Unter den Arbeitnehmern in Deutschland wächst der neuen Gallup-Engagement-Studie zufolge der Anteil jener, die innerlich bereits gekündigt haben. Die Studie untersucht jedes Jahr, wie zufrieden Beschäftigte sind und wie es um die Identifikation mit dem Arbeitgeber und die Motivation steht.

24 Prozent hätten der neuen Untersuchung zufolge keine emotionale Bindung mehr an das Unternehmen, für das sie arbeiten, ermittelte das Beratungsunternehmen Gallup. Bei 61 Prozent zeige sich eine geringe und bei 15 Prozent eine hohe emotionale Bindung.

Zu Beginn der Studienreihe im Jahr 2001 hatten lediglich 15 Prozent bereits innerlich gekündigt.

Zu wenig Lob

Insgesamt wurden 2.200 Beschäftigte befragt. Das Ergebnis wird den Autoren zufolge als bedrohlich eingeschätzt. Unzufriedene Mitarbeiter sind häufiger krank, sind weniger produktiv und innovativ und weniger stark loyal mit ihrem Arbeitgeber. Insgesamt beeinträchtige ein solches Firmenklima die Produktivität.

Hauptursache für die innerliche Kündigung sei eine mangelhafte Personalführung, so die Autoren. Viele Arbeitnehmer stiegen hoch motiviert in ein Unternehmen ein, würden aber über einen längeren Zeitraum desillusioniert und resignierten am Ende. Die wichtigste Rolle spiele dabei fast immer der direkte Vorgesetzte. Von ihnen komme oft zu wenig konstruktive Kritik und Unterstützung bei der Arbeit.