Tourismus-JobsAustraliens neuer Spaßvogel

78.000 Euro für ein bisschen Feiern: Australien wirbt um mehr Touristen, indem es extrem lukrative Jobs vergibt. Die Sache scheint zu funktionieren. von 

Die Gewinner des Wettbewerbs "Best Jobs" in Australien: Allan Dixon, Rich Keam, Elisa Detrez, Roberto Seba, Greg Snell und Andrew Smith in Syndey (v.l.n.r.)

Die Gewinner des Wettbewerbs "Best Jobs" in Australien: Allan Dixon, Rich Keam, Elisa Detrez, Roberto Seba, Greg Snell und Andrew Smith in Syndey (v.l.n.r.)  |  © REUTERS/Daniel Munoz

Die Tourismusbranche ist in Australien einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes. Kein Wunder, dass das Land alles darin setzt, um mehr Touristen ins Land zu lotsen. Seit einiger Zeit nutzt die Regierung dabei ein ungewöhnliches Marketing-Instrument: Sie vergibt sechs ziemlich gut dotierte Jobs, darunter den eines Lifestyle-Fotografen in Melbourne, den des Park Rangers in Queensland oder den des "Chef-Spaßvogels".

Letzterer soll sechs Monate durch Klubs und Bars ziehen und hinter den Kulissen verschiedener Festivals mitarbeiten. Das Jobprofil hat nur drei Punkte: Bewerte Festivals und Veranstaltungen, twittere und poste darüber und sei ein VIP in Sydney. Dafür gibt es umgerechnet rund 78.000 Euro Gehalt für sechs Monate Arbeit. Der Name der Aktion: Best Jobs in the World.

Anzeige

Bekommen hat den Job des Spaßvogels nun der 25-jährige Andrew Smith aus Kalifornien. Testesser wird der Brite Rich Keam, der nun täglich neue Restaurants, Weinkeller und Brauereien in West-Australien ausprobieren soll. Der Outback-Abenteurer wurde Allan Dixon aus Irland. Die Französin Elisa Detrez bekommt die Position als Parkwächterin, Lifestyle-Fotograf wird der Brasilianer Roberto Seba. Der Kanadier Greg Snell soll im Süden Australiens Tiere pflegen.  

Die  jungen Leute sollen sechs Monate ihre Jobs machen, darüber bloggen, und klar: Werbung machen für Reisen nach Australien. Die Zielgruppe: Junge Leute aus aller Welt, für die Australien womöglich ohnehin schon ein Sehnsuchtsort ist. Dass die Aktion funktioniert, zeigt sich an den Bewerberzahlen: 330.000 Menschen aus 196 Nationen nahmen teil. 2009, als der Wettbewerb zum ersten Mal stattfand, waren es noch 35.000 Teilnehmer.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • J-M
    • 21. Juni 2013 15:16 Uhr

    "Dass die Aktion funktioniert, zeigt sich an den Bewerberzahlen: ..."

    Sorry, aber das ist Blödsinn. Dass die Bewerberzahlen hier angestiegen sind, sagt nichts über den wirtschaftlichen Sinn oder Unsinn der Aktion aus. Und da es sich hier ja um Werbung für Tourismus in Australien handelt, sollte doch wohl die Wirtschaftlichkeit betrachtet werden.

    Wie hat sich denn im gleichen Zeitraum der Touristenzustrom der Zielgruppe entwickelt?

    Eine Leserempfehlung
  1. Ich weiß leider nicht wie ich Ihnen eine PN zukommen lassen könnte.
    Deshalb mach ich einfach hier drauf aufmerksam. ;)

    Zwei kleine Fehler im Text:

    - Syndey, statt Sydney
    - Sydney ist nicht die Hauptstadt von Australien, das wäre Canberra.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Huch, da sind wohl Fehler in die Redigatur reingekommen. Wir korrigieren. Besten Dank.

  2. Redaktion
    3. Danke

    Huch, da sind wohl Fehler in die Redigatur reingekommen. Wir korrigieren. Besten Dank.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Arbeitgeber | Australien | Brauerei | Festival | Gehalt | Restaurant
Service