Ich möchte gerne bei meinen Führungskräften eine Persönlichkeitsanalyse durchführen. Auf was muss ich achten?, fragt Boris Eisele.

Sehr geehrter Herr Eisele,

Persönlichkeitsanalysen einzusetzen, um die Entwicklung von Mitarbeitern beurteilen zu können, kann rechtlich gesehen riskant sein. Denn Unternehmen müssen hier auf den Datenschutz sowie das Persönlichkeitsrecht der einzelnen Mitarbeiter achten.

Daher sollten Sie die betroffenen Mitarbeiter umfassend informieren und zwar darüber, was Sie konkret prüfen möchten, warum Sie diese Prüfung wünschen und wer die erhobenen Daten später einsehen und auswerten wird.

Ferner sollten Sie nach der Maßnahme die Daten löschen. Dies sollten Sie in die Hände Ihrer Personalabteilung geben. Versichern Sie Ihren Mitarbeitern auch, dass nur die Personalabteilung die Daten auswertet und daher auch in ihrer Gesamtheit einsehen kann. Die Auswertung an sich sollten nur der Mitarbeiter selbst, sein direkter Vorgesetzter sowie die Geschäftsführung zur Kenntnis bekommen.

Um das überhaupt sicherstellen zu können, müssen Sie auch vor der Persönlichkeitsanalyse den Rahmen hierfür schaffen. Und damit es zu einem späteren Zeitpunkt nicht zu einer Auseinandersetzung kommt, sollten Sie sich unbedingt vor der Maßnahme schriftlich das Einverständnis des jeweiligen Mitarbeiters einholen. Lassen Sie dazu die betroffenen Mitarbeiter eine Einverständniserklärung unterzeichnen.

Ihr Ulf Weigelt