Business-EnglishDeutsche sprechen schlecht Englisch

Nur 2,1 Prozent der Arbeitnehmer sprechen verhandlungssicher Englisch, ergab eine Studie. Aus Scham schicken viele ihre Kollegen vor und kommen so weiter aus der Übung. von 

Die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland spricht nur mangelhaft Englisch. 65,5 Prozent der Beschäftigten geben an, nur über geringe Kenntnisse zu verfügen. Das hat eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung und des Sprachkursanbieters Wall Street English festgestellt. Befragt wurden Arbeitnehmer, die Englisch für ihre Tätigkeit benötigen. 

Bei den Arbeitnehmern im Alter zwischen 30 und 49 Jahren sind die Kenntnisse weniger gut als bei den Jüngeren: Von den Berufstätigen über 30 gab fast jeder Dritte an, nur schlecht Englisch zu sprechen. Viele vermeiden es deshalb, im Job Englisch zu sprechen, und schicken Kollegen mit besseren Sprachkenntnissen vor. Nicht wenige schämen sich für ihre schlechten Fremdsprachenkenntnisse. Dabei ist genau dieses Verhalten falsch, denn mit der Übung und den Gelegenheiten verbessern sich auch die Sprachkenntnisse.

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Besser schätzen sich die 20- bis 29-Jährigen ein: Über 54 Prozent der Befragten dieser Altersgruppe bewerteten ihre Englischkenntnisse als gut bis exzellent. Richtig verhandlungssicher fühlen sich aber, unabhängig vom Alter, die wenigsten: Nur 2,1 Prozent aller Befragten gaben an, perfektes Business-Englisch zu sprechen. 

Natürlich ist auch der Bildungsabschluss bei den Fremdsprachenkenntnissen zu berücksichtigen: Akademiker, Fach- und Führungskräfte verfügen über ein höheres Sprachniveau.

Unternehmen investieren in Sprachkurse für Mitarbeiter

Nach wie vor ist Englisch die wichtigste Fremdsprache, wenngleich Unternehmen immer häufiger Mitarbeiter mit Chinesisch-, Russisch- und Spanischkenntnissen suchen. Fließend Englisch zu sprechen wird für die Karriere noch wichtiger, weil immer häufiger in internationalen Projekten über Kontinente hinweg zusammengearbeitet wird.

Fehlende Englischkenntnisse der Mitarbeiter kommen Unternehmen teuer zu stehen. Einer Studie des Economist und des Sprachreisenanbieters Education First (EF) zufolge klappt die internationale Zusammenarbeit in Großprojekten vor allem aufgrund von Sprachbarrieren nicht reibungslos. Wegen Fehlern in Übersetzungen und Missverständnissen kommt es immer wieder zu Verlusten.

Deswegen investieren viele Unternehmen bei den Weiterbildungsmaßnahmen vor allem in Sprachkurse für die Mitarbeiter, insbesondere wenn Projekte über Ländergrenzen hinweg anstehen. Sprachkurse gehören auch zu den von Arbeitnehmern am häufigsten in Anspruch genommenen Weiterbildungsangeboten.

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Leserkommentare
  1. übersetzt. medien tv zeitung usw. wird doch alles als hausmannskost serviert. schaut man sich z.b. skandinavien an, wo englisch wie eine muttersprache gesprochen wird, kann man den unterschied erkennen.

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    Möchten Sie das denn so? Alle Filme, die Bücher, Zeitschriften in englischer Sprache? Sicherlich würde dann ein Großteil besser englisch sprechen können. Aber Businessenglisch wäre das auch nicht. Und meinen Sie nicht, dass es besser wäre, wenn der Großteil der Deutschen erst mal richtig Deutsch sprechen könnte? ;-) Aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit in einem internationalen Team spreche ich recht gut Englisch, aber als verhandlungssicheres Businessenglisch würde ich es nicht bezeichnen. Dazu müsste ich in England nur umgeben von Engländern arbeiten. Dann vielleicht nach einem Jahr hätte ich vielleicht die Nuancen raus, die dafür notwendig sind. Aber 1. kann das nicht jeder und 2. braucht das auch nicht jeder. Und vergleicht man Deutschland mit anderen Staaten, dann stehen wir noch recht gut da.

    .. tatsächlich sehr begrüßen, wenn Filme/Serien in Deutschland parallel sowohl in deutsch wie auch in englisch ausgestrahlt würden. Jeden Tag ein wenig Übung wäre doch schon mal ein guter Schritt.

  2. Natürlich ist es sehr wichtig für Straßenreiniger, Anstreicher oder Briefträger, verhandlungssicheres Business-Englisch zu sprechen. Das sollte dringend mehr - und bitte auch mit öffentlichen Geldern - gefördert werden.

    Allerdings sehe ich Deutschland da auf einem guten Weg. Mal versucht, mit jungen Spaniern oder Franzosen englisch zu sprechen? Da lob ich mir doch unsere Jugend.

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    Bitte den Text genau lesen. Da steht drin: "Befragt wurden Arbeitnehmer, die Englisch für ihre Tätigkeit benötigen."

    Habe gerade ein Auslandssemester hinter mich gebracht und hier viele spanische und französische Studenten kennengelernt.
    Von denen würde ich die Englischfähigkeiten als durchschnittliches deutsches Abiturniveau einstufen (mit komischen Akzenten halt ;) und einigen wenigen Fossilisationsfehlern). War positiv überrascht und wurde in meinen während meiner Aufenthalte in Spanien und Frankreich gewonnen Vorurteilen diesbzgl. eines Besseren belehrt.

    • Kauri
    • 18. Juni 2013 13:32 Uhr

    .....dass es ausreichend ist, wenn diese 2, 1% an der richtigen Stelle sitzen.
    Es ist wichtig, dass viele Berufstätige - so etwa 25 % - gut englisch sprechen.
    Aber verhandlungssicher? Ein paar Prozente wäre nicht schlecht, aber wieviel verhandeln denn wirklich?
    In "meiner" Firma mit notwendigen Verhandlungs-Kontakten in Brüssel waren es drei von 90.
    Ich gebe zu, dass dies in 30 Jahren anders aussehen kann.

    • x24
    • 18. Juni 2013 7:11 Uhr

    Die Deutsche sprechen gut genug englisch. Nur 2,2 Prozent sprechen auf Business-Niveau? Na und? Wer braucht das für seinen Beruf schon? Grundkenntnisse reichen vollkommen aus und mich stört es sowieso, wie sich bei jeder einzelnen Bahnsansage auf englisch irgendwelche Leute finden, die sich darüber lustig machen, wie schlecht der Schaffner angeblich englisch spricht. Schon mal in London im Zug eine deutsche Ansage gehört? Ich nicht.

    Warum sollen wir überhaupt alle perfekt eine Fremdsprache sprechen? Wir sind eine große Nation mit einer Weltsprache! Wer mit uns Geschäfte machen will, soll doch bitte Deutsch lernen.

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    "Warum sollen wir überhaupt alle perfekt eine Fremdsprache sprechen? Wir sind eine große Nation mit einer Weltsprache! Wer mit uns Geschäfte machen will, soll doch bitte Deutsch lernen."

    Wegen Ihnen hätte ich fast meinen Kaffee übers frisch gebügelte Hemd geschüttet.

    Es ist heute recht leicht, seine Englischkenntnisse spielerisch auf Vordermann zu bringen. Ich habe mir angewöhnt, Bücher in Englisch zu lesen und Filme in Englisch zu sehen. Was anfangs recht mühsam war, ist heute ein Klacks für mich. Man muss eben nur wollen. Viele, selbst die, die eigentlich willig sind, ihr Englisch verbessern zu wollen, scheitern hier schon, weil sie der Meinung sind, sie würden dann ja den Sinn des Buches oder des Filmes gar nicht mehr verstehen. Stimmt anfangs schon, aber nach einiger Zeit gelingt dies eben immer besser. Man muss schon mal bereit sein, eine Durststrecke zu durchlaufen. Letztlich lernt ja auch ein Kind über diesen Weg seine Muttersprache, indem es anfangs gar nichts versteht und dann täglich immer mehr.

    Und wenn einem der Film derart wichtig ist, einfach den Film zweimal sehen. Einmal in Deutsch und einmal in Englisch. ;)

    Heute ist es übrigens so, dass ich gewisse Genres überhaupt nicht mehr in Deutsch sehe, da die Synchronisation oft sehr zu wünschen übrig lässt. Gerade Comedy-Serien sind oft schwer zu übersetzen. Und wer einmal das Original gesehen hat, will die Übersetzung gar nicht mehr sehen.

    Deutsch ist Weltsprache - ein wirklich herzerfrischender Witz am frühen Morgen. Haben Sie schon mal was von spanisch und chinesisch gehört ? Es ist nun einmal eine historische Tatsache, dass England einstmals die halbe Welt beherrscht hat und somit seine Sprache und sein mieserables Essen überall verbreiteten konnte. Ausserdem ist englisch wesentlich "praktikabler" als die doch recht "unhandliche" deutsche Sprache mit Wortkreationen, welche so lang sind, dass man oft 2 oder 3 SMS Seiten schicken muss um das gleiche auszudrücken, wo im englischen eine Seite ausreicht.

    dumm nur, dass das, was die meisten Deutschen darunter verstehen wirklich grottenschlechtes Englisch ist mit unzähligen Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Während meiner Azubizeit als Informatikkaufmann habe ich eine nicht unwesentliche Zeit damit verbracht, die Korrespondenz meiner Ausbilder in einem internationalen Projekt für sie Korrektur zu lesen weil man das einfach nicht rausschicken konnte was da Jahrgänge Ende der 70er zusammenschreiben.

    Es kommt einfach unglaublich dilettantisch rüber wenn ein Text tatsächliche Grundkenntnisse (also Zeiten, Verlaufsform, aktiv / passiv) völlig falsch hat.
    Denn das gehört wenn man die meisten fragt ja schon gar nicht mehr in die Gruntkenntnisse, da genügt es der Mehrheitsmeinung nach ja Hello I am Mistah Müller sagen zu können.

    Wenn jemand mit einem Deutschen Unternehmen handeln will dann ist es sicherlich nicht verkehrt alleine aus Hoeflichkeit ein paar Worte Deutsch zu sprechen.

    Nur leider gibt es noch den anderen Weg - ein Deutsches Unternehmen will im Ausland verkaufen - da Deutsch zu erwarten kann man nur als hochnaesig und nationalisstisch bezeichnen. Wenn ein deutsches Unternehmen ins Ausland geht wird entweder die Landessprache oder Englisch benoetigt.

    Und zum ersten Punkt: Es waere auch ziemlich peinlich fuer ein internationales Unternehmen wenn jemand eine Anfrage auf Englisch stellt und diese nicht beantwortet werden kann, denn dann geht der Kunde zu jemand anders... Sprich, auch wenn die internationale Kunden auf einen zukommen wird Englisch benoetigt.

    Danke für Ihren Kommentar.

    Für mich der Gipfel der Peinlichkeit und sehr typischer Ausdruck der deutschen Überanpassung ans Ausland: jene Mitdeutschen (auch hier in den Kommentaren vorhanden), die sich am liebsten für Günther Oettingers und Westerwelles nicht perfektes Englisch Fremdschämen!
    Das sind jene deutschen Zeitgenossen, für die ich mich fremdschäme.

    Mehr Selbstbewußtsein bitte! Und: wenn man ein paar mehr Fremdsprechen beherrscht als nur Englisch (heute bei jüngeren Deutschen leider schon die Regel), dann nimmt man Englisch erst recht nicht mehr besonders wichtig.

    PS: von der Politik der beiden Herren oben halte ich allerdings sehr wenig.

    Jeder Deutsche ist selbst ein Botschafter der eigenen Sprache: viel zu oft wechseln Deutsche nämlich gleich eilfertig zu Englisch über, um zu zeigen, wie gut (oder nicht gut) sie Englisch sprechen, und geben dem Ausländer gar keine Gelegenheit, das gelernte Deutsch zu üben.
    Ich erlebe diese Situationen täglich! Und viele Ausländer wundern sich, wie wenig wichtig vielen Deutschen ihre eigene Sprache ist!

    Es geht aber auch anders: Anshu Jain, der Chef der Deutschen Bank, hat gerade seine erste Rede auf Deutsch an die Aktionäre gehalten:
    http://www.spiegel.de/wir...

    Und Pep Guardiola, der neue Trainer des FC Bayern München, lernt schon seit 6 Monaten intensiv deutsch:
    http://www.spiegel.de/spo...

    Wenn man selbstbewußt zur eigenen Sprache steht, lernen Ausländer sie auch, egal in welcher Position sie sind!

    "Warum sollen wir überhaupt alle perfekt eine Fremdsprache sprechen? Wir sind eine große Nation mit einer Weltsprache! Wer mit uns Geschäfte machen will, soll doch bitte Deutsch lernen."

    Dass sagen Sie mal als einleitende Bekanntmachung mit ihrem naechsten Urlaubsflirt im nichtdeutschen Ausland (unter Deutschen beim Ballermmann auf Mallorca war jetzt nicht gemeint) oder beim naechsten Termin in shanghai mit ihrem chinesischen Lieferanten.

    Koenne Sie gleich abhacken und wieder abreisen...

  3. Möchten Sie das denn so? Alle Filme, die Bücher, Zeitschriften in englischer Sprache? Sicherlich würde dann ein Großteil besser englisch sprechen können. Aber Businessenglisch wäre das auch nicht. Und meinen Sie nicht, dass es besser wäre, wenn der Großteil der Deutschen erst mal richtig Deutsch sprechen könnte? ;-) Aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit in einem internationalen Team spreche ich recht gut Englisch, aber als verhandlungssicheres Businessenglisch würde ich es nicht bezeichnen. Dazu müsste ich in England nur umgeben von Engländern arbeiten. Dann vielleicht nach einem Jahr hätte ich vielleicht die Nuancen raus, die dafür notwendig sind. Aber 1. kann das nicht jeder und 2. braucht das auch nicht jeder. Und vergleicht man Deutschland mit anderen Staaten, dann stehen wir noch recht gut da.

    20 Leserempfehlungen
    Antwort auf "wird doch alles"
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    "Aber Businessenglisch wäre das auch nicht. "

    Der Begriff "Businessenglisch" wird meines Erachtens sehr überschätzt. Letztlich gibt es berufsspezifische Fachbegriffe, die sie nur dann kennen, wenn sie in der jeweiligen Branche tätig sind. Ich beherrsche die Fachbegriffe aus meiner Branche, aber eben nicht die aus anderen Branchen. Das erlebt man ja schon in der eigenen Branche, dass es dort Begriffe gibt, die man im Alltag nicht oder nur selten hört. Also letztlich leicht erlernbar, wenn man sie regelmäßig anwendet. Man sollte sich also vom Begriff "Businessenglisch" nicht allzu sehr blenden lassen. Ich kenne die englischen Fachausdrücke der Buchhalter nicht, aber die kenne ich auch in Deutsch kaum, da ich diesen Beruf nicht ausübe.

    Ich würde mein Englisch als verhandlungssicher bezeichnen. Zumindest, was mein Berufsfeld betrifft.

  4. "Warum sollen wir überhaupt alle perfekt eine Fremdsprache sprechen? Wir sind eine große Nation mit einer Weltsprache! Wer mit uns Geschäfte machen will, soll doch bitte Deutsch lernen."

    Wegen Ihnen hätte ich fast meinen Kaffee übers frisch gebügelte Hemd geschüttet.

    Es ist heute recht leicht, seine Englischkenntnisse spielerisch auf Vordermann zu bringen. Ich habe mir angewöhnt, Bücher in Englisch zu lesen und Filme in Englisch zu sehen. Was anfangs recht mühsam war, ist heute ein Klacks für mich. Man muss eben nur wollen. Viele, selbst die, die eigentlich willig sind, ihr Englisch verbessern zu wollen, scheitern hier schon, weil sie der Meinung sind, sie würden dann ja den Sinn des Buches oder des Filmes gar nicht mehr verstehen. Stimmt anfangs schon, aber nach einiger Zeit gelingt dies eben immer besser. Man muss schon mal bereit sein, eine Durststrecke zu durchlaufen. Letztlich lernt ja auch ein Kind über diesen Weg seine Muttersprache, indem es anfangs gar nichts versteht und dann täglich immer mehr.

    Und wenn einem der Film derart wichtig ist, einfach den Film zweimal sehen. Einmal in Deutsch und einmal in Englisch. ;)

    Heute ist es übrigens so, dass ich gewisse Genres überhaupt nicht mehr in Deutsch sehe, da die Synchronisation oft sehr zu wünschen übrig lässt. Gerade Comedy-Serien sind oft schwer zu übersetzen. Und wer einmal das Original gesehen hat, will die Übersetzung gar nicht mehr sehen.

    24 Leserempfehlungen
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    "Wegen Ihnen hätte ich fast meinen Kaffee übers frisch gebügelte Hemd geschüttet."

    Wäre völlig umsonst gewesen. Schließlich ist Englisch als Handelssprache ja kein Naturgesetz und deshalb wird, sobald zwei nicht-englische Unternehmen miteinander Kontakt aufnehmen, nicht selten die Sprache des Handelsstärkeren gesprochen.

    Ich unterrichte derzeit so viele Spanier in Deutsch, dass ich dringend mal einen Kaffee bräuchte. Englisch sprechen die alle nur sehr dürftig. Deutsch wird bei manchen in ein paar Jahren die erste Fremdsprache sein.

    ..."Gerade Comedy-Serien sind oft schwer zu übersetzen. Und wer einmal das Original gesehen hat, will die Übersetzung gar nicht mehr sehen."
    Gerade in Comedy-Serien aus den USA wird öfters auf Personen und/oder Ereignisse angespielt, die ausserhalb der USA den Wenigsten bekannt sind ! Dazu wird meistens im Umgangston und mit dem Akzent der dortigen Gegend gesprochen, daß selbst gut englisch sprechende Deutsche überfordert sind !
    Wenn dann keine Lacher von der Dose eingeblendet werden, wüsste niemand in Deutschland, wann die komische Stelle gekommen ist ! Selbst Tom Patchet (Erfinder von Alf) sagte, daß die deutsch synchronisierte Fassung, mit Tommy Piper als Alf, viel komischer wäre als das Original !

    • ekbül
    • 18. Juni 2013 11:58 Uhr

    Genau! Bücher lesen und Filme schauen soll ja schließlich auch keinen Spaß machen oder einfach so passieren. Das muss alles dem höheren, ja dem einzigen Zweck menschlcher Existenz untergeordnet werden, der Profitmaximierung.

    [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/au

    "Ich habe mir angewöhnt, Bücher IN Englisch zu lesen ..."

    Heißt es nicht:

    Ich habe mir angewöhnt, Bücher AUF Englisch zu lesen ...

    "Es ist heute recht leicht, seine Englischkenntnisse spielerisch auf Vordermann zu bringen. Ich habe mir angewöhnt, Bücher in Englisch zu lesen und Filme in Englisch zu sehen."

    Das reicht aber nicht. Dann kann man Englisch zwar verstehen, aber sprechen kann man es trotzdem nicht. Das hilft dann auch nicht weiter, wenn man ein Gespräch führen soll.

    "Es ist heute recht leicht, seine Englischkenntnisse spielerisch auf Vordermann zu bringen." - Das hat keiner bestritten. Wer das machen will (oder muss), kann das ja gerne tun. Das ist aber kein Grund, dass nur mäßig Englisch sprechende Deutsche sich als Kulturbanausen und Provinzler brandmarken lassen müssten. Immerhin übertreffen sie damit die Deutschkenntnisse von 99% der Engländer und Amerikaner. Hier wird wieder mal mit zweierlei Maß gemessen - und dies natürlich zulasten der Deutschen.

  5. "Aber Businessenglisch wäre das auch nicht. "

    Der Begriff "Businessenglisch" wird meines Erachtens sehr überschätzt. Letztlich gibt es berufsspezifische Fachbegriffe, die sie nur dann kennen, wenn sie in der jeweiligen Branche tätig sind. Ich beherrsche die Fachbegriffe aus meiner Branche, aber eben nicht die aus anderen Branchen. Das erlebt man ja schon in der eigenen Branche, dass es dort Begriffe gibt, die man im Alltag nicht oder nur selten hört. Also letztlich leicht erlernbar, wenn man sie regelmäßig anwendet. Man sollte sich also vom Begriff "Businessenglisch" nicht allzu sehr blenden lassen. Ich kenne die englischen Fachausdrücke der Buchhalter nicht, aber die kenne ich auch in Deutsch kaum, da ich diesen Beruf nicht ausübe.

    Ich würde mein Englisch als verhandlungssicher bezeichnen. Zumindest, was mein Berufsfeld betrifft.

    15 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Und, wollen Sie das?"
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    Businessenglisch ist doch nur eine inhaltsleere Worthülle. Wie andere Kommentatoren schon richtig angemerkt haben, gibt es dieses allgemeine Businessenglisch gar nicht. Oder hat schon mal jemand von Businessdeutsch gehört.
    Wenn es darum geht, dass sich das Management in der eigenen Firma mit den Mitarbeitern verständigt, sollte das Management auch die Landessprache sprechen - mir erschließt sich jedoch nicht, warum das für alle Arbeitnehmer ein Wert an sich seien soll - gutes Chinesisch, Russisch und Arabisch werden in nächster Zeit genauso wichtig - auch ohne den inhaltsleeren Business-Zusatz. Schade nur, dass die meisten dieser Businessenglisch-Sprecher, sich dann auch nicht viel besser verständigen können, als die Sprecher von normalem Englisch, weil es aufgrund ihrer überwältigenden Auslandserfahrung dann an spezifischem Fachwissen fehlt - entweder perfektes Businessenglisch, oder Fachwissen erwerben. Darüber hinaus mangelt es dann meistens im Deutschen und ganz besondern im "Businessdeutsch", was die Verständigung mit den eigenen Kollegen erschwert. Vielleicht ist die Manager-Kaste in Deutschland so unfähig geworden, weil sie sich nur noch auf einen diffusen Businessenglisch-Begriff und Internationalität als Wert an sich fixiert und Fachwissen keine Rolle mehr spielt. Da sind mir Fachleute die auf Dolmetscher zurückgreifen lieber, als fachfremde Sprachgenies, die die Materie nicht beherrschen! - Ging früher doch auch.

  6. ...Durchschnittsenglisch reicht da vollkommen.
    Wer Business Englisch braucht lernt das sowieso sonst bekommt er/sie ja nicht den Job in dem er/sie die Sprache braucht.
    Für den Rest reicht Umgangsenglisch vollkommen, das lernt sich leicht via dem Internet, Foren, Youtube, Filmen und Serien.
    Wie von Forist Infamia bereits geschrieben, wer Southpark oder die Simpsons nicht im Original sieht verpasst gut die Hälfte des Humors.

    4 Leserempfehlungen
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    kann man vergleichen mit "rechtssicherem Deutsch"!
    .
    Wer spricht denn im Alltag, selbst im Berufsalltag, ein "Deutsch" das rechts-, bzw. vertragssicher ist?
    .
    Rechtsanwälte und "Gesetzestexter" vielleicht. Aber selbst dort braucht es immer wieder Gerichte, um Verträge und Gesetze zu interpretieren.
    .
    Weiter dürfte es unmöglich sein "Verhandlungssicheres Business Englisch" eindeutig zu definieren. Das häng viel zu sehr vom Zielland und dem dort herschenden Rechtsystem ab.
    .
    Ein für die USA eindeutig rechtssicher definierter Text dürfte in GB schon anders ausgelegt werden. Den mal nach in Indien..... und erst einmal in Russland verschoben.
    .
    Die einzige "Sprache" die wirklich verhandlungssicher ist ist Mathematik :-)
    .
    Meint
    Sikasuu

    • shtok
    • 18. Juni 2013 8:07 Uhr

    dass das Gros der Dt. Simpsons im Original verstehen würden inklusive der Anspielungen, die meist sehr Nordamerika spezifisch sind, eh!.
    Die meisten oft auch Akademiker sind auch mit Durschnittsenglisch überfordert, das geht bei einfachem Small Talk auf Konferenzen und Treffen los.
    Ob Businessenglisch nun notwendig ist, mag ich bezweifeln, aber wer des Englischen mächtig ist, sollte sich mal den Spass machen, sich auf eine Stelle zu bewerben, die verhandlungssicheres Englisch erfordert und wenn man im Bewerbungsgespräch oder während eines Telefoninterviews sitzt drum bitten, das Interview nur in Englisch zu führen, da ja verhandlungssicheres Englisch notwendig ist und dieses also auch vom Chef und den HR Drohnen gesprochen werden müsste. Da erlebt man dann sein blaues Wunder, auch bei international tätigen Unternehmen.
    Da die Studie jedoch vom WSI in AUftrag gegeben wurde, würde ich eher auf Marketing tippen.

    Bei " Simspsons" ist das Problem, dass viele den Hintergrund dieser Serie gar nicht verstehen und sie einfach als "Belustigung" sehen.

    Da ha nützt es wenig, ob man sie in der einen oder anderen Sprache sieht.

    Damit schafft man sich zwar sehr gut einen "passiven Wortschatz und kann sehr schnell Texte erfassen, aber beim schreiben und sprechen hilft einem das wenig.

    Dann kann man Englisch wie man Latein kann.

  7. Wer brauchts ?
    Das würde implizieren, daß man Entscheidungsträger ist und auf internationalen Niveau arbeitet ! Da sind doch 2,1 % gar nicht mal so schlecht !!
    Ich arbeite mich gerade durch die Stellenanzeigen durch und alle quatschen sie von "exzellenten Englisch in Wort und Schrift" und später ruft alle 2 Jahre jemand an und will auf englisch seine Kontonummer geändert haben, das wars dann !!! Wie meine Vorkommentatoren schon bemerkt haben :
    - wenn man mit Deutschland Geschäfte machen will, sollte zumindestens der Ansprechpartner der jeweiligen Firma im Ausland deutsch sprechen.Deutsch ist immerhin auch eine Weltsprache (jedenfalls der Welt, auf die es ankommt !)
    - die Deutschen sollten in erster Linie erst einmal das Deutsche beherrschen, bevor sie sich zu anderen Ufern aufmachen. Besonders die Angilistiken, die im kaufm. Bereich vorherrschen, nerven gewaltig !

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    "Deutsch ist immerhin auch eine Weltsprache (jedenfalls der Welt, auf die es ankommt !)"

    Die Welt, auf die es ankommt, reicht von Flensburg nach Südtirol?

    "Besonders die Angilistiken"
    Ich als Germanistiker sage: ein Deutschkurs täte wohl nicht nur den Angilistikikerikiken gut. ;)

    Die Ausländer sollen froh sein wenn wir ihnen überhaupt was verkaufen und wenn sie schon die Anstrengung scheuen unsere Sprache zu lernen, haben wir dazu einfach keine Lust.

    Ein Volk das solche Leserbriefe hervorbringt hat sich das verdient!

    *ROFL*

    [...]

    Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Arbeitnehmer | Führungskraft | Karriere | Studie | Übersetzung
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