ArbeitsschutzSo lässt sich die Hitze am Arbeitsplatz überstehen

Die erste Hitzewelle des Jahres ist da. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter jetzt vor zu hohen Temperaturen schützen. Wir zeigen, was zu beachten ist. von 

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist es richtig warm. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt an, dass die Temperaturen in den kommenden Tagen regional über 35 Grad steigen sollen. Diese Hitze kann besonders Älteren, Schwangeren, chronisch Kranken und kleinen Kindern zu schaffen machen. Aber auch völlig gesunde Erwachsene stecken hohe Temperaturen häufig nicht so einfach weg.  

Der Körper reagiert auf die Wärme mit erhöhter Schweißproduktion. Die Blutgefäße weiten sich. Das führt zum Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen, außerdem sinkt der Blutdruck, und die Versorgung mit Sauerstoff kann in extremen Fällen nicht mehr ausreichen. Kopfschmerzen, Unwohlsein und Schwindel sind die Folge.

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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verweist deshalb in diesen Tagen auf die Leitlinien aus dem Arbeitsschutzgesetz. Besonders Menschen, die jetzt im Freien arbeiten, müssen vor direkter Sonne geschützt werden. Arbeitgeber können beispielsweise Sonnensegel aufstellen und Schutzkleidung bereitstellen. Sonnencreme mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor hilft ebenso wie kostenloses Wasser und andere Getränke. Klettern die Temperaturen über 30 Grad, sollte die Arbeitszeit entsprechend flexibel gestaltet werden, sodass Arbeiten im Freien nicht in der Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr verrichtet werden. Auch sind ausreichend und längere Arbeitspausen nötig. Konkrete Angaben schreibt das Gesetz nicht vor – allerdings muss die Mittagspause bei Hitze länger als 30 Minuten sein.

Hitzefrei gibt es nicht

Aber nicht nur wer körperlich im Freien arbeitet, kann unter den Temperaturen leiden. Viele Menschen mit Bürojobs klagen in diesen Tagen über geschwollene Füße und Beine. Schuld daran sind schwache Venen und durch die Wärme erweiterte Blutgefäße. Das Risiko steigt mit dem Alter. Abhilfe schaffen kühlende Fußbäder, die allerdings wohl nur in den wenigsten Büros erlaubt sind. Mediziner empfehlen deshalb das Tragen von Stützstrümpfen während der heißen Sommertage. Und natürlich ist es auch wichtig, für ausreichend Bewegung zu sorgen. Kaltes Wasser über die Handgelenke und Arme laufen zu lassen oder sich zwischendurch damit Gesicht und Nacken zu erfrischen, kühlt außerdem.

Generell gilt: Hitzefrei gibt es im Arbeitsrecht nicht. Allerdings sollte die Raumtemperatur 26 Grad nicht überschreiten. In den meisten Büros machen den Mitarbeitern aber eher zu kalt eingestellte Klimaanlagen zu schaffen. Generell sollten die Klimaanlagen nicht unter 20 Grad eingestellt sein – eine etwas höhere Temperatur ist besser. Zwischen der Außen- und Innentemperatur sollten nur einige wenige Grad Unterschied sein, ansonsten wird das Immunsystem durch den starken Temperaturwechsel zu heftig belastet.

Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/jk

    Eine Leserempfehlung
    • deDude
    • 18. Juni 2013 16:40 Uhr

    ... habe ich als zahnlosen Tiger in Erinnerung, denn soweit ich mich hier korrekt erinnere gibt es zwar die Empfehlung die Raumtemperatur unter 26°C zu halten, aber leider keine Pflicht dazu. Was der Arbeitgeber (zumindestens in unserem Fall) daraus gemacht hat dürfte klar sein ;-)

    Es geht aber auch anders, in einem anderen Unternehmen in dem ich gearbeitet habe wurde an besonders heißen Tagen auch mal ein Eis verteilt oder nach der Arbeit und abseits des Betriebsgeländes ein oder zwei Kästen eiskaltes Bier "auf den Tisch gestellt".

    Wie sagt man so schön, eine Hand wäscht die andere, war dort durchaus zutreffend den die MA haben das nicht vergessen ;-)

    Eine Leserempfehlung
  2. 3. [...]

    Entfernt. Bitte achten Sie auf einen angemessenen Tonfall. Danke. Die Redaktion/kvk

  3. Tja, also ich arbeite in einer öffentlich-rechtlichen Bank und habe kein Problem mit einer zu stark kühlenden Klimaanlage. Wir haben nämlich keine. Dafür haben wir eine große Fensterfront Richtung Süden und sitzen direkt unterm Flachdach. Drei PC`s und ein Laserdrucker geben auch Wärme ab. Raumtemeraturen von über 25 Grad sind im Sommer ganz normal. Das geht dann gerne auch mal bis 30 Grad. Dafür brauchen wir im Winter kaum zu heizen, ist doch auch schön. Schöne Grüße aus dem wahren Leben.

    Ich vermisse in dem Artikel die entscheidende Aussage: Welche Temperatur ist noch zulässig, ab wann müssen die Büros geräumt werden? Sind 35 Grad auch noch zumutbar? Manchmal habe ich das Gefühl, dass in Deutschland jeder Schweinetransporter besser gekühlt werden muss als die Büros der Menschen ...

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  4. Ich bin sehr sicher, dass kostenpflichtiges Wasser ebenfalls hilft!

    5 Leserempfehlungen
  5. 6. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak

    • cb81
    • 19. Juni 2013 0:29 Uhr

    Sind an sich eine gute Idee um das Blut nicht zu tief iin die tiefen Venen sacken zu lassen. Aber hat einer der schlauen Mediziner die mal bei Hitze getragen?! Dann vielleicht doch lieber die Füße abkühlen, kurz hochlegen oder die Muskelpumpe durch auf- und abgehen in Gang halten.

    2 Leserempfehlungen
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    Die Stützstrümpfe könnte man schon anziehen. Man kann sich doch Kühlakkus an die Beine binden.
    Stützstrümpfe, Kühlakkus und Gummistiefel, die vier Nummern größer sind, mit Eiswürfel füllen.-Könnte funktionieren, aber man darf nicht eitel sein und die Bänker bekommen bestimmt nicht die Erlaubnis für den Casual Look.:)

  6. Die Stützstrümpfe könnte man schon anziehen. Man kann sich doch Kühlakkus an die Beine binden.
    Stützstrümpfe, Kühlakkus und Gummistiefel, die vier Nummern größer sind, mit Eiswürfel füllen.-Könnte funktionieren, aber man darf nicht eitel sein und die Bänker bekommen bestimmt nicht die Erlaubnis für den Casual Look.:)

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    Antwort auf "Stützstrümpfe"

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