Frische Luft, grüne Landschaften: Es gibt sicherlich unattraktivere Arbeitsorte als den Golfplatz. Martin Hasenbein weiß das. Der Ausbildungskoordinator der Professional Golfers Association (PGA) verbringt seine Arbeitstage dort. "Oft nehmen wir die Natur um uns herum gar nicht mehr bewusst wahr", sagt er. Dennoch mache die Arbeit im Grünen natürlich Spaß.

Golflehrer wie Hasenbein heißen auch Pros oder Professionals. Sie unterrichten Golf in unterschiedlichen Leistungsklassen, also Anfänger genauso wie Fortgeschrittene und Spitzengolfer aller Altersklassen. "Die Faszination des Golfsports liegt in der Vielfältigkeit. Es gibt kaum einen Sport, der so unterschiedliche Anforderungen an die Aktiven stellt", sagt Hasenbein. Jeder Golfplatz sei anders, es werde nie langweilig.

Qualifizierte Professionals vermitteln neben den Golfregeln und der Spieltaktik einen individuell geeigneten Golfschwung für das lange Spiel genauso wie das kurze Spiel. "Meist beginnt das Training auf der Driving Range, hier wird das lange Spiel also das Ab- und Weitschlagen geübt", sagt Hasenbein. Mindestens ebenso wichtig aber sei das kurze Spiel, also einen Golfball durch Annäherungsschläge aus ein paar Metern bis hin zu 100 Metern Entfernung so nah wie möglich an das Loch zu spielen. Egal ob kurze oder lange Distanz: Wichtig ist eine Technik, die zum Spieler passt.

In der Regel beginnt der Arbeitstag eines Golflehrers morgens mit privatem Einzel- oder Gruppenunterricht. An den Nachmittagen gibt es dann Jugendarbeit oder Mannschaftstrainings. Ein Golflehrer ist dabei nicht mit dem Golfprofi vergleichbar. "Nicht jeder erfolgreiche Golfprofi ist automatisch geeignet, ein guter Lehrer zu sein. Ein Golfprofi verfügt in der Regel über ein außergewöhnliches Spielniveau und kann auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, gleichbedeutend mit der Fähigkeit, Golf auch erfolgreich anderen Menschen beibringen zu können, ist dies jedoch nicht", sagt Hasenbein.