BuchtippExpedition ins Reich der Vorzimmerdrachen

Der Journalist Jochen Leffers hat in einem Lexikon Spottnamen für Mitmenschen im Büro gesammelt. Ein Geschenk für Kollegen, die so etwas lustig finden. von 

Cover von "Kollegen sind die Pest"

Cover von "Kollegen sind die Pest"  |  © PR: Kiepenheuer & Witsch

Tratsch heißt in vielen Firmen Flurfunk, bissige Chefsekretärinnen werden Vorzimmerdrachen genannt. Aber es gibt auch Quengelkönige, Volltischler, Modenazis und die Office Police. Ein Volltischler zum Beispiel müllt seinen Schreibtisch mit Papierbergen und Büroutensilien zu.

Diese und andere Begriffe lassen sich im Lästerlexikon des Journalisten Jochen Leffers nachschlagen. In dem Buch Kollegen sind die Pest hat der Leiter des Karriereressorts von Spiegel Online auf 256 Seiten Bürobeleidigungen zusammengestellt. Von A wie Abteilungsleiterdarsteller bis Z wie Zartliner (ein besonders weicher Chef).

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Manche Begriffe hat der Autor selbst erfunden, andere zog er aus der Rubrik Bürogezeter, in der Spiegel-Online-Leser Sticheleien gegen Kollegen einschicken. Die Idee ist, Alltagskonflikte mit Humor zu bewältigen, schließlich schweißen Lästereien zusammen.

Das Lexikon listet auch kuriose Arbeitsrechtsfälle, außergewöhnliche Kündigungsfälle und Ratschläge im Umgang mit zu vielen E-Mails. Wer einem Kollegen mit Humor ein Geschenk machen möchte, dürfte mit Leffers Lexikon richtig liegen – oder richtig daneben.

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Leserkommentare
  1. > Manche Begriffe hat der Autor selbst erfunden,

    Na wunderbar, so kann ich auch zu entsprechendem Inhalt kommen, wenn's mal etwas knapp wird....

    > andere zog er aus der Rubrik Bürogezeter, in der Spiegel-Online-Leser
    > Sticheleien gegen Kollegen einschicken.

    ... oder ich hol mir eben noch die Ideen anderer Leute. So krieg ich schon 250 Seiten für ein Buch zusammen und kann damit Kohle machen.

    > Die Idee ist, Alltagskonflikte mit Humor zu bewältigen, schließlich schweißen
    > Lästereien zusammen.

    Genau, sie schweißen zusammen... mal sehen wann der nächste Artikel auf Zeit-Online zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz oder Sexismus veröffentlicht wird. Man kann (nicht) alles so drehen, wie es einem gerade in den Kram passt.

    Aber irgendwas muss man ja schreiben, um die kurzweilige Euphemismensammlung zu bewerben, nicht wahr? :-P

    4 Leserempfehlungen
  2. hat die Artikelschreiberin wenigstens ein Gratisexemplar bekommen...

    Eine Leserempfehlung
    • Varech
    • 12. März 2013 10:50 Uhr

    ... Atlas der Vorurteile und Lästerlexikon: gleich 2 Bücher für Nichtleser.
    Wird es jetzt bald zum Vorurteil, dass Buch kluch macht? Ginge da so weiter, wäre der Beweis bald erbracht. Oder heisst es erbrochen?

  3. Die ganzen angeblich so lustigen Begriffe sind doch nichts anderes als üble Beleidigungen, gemeine Abwertungen, feinstes Mobbing. Schönen Dank auch für so einen Ratgeber.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Auch hier macht es die Dosis. Der feine Balanceakt zwischen Frotzeln und Mobben, zwischen Humor und Gemeinheit.

  4. Auch hier macht es die Dosis. Der feine Balanceakt zwischen Frotzeln und Mobben, zwischen Humor und Gemeinheit.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Humor | Pest | Spiegel | Autor | Buch | Chef
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