ManagerinnenPersonaler fordern besseren Mutterschutz für Geschäftsführerinnen

Schwangere Arbeitnehmerinnen genießen Mutterschutz. Doch der gilt nicht für Selbständige, Geschäftsführerinnen und Vorstände. Personalmanager wollen das nun ändern. von 

Seit Monaten wird über die Frauenquote für Führungspositionen debattiert. Nur 11,1 Prozent der Spitzenpositionen in börsennotierten Unternehmen sind hierzulande mit Frauen besetzt. Das soll mehr werden. Aber wenn Frauen in diese Top-Jobs aufrücken, müssten auch die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden, fordert der Bundesverband der Personalmanager (BPM).

Denn Anspruch auf den gesetzlichen Mutterschutz haben nur abhängig beschäftigte Arbeitnehmerinnen. Für Schwangere, die als Geschäftsführerinnen einer GmbH oder als Vorstände einer Aktiengesellschaft tätig sind, ist das Gesetz nicht anwendbar. Ihnen kann sogar die Entlassung drohen. "Geschäftsführerinnen oder weibliche Vorstandsmitglieder können während der Schwangerschaft abberufen werden", sagt Christian Vetter, Leiter der Fachgruppe Arbeitsrecht des BPM. "Theoretisch kann ein Unternehmen seine Geschäftsführerin sogar am Tag der Entbindung auf Dienstreise schicken."

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Frauen in solchen Führungspositionen, die ein Kind erwarten, haben mehrere Möglichkeiten. Sofern sie als Geschäftsführerinnen von Weisungen anderer Organe abhängig sind und für ihre Tätigkeit ein Entgelt erhalten, können sie ihren Status als Arbeitnehmerin arbeitsrechtlich geltend machen. Dann fallen sie der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes zufolge doch unter die Bestimmungen der europäischen Mutterschutz-Richtlinie.

Andernfalls bleibt ihnen nur die Möglichkeit, sich krankschreiben zu lassen oder Urlaub zu nehmen. Weil das kein guter Weg ist, fordert der BPM nun eine Nachbesserung am Gesetz. Das würde die Managerinnen auch besser vor Ungleichbehandlung schützen – und mehr Frauen den Weg in Spitzenpositionen ermöglichen.

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Leserkommentare
  1. Geschäftsführer, die gerne ihren Part als Väter durchführen wollen ?
    Können die dann auch Erziehungsurlaub nehmen ?
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Polemik. Danke, die Redaktion/sam

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    das dürfen sie ...

    [...]

    und für Angestellete gibs auch keine Vaterschftsschutzs .... mach als mann mal: Chef: ich will die 3 Jahre mein Kind zuhause erzeihen- und hinter meine Stelle zurück, ich wäre gespannt ob das funktioniert

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf provokative Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    Offenbar ist Ihnen nicht bewusst, dass es beim Mutterschutz nicht um Kindererziehung geht, sondern darum, die oft extremen körperlichen Belastungen am Ende der Schwangerschaft, bei der Geburt und danach (Heilung der Geburtsverletzungen, Stillen etc.) für die Frau erträglich / möglich zu machen, ohne dass sie gleichzeitig auch noch am Arbeitsplatz erscheinen muss.

    der mutterschutz bezieht sich auf die rein medizinischen aspekte der schwangerschaft, der geburt und des wochenbettes.
    wo hast du da vor deinen teil beizutragen, loretta? [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen angemessenen Sprachstil. Danke, die Redaktion/sam

  2. 2. doch..

    das dürfen sie ...

    [...]

    und für Angestellete gibs auch keine Vaterschftsschutzs .... mach als mann mal: Chef: ich will die 3 Jahre mein Kind zuhause erzeihen- und hinter meine Stelle zurück, ich wäre gespannt ob das funktioniert

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf provokative Polemik. Danke, die Redaktion/sam

  3. der nicht mit Aussetzen bei Geburt eines Kindes vereinbar ist. Gesetze dürften da wenig helfen, weil die Arbeit durch eine solche Maßnahme nicht weniger wird und und die Position so wichtig, dass die Firma beim derartigen Ausfall in erhöhtem Ausmaß Gefahr läuft, gegen die Wand zu fahren. Mit gewisser Wahrscheinlicheit würden Konkurrenten versuchen, genau diese Zeitpunkte abzupassen, um Marktoffensiven zu starten.

    Von daher ist es höchst fraglich, ob Initiativen dieser Art etwas bringen, bzw. ob die "Rahmenbedingungen" für betroffene Frauen abänderbar sind. Die einzige Möglichkeit für sie wäre wohl, einen Partner zu finden, der sich nach der Geburt rundum um das Kind kümmert.

    Stellt sich allerdings hier die Frage ob diese Konstellation seitens ihnen sowie den Partnern gesellschaftlich plausibel ist...und inwieweit Frauen in Vorständen und Vergleichbarem überhaupt im reproduktionsfähigen Alter sind.

    Der Personenkreis, auf den diese Regelung zutreffen soll, ist also, abgesehen von der Unwirksamkeit, ziemlich klein.

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    die zahl der u-45er dürfte in den vorständen und bei der gfs doch recht gering sein.

  4. Offenbar ist Ihnen nicht bewusst, dass es beim Mutterschutz nicht um Kindererziehung geht, sondern darum, die oft extremen körperlichen Belastungen am Ende der Schwangerschaft, bei der Geburt und danach (Heilung der Geburtsverletzungen, Stillen etc.) für die Frau erträglich / möglich zu machen, ohne dass sie gleichzeitig auch noch am Arbeitsplatz erscheinen muss.

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    ... 3 Jahre lang ?

    Es geht nicht um Gleichberechtigung. Frauen hätten gerne Ausnahmen, gesenkte Standards und vorteilhafte Behandlung.

    Machen wir uns nichts vor: Gleichberechtigung kann es nicht geben. Die Geschlechter sind nicht gleich. Männer arbeiten härter, schätzen Geld mehr, opfern mehr für die Arbeit, sind wettbewerbsorientierter.

    Schwangerschaften sind extrem anstrengend, während und danach. Nachwuchs bekommen und ein Geschäft leiten -- das lässt sich nicht vereinbaren und -- das ist auch nicht neu -- macht Frauen in der Mehrheit nachweislich auch nicht glücklicher.

    Ich komme langsam zu dem Eindruck, dass nicht der Mann in der Krise ist sondern die Frau. Die moderne Frau. Die moderne, weisse, privilegierte Frau.

  5. ... 3 Jahre lang ?

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    Ich sage es doch, Sie verwechseln das. Informieren Sie sich doch bitte mal über den Sinn und die Dauer von Mutterschutz und Elternzeit. Einfach googeln. Und dann zur Kenntnis nehmen, dass Väter nicht hochschwanger sind, nicht gebären, nichts verheilen muss usw. Warum also sollten sie Mutterschutz erhalten?!

  6. Ich sage es doch, Sie verwechseln das. Informieren Sie sich doch bitte mal über den Sinn und die Dauer von Mutterschutz und Elternzeit. Einfach googeln. Und dann zur Kenntnis nehmen, dass Väter nicht hochschwanger sind, nicht gebären, nichts verheilen muss usw. Warum also sollten sie Mutterschutz erhalten?!

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf " und das"
  7. der mutterschutz bezieht sich auf die rein medizinischen aspekte der schwangerschaft, der geburt und des wochenbettes.
    wo hast du da vor deinen teil beizutragen, loretta? [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen angemessenen Sprachstil. Danke, die Redaktion/sam

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    mir war nicht klar, dass das ein unflätiges wort ist.
    letztendlich habe ich es gewählt, weil es sich im zusammenhang mit "loretta" auf eine putzige szene in dem film das leben des brian bezieht. ;-)

  8. mir war nicht klar, dass das ein unflätiges wort ist.
    letztendlich habe ich es gewählt, weil es sich im zusammenhang mit "loretta" auf eine putzige szene in dem film das leben des brian bezieht. ;-)

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Arbeitsrecht | Geschäftsführer | Schwangerschaft | Unternehmen | Urlaub | Vorstand
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