ChefsacheWas passiert bei internationalen Führungskräfte-Schulungen?

In global agierenden Unternehmen bekommen Manager häufig besondere Trainings mit Kollegen aus dem Ausland. Sabine Hockling erklärt, was dabei passiert. von 

Mein neuer Arbeitgeber agiert global und dementsprechend arbeite ich mit vielen Mitabeitern aus verschiedenen Kulturen zusammen. Daher nehme ich an einem speziellen Programm teil, das den Umgang mit den unterschiedlichen Kulturen schulen soll. Was erwartet mich bei einer solchen Schulung?, fragt Claus Stegmann, zukünftiger Disponent bei einem internationalen Transportunternehmen.

Sehr geehrter Herr Stegmann,

um den hohen Anforderungen gewachsen zu sein, die eine Tätigkeit in einem global agierenden Unternehmen mit sich bringt, bieten viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern spezielle Schulungen an. Ziel solcher Programme ist, dass sich die Führungsebene aus den verschiedenen Bereichen, Regionen und Kulturen miteinander austauscht. Die Mitarbeiter (die meist aus den unterschiedlichsten Kulturen stammen) erhalten so einen Blick aus den verschiedenen Perspektiven und diskutieren über die Ziele und die Zukunft des Unternehmens.

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Chefsache: Fragen von Führungskräften

Wie gelingt gute Personalführung und was zeichnet einen fairen Chef aus? Jede Woche, immer freitags, beantwortet die Management-Expertin Sabine Hockling in der Serie "Chefsache" Fragen von Führungskräften.

Schreiben Sie uns (und geben Sie dabei bitte Ihren Namen und Ihren Wohnort an). Wir freuen uns und wählen unter allen Problemen, die uns gestellt werden, jede Woche eine Frage aus und beantworten sie hier.

Solche Programme laufen im Regelfall mehrere Monate und bestehen aus unterschiedlichen Modulen zu den Themen Führung und Führungspersönlichkeit, Unternehmenskultur, Wertschöpfung, Strategien, Innovationen etc. Während externe Experten für die Fachinhalte zuständig sind, sorgen häufig interne Referenten aus den verschiedenen Unternehmensbereichen für den Praxisbezug. 

Netzwerken steht im Fokus

Begleitet wird die Arbeit in den Modulen häufig durch Feedbackrunden in der Gruppe sowie Einzel-Coachings, denn jeder Teilnehmer hat aufgrund seiner individuellen Situation eigene Themen. Daher werden diese Programme auch grundsätzlich individuell für das jeweilige Unternehmen und die jeweiligen Teilnehmer aufgebaut.

Sabine Hockling
Sabine Hockling

Sabine Hockling war lange selbst Führungskraft in verschiedenen Medienhäusern. Mit Ulf Weigelt schrieb sie den Ratgeber Arbeitsrecht. Seit 2011 ist sie Autorin der Serie Chefsache. Immer freitags spricht sie mit Managementexperten über Führungsfragen. Hockling bloggt mit Tina Groll unter diechefin.net, das Blog für Führungsfrauen, über Frauen und Karriere.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor ist die Dominanz des Hauptsitzes: Baut ein Unternehmen im Ausland eine Produktionsstätte auf, schickt es in der Regel auch Angestellte aus dem Haupt-Standort hin. Wer den Standort nach deutschen Maßstäben aufbaut, plant jedoch oft an der jeweiligen Kultur vorbei. Darum sollen diese interkulturellen Programme ebenfalls dazu beitragen, hier gegensteuern zu können.

Neben den fachlichen Inhalten geht es bei diesen Schulungen vor allem um das Netzwerken. Darum runden sogenannte Kaminabende solche Programme meist ab. Dabei bekommen die Teilnehmer die Chance, die obere Führungsebene (Vorstände, Geschäftsführer etc.) in einer privaten Atmosphäre kennenzulernen.

Insgesamt soll ein direkt aufgebauter Draht zueinander einen Austausch über Grenzen, Unternehmensbereiche und Kulturen hinweg ermöglichen. Denn nur über solche Netzwerke ist ein kurzer Dienstweg über Ländergrenzen hinweg überhaupt möglich.

Ihre Sabine Hockling

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Leserkommentare
  1. und die Antwort kommt unter Chefsache und tönt von Managern und internationalen Führungskräfte-Schulungen.
    Das wird den Disponenten aber freuen, dass er jetzt zum Management gehört.

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    Redaktion

    ... gibt es auch für Disponenten. Noch nie gehört?

  2. Redaktion

    ... gibt es auch für Disponenten. Noch nie gehört?

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    (die Frage für eine Führungskraft auch reichlich platt wäre) und auch gar nichts vom Antritt einer Führungsposition zu lesen war, verkneif ich mir Ihre "Antwort" ernst zu nehmen.
    Sonst werd ich noch gelöscht, wenn ich genauso so angepi..t/schnippisch reagiere wie Sie es tun.

  3. ... finde ich in der Regel sehr lesenswert, so wie die ihres Kollegen Weigelt. Aber diese Stegmann-Anfrage hätte ich gleich in die blaue Tonne expediert. "Mama, wie esse ich eine Banane ...?". Nee, nich!

  4. (die Frage für eine Führungskraft auch reichlich platt wäre) und auch gar nichts vom Antritt einer Führungsposition zu lesen war, verkneif ich mir Ihre "Antwort" ernst zu nehmen.
    Sonst werd ich noch gelöscht, wenn ich genauso so angepi..t/schnippisch reagiere wie Sie es tun.

    Antwort auf "Führungspositionen..."

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  • Serie Chefsache
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Arbeitgeber | Geschäftsführer | Vorstand
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