FortbildungenWeiterbildung im Job nimmt zu

Drei von vier Unternehmen bilden ihre Mitarbeiter weiter, stellt das Statistische Bundesamt fest. Am beliebtesten sind externe Lehrgänge, aber auch Job-Rotation.

Drei von vier deutschen Unternehmen bilden ihre Mitarbeiter weiter. In den Jahren 2005 bis 2010 sei der Anteil der weiterbildenden Betriebe um drei Punkte auf 73 Prozent angestiegen, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. 

Am häufigsten werden die Mitarbeiter auf Lehrgänge oder zu Seminaren geschickt, aber auch Job-Rotation ist stark verbreitet. Dabei wechseln die Mitarbeiter untereinander ihre Arbeitsplätze. Viele Firmen setzen zu Schulungen auch E-Learning-Methoden ein. Insgesamt nutzen gut zwei Drittel der Unternehmen diese drei Fortbildungsmethoden.

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Entscheidend für die Weiterbildungsbereitschaft ist die Größe des Unternehmens: Gut 94 Prozent der Arbeitgeber, die mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigten, setzen auf Weiterbildung, dagegen sind es nur 56 Prozent der kleinen Unternehmen mit zehn bis 19 Beschäftigten.     

Unternehmen mit Lehrveranstaltungen ließen sich die Weiterbildung 734 Euro je Beschäftigten kosten. Größter Kostenblock waren die Personalausfallkosten (also die Lohnkosten der Teilnehmer), die fast die Hälfte ausmachten. Ein knappes Drittel der Kosten entfielen auf Zahlungen und Gebühren an Weiterbildungsanbieter sowie Kosten für externes Weiterbildungspersonal in internen Veranstaltungen.

Für die vierte europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung wurden in Deutschland rund 10.000 Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen befragt.

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Leserkommentare
  1. Bitte verzichten Sie auf Werbung. Danke, die Redaktion/se

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tgr
  • Schlagworte Statistisches Bundesamt | Arbeitgeber | Euro | Gebühr | Unternehmen
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