FrauenquoteDie Union vergrault die jungen Männer

Das Gezänk vor der Abstimmung über die Frauenquote in der CDU zeigt: Die Union verliert den Kontakt zu ihren jungen Wählern, kommentiert Karsten Polke-Majewski. von 

Familienministerin Kristina Schröder (l.) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen

Familienministerin Kristina Schröder (l.) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen  |  © Fabrizio Bensch/Reuters

Von politischem Geschick zeugt das alles nicht. Wenige Tage, bevor im Bundestag über die Frauenquote abgestimmt werden soll, herrschte in den Reihen der CDU eine Aufregung, als ginge es um Krieg und Frieden. Einige CDU-Frauen, darunter auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, wollten gegen die eigene Regierungslinie stimmen. Von der Leyen fordert schon seit Jahren die Frauenquote für die Wirtschaft. Ihre allseits bekannte Einstellung wurde nicht plötzlich zum Parteiproblem.

Für eine Frauenquote
  • Es geht um Chancengleichheit und Gleichberechtigung: Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung und sie sind genauso gut ausgebildet wie Männer.
  • Unternehmen, deren Führungsspitze aus Männern und Frauen besteht, erzielen bessere Ergebnisse.
  • Ein Großteil der Kaufentscheidungen wird von Frauen getroffen. 
  • Durch einen höheren Frauenanteil verbessert sich das Betriebsklima, die von Männern geprägten Spielregeln in Kommunikation und Karriereverhalten ändern sich mit mehr Frauen an der Spitze. 
  • Männer fördern eher Männer – und weil die Führungspositionen überwiegend mit Männern besetzt sind, rücken Frauen bei der Besetzung der Spitzenposten weniger ins Blickfeld. Es handelt sich um ein sich selbst erhaltendes System.
  • Frauen sind aufgrund ihrer geschlechtsspezifischen Sozialisierung oft nicht so stark darin, ihre Stärken und Erfolge zu kommunizieren. Sie machen weniger stark auf sich aufmerksam.
  • Es gibt viele Karrierenetzwerke und Eliteklubs, zu denen nur Männer Zutritt haben. Hier findet informelles Mentoring statt und hier werden die entscheidenden Karrierekontakte gemacht. Weil Frauen keinen oder nur schwer Zugang zu den Männernetzwerken haben, können sie von den Netzwerken kaum profitieren.

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Gegen eine Frauenquote
  • Eine Frauenquote diskriminiert Männer.
  • Eine gesetzliche Quote greift in die unternehmerische Freiheit ein.
  • Durch die Quote wird Geschlecht zum Kriterium für die Besetzung einer Spitzenposition. Dabei sollte die Leistung und die Qualifizierung entscheidend sein.
  • Frauen werden als Quotenfrau in Unternehmen stigmatisiert.
  • In einigen Branchen und Unternehmen gibt es nicht ausreichend qualifizierte Frauen, um eine Quote einzuführen und einzuhalten.
  • Mädchen und junge Frauen wählen immer noch traditionelle Frauenberufe, aus denen heraus eine Karriere in eine Führungsposition unwahrscheinlich ist.
  • Viele Frauen wollen gar keine Karriere machen, sondern entscheiden sich bewusst für Familie.

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Schon vor dem CDU-Parteitag im vergangenen Herbst war klar, dass viele Frauen in der Union mit der Linie von Familienministerin Kristina Schröder nicht einverstanden waren. Damals war es der Parteiführung noch gelungen, das Thema klein zu halten – vorerst. Jetzt hat sich die Bundestagsfraktion darauf geeinigt, die Quote 2020 ins Wahlprogramm aufzunehmen. Bis dahin bleibt alles wie gehabt.

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Schröders Vorschlag von der Flexi-Quote wirkte wie aus der Zeit gefallen. Börsennotierte Unternehmen sollen selbst festsetzen, wie hoch der Frauenanteil in ihren Führungsgremien sein soll, also in Aufsichtsräten und Vorständen. Auch wie die Firmen ihre Quoten offenlegen, ist ihnen weitgehend selbst überlassen. Dagegen steht der Vorschlag des Bundesrats, der eine gesetzlich festgelegte Quote für die Aufsichtsräte der börsennotierten Unternehmen vorsieht und bei Nichterfüllung Sanktionen androht.

Freiwilligkeit hat keinen Erfolg gebracht

Schröders Flexi-Quote wird nicht für mehr Frauen in der Wirtschaft sorgen. Eine freiwillige Selbstverpflichtung gibt es schon seit mehr als zehn Jahren. Geändert hat sie nur sehr wenig, nach wie vor sind Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft unterrepräsentiert. Warum sollte sich das bessern, wenn statt auf eine feste Quote lediglich auf Transparenz gesetzt wird? Genauso gut könnten die Unternehmen einfach ihren Status quo festschreiben.

Folgen die Unionsfrauen nun dem neuen Kompromiss, bleiben sie weit hinter ihren eigenen Erfahrungen zurück. Denn ihnen sollte vor Augen stehen, was die Quote in ihrer eigenen Partei bewirkt hat: In der CDU liegt das Frauenquorum bei 33 Prozent, in der CSU für alle Ämter oberhalb der Orts- und Kreisverbandsebene sogar bei 40 Prozent. Weiter geht der Bundesratvorstoß auch nicht, außerdem sieht er noch eine lange Übergangszeit vor. Und das soll nun auch noch zu viel sein?

Karsten Polke-Majewski
Karsten Polke-Majewski

Karsten Polke-Majewski ist Leiter Investigativ/Daten von ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Zu behaupten, eine Frauenquote würde die Geschlechter in den Führungsetagen gleichstellen, wäre falsch. Sie ist letztlich nur ein Mittel, um das geschlossene System altherrenhafter Breitbeinigkeit aufzubrechen, das immer noch vielerorts die Wirtschaft dominiert. Wo Frauen in wirksamer Anzahl aufrücken, dort lassen sich neue Rollenbilder etablieren. Und darauf warten vor allem viele junge Männer schon lange, die nicht mehr das überkommene Rollenbild ihrer Väter leben wollen.

Wie schon im Umgang mit den Rechten Homosexueller zeigt sich beim Kompromiss zur Frauenquote abermals, dass die Führung der Union den Kontakt zu ihrem eigenen Klientel zu verlieren droht. Die Interessen junger, gebildeter und erfolgreicher Wähler vertritt sie so jedenfalls nicht.

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Leserkommentare
  1. "Wo Frauen in wirksamer Anzahl aufrücken, dort lassen sich neue Rollenbilder etablieren. Und darauf warten vor allem viele junge Männer schon lange, die nicht mehr das überkommene Rollenbild ihrer Väter leben wollen."

    Ganz genau, wir jungen Männer sind eben besser als unser Ruf. Immerhin wurden wir von "emanzipierten" Müttern erzogen und in der Regel haben Männer meiner Generation ein Gender-ausgeglichenes, in vieler Hinsicht neutrales, Weltbild.

    Es ist Zeit, dass die pre-1970 Politikergeneration endlich aufhört, ihr antiquiertes Weltbild auf uns zu projizieren. Wir sind weiter, freundlicher, vernünftiger, nachhaltiger und weltoffener und brauchen endlich eine neue junge Politik.

    Eine starre Frauenquote tut niemandem gut. Wer will auf einen Posten kommen, weil es das Gesetz vorschreibt?

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    • chri.s
    • 15. April 2013 16:51 Uhr

    obviously.

    • Bashu
    • 15. April 2013 17:28 Uhr

    weil man was zwischen den Beinen hat.
    Konkurrenz mit Männlichkeit ausstechen.

    So gesehen gibt's bereits die Männerquote, es geht nur darum, ein Gegengewicht zu schaffen.

    > Ganz genau, wir jungen Männer sind eben besser als unser Ruf. Immerhin
    > wurden wir von "emanzipierten" Müttern erzogen und in der Regel haben
    > Männer meiner Generation ein Gender-ausgeglichenes, in vieler Hinsicht
    > neutrales, Weltbild.

    Junge Männer, wie Sie sie beschreiben, würden ohnehin nicht die Union wählen und wenn sie dafür bezahlt würden.
    Warum sollte die Union also versuchen, es diesen jungen Männern recht zu machen?

  2. "Die Interessen junger, gebildeter und erfolgreicher Wähler vertritt sie so jedenfalls nicht."

    Der progressive Wertekanon also als Statussymbol des städtischen Bildungsbürgers? oder wie ist das zu verstehen...
    Ich kenne viele junge Männer (vornehmlich bei Daimler^^ ) ,die den Eingriff "von oben" überhaupt nicht spannend finden, da er schlicht ungerecht ist.
    Wurde ja schon zig mal erörtert..
    Paradox, dass die politische Korrektheit das Land mittlerweile so fest im Griff hat, dass einerseits das hohe Lied der Leistungsgerechigkeit gesungen wird und diese dann gleichzeitig ausgesetzt wird.
    Prinzipiell sind diese "jungen Männer" auch oft die , die sich einem "negativen Sexismus" anpassen und über Haartransplantation , Muckibude und Schönheitsop nachdenken, weil dies die moderne ,erfolgreiche (sic) junge Frau ja dann doch erwartet.
    Diese Entwicklung ist wirklich bemerkenswert

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    • daxer
    • 16. April 2013 0:42 Uhr

    Herr Polke-Majewski könnte mit dem Titel "Die Union vergrault die jungen Männer" schon recht haben, allerdings genau im entgegengesetzten Sinn wie geglaubt: stinksauer sind die Männer nicht nur bei Daimler, sondern auch bei der Telekom (s. http://www.faz.net/aktuel...) und woanders. Ich kenne eine ganze Reihe junger Männer im Alter bis Ende 20. Von der notorischen Bevorzugung von Frauen, die sie seit der Schulzeit ununterbrochen erlebt haben, sind alle mittelstark bis sehr stark angesäuert. Das gibt die nächste Generation von Nicht- (oder AfD-) Wählern.

    Und das wären Kunden für eine neue Art von "Karriereberatung für Männer im Zeitalter des Feminismus": ich würde jedem männlichen Berufsanfänger, der Karriere machen möchte, dazu raten, sich potentielle Arbeitgeber sehr genau daraufhin anzusehen, wie feministisch der Betrieb ist. Großkonzerne dürften alle out sein, vermutlich unkritischer weil quotenfrei dürften mittelständische Betriebe sein, und Selbständigkeit könnte noch interessanter werden. Klingt jetzt vielleicht überraschend, aber Männer müssen von den Frauen lernen: sich vernetzen und gegenseitig unterstützen und sich nicht nur als Konkurrenten sehen, und ein oder zwei Karriereratgeber für Frauen sind Pflichtlektüre, damit man weiß, mit welchen Tricks die Chefin oder Konkurrentin arbeitet.

  3. sitte, glaube, heimat - damit locken die schützenbruderschaften auch in den ländlichen gebieten kaum noch junge menschen hinter dem touchpad hervor.

    aber liebe CDU seid doch ganz beruhigt und einfach in der studie euerer konrad adenauer stifung nach, dann könnt ihr weiter fröhlich sein, denn die traurige botschaft dort lautet doch:

    selbst wenn alle jungen wähler bis 21 jahre eine partei (in dem beispiel waren das die grünen!) wählen würden, würde die partei nichtmals die 5-%-Hürde schaffen. wohingegen die > 70 jährigen einer partei zu fast 20 % verhelfen.

    und die älteren wähler, die hat die CDU doch als stammwähler eh fast alle im sack > no panic und keine vergeblichen anstrengungen.

    3 Leserempfehlungen
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    aus dem Kommentar 3 spricht einfach die Überheblichkeit des modernen "Kleinbürgers" ,der sich in seinem Distinktionsbedürfniss von den "dumpfen Bauern" abgrenzen will und auf sie herabschaut.
    Dabei ist die Bezeichnung Kleinbürger für ihn die größte Beleidigung, weil er ja sich gerade von dieser verhassten Shcicht abgrenzen will.
    Paradoxerweise ist er der moderne Spieser, also der moderne Kleinbürger , der sich an konservativen, festen Wertvorstellungen orientiert, indem er "Andersdenkende" a priori als einfältig abtut.
    Auch der Autor mit Doppelname scheint zu dieser Gruppierung zu gehören, wenn er indirekt anreisst, dass alle jungen Männre, die gegen Quotierung sind, dumm ,kleinbürgerlich und rückständig sind.
    Man tut der CDU mit dieser EInschätzung einfach unrecht, weil es viele Wähler dieser Partei gibt, die sich ihr ex negativo zuwenden , da sie die Verhältnisse so halten wollen, wie sie sind.
    Interessanterweise , wird dieser Kommentar gelöscht werden, da er nicht ins Weltbild passt und wird somit bestätigt werden.
    Grüße ein moderner, junger Mann, der nich auf dem Land wohnt

    @ grünerMacbookCAYENNEfan

    bevor wir uns hier falsch verstehen:

    Bonvivants gibt's es meines erachtens nicht nur in den städten,sondern auch auf dem lande und trennt auch nicht frauen von männern. vom grundsatz her befürworte ich auch echt die postmoderne, weil höhle, met und alle paar wochen mal ein mammut => da ziehe ich doch die diskounter und fastfoodketten vor (ist einfach konformabler?!)

  4. Frauen brauchen keine Quoten. Gender-Quoten sind Unrecht und nichts anderes.

    Kompentente können es sehr wohl an die Spitze schaffen und tun dies auch. Durch Quoten werden solche Frauen herabgewürdigt und stehen immer im Generalverdacht nur Quotenfrauen zu sein.

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    • Bashu
    • 15. April 2013 17:34 Uhr

    Die Quote ist ein Übergangsinstrument. Bis starre Rollenbilder aufgebrochen sind und Frauen in Führungsetagen akzeptiert und respektiert - sowohl von anderen Führungspersonen wie vom eigenen Personal.

    Der Tenor hier im Forum scheint zu sein: Lasst alles beim Alten, Quote diskriminiert die Männer. Das Argument wird (zufällig?) überwiegend von den Nutznießern der Rollenteilung vorgebracht, aber was soll man anderes erwarten...

    Es scheint so, als ob Sie denken, dass Frauen, die durch eine Quote an einen ihnen sonst verwehrten Job kommen, auf keinen Fall kompetent sein können. Ich denke, dass Firmen, die eine Quote haben, trotzdem nur kompetente Frauen wählen würden, und im Falle von Inkompetenz einer Bewerberin auf die nächste Bewerberin zurückgreifen.

  5. Zwar wurde bei der Bildunterschrift rechts und links verwechselt. Aber zwei Ministerinnen durch diese Verwechslung so zu verprellen, das passiert nur einem Mann der es sich leisten kann...

    3 Leserempfehlungen
  6. Auch Branchen wie die Stadtreinigung, die Müllabfuhr, die ADAC-Pannenservicekräfte, die Feuerwehr - sie alle würden eine Frauenquote und damit mehr Damen in ihren Reihen begrüßen.

    Aber, ups, diese Bereiche sind nicht schick, da braucht man sowas wohl nicht.

    Erinnert stark an die Wehrpflicht, bei der die Herren verpflichtet waren, entweder Wehr- oder Zivildienst abzuleisten, die Damen dagegen das "freiwillige soziale Jahr" bekamen, ansonsten direkt in den Beruf oder die Hochschule einstiegen durften.

    Gerechtigkeit und Gleichberechtigung sind ein nobles Ziel, jedoch verschwimmt es stark, wenn die Seite, die sich benachteiligt sieht, stets nach mehr Rechten schreit, dafür aber die Pflichten scheut.

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    Da haben Sie vollkommen Recht! Ich würde Ihren Beitrag gern öfter als einmal empfehlen!

    Im Übrigen wäre auch eine Herren-Pflicht beim Thema "Erzieher" eine Idee. Wenn dann kein Herr möchte, kann man sie ja zwangsverpflichten...

    liegen die Frauen doch längst vorne. Bevor Sie nach der Quote für MüllmännerInnen rufen (das ist bloße Stammtisch-Parole), schauen Sie doch mal nach Frauenanteil und durchschnittlichem Stundenlohn bei Krankenpflegern, Friseuren, Erziehern, Gebäudereinigern. Es handelt sich hier auch um körperlich ansprochsvolle Tätigkeiten, aus denen sich die Arbeitnehmer oft lange vor dem Rentenalter aus gesundheitlichen Gründen verabschieden müssen. Auch nicht viel anders als Feuerwehrleute...

    http://de.wikipedia.org/w...

    Mal ein Beispiel:

    Ich habe mich oft mit Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen unterhalten. Unisono und ausnahmslos haben alle(!) ausdrücklich erklärt, dass sie sich wünschten, dass es mehr männliche Kollegen gäbe... bzw. muss man eher sagen: dass es überhaupt männliche Kollegen gäbe. Sie wünschen sich das insbesondere auch aus pädagogischen Gründen. Ihnen zufolge ist es völlig unstreitig, dass es Kindern gut täte, von beiden Geschlechtern betreut zu werden.

    Wenn dem so ist - und ich habe keine Zweifel, dass dem so ist - so müsste es in diesem Bereich doch schon längst eine entsprechende Männerquote geben. Gibt es aber nicht. Weil... ja, weil es dafür zu schlicht zu wenig männliche Kandidaten gäbe, heißt es.

    Mal abgesehen davon, dass das ebenso ein Scheinargument ist wie das enstprechende Argument z.B. ggü. Frauenquoten im IT-Bereich, schließlich könnte man ja die Quote relativ zum "Potential" festlegen (etwa eine Männerquote von 10 %, wenn es 10 % männliche Erzieher-Azubis bzw Pädagogikstudenten gibt):
    Es findet diesbezüglich einfach keine kritische Diskussion in der breiten Öffentlichkeit statt... obwohl dies (fast) alle Familien betrifft.

    Rauf und runter diskutiert wird hingegen die Frage, wie man mehr Frauen in die Vorstandsetagen bringen kann.
    Gut, soll mir insoweit recht sein: Von mir aus können sämtliche DAX-Unternehmen komplett weiblich geführt sein, ist mir ehrlich gesagt wurscht.

    Aber die Einseitigkeit dieser Debatten finde ich schon befremdlich.

    Quatsch mit Soße,
    der Vergleich mit der Müllabfuhr (den Dachdeckern, den Steinkohlekumpeln...) trifft die Sache schon genau! Nix Populismus. Schon mal versucht, als Mann ein Praktikum in einer Kinderkrippe zu machen? Ein Wunder, daß der Generalverdacht "muß ja pädophil sein" nicht auch im polizeilichen Führungszeugnis auftaucht. Als Mann DEN Job anzugehen ist die Härte, was die Vorurteile angeht. Also erzähl mir nichts...

  7. Wie aus gut unterdrückten Kreisen verlautet, konnte in der CDSU auch für den Streit um die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare ein Vergleich gefunden werden: Die CDSU bleibt gegen eine Gleichstellung, wird aber, sobald sie wieder in der Opposition ist und ihr neues Führungsteam seine Verpartnerung bekannt gegeben hat, diesem Thema im engsten Führungskreis erneut widmen - versprochen!

    Wie andererseits aus sehr männlich-bedrückten Kreisen verlautet, formiert sich hinsichtlich der Frauenquote in den Chefetagen inzwischen eine Gegenbewegung in der CSU.
    Im Betreben der CSU, sich als besonders soziale Partei zu profilieren, verweist diese darauf, es sei inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass eine Frauenquote in den höchsten Führungsetagen unweigerlich zur Auflösung der sozialen Bindekräfte in einer Gesellschaft führt. Die beiden großangelegten sozialen Experimente "Maggie" in England und "Angela" in Deutschland hätten das eindeutig belegt. Deshalb fordert die CSU ab so sofort die "Nullquote" bzw. "zero tolerance", wenn Frauen Vorstandsposten besetzen wollen, insbesondere für die CSU und für die katholische Kirche.

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  8. Mich vergrault so eine Pseudo-Debatte auch!
    Wenn Frauen wirklich so stark sind, wie sie immer sagen: Dann brauchen wir Frauen keine verdammte Quote durch die uns ohnehin niemand ernstnimmt!

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    Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Danke, die Redaktion/jp

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  • Schlagworte Ursula von der Leyen | CDU | CSU | Kristina Schröder | Bundestag | Bundestagsfraktion
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