Sexismus im JobAuf Augen-, nicht auf Brusthöhe

Warum lohnt es sich in der Sexismus-Debatte erneut über die Frauenquote nachzudenken? Weil sexistisches Verhalten auch Benachteiligung im Beruf bedingt, meint W. Husmann. von 

Man kann das Aufjaulen schon hören: Jetzt, bitteschön, nicht die Sexismus-Debatte noch mit der Forderung nach Frauenquoten verknüpfen! Soll jetzt alles reguliert werden für ein paar überreizte Frauen? Gespräche unter vier Augen zwischen Mann und Frau unmöglich? Kleidervorschriften wie in manchen amerikanischen Unternehmen? Kein Flirt mehr am Mittagstisch? Mal abgesehen davon, dass sich ein Flirt in einem grundsätzlich von der sexuellen Belästigung unterscheidet: Er beruht auf gegenseitigem Einverständnis. Mal abgesehen davon also, dass der nicht zur Debatte steht: Ja, ein paar Vorschriften im gegenseitigen Umgang zwischen Frauen und Männern am Arbeitsplatz wären gut. Ob sie nun vorgeschrieben sind oder nur vereinbart. Wenn man davon ausgeht, dass sich dadurch etwas an der inneren Haltung mancher Männer ändert, ist es höchste Zeit dafür.

Denn: Wie viel wird ein Mann wohl einer Frau beruflich zutrauen, die er vor Kurzem noch auf Brusthöhe taxiert hat? Dass sie ein Projekt leiten oder Verantwortung für Mitarbeiter übernehmen kann? Wohl kaum. Mehrere Szenarien sind denkbar: Sie hat sich gewehrt. Dann wird er sie im Job nicht weiter fördern, weil er ihr Fortkommen und damit ihren möglichen Machtzuwachs fürchten muss. Sie hat es schamvoll erduldet: So jemand – darin fühlt sich der Mann jetzt noch bestätigt – wird sich auch in kontroversen Verhandlungssituationen wohl nicht durchsetzen können.

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Nur wenn die Frau das böse Spiel mitgespielt hat, eröffnet ihr das kurzfristig die Möglichkeit, von so einem Mann, sofern er etwas zu entscheiden hat, gefördert zu werden. Das berufliche Risiko dabei ist hoch; obendrein beschert dieses Verhalten den Frauen im Gegenzug böse Beurteilungen von anderen Kollegen und Kolleginnen.

Keine der drei Optionen ist in irgendeiner Form erstrebenswert oder angenehm und schadet potenziell dem beruflichen Fortkommen. Aber eine andere bleibt den betroffenen Frauen kaum. Das bedeutet: Nachdem bestimmten Erhebungen zufolge jede zweite Frau schon mindestens einmal am Arbeitsplatz sexuell belästigt wurde, hat jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Job eine Benachteiligung hinnehmen müssen. Damit sind wir bei der Notwendigkeit der Debatte und der Forderung nach der Quote.

Erst wenn alle innerlich davon überzeugt sind, dass Frauen gleich klug, gleich leistungsfähig, gleichermaßen fehlbar sind wie Männer, erst wenn der Respekt Frauen gegenüber der gleiche ist wie gegenüber Männern, wird es normal werden, dass Frauen für gleiche Aufgaben das gleiche Gehalt oder Honorar bekommen und es aufgrund gleicher Qualifikation im Job gleich weit bringen können.

Hilfsmittel, die uns helfen können, auf diesem Weg voranzukommen, sind willkommen. Dazu gehört das Gleichbehandlungsgesetz von 2006, dazu gehören paritätische Doppelspitzen, wie sie etwa die Grünen pflegen, dazu kann auch eine Frauenquote gehören. Denn, so hat es der Journalist Peter Praschl hübsch formuliert, manche Männer brauchen eine Frauenquote dringender als Frauen.

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Leserkommentare
    • wawerka
    • 29. Januar 2013 17:11 Uhr

    ..sei es in den "klassischen Medien" wie Print, Radio, Fernsehen oder bei Social Media wie Twitter und Facebook empfinde ich (als Mann) die pauschale Darstellung von Männern als notgeile, grobe Sexisten ohne jeden Benimm schon langsam etwas herabwürdigend für das ganze Geschlecht. Selbstverständlich vergisst kein Verfasser eines Artikels oder eines Berichts irgendwo ein "Das gilt selbstverständlich nicht für alle Männer!" einzubauen, aber der Grundtenor ist sehr negativ.

    Am meisten stört mich in der ganzen Diskussion, dass sexuelle Übergriffe, schmierige bis anzügliche Bemerkungen und ordinäre bis missglückte Flirtversuche offenkundig schon auf der gleichen Eskalationsstufe liegen. Jedenfalls ist dies der Eindruck, der sich bei mir verfestigt. Und dies wird dazu führen, dass selbst aufgeklärte Männer (Und, ja, ich halte mich für einen solchen) sich irgendwann von dieser Diskussion abwenden werden, weil sie sich selbst verunglimpft und ungerecht behandelt vorkommen.

    Das, liebe Frauen, kann doch nicht euer Wunsch sein, nicht wahr?

    40 Leserempfehlungen
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    Die ganzen Artikel mit dem Grundtenor dazu ist das ist das weibliche Äquivalent dazu.

    Gegen diese sexistische Gesellschaft mit den ganzen Nackten Frauen.
    Und dann zu den Chippendales gehen. Nein nicht wegen den Körpern. Weil die so toll tanzen. Das war auch damals so bei den Backstreet Boys

    • dwd
    • 29. Januar 2013 17:25 Uhr

    Wenn die stetige Betonung "das gilt nicht für alle Männer" nicht ausreicht, möchte ich Ihnen gerne folgende Fragen stellen:

    1. Weshalb fühlen Sie sich persönlich angegangen, wenn Sie nicht zu den Männern gehören, die sexistisch denken und handeln?
    2. Weshalb erkennen Sie nicht an, dass es Sexismus (egal welchen Geschlechts, ja, das wird auch diskutiert :) gibt und solidarisieren sich mit denjenigen, die das erleben mussten?

    • clair11
    • 29. Januar 2013 17:30 Uhr

    "die pauschale Darstellung von Männern als notgeile, grobe Sexisten ohne jeden Benimm schon langsam etwas herabwürdigend für das ganze Geschlecht. .... aber der Grundtenor ist sehr negativ."

    --------------

    Zugegeben, ich finde auch vieles in der Debatte bisweilen nervig.

    Da schreibt man ´bei #aufschrei aber wohl verständlicherweise nicht:

    "Ja, ich habe viele einfühlsame Männer erlebt, welche sich auch gegen Vergewaltiger positioniert haben. Ja, ich habe nach meiner Vergewaltigung mehr Hilfe bekommen von Männern als von Frauen. Aber ich habe auch Männer erlebt, welche mich vergewaltigt haben und auch Männer, die sich in der Bahn entblößt haben. Und ich habe erlebt, dass die Justiz so ein Konzept für Sexualstrafverfahren hat, welches "geschlechtsspezifische Situationsverkennung" lautet und gewalttätige Männer entschuldigt, in dem man sagt, dass Männer sich grundsätzlich hormonell und geschlechtsbedingt nicht kontrollieren können und dass sie deshalb dafür nicht belangt werden dürfen."

    Ich wünsche mir von Männern, dass sie sich gegen dieses Konzept positionieren und sagen, dass sie sich sehr wohl kontrollieren können.

    Und von Frauen wünsche ich mir, dass sie sich auch nicht dagegen wehren, wenn weibliche Gewalt thematisiert wird (bzw. wenn sie merken, dass es für sie unangenehm ist, wenn weibliche Gewalt thematisiert wird, dann müssten sie auch verstehen, dass es für Männer unangenehm ist, wenn männliche Gewalt thematisiert wird).

  1. "...manche Männer brauchen eine Frauenquote dringender als Frauen."

    Dieser Artikel setzt selbverständlich voraus, dass Frauen andere Menschen besser behandeln, und bestimmt nicht sexistisch sind. Ist dem wirklich so? Die Personalabteilungen, die von Frauen geleitet werden, sind interessanterweise meist nur von hübschen jungen Frauen besetzt. Dda kommen sie nicht rein, wenn sie nicht "so toll" sind. Ist das weniger sexistisch?

    Lassen Sie mich raten, es geht um die begehrten hochbezahlten Jobs?

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Beiträge und Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jz

    in D einen Überhang an Frauen, diese Jobs sind im ÖD und nachdem dort fast 100% Frauen arbeiten, hat man jetzt aus Angst das Männer klagen könnten auf den Spruch verzichtet Frauen werden bevorzugt eingestellt.

    @Thema
    Man kann nur hoffen Männer fangen auch bald an zu klagen, wenn Frau einen anfasst oder fast hablbnackend imm Sommer auf Arbeit erscheint, denn das ist auch sexuelle Belästigung, wird natürlich nicht so wahrgenommen.

    Noch ein spannender Fakt in D können nur Frauen Gleichstellungsbeauftragte werden, Männer sind dort von vornherein ausgeschlossen . Genderrassismus pur.

    Dieser Tage geht mir eie Satz aus dem Werk Louisa May Alcotts nicht aus dem Kopf: "Frauen sollten wählen dürfen, nicht weil sie Engel sind und Männer wilde Tiere. Sie sollten wählen dürfen, weil sie Menschen sind und Bürger dieses Landes."

  2. Frau Husmann,

    sie fragen zurecht: "Wie viel wird ein Mann wohl einer Frau beruflich zutrauen, die er vor Kurzem noch auf Brusthöhe taxiert hat?". Wie viel wird ein Mann wohl einer Frau beruflich zutrauen, die ihre Position der Tatsache vor allem auch ihrem Geschlecht und nicht ihrer Kompetenz verdankt? Eben.

    Ich glaube, dass "Frauen gleich klug, gleich leistungsfähig, gleichermaßen fehlbar sind wie Männer". Ich habe aber kein Respekt für Individuen, die sich selbst ständig als Opfer darstellen (ohne widersprechen zu wollen, dass es auch Frauen und Männer gibt, die wirklich Opfer werden), mangelhafte Durchsetzungsvermögen beweisen und Privilegien auf dem Weg nach oben verlangen.

    Und ich denke, dass die geringe Zahl von weiblichen Führungskräften kein Ausweis mangelnden Respekts sondern Ausdruck der gesellschaftlichen Umstände der Zeit waren, in denen heutige Führungskräfte sozialisiert wurden. Diese Sozialisierung ändert sich, Frauen werden karriereorientierter, selbstbewusster (dachte ich bis vor dieser Debatte zumindest) und mit der Verbesserung der Kinderbetreuung wird es leichter, für Frauen, Karriere zu machen. All das wird ganz ohne Quotenunsinn den Anteil von Frauen in Führungspositionen verbessern.

    Bisher habe ich großen Respekt vor unseren weiblichen Führungskräften. Eine Quote würde diesen Respekt erschüttern und den Verdacht wecken, dass Kompetenz nicht allein ausschlaggebend war. Fähige und selbstbewusste Frauen muss das eigentlich abschrecken.

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    "Eine Quote würde diesen Respekt erschüttern und den Verdacht wecken, dass Kompetenz nicht allein ausschlaggebend war."

    Heisst das, Sie gehen also generell davon aus, dass Fuehrungsposten nach Kompetenz vergeben werden?

    Ich bin selbst faehig und selbstbewusst, und ich habe eine Fuehrungsposition (ohne Quote) -- in Frankreich, denn in Deutschland war mein Chef leider mehr an meiner Koerbchengroesse interessiert als an meinen fachlichen Kompetenzen. Er hat das regelmaessig bei Besprechungen zum Thema gemacht, und keiner hat sich getraut was zu sagen.

    Ein Einzelfall? Leider kenne ich sehr sehr viele aehnliche "Einzelfaelle" unter meinen deutschen Freundinnen (Akademikerinnen im MINT-Bereich). Klar, nicht alle Franzosen sind Engel (siehe DSK), aber hier sind starke, kompetente Frauen (mit Kindern!) auf einflussreichen Posten gang und gaebe. Verletzende Bemerkungen sind selten und werden i.d.R. nicht toleriert. Beides ist schlicht Ausdruck desselben natuerlichen Respekts vor Frauen.

    Bei gleicher Begabung halte ich es uebrigens durchaus fuer moeglich dass Frauen in Deutschland weniger kompetent sind als hier. Warum? Weil Diskriminierung im Kindesalter beginnt ("Maedchen koennen schreiben, Jungs rechnen."). Eine vorlaeufige Quote ist in D (leider) noetig, damit starke, einflussreiche Frauen gerade in MINT-Faechern "normal" werden, d.h., um erst die Voraussetzungen zu schaffen, unter denen sich Gleichberechtigung dann entwickeln kann.

  3. Ich sehe sie schon, die Scharen von gleichberechtigten Frauen auf Augenhöhe im Straßen-, Haus- und Bergbau und bei der Müllabfuhr.

    Or, wait … haha ;)

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    um jemandem auf Augenhöhe begegnen zu können?.... Dazu kein weiterer Kommentar ....

  4. Ich glaub viele Männer sind einfach frustriert. Dauernd heißt es, die Frauen werden immer und überall von bösen bösen Männern unterdrückt und am Erfolg gehindert. Dabei können Frauen per se ALLES besser als Männer! Sie sind bei der Arbeit objektiver, schneller, teamfähiger, können überzeugen und sind eigentlich makellos. Nur der böse Mann steht ihnen im Weg. Also wurden Projekte zur Frauenförderung gestartet. Und die meisten Männer und Frauen dachten:“Hey es geht doch um Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, daher müssen wir das unterstützen!“[...]
    Und wenn dann noch fast täglich auf einem der großen Onlineportale ein Artikel erscheint der Frauen aufs goldene Podest hebt und positive Eigenschaften auf einmal typisch Frau sind und sie dann noch als die besseren Menschen darstellt werden, reicht es vielen Männern einfach. Dieses Männerbashing geht den meisten Männern schlicht auf die Nerven. Ich glaub viele Männer haben schon fast den Eindruck von einem „Krieg gegen Männer“. Und sobald Mann mit guten (!) Argumenten gegen Frauenquote oder Frauenförderung kommt, heißt es automatisch: Du bist nen Frauenhasser oder ein jammerndes Weichei. Tolle Diskussionskultur die einige Feministinnen haben. Ich denke wir brauchen eine Generation von Feministinnen, die mit Männern zusammenarbeiten wollen und nicht gegen sie.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

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    auch Männer treten für die Emanzipation ein. Aber Feminismus steht ihr im Wege. Sie ist gegen die Emanzipation gerichtet, beruft sich allerdings des Scheins wegen auf sie.

    "Eine Frustration [...] ist eine Wunschversagung, welche mit dem Erlebnis eines aufgezwungenen Verzichts von Triebwünschen einhergeht." (de.wikipedia.org)

    Vielleicht darauf bezogen, dass die Frauen und Männer und Männer und Frauen, die einer solche Auseinandersetzung Wert beimessen, größtenteils hoffnungslos verkrampft sind, was auf eine tiefe soziale Angst zurückzuführen ist. Es wird rumgejammert und sich um die Operrolle gewstritten. Würde nicht so viel massive Angst grassieren, würden sich Frauen gegen das unvermeidbare zu wehren wissen und Männer nicht zu triebunterdrückenden Notgeilen werden. Ich war in Ländern weitweg der WESTdeutschen "Zivil"gesellschaft unterwegs und nach diesen Reisen erscheint mir das alles hier als einziger postnationalsozialistischer Psychozirkus. Das Erwähnte ist keine 70 Jahre her, die Wunden noch längst nicht verheilt. Aber da eine konsequente Aufarbeitung der Geschehnisse eine konsequente Kritik am Kapitalismus einschließt, findet erstere einfach nicht statt. Es darf nicht sein was nicht sein darf.

    Die Kritik der Verhältnisse ist inkonsequent, wie sie nicht inkonsequenter sein kann. Deshalb ist für mich jede feministische Kritik, die nicht auch die Kritik der Produktionsverhältnisse mit einschließt, zum scheitern verurteilt. Verzweifelte Unkenrufe im neoliberalen Getose sind das, mehr nicht.

    • Derdriu
    • 29. Januar 2013 18:10 Uhr

    Ich bin Feministin, weil ich mich für Frauenrechte einsetze. Das ist politisch und es bedeutet nicht, dass ich finde, dass Männer weniger Rechte haben (ich bin auch Humanistin). Der Feminismus hebt sich auf, wenn es da keinen Unterschied mehr gibt. Dann werde ich zur reinen Humanistin. Als Humanistin unterstütze ich auch jede sinnvolle Forderung, die Männer stellen (z.B. die Forderung nach Gleichberechtigung in Bezug auf das Sorgerecht).

    Ich bin auch emanzipiert. Das ist persönlich und hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Es bedeutet "eigenständig". Eigenständigkeit erwarte ich von JEDEM erwachsenen Menschen.

    Frauen, die behaupten, sie wüssten wie Frauen zu sein haben, sind nicht besser als Machos und keine Feministinnen. Feministinnen beschäftigen sich mit den (polit./ gesell.) Bedürfnissen der Frauen (es gibt nat. unterschiedl. Ansichten). Wenn der Rahmen stimmt, muss Frau selber übernehmen. Das hat aber keinen Zusammenhang zu den Männern, die sind hier außen vor. Es werden keine Rechte oder Verbote für Männer gefordert, denn wie der Name sagt, geht es um die Frauen.

    Deswegen bitte ich die Kommentatoren, nicht ständig auf den Feminismus herumzuhacken. Der hat mit dieser Diskussion wenig zu tun. Hier ärgern sich nicht nur Feministinnen, sondern auch Betroffene, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Die Opferrolle steht emanzipierten Herren nicht. Ziehen Sie doch einfach mal Konsequenzen. Wir sind gespannt auf die Vorschläge!

  5. weiblichen Mitbürger, dass die Gleichstellung immer noch nicht vollzogen ist...ich für meinen Teil sehe Frauen als 100% gleichwertig an mit allen Rechten und auch Pflichten. Trotzdem bleibe ich ein "Gentleman" der Frauen immer noch die Tür aufhält. Hoffen wir das unsere Kinder diese Debatte nicht mehr führen müssen und darum müssen wir sie jetzt führen.

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    • X5
    • 29. Januar 2013 16:56 Uhr

    ... habe ich mir schon vor einiger Zeit abgewöhnt. Neuerdings fahre ich auch nicht mehr Aufzug, wenn ich mit einer Frau alleine in diesem Aufzug sein sollte.

    • Statist
    • 29. Januar 2013 16:54 Uhr

    Darüber hinaus lese ich immer wieder von der Gleichberechtigung. An dieser Stelle sollte _JEDER_ mal akzeptieren, dass die Durchsetzung absoluter Gleichberechtigung nicht möglich ist.

    Gründe:

    - habe ich 3 gleichwertige Posten, müssten bei mind. 50% Frauen 2/3tel weiblich besetzt sein. Toll.
    - bin ich in der Elektrotechnik, im Maschinenbau oder in anderen klassischen Ingeneurswissenschaften, dann liegt die Frauenquote bei den Studierenden (!) üblicherweise unter 10%. Wie bitte soll ich aus diesem Pool genug fähige Frauen finden? Wie ist das in Frauenberufen?
    - Kinder: Leider, liebe Gesellschaft, bekommt nicht der Mann Kinder, sondern die Frau. Üblicherweise wird die Frau damit mind. 1 Jahr pro Kind ausfallen (10-11 Monate nach der Geburt, manchmal mehr, 1-2 Monate davor). Rechnerischer Ausfall pro Frau: 2 Jahre, in ihrer potenziellen beruflichen Blütezeit. Entsprechend ergeben sich wieder Einarbeitungszeiten.
    - Thema Reisebereitschaft (Vertretertum, Flexibilität): Frauen sind nunmal _meistens_ etwas mehr sozial verankert. Deshalb werden sie entsprechende Jobs seltener annehmen. Deshalb verdienen sie dann weniger. Makel?

    Vielmehr sollte man versuchen, die jeweiligen Stärken des Individuums herauszuarbeiten, und entsprechende Posten geeignet besetzen.

    Die Aufstiegschancen anhand der Aufgestiegenen zu berechnen, halte ich hingegen für lächerlich, aus o.g. Gründen. Die Unterschiede sind teilweise biologisch bedingt und es ist ein schlechter Witz, dies nicht zu akzeptieren.

    24 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ich versteh's nicht. "
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    Argumente interessieren nicht. Mit Frauenquote hat die Maschienenbauerin eine Jobgarantie. Und darum wird es gepusht.

    Ich glaube nicht das es hier um Gleichberechtigung geht. Dann würde man nämlich auf solche Argumente eingehen. Neu sind die nicht. Und unwahr auch nicht.

    ...sich auch um ihr kinder kümmern würden anstatt sie nur zu zeugen, wäre deine halbe argumentation schon hinfällig.

    es sei denn, du bist der überzeugung, dass ein mann kein 1/2 jahr altes kind betreuen kann.

    • raflix
    • 30. Januar 2013 11:00 Uhr

    Viele Frauen arbeiten bis kurz vor der Geburt und fangen in vielen Ländern auch relativ schnell nach der Gebrut wieder damit an. Wenn sich also Männlein und Weiblein gleichmäßig um die Kinder kümmern würden, wäre das kein Problem. Die mangelnde Reisebereitschaft von Frauen liegt auch nicht etwas in größerer sozialer Verankerung begründet, sondern schlicht und ergreifend darin, dass sie immer noch die Hauptverantwortung für die Kinder tragen. Wenn dem nicht so wäre, könnten sie auch mehr reisen. Also: Es liegt nur daran, wie man sich die Verantwortung aufteilt. Das ist eine persönliche Entscheidung jedes Paares und nichts biologisches.

  6. Zitat: „...Mal abgesehen davon, dass sich ein Flirt in einem grundsätzlich von der sexuellen Belästigung unterscheidet: Er beruht auf gegenseitigem Einverständnis...“

    Mag ja sein, aber irgendeiner fängt doch mit dem flirten an. Also im Zweifelsfall auch bleiben lassen, wenn man es als Mann in Erwägung ziehen sollte, eine Frau „anzuflirten“. Könnte nach hinten losgehen.

    Bleibt dann als Kontaktbörse offenbar wirklich nur noch das Internet.

    Apropos Internet: Sollte sich mal ein Mann wagen, solch ein Datingportal zur Frauensuche ins Netz zu stellen mit dem Titel: shopaman, Produkte zum Verlieben

    http://www.shopaman.de

    20 Leserempfehlungen
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    • dwd
    • 29. Januar 2013 16:50 Uhr

    sich und alle Männer aber unter einen Scheffel :)
    Wie schade!

    • adrem
    • 29. Januar 2013 18:23 Uhr

    Keine Sorge, flirten sie weiter wie bisher. Bei 60.000 Twitter Meldungen über Sexismus, ist es statistisch nicht bemerkenswert, dass sie auf eine Frau treffen, die sie anzeigt, wenn sie den Flirt beginnen, ohne eine gegenseitiges Übereinkommen getroffen zu haben. Sexsismus in Abhängigkeitsverhälnissen ist ein Problem, doch gibt es Zahlen darüber? Deshalb frage ich mich, haben die Medien jetzt schon ein Sommerloch. Übrigens ich bin kein Fan von Frau Steinbach. Aber in diesem Artikel gefällt sie mir.
    http://www.welt.de/politi...

    sekundären oder gar primären Geschlechtsorganen???
    Ich dachte ja, das geht anders.
    Übrigens halte ich auch als Frau gelegentlich die Türe auf und besonders, wenn ich weiß, jemand kommt noch nach mir, lasse ich ihm/ihr nicht die Tür vor der Nase zufallen.

    "Apropos Internet: Sollte sich mal ein Mann wagen, solch ein Datingportal zur Frauensuche ins Netz zu stellen mit dem Titel: shopaman, Produkte zum Verlieben"

    Verzeihen Sie, aber gibt es nicht einige "Dating-Protale", die darauf ausgerichtet sind, deutschen Männern eine Frau aus den Ostblockstaten zu "vermitteln".
    Da bekommt man den Eindruck, dass Frauen "geshoppt" werden.

    Auf shopaman mag man es unfair finden, dass Frauen scheinbar kostenlos reinkommen und Männer etwas bezahlen müssen (hab heute mal kurz reingesehen).
    Trotzdem bezahlen Frauen ja hier nicht für einen Mann. Mir scheint es, wie ein gewöhliches Datingportal mit ungewöhnlichem Namen.

  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Grüne | Debatte | Frauenquote | Gehalt | Gespräch | Unternehmen
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