ArbeitsrechtWem gehört der Twitter-Account?

Die Mitarbeiter nutzen ihre Twitter-Accounts beruflich und knüpfen für den Arbeitgeber Kontakte. Kann der Chef Anspruch auf diese Daten erheben? U. Weigelt gibt Antwort. von 

Meine Mitarbeiter dürfen während der Arbeitszeit twittern. Als Gegenleistung knüpfen sie auch für unsere Firma Kontakte. Was passiert mit den Geschäftsfollowern eines Mitarbeiters, wenn er das Unternehmen verlässt?, fragt Axel Hesse.

Sehr geehrter Herr Hesse,

entscheidend ist, ob Ihre Mitarbeiter die Follower über einen dienstlichen oder privaten Account generiert haben.

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Wurden sie über den privaten Account Ihrer Mitarbeiter erworben, stehen Ihnen diese Geschäftsfollower zwar theoretisch zu, es gibt jedoch datenschutzrechtliche Probleme.

"Da staunt der Chef"

Was ist erlaubt, was nicht? Der Berliner Arbeitsrechtler Ulf Weigelt gibt Antworten auf Nutzerfragen. Jede Woche, immer mittwochs in der Arbeitsrechtskolumne "Da staunt der Chef".

Schreiben Sie uns (und geben Sie dabei bitte Ihren Namen und Ihren Wohnort an). Wir freuen uns und wählen unter allen Problemen, die uns gestellt werden, jede Woche eine Frage aus und beantworten sie hier.

Alle Folgen zum Nachlesen gibt es hier!

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Bitte beachten Sie: Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Antworten und Informationen sowie der Rechtsprechung. Haftungsansprüche gegen den Autor, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Ulf Weigelt, Choriner Straße 63, 10435 Berlin. Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Autors bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

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Die Antworten von Fachanwalt Ulf Weigelt stehen Ihnen auch übersichtlich gesammelt als E-Books zur Verfügung. Nach dem Download können Sie jederzeit und überall auf Ihrem elektronischen Lesegerät zu arbeitsrechtlichen Fragen nachschlagen.

Hier finden Sie eine Übersicht unserer E-Books: www.zeit.de/ebooks.

Alle Bücher von Ulf Weigelt finden Sie hier.

Denn der Follower hat sich entschieden, dem Privatmenschen zu folgen – und nicht einem Unternehmen. Aus diesem Grund können Sie die Weitergabe der Follower nicht verlangen.

Ulf Weigelt
Ulf Weigelt

Ulf Weigelt ist Anwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Auf ZEIT ONLINE beantwortet er jeden Mittwoch in der Serie "Da staunt der Chef" Leserfragen zum Arbeitsrecht. Die Serie ist auch als E-Book erschienen. Weigelt hat mit Sabine Hockling auch den Ratgeber Arbeitsrecht geschrieben.

Hat der Mitarbeiter die Follower über einen dienstlichen Account generiert, haben Sie die Nutzungsrechte und können daher die Herausgabe der Daten und Passwörter verlangen. Allerdings empfehle ich auch hier, um langwierige Auseinandersetzungen zu vermeiden, vorab schriftliche Vereinbarungen zu treffen. So weiß jeder der Arbeitsvertragsparteien, wo er im Zweifel steht, welche Ansprüche er hat und welche eben nicht.

Machen Sie Nägel mit Köpfen und nehmen Sie das Twittern als Arbeitsleistung in den Arbeitsvertrag auf und treffen vorab klare Regelungen. Dann sind Sie beim Ausscheiden von Mitarbeitern bezüglich der Twitter-Follower auf der sicheren Seite und können die Rückgabe verlangen – vorausgesetzt, es handelt sich um einen dienstlichen Account.

Ihr Ulf Weigelt

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  • Serie Fragen zum Arbeitsrecht
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Arbeitsrecht | Arbeitsvertrag | Unternehmen
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