anderen auch. Ungleiche Positionen in hierarchisch strukturierten sozialen Beziehungen sind es, die zum Missbrauch von Machtstrukturen führen.
Wenn sich die Menschheit (Männer wie Frauen) an Ihren 7 Punkte plan halten würden, dann wären wir jetzt wahrscheinlich schon vor langerweile ausgestorben! Das solch ein Kommentar eine Redaktionsempfehlung bekommt, sagt vieles über die Autorin (oder war das jemand anderes?)
Im übrigen, mir fällt es auf, dass in den meisten fällen die Frauen anfangen zu flirten, nicht die Männer!
Und mir fällt es auch auf, dass wenn ein Mann mit seiner Frau unterwegs ist, wird er attraktiver für andere Frauen. Soll heißen, die Frauen flirten eher mit Männern mit Begleitung. Wenn das die Männer machen würden oh oh oh...
Dieser Tage geht mir eie Satz aus dem Werk Louisa May Alcotts nicht aus dem Kopf: "Frauen sollten wählen dürfen, nicht weil sie Engel sind und Männer wilde Tiere. Sie sollten wählen dürfen, weil sie Menschen sind und Bürger dieses Landes."
KIZ ist Satiere.
Auf die meisten anderen Rapper trifft das nicht zu.
aber die sind für den Start in die "Szene" nicht verkehrt ;-)
aber die sind für den Start in die "Szene" nicht verkehrt ;-)