UrteilBetriebsrente darf von Beschäftigungsdauer abhängen

Ob ein Mitarbeiter Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge hat, darf der Chef von der Betriebszugehörigkeit abhängig machen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht.

Arbeitgeber dürfen bei der Zahlung von Betriebsrenten auf einer mindestens 15-jährigen Betriebszugehörigkeit bestehen. Eine derartige Bestimmung verstoße nicht gegen das Diskriminierungsverbot wegen des Alters, urteilte das Bundesarbeitsgericht am Dienstag in Erfurt (3 AZR 100/11). Damit scheiterte eine Frau auch in der dritten Instanz mit ihrer Klage, die bei der Einführung der Betriebsrente in ihrem Unternehmen bereits zu alt war, um auf eine 15-jährige Betriebszugehörigkeit zu kommen.

Die Klägerin hielt eine 15-jährige Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze für willkürlich. Das sahen die Bundesrichter anders. Weil Betriebsrenten eine freiwillige Arbeitgeberleistung seien, könne er grundsätzlich auch die Kriterien dafür festlegen, hieß es in der Urteilsbegründung.

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Leserkommentare
  1. Wo erreicht man heutzutage denn überhaupt noch 15 Jahre Betriebszugehörigkeit?

    Im übrigen auch sehr interessanter Auszug aus der Quelle: "Im Januar 2008 bat die Klägerin den Geschäftsführer der Beklagten um Mitteilung, was sie mit dem Eintritt des Ruhestandes Ende Februar zu erwarten habe. Er antwortete, sie solle sich überraschen lassen. Nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhielt die Klägerin von der Beklagten ein Küchensieb." http://www.bundesarbeitsg...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tgr
  • Schlagworte Alter | Arbeitgeber | Betriebsrente | Unternehmen | Erfurt
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