GolflehrerEin Lehrer auf dem Grün

Kann jeder Golfspieler auch Trainer werden? Weit gefehlt – dafür braucht es mehr. Der Beruf der Woche von Markus Schleufe von 

Tiger Woods gibt Golfunterricht in der Türkei

Hier ist Tiger Woods höchstpersönlich der Golflehrer (Türkei 2012)  |  © Warren Little

Frische Luft, grüne Landschaften: Es gibt sicherlich unattraktivere Arbeitsorte als den Golfplatz. Martin Hasenbein weiß das. Der Ausbildungskoordinator der Professional Golfers Association (PGA) verbringt seine Arbeitstage dort. "Oft nehmen wir die Natur um uns herum gar nicht mehr bewusst wahr", sagt er. Dennoch mache die Arbeit im Grünen natürlich Spaß.

Golflehrer wie Hasenbein heißen auch Pros oder Professionals. Sie unterrichten Golf in unterschiedlichen Leistungsklassen, also Anfänger genauso wie Fortgeschrittene und Spitzengolfer aller Altersklassen. "Die Faszination des Golfsports liegt in der Vielfältigkeit. Es gibt kaum einen Sport, der so unterschiedliche Anforderungen an die Aktiven stellt", sagt Hasenbein. Jeder Golfplatz sei anders, es werde nie langweilig.

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Qualifizierte Professionals vermitteln neben den Golfregeln und der Spieltaktik einen individuell geeigneten Golfschwung für das lange Spiel genauso wie das kurze Spiel. "Meist beginnt das Training auf der Driving Range, hier wird das lange Spiel also das Ab- und Weitschlagen geübt", sagt Hasenbein. Mindestens ebenso wichtig aber sei das kurze Spiel, also einen Golfball durch Annäherungsschläge aus ein paar Metern bis hin zu 100 Metern Entfernung so nah wie möglich an das Loch zu spielen. Egal ob kurze oder lange Distanz: Wichtig ist eine Technik, die zum Spieler passt.

Beruf der Woche

© Tim Boyle/Getty Images

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Jede Woche stellt unser Autor Markus Schleufe einen ungewöhnlichen Job in unserer Serie "Beruf der Woche" vor. 

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In der Regel beginnt der Arbeitstag eines Golflehrers morgens mit privatem Einzel- oder Gruppenunterricht. An den Nachmittagen gibt es dann Jugendarbeit oder Mannschaftstrainings. Ein Golflehrer ist dabei nicht mit dem Golfprofi vergleichbar. "Nicht jeder erfolgreiche Golfprofi ist automatisch geeignet, ein guter Lehrer zu sein. Ein Golfprofi verfügt in der Regel über ein außergewöhnliches Spielniveau und kann auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, gleichbedeutend mit der Fähigkeit, Golf auch erfolgreich anderen Menschen beibringen zu können, ist dies jedoch nicht", sagt Hasenbein.

Leserkommentare
  1. schön ,wenn auf der Startseite im Faktomat die grünen geuppt werden.
    Vor einiger Zeit sprach die Druckausgabe mal von dem Ablasshandel den das Kreuz bei den Grünen für die meisten Wähler darstellt - aber gleichzeitig bewirbt die Zeitung also den Golfsport, der ja zunehmend zum Statussymbol für die bildungsaffine Mittelschicht verkommt.
    Auf den meisten Plätzen kann sich selbst ein Bernhard Langer nicht mehr bewegen, weil die Qualität der deutschen Spieler so schlecht ist, dass man städnig Angst haben muss einen Ball an den Kopf zu bekommen
    .Sind die Pros schuld?
    Die meisten Deutschen verkomplizieren den Schwung so dermaßen, dass es nie etwas wird...der neueste Trend : der lag..für die meisten Menschen eher schwer einzuarbeiten.. davor der X-factor , davor stack and tilt..
    Am besten haut man die Trainer an die Wand und spielt nur dann wenn man es wirklich kann..
    das wärs mal

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