UrteilVerletzung in der Raucherpause ist kein Arbeitsunfall

Wer sich in der Raucherpause während der Arbeit verletzt, erleidet keinen Arbeitsunfall. Denn Rauchen sei Privatsache, urteilte das Berliner Sozialgericht.

Sturz in der Raucherpause – wem das passiert, hat nach einem Urteil des Berliner Sozialgerichts zwar Pech gehabt, aber keinen Arbeitsunfall. Das teilte das Gericht am Dienstag mit. Damit gebe es auch keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Das Rauchen sei eine persönliche Angelegenheit ohne sachlichen Bezug zur Berufstätigkeit, entschieden die Richter.

Mit dem Urteil vom 23. Januar wurde die Klage einer Pflegehelferin aus einem Berliner Seniorenheim abgewiesen, die Zahlungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung erzwingen wollte (S 68 U 577/12). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Leserkommentare
  1. Das heißt also, dass jede Bewegung in meiner Pause zu unterlassen ist, da ich ja auch als Nichtraucher in meiner Pause stürzen könnte, wenn ich mir zum Beispiel einen Tee kochen möchte.

    Krass!

    Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass dieses Urteil Bestand hat. In der Pause erledige ich viele Privatsachen (Toilette, Essen, Trinken usw.).

    Also Rechtsprechung ist schon eine merkwürdige Sache.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tgr
  • Schlagworte Arbeitsunfall | Gericht | Richter | Unfallversicherung
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