Egal ob Teilzeit oder Vollzeit – der Urlaubsanspruch bezieht sich auf die Arbeitstage. ©Frederic J. Brown/AFP/Getty Images

Haben unsere teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter den gleichen Urlaubsanspruch wie unsere Vollzeitbeschäftigten? Und falls nein, wie berechne ich den Urlaubsanspruch für die Teilzeitmitarbeiter?, fragt Andreas Clark.

Sehr geehrter Herr Clark,

Der Urlaubsanspruch bezieht sich immer auf die Arbeitstage und nicht auf die Arbeitsstunden.

Sind Ihre teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter werktäglich für Sie tätig, haben sie deshalb auch den gleichen Urlaubsanspruch wie Ihre vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer.

Sind Ihre Teilzeitmitarbeiter hingegen nicht werktäglich für Sie tätig, dann müssen Sie als Arbeitgeber den Urlaubsanspruch auf die Arbeitstage umrechnen. Die Formel lautet: Urlaubswochen mal Arbeitstage des Teilzeitbeschäftigten gleich Urlaubsanspruch in Tagen.

Arbeiten Ihre Teilzeitbeschäftigten beispielsweise drei statt fünf Tage die Woche, so steht ihnen ein gesetzlicher Urlaub von zwölf Tagen zu. Bei einer Fünf-Tage-Woche und 30 Urlaubstagen beträgt der Urlaubsanspruch des Teilzeitmitarbeiters 18 Urlaubstage.

Ist die Arbeitszeit Ihres Teilzeitbeschäftigten im gesamten Jahr unregelmäßig verteilt, kann für die Berechnung nicht eine Arbeitswoche herangezogen werden, sondern die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt. Für die Errechnung der Jahresarbeitstage sind die auf 52 Wochen bezogenen Werte zu ermitteln. Die Rechenformel lautet hier: Gesetzliche oder tarifliche Urlaubsdauer, geteilt durch die Jahreswerktage, multipliziert mit der Anzahl der Tage, an denen der Mitarbeiter im Kalenderjahr tatsächlich verpflichtet wird.

Ihr Ulf Weigelt