Zum Tod von Robert Häusser : Der strenge Beobachter

Robert Häusser fotografierte den Bau der Berliner Mauer, den Alltag im Nachkriegsdeutschland und porträtierte Willy Brandt. Nun ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

"Ich erfinde meine Bilderwelt nicht, sondern ich finde sie", sagte Robert Häusser. Der Stuttgarter, der am 5. August im Alter von 88 gestorben ist, war einer der wichtigsten Fotografen der Nachkriegszeit. Seine Familie wurde von den Nazis verfolgt, er zog 1952 von Ostdeutschland nach Mannheim. In seinen strengen Schwarz-Weiß-Arbeiten dokumentierte er den Mauerbau und die westdeutsche Arbeitswelt. Seine Arbeiten über das Handwerk und die Industrie sind derzeit in den Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen. Der Bildband dazu ist im Kehrerverlag erschienen.

 

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Kommentare

9 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

unser pervertiertes Arbeitssystem

Der Großteil der Menschheit,vor allem in Mitteleuropa,heuchelt Arbeit,schauspielert ununterbrochen Arbeit vor und perfektioniert bis ins hohe Alter diese geschauspielerte Arbeit,die mit wirklicher Arbeit genauso wenig zu tun hat,wie das wirkliche und tatsächliche Schauspiel mit dem wirklichen und tatsächlichen Leben.Da dieMenschen aber immer lieber das Leben als Schauspiel sehen als das Leben selbst,das ihnen letzten Endes viel zu mühsam und trocken vorkommt,als eine unverschämte Demütigung,schauspielern sie lieber,als dass sie leben, schauspielern sie lieber,als das sie arbeiten.Die Leute schauspielern an allen Ecken und Enden Arbeit,schauspielern Tätigkeit,wo sie in Wirklichkeit nichts als faulenzen und garnichts tun und meistens auch noch,anstatt sich nützlich zu machen,den größten Schaden anrichten.

Nichts für ungut,

aber heute würde ein Teil der Fotos als Beispielbilder für das fehlerhafte Sicherheitsverhalten am Arbeitsplatz dienen.

Ansonsten wundert es mich ein wenig, warum es so alte Bilder sind.
Konnte man keine neueren mehr finden, die jemand zeigen der so richtig in seine Arbeit versunken ist??