Die Tourismusbranche ist in Australien einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes. Kein Wunder, dass das Land alles darin setzt, um mehr Touristen ins Land zu lotsen. Seit einiger Zeit nutzt die Regierung dabei ein ungewöhnliches Marketing-Instrument: Sie vergibt sechs ziemlich gut dotierte Jobs, darunter den eines Lifestyle-Fotografen in Melbourne, den des Park Rangers in Queensland oder den des "Chef-Spaßvogels".

Letzterer soll sechs Monate durch Klubs und Bars ziehen und hinter den Kulissen verschiedener Festivals mitarbeiten. Das Jobprofil hat nur drei Punkte: Bewerte Festivals und Veranstaltungen, twittere und poste darüber und sei ein VIP in Sydney. Dafür gibt es umgerechnet rund 78.000 Euro Gehalt für sechs Monate Arbeit. Der Name der Aktion: Best Jobs in the World.

Bekommen hat den Job des Spaßvogels nun der 25-jährige Andrew Smith aus Kalifornien. Testesser wird der Brite Rich Keam, der nun täglich neue Restaurants, Weinkeller und Brauereien in West-Australien ausprobieren soll. Der Outback-Abenteurer wurde Allan Dixon aus Irland. Die Französin Elisa Detrez bekommt die Position als Parkwächterin, Lifestyle-Fotograf wird der Brasilianer Roberto Seba. Der Kanadier Greg Snell soll im Süden Australiens Tiere pflegen.  

Die  jungen Leute sollen sechs Monate ihre Jobs machen, darüber bloggen, und klar: Werbung machen für Reisen nach Australien. Die Zielgruppe: Junge Leute aus aller Welt, für die Australien womöglich ohnehin schon ein Sehnsuchtsort ist. Dass die Aktion funktioniert, zeigt sich an den Bewerberzahlen: 330.000 Menschen aus 196 Nationen nahmen teil. 2009, als der Wettbewerb zum ersten Mal stattfand, waren es noch 35.000 Teilnehmer.